Was bedeutet für euch Toleranz?

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Erst einmal sollten wir definieren, was Toleranz ist.

Für mich bedeutet es, Andere anders sein zu lassen, auch wenn es mir gegen den Strich geht.

Ich verstehe nicht, warum Menschen irgendwelchen Aberglauben anhängen, aber da ich es nicht ändern kann, akzeptiere ich halt das Glockengeläut am Sonntag und die Freitagsgebete. Es stört mich aber massiv, wenn Fundamental-Religiöse mir vorschreiben, was ich zu tun oder zu lassen habe (Tanzverbot am Karfreitag, Abtreibung etc.).

Ich verstehe nicht, wie jemand "national" denken und/oder stolz auf sein Land sein kann. Aber mehr als dagegen anargumentieren, kann ich nicht.

Ich verstehe die Begeisterung für Hunde, Fussball und Alkohol nicht. Zum Glück muss ich mich daran nicht beteiligen, ich muss es noch nicht mal mögen. Ein Hoch der Meinungsfreiheit!

"Ich verstehe nicht, wie jemand "national" denken und/oder stolz auf sein Land sein kann"

was? echt?

das ist doch das normalste in der welt, in allen ländern, na gut, in manchen mehr, und manchen weniger:-))) ich komme aus rumänien, und muss über "euch" immer wieder lachen - wie konnte man so eine gehirnwäsche (die linke schulbildung?) annehmen?

aber hoffentlich bist du zumindest tolerant zu andersdenkenden:-)

oder möchtest du die einsperren, wie in der ddr?

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@LadyBump20

Staatsgrenzen sind völlig willkürlich, die einzige Heimat, die wir haben, ist die Erde.

Wie ich schon geschrieben habe: ich werde nie aufhören, gegen Rassismus, Nationalismus, Patriotismus und andere -ismen zu argumentieren. Aber einsperren würde ich nur Menschen, die sich nach den geltenden Gesetzen bzw. Menschenrechte strafbar gemacht haben.

Toleranz bedeutet für mich Andere anders sein zu lassen - solange ich es nicht mögen oder gar lieben muss.

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@Seeheldin


"Staatsgrenzen sind völlig willkürlich, die einzige Heimat, die wir haben, ist die Erde."

schöner linker spruch:-))

aber so utopisch und naiv, wie der sozialismus, aber schön... :-)))

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@LadyBump20

Wieso links - realistisch! Die Probleme, die wir haben, sind globale Probleme. So zu tun als gäbe es sie nicht oder Mauern zu bauen, damit wir uns weiter im Wohlstand suhlen können, werden nichts zum Positiven verändern.

Zum Glück habe ich keine Kinder, denen ich dieses ganze Chaos nebst Nazis, Populisten, Rassisten usw. hinterlassen muss.

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@LadyBump20

"Ich verstehe nicht, warum Menschen irgendwelchen Aberglauben anhängen,
aber da ich es nicht ändern kann, akzeptiere ich halt das Glockengeläut
am Sonntag und die Freitagsgebete. Es stört mich aber massiv, wenn
Fundamental-Religiöse mir vorschreiben, was ich zu tun oder zu lassen
habe (Tanzverbot am Karfreitag, Abtreibung etc.)."

einverstanden!

und stell dir vor, mir wurde neulich die frage "wieso haben wir am karfreitag ein tanzverbot?" gelöscht...

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@Seeheldin

realistisch, na gut...

"Die Probleme, die wir haben, sind globale Probleme."

wir haben keine probleme, die haben aber die menschen auf haiti...aber was geht mich das an? wenn sie irgendwo in der dritten welt zu viel menschen haben, die sie nicht ernähren können?

jedes land soll es so machen, wie sie es für richtig halten:-) und sie verbrennen alle urwälder, und wenn der letzte baum gefallen ist, dann wollen sie zu uns? dann sollen wir sie ernähren? nein!


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@LadyBump20

"Ich verstehe nicht, wie jemand "national" denken und/oder stolz auf sein Land sein kann"
was? echt?

Das scheint Dich echt zu wundern. Warum zum Geier sollte man auf sein Land stolz sein? Das ist absurd.

Ich kann nur stolz sein auf etwas, was ich selbst geleistet habe.

Ich weiß allerdings, dass es ein enormer Glücksfall ist, als Deutscher in Deutschland leben zu dürfen.

Mir ist am Wohlergehen dieses Landes gelegen. Ich bin in diesem Sinne ein echter Patriot. Aber ich werde niemals ein Nationalist sein.

Nation ist ein dummes Konzept, dass überwunden gehört. Unsere Zukunft ist Europa. Ich bin zu allererst ein Mensch, dann ein Erdenbürger, dann Europäer und dann kommt lange gar nichts. Irgendwann dann auch mal Deutscher.

Aber darauf bin ich ebenso wenig stolz, wie auf meine Schuhgröße.

Nationalismus ist Ursache fast aller Kriege der letzten Jahrhunderte. Er ist die Seuche unserer Kultur. Neben den Religionen.

Die Gehirnwäsche ist ganz auf Deiner Seite, wenn Du meinst, Nationalismus wäre etwas Positives.

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@LadyBump20

.aber was geht mich das an?

Mit dem rechten Maß an Asozialität kann man diesen Standpunkt einnehmen.

sie verbrennen alle urwälder

Mit Verlaub, so blöd kann heute doch niemand mehr sein.

Warum meinst Du, tun die das? Um dort Fußballplätze anzulegen?

Da grasen dann Rinder, deren Fleisch bei uns landet, da werden Ölpalmen angebaut, die hier konsumiert werden, da wird Kaffe, Kakao und Bananen angepflanzt, die zu uns exportiert werden.

Was Dich das angeht? Du gehörts zu den Ausbeutern, die diesen Menschen die Lebensgrundlagen wegfressen.

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@LadyBump20

das ist doch das normalste in der welt,

Nö, ist es nicht.

Man kann zunächst nur stolz auf etwas sein, das man selbst geschaffen hat.

Ich habe Deutschland nicht geschaffen, dass ich als solcher gebohren wurde, ist reiner Zufall. Auf den Zufall stolz zu sein ist ja sowas von blöd.

Darüber hinaus ist der Nationalstolz wie eine Religion auch, ein reines Massenlenkungsmittel. Irgendwer flüstert den Leuten ein, sie sollen stolz sein - und nebenher auch noch, was man gut zu finden hat und was nicht.

Darauf reinzufallen, auf ein Lenkungsmittel der Mächtigen, hat schon was von Dummheit.

Dummheit und Stolz wachsen auf selbem Holz. Und zudem, kein Affe käme auf die Idee, einen farbigen Fetzen an einen Stock zu hängen und vor dem Ding stramm zu stehen - und stolz drauf zu sein, im linken Käfig zu hocken. Man könnte meinen, der ist schlauer als wir.

Patriotismus ist die Vorstufe zum Nationalismus, die Übergänge sind fließend. Und der führt zum Völkermord, auch schon oft so geschehen. Wann lernt man endlich, den stupiden Massenverführungsinstrumenten grundlegend zu misstrauen?

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@LadyBump20

Bei der Art und Weise wie du dich hier präsentierst und verbal ausdrückst kann ich mir sehr gut vorstellen mit welcher Begründung es vom Gutefrage.net Team entfernt wurde.

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Genau diese Denke ist das Problem. Wir wollen billig einkaufen, also müssen Kinder in Asien für Hungerlöhne unsere T-Shirts nähen, werden Wälder abgeholzt für Palmöl und IKEA, aber mit uns hat das alles nichts zu tun. Der Klimawandel führt zu Dürre, Stürmen und Missernten - egal, solange wir SUVs fahren dürfen... Und wer darauf aufmerksam macht, bekommt das Etikett "links-grün versiffter Gutmensch" angehängt.

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Grundsätzlich gilt: Die tolerantesten Menschen sind jene, die ihre Toleranz nicht betonen müssen. Heutzutage ist der einst noble Begriff "Toleranz" leider zu einem politischen Kampfbegriff degeneriert, der -sobald er öffentlich und aggressiv propagiert und eingefordert wird- meist die gegenteiligen Absichten verfolgt oder zumindest den gegenteiligen Effekt zeitigt. Insofern ist er ein gutes Stück entwertet und seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt worden. Die Grenzen seiner Toleranz muss jeder für sich selber definieren und sind bedingt von der eigenen politischen Haltung, da gibt es keinen objektiven Maßstab.

Schauen wir mal nach, was es bedeuten soll:

Achtung und Duldung gegenüber anderen Auffassungen, Meinungen und Einstellungen.

Und genau das bedeutet es für mich.

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