Was hältst du vom bedingungslosen Grundeinkommen?

Das Ergebnis basiert auf 90 Abstimmungen

4# Komplett bescheuert, da... 44%
1# Super Sache, weil... 30%
2# Interessant, allerdings... 22%
3# Riskant, weil... 3%

56 Antworten

2# Interessant, allerdings...

.... darf es nicht bedingungslos sein.

Beim abhängig Beschäftigten wird ein Teil des Einkommens durch das Grundeinkommen ersetzt.

Selbstständige und mehr noch Menschen, die ihr Einkommen mit renditeträchtigen Anlagen verdienen, erfahren hingegen ein Einkommensplus.

Damit würde die Umverteilung sogar noch beschleunigt.

2# Interessant, allerdings...

Wenn es an bestimmte Bedingungen -wie z.B. Mindestalter, absolvierte Ausbildung, Höhe auf Hartz4-Niveau -geknüpft würde.Das würde dann eine Menge Bürokratie erübrigen.Das Ganze könnte sich aber so entwickeln, daß viel Firmen versuchen würden, z.B. niedrigere Gehälter zu zahlen.

Mindestalter, absolvierte Ausbildung, Höhe auf Hartz4-Niveau

Meinst du, dass das Grundeinkommen variiert? Das wäre ja nicht Sinn der Sache. Dann wäre es auch kein bedingungsloses Einkommen mehr.

Moder habe ich dich falsch verstanden?

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2# Interessant, allerdings...

Aktuelles Problem ist der Niedriglohnsektor dort bist du einfach nur Arbeitsvieh, habe selber mal, zum Glück nur um mir damals was dazu zuverdienen, bei McD gearbeitet. "Wenns dir nicht passt dann geh doch" bekommt quasi jeder zu sagen der mal irgenwas kritisiert. Es kann nicht sein dass Menschen eine Arbeit machen müssen, und andere diesen Zustand schamlos ausnutzen in dem sie die Löhne drücken und miese Arbeitsbedingungen haben.

Ein BGE wäre also die Lösung, niemand ist mehr gezwungen schlechte Jobs anzunehmen. ABER ich finde komplett bedingungslos sollte es auch nicht sein, denn was man gratis bekommt schätzt man idr nicht. Guckt euch mal "gratis" Toiletten an, wie damit umgegangen wird. Auch glaube ich kaum dass Familie die sich nicht um ihre KIndern kümmern, bei den Hausaufgaben helfen usw, die auf einmal tun würden wenn sie mehr Geld vom Staat bekommen.

Dass man die Zeit sinnvoll nutzt sollte man also schon nachweisen müssen. Es kann nicht sein dass man den Wow Zocker durchfüttert oder den sogenannten "Künstler" der 12Uhr Mittags aufsteht erst und nich wirklich was leistet.

Verpflichtung zu ehrenamtlichen Job zur Feuerwehr zB oder. Halt Dinge die gemacht werden müssen, wovon aber nicht private Unternehmen jetzt von profitieren.

Tätigkeiten in der Privatwirtschaft sollten freiwillig sein damit die Unternehmen hier faire Löhne zahlen und nicht alle den selben miesen Lohn.

Würde dafür nicht bereits ein vernünftiger Mindestlohn reichen?

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4# Komplett bescheuert, da...

Soweit ich gelesen habe, sollen damit dann ja auch alle Sozialleistungen wegfallen, die dann selbst bezahlt werden müssten.

Gleichzeitig würden schlecht bezahlte Jobs besser bezahlt werden müssen, damit sie überhaupt noch jemand macht.

Das würde dazu führen, das alle Dienstleistungen die mit schlecht bezahlten Jobs zusammenhängen viel teurer werden.

Was bringen einem 1000€ wenn man im Krankenhaus statt 10€ Tagesgeld plötzlich 100€ zahlen muss?

Im Endeffekt wäre jeder sogar noch dringender auf Arbeit angewiesen als jetzt, um Rücklagen für Notfälle zu schaffen.

Es würde jede Sicherheit verloren gehen...

UNSINN. Das Prinzip des Solidarstaates wurde bei diesen Äußerungen noch nicht verstanden.

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@luibrand

UNSINN. der Satz "Soweit ich gelesen habe, sollen damit dann ja auch alle Sozialleistungen wegfallen, die dann selbst bezahlt werden müssten." wurde bei diesem Kommentar nicht verstanden!

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@Deamonia

Der besagte Satz ist noch größerer Unsinn ! In einer Solidargesellschaft gibt es keine Sozialleistungen mehr, schon gar nicht privat !!

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@luibrand

Was glaubst du denn, was "alle Sozialleistungen wegfallen" wohl bedeuten mag?

Laut "Unsinn" brüllen und dann selbst nur Unsinn schreiben, ist dir das nicht peinlich?

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@Deamonia

Es braucht mit einem Grundeinkommen keine (diskriminierenden) Sozialleistungen mehr (wozu auch ?) !! Es steht Dir jedoch frei, einen "Sozialfonds" zu gründen und Bedürftigen unter die Arme zu greifen, - die hoffentlich mit einem GE weitestgehend der Vergangenheit angehören werden. Comprendes ?!

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@luibrand

Warum erzählst du mir Sachen die ich bereits weis? (Bis auf den Unsinn den du in Klammern dazu schreibst)

Du versuchst bloß abzulenken, das du meine ursprüngliche Antwort nicht richtig gelesen hast!

Aber stimmt schon, ich finde es auch voll diskriminierend, das jeder eine gute medizinische Versorgung bekommt, soll mal lieber jeder selbst dafür blechen, sieht man ja in den USA wie gut das klappt. Klar musst du evtl. alles veräußern was du hast wenn du mal ernsthaft krank wirst, aber hey, ist doch klasse!

Mal im Ernst, ein GE das so hoch ist, das man jede Situation damit meistern kann, ist einfach nicht machbar. Denn du kannst die Menschen nicht zwingen für Notfälle zu sparen, und viele werden das eben nicht tun. Müssten dann alle Arztrechnungen selbst gezahlt werden, müsste das Grundeinkommen theoretisch so hoch sein, das jeder davon jederzeit einen längeren Krankenhausaufenthalt finanzieren kann, oder aber die Menschen würden einfach, ohne Hilfe zu erhalten, verrecken. (selbst in den USA wird zumindest die allernötigste Grundversorgung vorgenommen, bevor man wieder aus dem KH geworfen wird...)

Da wir aber eh niemals einer Meinung sein werden, du in meinen Augen fast nur Unsinn (oder nenne es meinetwegen Wunschdenken) schreibst, und ich deine Art nicht besonders ab kann, beenden wir das ganze jetzt hier besser. (bzw ich beende es, was du machst ist mir Latte)

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@Deamonia

Tja, ich kann an Deinen Worten nicht erkennen, dass Solidarität weder von Dir ernsthaft gewollt ist, noch dass Du bereit bist, den Status Quo zu verlassen. Das ist nämlich nötig, um ein Grundeinkommen als realistisches Szenario zu betrachten.

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@Deamonia

Das Grundeinkommen muß als Szenario erst "gedacht" werden, um sich Gedanken über dessen Verwirklichung machen zu können. Den Status Quo muß mensch dazu verlassen. D.h., das GE ist eine Solidarleistung, die von ALLEN getragen wird und ALLEN Bürgern (ohne Rücksicht auf Status und Habitus) offeriert wird. Es geht nicht um die Finanzierung von Scheinbedürfnissen (Luxus), sondern einzig und allein um die Befriedigung von Grundbedürfnissen (Ernährung, Kleidung, Wohnung, Bildung, medizinische Grundversorgung), jährlich errechnet an einem sog. "Warenkorb" von Leistungen.

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@Deamonia

Im Grundeinkommen werden Grundbeträge für Sozialleistungen eingerechnet. Mir ist kein Konzept bekannt, dass dies ausschließt.

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@luibrand

Das Thema lässt dir keine Ruhe oder?

Ich hoffe du bist heute freundlicher als vor 3 Jahren ;)

Damit wir nicht weiter aneinander vorbei reden:

Was genau verstehst du unter "Grundbeträge für Sozialleistungen"?

Wie ich das Konzept verstanden habe, gäbe es dann keine Staatliche Krankenversicherung mehr, die jeder in Anspruch nehmen kann, sondern Private KV oder alles selbst zahlen.

Die privaten nehmen aber in der Regel nur junge gesunde Menschen, denn die sind ja nicht verpflichtet jeden zu nehmen.

Wenn nun z.B. 50€ für Medizinische Zwecke vorgesehen sind, ist das für einen gesunden Menschen gerade genug, wenn er diese spart, um damit die nötigen vorsorge Untersuchungen selbst zu zahlen, oder eben für die private KV.

Wird hingegen jemand krank, oder auch nur Schwanger, bräuchte die Person mehrere hundert Euro im Monat um die Arztrechnungen aus eigener Tasche zahlen zu können.

Wie soll da also ein vernünftiger Wert berechnet werden, der für ALLE gleich ist, und dennoch für jeden reicht?

Wäre doch mega unfair wenn z.B. jemand mit angeborenem Herzfehler in armut leben muss, weil seine Krankheit ihn so viel kostet...

Zweite Sache die mir komisch erscheint, ist das ein Säugling das gleiche einkommen erhält, wie ein Erwachsener, denn das meiste dieses Geldes würden anfangs ja die Eltern nutzen, und es würde sicher manche dazu anregen, als nebeneinkommen ein Kind nach dem anderen zu bekommen, obwohl es eh schon viel zu viele Menschen gibt, aber das mit den Krankenkassen ist dennoch das was mich dem BGE gegenüber wirklich skeptisch macht

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@Deamonia

Das lässt sich alles gesetzlich regeln, wie das heute bereits auch der Fall ist. Was mich viel mehr wundert, ist die Tatsache, dass ich auf eine Meldung deinerseits reagiert habe, aber Du nichts davon erwähnst.

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@luibrand

Was für eine Meldung??? Ich hab vor 3 Jahren nicht mehr geantwortet, und du bist jetzt wieder damit angekommen, nicht ich o.O Hatte diese Diskussion hier ehrlich gesagt schon laaaaange vergessen ^^

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@Deamonia

Tja, ich bekam gestern einen Kommentar.... sehr seltsam...

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4# Komplett bescheuert, da...

"Komplett bescheuert" ist vielleicht übertrieben - naive Milchmädchenrechnung trifft es besser.

Die Kosten für ein BGE sprengen den Bundeshaushalt bei weitem, "on top" also zusätzlich zu den jetzigen Sozialleistungen wäre das BGE (in Höhe von 1200€) nichteinmal theoretisch, selbst mit absurden Einkommensteuer Erhöhungen nahe an den 100% realisierbar.

Laut Befürwortern soll es jedoch auch mit BGE keine großen Steuererhöhungen geben, da geplant ist bestehende Sozialleistungen dafür zu streichen.

Das klingt zunächst schlüssig, funktioniert aber auch nicht, denn:

Wir haben ein bestimmtes Budged "b" zur finanziellen Unterstützung Bedürftiger (Arbeitslose, Arbeitsunfähige, Rentner, etc.). Dieses Budget ergibt sich aus den Steuereinnahmen und den Sozialversicherungsbeiträgen und wird in verschiedener Form auf die Zahl an Bedürftigen "z" aufgeteilt. Die Finanzielle Zuwendung "f" die der einzelne Bedürftige im Durchschnitt erhält ergibt sich also aus f=b/z.

Beim BGE erhalten aber nicht nur Bedürftige, sondern alle die entsprechende Zuwendung, "z" wird also ungleich größer. Das hat logischerweise zur Folge, dass entweder auch "b" sehr viel größer werden muss, was notwendigerweise massive Steuererhöhungen zur Folge hätte, oder f sehr viel kleiner werden würde, was bedeutet, dass Bedürftige mit BGE am Ende netto schlechter dastünden als jetzt.

Das heißt, wenn das BGE für Arme Menschen zumindest keine Verschlechterung bringen soll, sind umfangreiche Steuererhöhungen unumgänglich. Und diese lassen sich auch nicht mit einer Mehrbelastung für "die Reichen" auffangen (Selbst eine komplette Enteignung der derzeit reichsten Deutschen, der Aldi-Erben würde für gerade einmal zwei Wochen BGE reichen.), sondern würde im Endeffekt jeden treffen, der aktuell über 1200€ im Monat verdient.

Kurzum die bestehenden Sozialsysteme sind ungleich effizienter und (unter der Bedingung der finanzierbarkei) auch sozialer.

Außerdem weiß ich nicht was man sich realistisch von einem BGE verspricht, schließlich gab es bereits zwei unabhängige Feldstudien zu dem Thema von denen keine irgendwelche positiven Effekte auf die Arbeitsmoral oder der gleichen hätte feststellen können. Ich würde sogar aus rationalen und empirischen Gründen behaupten, dass die Arbeitsbereitschaft, bei einem gesicherten Grundeinkommen und gleichzeitig erhöhter Steuerbelastung für Arbeitende, deutlich abnehmen würde. Ich würde mit 1200€ BGE pro Person auf jeden Fall nicht Vollzeit arbeiten, zumal mir von dem zusätzlichen Geld ja aus genannten Gründen sowieso nicht viel übrig bleibt.

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