Warum werden wir Crossdresser nicht akzeptiert?

18 Antworten

Einmal ist es ein menschliches Problem. Der Mensch/das Gehirn denkt gerne in Schubladen. Jemand der erstmal nicht in eine Schublade passen will, verunsichert einen. Mit der Unsicherheit geht jeder anders um. Der eine lacht, der andere guckt weg. Was ich sagen, will lachen ist erstmal kein Zeichen der Ablehnung sondern der Situation geschuldet.

Auf der anderen Seite spielt es eine Rolle wie du (jeder andere CD) sich nach außen präsentiert, (stimmt das Gesamtbild, sieht es aus wie aus dem Kleiderspendencontainer geklaut, bist du selbstbewußt,) ob man so (negative) Reaktionen erzeugt .Wenn du schon selbst unsicher bist, kleidest dich wie Horst und sendest nach außen, "ich bin ein Opfer" wundern mich negative Reaktionen nicht.

Dann kommt noch der sozialisierte/kulturelle Faktor hinzu. Schon früh erzählen wir den Kindern, ein Mädchen muss eine schöne Prinzessin sein und ein Junge muss ein tapferer Indianer sein, der keinen Schmerz kennt und mit Baggern im Dreck spielt

Dein Urteil wirkt auf mich einseitig, aber ich bin mir sicher, nicht alle verurteilen dich. Ich tue es zumindest nicht. Ich bewundere Freigeister schon immer.

Wieso hungerst du nach der Anerkennung von Menschen, die dich nicht akzeptieren? Wieso kannst du dich nicht auf die konzentrieren, die dich akzeptieren und darauf aufbauen?

Gibt es wirklich so viele Menschen die das nicht akzeptieren?

nur weil man schaut, heißt das doch nicht, dass man den anderen abwertet.

ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich schaue auch und denke mir z.b. Sieht cool aus, toll dass er sowas trägt usw. also gar nicht negativ sondern neutral

Ich leg meine Hand ins Feuer, dass auch du schon mal über irgendjemand oberflächlich hergezogen hast. Z.B. über eine Dicke, die sich in eine Leggins quetscht und bauchfrei durchs Einkaufszentrum stolziert. Das ist am Ende genau dasselbe.

Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Leute schmunzeln wenn du deine Schultern in ein kleines Schwarzes und und deine Füße in Stöckelschuhe presst. Da gibts weit schlimmere Schicksale. Wenns weiter nichts ist.

Wenn du selbstbewusst hinter all dem stehen würdest, hättest du auch kein Problem damit, was irgendjemand anderer sagt.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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weil die meisten Menschen nur "Binärdenker" sind. Sie kennen nur 0 und 1; falls mal die 2 auftaucht, kommt's dann automatisch zu einem unerwarteten schweren Ausnahmefehler und das System schmiert ab.

Ich glaube, dass sie Dich nicht einordnen können und damit ein riesen Problem haben. Sie kommen mit der Situation nicht zurecht.

Ihr Gehirn wechselt ständig zwischen Mann und Frau (wie oben beschrieben binär) und wissen nicht, auf welches Geschlecht sie sich einstellen sollen. Das überfordert sie.

Daraus folgt grundsätzlich immer eine negative oder abweisende Haltung.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Evolution. Der Mann hat sich, zumindest in unserer Gesellschaft, als Oberhaupt hervorgetan. Die Frauen haben sich ihnen zu fügen.

Schuhe mit Absätzen wurden zuerst von Männern getragen (z.B. die Könige von Frankreich). Auch kniehohe Stiefel oder sogar Overkneestiefel wurden mit Absätzen von Soldaten getragen, meistens von Reitern. Die Absätze dienten dazu, nicht vorne durch den Steigbügel zu rutschen. Gleiches gilt übrigens für Cowboystiefel.

Auch Schminke wurde zuerst von den Männern getragen (vgl. wieder den franz. Hochadel).

Es gäbe noch viele weitere Beispiele, wie Steghosen, lange Haare, Schmuck usw.

Die untertänigen Frauen erkannten das und wollten nach Höherem greifen. Den Rest besorgten die Modemacher.

Ich kürze hier mal die geschichtliche Entwicklung der Mode drastisch ab.

In Kriegen hat sich gezeigt, dass einige Gepflogenheiten unpraktisch waren. Hier waren es wieder die Männer, die z.B. von langen Haaren und Schminke abließen. Die Frauen hielten jedoch an ihren Eroberungen fest.

Somit wurde die männliche Mode eher praktisch (warum sollte Mann Rüschen tragen und sich schmiken?) und die weibliche blieb.

Auch die Jeanshose wurde als Arbeiterhose entwickelt und erst durch den Rock 'n' Roll "salonfähig" gemacht, als Männermode. Emanzipierte Frauen erkannten dies und trugen sie einfach.

Eine Frau, ungeschminkt in Herrenklamotten wird nie dumm angeschaut, weil sie ja nach oben greift.

Ein Mann, der sich weibliche Kleidungsstücke anzieht, weil sie ihm gefällt, erweckt nach heutigem Maßstab den Anschein, sich "hinten anstellen zu wollen", da er nicht nach Höherem greift.

Und genau das ist der Grund, weshalb diese Person eher geringschätzig angesehen wird, obwohl dies nichts über die Person aussagt.

Es wird zwar immer von Gleichberechtigung gesprochen, jedoch sind wir noch immer Lichtjahre davon entfernt.

Was Mode angeht, sind wir Frauen emanzipierter, aber im Berufsleben hinken WIR noch weit hinterher.

Du bist ein Mensch, der Gleichberechtigung fordern möchte. Mach Dein Ding und kämpfe für Deine Freiheit, damit die Artikel des Grundgesetzes wirklich gelebt werden.

Jetzt ist es doch etwas länger geworden, sry.

lg

Woher ich das weiß:Recherche

Du sprichst mir aus der Seele!

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