Was genau ist die Lehre aus der Hiob Geschichte?

11 Antworten

In der Einleitung zum Buch Hiob des Walvoord-Bibelkommentars steht:

"Das Buch Hiob enthält eines der bekanntesten Beispiele für unverdientes Leid. In kürzester Zeit verlor Hiob, ein angesehener, wohlhabender und gottesfürchtiger Mann, seinen ganzen Besitz, alle seine Kinder und seine Gesundheit. Seine Frau war Hiob keine Stütze, denn sie legte ihm nahe, seinem Elend ein Ende zu bereiten, indem er Gott fluchte. Dann erschienen zum Überfluss noch Hiobs Freunde und verurteilten ihn, statt ihn zu trösten. Darüber hinaus schien Gott Hiob zu übersehen, denn er antwortete ihm lange Zeit überhaupt nicht und setzte sich nicht für seine Sache ein.

 Hiobs Leid in dieser Zeit umfasste den wirtschaftlichen, seelischen, körperlichen und geistlichen Bereich. Jedermann war gegen Hiob, und auch Gott, dem er treu gedient hatte, schien sich von ihm abgewandt zu haben. Dennoch war Hiob ein geistlich gesinnter Mensch, der an seinen moralischen Maßstäben festhielt (Hi 1,1.8;2,3). Konnte Leid noch unverdienter sein? Hätte nicht solch ein gerechter Mensch von Gott gesegnet und nicht geplagt werden müssen? Die Tatsache, dass Hiob, der ein herausragender Bürger war, so viel besaß und dann so viel verlor, macht ihn zu einem außergewöhnlichen Beispiel für Bedrückung, die sich allen menschlichen Erklärungsversuchen entzieht.

Viele Menschen können sich mit Hiob identifizieren, wenn sie sich langanhaltenden, aufreibenden Nöten gegenübersehen, die ihnen ungerecht erscheinen. Sie fragen sich, warum sie diese Bedrückung erfahren und warum gerade sie so sehr geplagt werden. Jedem Menschen erscheint das Leid - insbesondere das unverdiente Leid - nur sehr schwer verständlich. Wenn Schmerzen offensichtlich keine Strafe für falsches Verhalten sind, dann verwirren sie uns. Das Buch Hiob handelt vom Rätsel des unverdienten Elends und macht deutlich, dass Gott mit dem Unglück unter Umständen andere Absichten verfolgt, als dem Menschen seine Sünde zu vergelten.

Das Buch Hiob beschäftigt sich auch mit der Frage nach der Haltung des Menschen in seiner Not. Hiobs Erfahrung macht deutlich, dass ein gläubiger Mensch, der großes Leid erfährt, Gott nicht notwendigerweise abschwören muss. Er darf ihn ruhig fragen, sollte ihn aber nicht verleugnen. Vielleicht sehnen wir uns wie Hiob nach einer Erklärung für das, was mit uns geschieht; aber wenn wir nicht verstehen können, warum wir leiden, müssen wir Gott deshalb noch lange nicht verfluchen. Obwohl Hiob nahe daran war, schwor er doch Gott nicht ab, wie es Satan vorausgesagt hatte.

Das Buch Hiob lehrt uns auch, dass es kein Fehler ist, nach dem Warum zu fragen, so wie es Hiob selbst getan hat (Hi 3,11-12.20). Es ist jedoch falsch, von Gott eine Antwort auf unsere Klagen zu fordern, wie es Hiob ebenfalls getan hat (Hi 13,22;19,7;31,35). Der Mensch hat kein Recht, von Gott eine Erklärung für das Leid, das er erfährt, zu verlangen, denn dann stellt er sich über Gott und zieht seine Allmacht in Zweifel."

Eine gute Zusammenfassung. Aber ich finde es schon bedrückend, dass wir nicht einmal den Grund des Leidens erfahren dürfen. Ich kann auch nicht verstehen, warum wir Gottes Allmacht in Zweifel ziehen, wenn wir eine Begründung verlangen. Ich kann doch trotzdem Gott seine Allmacht lassen, es ist doch menschlich, nach einer Begründung zu fragen. Ob wir dann eine Antwort erhalten sei mal dahingestellt.

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Schau Dir in diesem Zusammenhang auch mal unter www Bibelant wortenpool de unter dem Stichwort Bibel die Antworten zu diesen Fragen an:

  •  Welchen Sinn hatte die Glaubensprüfung Hiobs?
  • Warum durfte Satan soviel Leid über Hiob bringen?

(dazu links auf die Schaltfläche Suchen klicken und in der aufklappbaren Liste das Stichwort auswählen)

Uups sorry, die Antwort findest Du natürlich unter dem Stichwort Hiob:

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Also ich ziehe aus der Geschichte die Lehre, die ich aus den meisten Bibelgeschichten lese:

Das der in der Bibel beschriebene Gott ein geltungssüchtiges herzloses selbstsüchtiges und selbstverliebtes Monster ist, das Menschen als sein Spielzeug betrachtet, und der offensichtlich keinerlei Ahnung hat, was Liebe ist, da er der Meinung ist, man könne tote Kinder einfach durch doppelt so viele andere ersetzen.

Zunächst sollte man sich die Vorstellungen der Menschen in den älteren Texten des At anschauen. Dort gab es die Vorstellung des " tun-ergehen-Zusammenhang", also der Gedanke, dass Menschen die Gutes tun, gute Dinge widerfahren und das schlechte Taten zu schlechten Ergebnissen führen. Der Hiob Text wurde während des babylonischen Exils geschrieben. Der "tun-ergehen-Zusammenhang" wiedersprach den erlebten Ergebnissen. Man verstand nicht, wieso die Babylonier die als "schlecht" empfunden wurden siegreich waren und wieso es Gott zugelassen hat, dass sein eigener Tempel zerstört wurde. Diese Sinnkrise musste nun durch neue Gedanken erklärt werden. Im Hiob Text ,weiß er selbst nicht warum ihm all die schlechten Dinge widerfahren, jedoch weiß der Leser, dass Gott eine Abmachung mit Satan hat. Dies soll also sagen, dass der Mensch zwar nicht weiß, warum ihm gewisse Dinge zustoßen, es aber trotzdem eine Erklärung gibt, die nur Gott kennt. Eine weitere Wandlung gibt es im Text Sacharja indem Satan jemanden anklagt, der gesündigt hat. In der Geschichte vertritt Satan noch den "tun-ergehen-Zusammenhang". Die Person hat gesündigt und soll deshalb bestraft werden. Jedoch taucht ein Engel auf und vergibt dem Mann die Sünde. Nun ensteht zusätzlich die Vorstellung, dass selbst Menschen die gesündigt haben, durch die Gnade Gottes vergeben werden kann.

Ja, so ist halt seine Unerfindlichkeit.

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Das hiob gott treu blieb obwohl Alles sehr schlimm für ihn war und gott ihm nicht half und das satan es nicht gelungen ist gott zu beweisen das menschen im nur treu sind wenn es ihnen gut geht.

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