Warum werden introvertierte, schüchterne, ruhige Menschen usw.... In unserer Gesellschaft nicht akzeptiert?

21 Antworten

Ich würde sagen, dass die ehr extrovertierten Menschen ehr akzeptiert werden, da diese oft selbstbewusster rüber kommen (was nicht heißt, dass man als introvertierter Mensch nicht selbstbewusst sein kann).
Ein Selbstbewusster Mensch ist charismatisch und das zieht Menschen an, egal ob jemand anderes besser für eine Aufgabbe oder der Gleichen geeignet ist.
Als extroviertierter Mensch ist es einfacher zu zeigen, dass man Selbstbewusstsein hat und dadurch wirkt es als eine Stärke anderen Gegenüber.
Ich betone hier "wirkt", denn oft ist es so das es im inneren der Menschen anders aussieht.
Man muss allerdings nicht extrovertiert sein um Selbstbewusst zu sein.
Ein weiterer Grund ist wohl, dass extrovertierte Menschen sich in unserer Gesellschaft besser zurecht finden, da sehr viel auf die Interaktion mit anderen Menschen - oft auf in höheren Positionen als man selbst - ausgelegt ist und dies einer extrovertierten Person einfach besser gelingt. Ob diese Auslegung fair ist oder nicht darüber lässt sich meiner Anischt nach Streiten, da die Zwischenmenschliche Interaktion von Angesicht zu Angesicht meiner Meinung nach gerade in Zeiten des Internets wichtiger ist als denje.

Allerdings sind meiner Meinung nach extro/- als auch introvertierte Menschen gleicher Maßen zu akzeptieren und zu respektieren

Lg Oliver

Ich fand noch nie das mich Leute schlechter behandelt haben, nur weil ich gerne mal für mich bin oder weniger sage.
Sie waren immer gut und freundlich zu mir oder vergleichsweise ähnlich wie zu den anderen. Vielleicht weil ich nett zu anderen bin, sind sie nett zu mir?
Aber was durchaus sein kann, ist, das du durch deine schüchternheit einfach das verhalten der anderen als negativ wahrnimmst, obwohl sie nie schlecht zu dir sind.
Ist ein Anruf etwa schlecht? Ist er nicht, aber du machst ihn schlecht, weil du schüchtern bist.
An der Kasse hetzt du dich selbst, weil du dir selber Druck machst, nicht weil die Leute dir saagen das du mal beeilen sollst.
Der Kellner fragt dich, was du gerne bestellen würdest. Aber doch nicht weil er deine ruhige Art nicht ausstehen kann? Der ist genau so zu dir wie zu jedem anderen auch, vielleicht sogar ein bisschen netter. Weil er Rücksicht hat.
Wichtig ist wie du es dir selber darstellst und dadurch kannst du damit wesentlich selbstsicherer umgehen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

zu manchen menschen kann man noch so nett sein, verhalten sich trotzdem kacke aber echt schöne antwort

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Alles was nicht dem Üblichen und "Normalen" entspricht, gilt für viele als Randbereich - etwas womit sie nicht soviel anfangen können, weil sie sich nicht selbst damit identifizieren können oder möchten.

Es gibt aber jede Menge Zeitgenossen, die auf diese Art Menschen wiederum besonders ansprechen. Die genau solche Schüchternen und Introvertierten lieben und wollen.

Am Ende bleibt dann alles auch im Fluß - ansonsten wären die Introvertierten ja längst ausgestorben.

Der damalige Soft Machine-Schlagzeuger hatte sich bezüglich diesem Problems mal folgendermaßen geäußert:

"Wenn ich mir die Dinge anschaue, die mir das meiste Vergnügen und die größte Inspiration vermitteln, dann sind es immer die Dinge, die höchst verletzlich erscheinen, die jedermann zu hassen scheint, und um die sich niemand kümmert. Was mich kaum berührt und mich sogar ängstigt ist alles, was selbstgefällig erscheint."

(Robert Wyatt)

Die Welt wird sich nicht für Dich ändern. So leid es mir tut, aber Du musst Dich ändern. Mit Deiner passiven Art, wirst Du es später im Berufsleben sehr schwer haben. Chefs mögen es, wenn man offensiver auftritt. Durchsetzungsvermögen und mentale Stärke sind im ganzen Leben wichtig und zwar immer dann, wenn es mal zu einem kleineren oder größeren Konflikt kommt, sonst bist Du der ewige Verlierer und das frustet ganz schön. Das gilt auch für das Liebesleben. Es hat keinen Sinn zu sagen “ich bin halt so. Nehmt mich, wie ich bin“. Die Welt funktioniert so nicht. Ok, nach all dem Frust nun die Rettung: jeder kann sich ändern mit Training und evtl professioneller Hilfe! Ich war in den ersten Klassen auch sehr passiv. Aber mit Mut und Übung habe ich es geschafft. Obwohl ich wahrlich kein Adonis bin, habe ich keine Probleme Frauen kennen zu lernen und muss auch nichts einstecken, da ich doppelt austeile.

Mir ist das klar :-).

Aber introvertiert ist nunmal introvertiert und extrovertiert nunmal extrovertiert. Jeder ist eben mit seiner eigenen Art geboren und genau das muss einfach akzeptiert werden.

Das mit der Arbeit und dem Chef hört sich für mich nach totalem Quatsch an.

Der Chef nimmt stehts gerne zuverlässige, nicht für Ärger sorgende und auch gerne ruhigere Menschen.

Teils sogar lieber als perverse, verrückte Schreihälse die in der Firma nur für Ärger sorgen würden.

Fazit :Ich finde nicht das man seine Art ändern sollte wegen Menschen die dich eh niemals zu 100% akzeptieren werden.

Es wird immer welche geben die die nicht mögen.

LG:-)

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@Marie5588

Na ja, es ist alles eine Frage des richtigen Maßes und auch eine des Jobs. Ausgeflippte sind in einem seriösen Job natürlich fehl am Platze. Aber stille Menschen, die ihren Mund nicht auf kriegen, ebenso. Vor allem, wenn sie Kontakt zu Kunden haben. Auch bei der Verhandlung ums Gehalt, ist man als introvertierter Mensch klar im Nachteil. Ich erinnere mich an meinen ersten Job '85. Nach dem ersten Jahr am Ende der Probezeit standen Gehaltsgespräche an und ich schlug meinem Chef eine Erhöhung um 300 DM (150€) pro Monat vor. Die bekam ich auch prompt. Eine Kollegin war zurückhaltender und gab sich mit 200 zufrieden. Hätte sie 300 gewollt, hätte sie die vielleicht auch bekommen. Hätte ich 400 gewollt, hätte ich die auch bekommen? Wenn man naturlich nur einen eintönigen Job an der Maschine hat, ist es dem Chef wahrscheinlich lieber, man hält das Maul. Normalerweise mögen sie es aber, wenn man offensiver (nicht frech oder irre) ist und “Selbstbewusstsein“ zeigt, zumindest in den “etwas höheren“ Ebenen.

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Wahrscheinlich denken manche, dass du als stiller Typ im gesellschaftlichen Getriebe untergehst.

Dabei werden beide Typen - die Stillen und die Lauten - benötigt.

Leider sind viele der Meinung, dass laute Menschen automatisch Recht haben oder nur Intelligentes von sich geben.
Wer etwas länger braucht, um seine Antwort auszusprechen, ist deswegen nicht dümmer. Eher das Gegenteil könnte der Fall sein.

Ich erinnere mich noch an die Aussage eines Lehrers, der Deutsch und Politik unterrichtete und mir eine 2 (mündlich) gab.
Worüber sich der Großteil der Klasse wunderte.
Seine Begründung: "Sie sagt nicht viel. Aber was sie sagt, hat Hand und Fuß."

Übrigens kann es auch passieren, dass du mit den Jahren der Erfahrung dich von selbst ein wenig mehr aus dir heraus traust.

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