Warum müssen manche Menschen immer versuchen anderen Leuten Ihre Religion aufzuzwingen?

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50 Antworten

Das ist eine sehr gute Frage, die sich aber nicht nur auf den Bereich Religion beschränkt. Ständig liest man, welche Meinung über Flüchtlinge die beste zu sein hat. Bei politischen Fragen wird oft in dieselbe Trickkiste gegriffen.

Das sind i. d. R. keine richtigen Fragen, sondern rhetorische. Leider sind viele Fragesteller so geschickt, dass sie ihr Statement in einer legitimen Frage kleiden können.

Die Gründe sind unterschiedlich. Bei manchen ist es eine Abwehrreaktion, weil sie sich selber angegriffen fühlen. Manchen gehen die Argumente für ihre Religon aus oder können nichts gegen die Argumente gegen ihre Religion entgegnen. Manche sind wirklich davon überzeugt, dass es das beste für jeden wär, den eigenen Glauben anzunehmen. Bei manchen hat die Religion an sich einen bekehrenden, missionierenden Charakter. Manche denken vielleicht, sie wären gute Menschen, wenn sie eine gute Religion unter das Volk bringen; sie helfen quasi bei der Erlösung.

Wenn jemanden so eine Frage nicht interessiert, hat er zwei Möglichkeiten: Er ignoriert sie oder er setzt sich damit auseinander, springt also auf die "Provokation" an.

Ich meine, wenn jemand sich selber für den größten halten würde, dann gibt es doch genauso diejenigen, die sich denken "Lass den mal labern." und diejenigen, die darauf anspringen und unbedingt das Gegenteil beweisen müssen.

Das Phänomen gibt es in anderen Bereichen auch.

" Das ist eine sehr gute Frage, die sich aber nicht nur auf den Bereich Religion beschränkt."
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Versuche, andere Menschen zum eigenen Glauben zu zwingen, sind meines Erachtens stets Ausdrücke eigener Glaubenszweifel.

Mit dem Versuch, andere zu überzeugen, wollen diese Eiferer eigentlich nur ihre eigene Unsicherheit überspielen.

Wer ruhig, sicher und gelassen in seinem Glauben steht, akzeptiert andere Glaubensansichten ohne Probleme und wird auch nicht versuchen, anderen Leuten seine eigenen Ansichten aufzudrängen.

Religiöse Eiferer finden sehr oft Bestätigung darin andere zu überzeugen. Die Verbreitung ihres Glaubens bestätigt sie darin Recht zu haben, denn wenn sie nicht Recht hätten, dann hätte sich der Gesprächspartner ja nicht überzeugen lassen.

Außerdem motivieren die meisten Religionsgrundlagen (Bibel, Koran) dazu andere zu missionieren. Klar, die religiöse Gemeinschaft kann nur mit vielen Mitgliedern mächtig sein und mehr Mitglieder bedeuten mehr Macht und Geld für die klerikale Gemeinde.

Was Atheisten betrifft, gibt es sicher auch viele, welche ebenfalls Bestätigung für ihre Person darin finden andere zu überzeugen, aber ebenfalls viele, wenn nicht mehr, deren Ziel es ist andere zu belehren und ihnen die Augen zu öffnen.

Auch "belehren" finde ich keine gute Idee, Andrastor. Eine Belehrung ist immer "von-oben-herab".

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Ich spreche mal aus meiner christlichen Sicht.

Ich war früher "ungläubig", also eigentlich eher indifferent. Das heißt, ich glaubte irgendwie an nichts. Vielleicht gibt es einen Gott, wer weiß.

Vor ca. 8 Jahren hab ich mich dann zum Christentum bekehrt. Meine Frau und ich sind in einer evangelischen Freikirche (Baptisten).

Der Grund dafür, warum ich gern mit anderen über den Glauben spreche und am liebsten jedem Jesus näherbringen will ist, dass ich selbst jahrelang gesucht habe, und dass sich für mich seit meinem Christsein einiges einfach geklärt hat. Ich muss nicht mehr jedem Zeitgeist, jeder Mode hinterher rennen. Ich habe Antworten gefunden, die mich frei gemacht haben. Und ich habe eine Hoffnung auf die Ewigkeit, denn Jesus will uns beschenken – ohne Vorbedingungen.

Außerdem steht auch in der Bibel "Macht zu Jüngern alle Völker", sprich, erzählt allen von der guten Botschaft.

Ein Prediger hat es mal so gesagt: "Stell dir vor, Du bist auf einem riesigen Schiff, das unterzugehen droht. Alles rennt panisch durch die Gegend. Und DU weißt, wo die Rettungsboote sind. Warum solltest Du dieses Wissen für dich behalten?"

Also kurz zusammengefasst: Christen brennen für Jesus, Gott, die Bibel. Sie wollen, dass ihre Freunde dieses Gefühl auch kennenlernen, dass sie gerettet werden. Und die Bibel ermutigt Christen ebenfalls zum Weitergeben der frohen Kunde.

ABER: Wenn ich merke, dass sich jemand nicht für diese Themen interessiert, dann lasse ich ihn auch in Ruhe.

seh' es mal so: wenn einer auf Droge ist, die ihm subjektiv den "totalen Durchblick" verschafft (und er ehrlich glaubt, darin eine spirituelle Wahrheit erkannt zu haben), wärst Du nicht auch genervt oder gar angeekelt, wenn er Dich ständig zu Drogenkonsum überreden wollte?
Gut wenn er dann (wie Du) damit aufhört. Aber viele werden immer penetranter...

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@sarahj

Ja, aber es gibt immer solche und solche. Ich kenne auch extrem aufdringliche und beleidigende Atheisten - aber hier zum Glück nicht :-)

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Warum lässt man andersgläubige nicht einfach so leben wie Sie wollen?


Tja gute Frage..... Du hast das schon richtig beobachtet. Ich seh das hier auch öfter.....

Ich vermute es ist der selbe Grund, warum sich Atheisten hier auch gerne über den Glauben anderer "lustig" machen, bzw. gläubigen Menschen hier oft, Bildung und Intelligenz abgesprochen, oder Naivität unterstellt wird.

Ist ja ein ganz einfacher psychologischer Vorgang. Wenn ich andere Menschen abwerte, bzw. meine Meinung als die "einzig Wahre" hinstelle, werte ich mich selbst "auf".

Ein Verhalten, dass psychologisch, auf mangelndes Selbstbewusstsein, oder sogar Minderwertigkeitskomplexe schließen lässt.

Aber du hast vollkommen Recht..... ein etwas enspannterer Umgang miteinander, wenn es um religiöse Themen geht, täte uns allen gut. Und eine etwas selbstkritische Reflexion, bevor ich etwas poste, kann ja auch, uns allen, nicht schaden.

LG :-)

Das liegt daran, dass es relativ schwierig ist seinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen. Unsere Sicht der Dinge, die wir uns während unseres Lebens angeeignet haben, ist unsere Realität. 

Bei der Gottesfrage ist es ganz extrem: Die Atheisten glauben nicht und Argumente von Religionisten klingen oft so absurd und lächerlich, dass man irgendwie das Gegenüber wie ein kleines Kind "aufklären" - ihm helfen - will. 

Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt - die Religionisten sind überzeugt und Argumente von Atheisten klingen (wahrscheinlich) genauso absurd und lächerlich (da ja die eigene Realität in Frage gestellt wird).

Irgendwie denkt jeder, der andere verschwendet sein Leben mit/ohne Gott und will demjenigen sogar helfen - das würde ich als dieses ständige missionieren bezeichnen. Natürlich gibt es da auch noch "kommerzielles" Missionieren von den Religionen -  aber das ist ein anderes Thema.

Ich glaube hier spielen ein paar Faktoren eine Rolle:

1. Ein starkes Schwarz-Weiß-Denken:

Gläubige sind beispielsweise allle dumm, homophob und frauenfeindlich. Atheisten wiederum sind alle unmoralische Menschen.

Dass es unter jeder Gruppe solche und solche Menschen gibt wird dabei außer Acht gelassen.

2. Eine gewisse Unsicherheit im eigenen Glauben (egal ob Glaube oder Unglaube)

3. Die persönliche Überzeugung, den anderen Menschen zu helfen. Natürlich wird dabei außer Acht gelassen, dass ein anderer Mensch einen anderen Weg braucht.

Jetzt ist aber der Missionar auch nicht immer gleich der Missionar.  Da gibt es noch den anderen Typen.

4. Hass auf andere Gruppen.

Missionierung in dem Sinne, dass man die andere Gruppe auslöscht. Diese Art von Menschen haben auch oftmals nicht nur ein Problem mit Andersgläubige, sondern auch mit anderen Gruppen. Mir ist desöfteren aufgefallen, dass Leute, die sich stark gegen eine Gruppe positionieren auch oftmals Probleme mit anderen Gruppen haben.

Desweiteren ist zu beachten, dass Missionieren nicht nur im Religionsbereich zu finden ist. Zum Beispiel findet man auch Veganer und Fleischessern, die andere von ihrer Lebensweise zu überzeugen versuchen.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich an deiner Frage nichts Missionierendes finde, wie andere hier geschrieben haben.

Hallo Simon666

Das was du meinst ist Fanatismus, denn es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Frommheit und Fanatismus. Ein Fanatiker ist sogesehen besessen von der eigenen Ideologie (oder eben Religion), dass dieser daran sich klammert und auch strikt daran hält, als sei es eine Pflicht.

Solange nicht übertrieben wird ist es in Ordnung, denn egal wie man die Dinge sieht, die Realität lässt sich davon nicht beeindrucken. Es ist nur so, wenn der eine A sagt und der andere sagt B, dann widersprechen diese einander und das empfinden beide als Problem und "lösen" dieses nicht mit Worten sondern mit Gefechten.

Wenn dieser jemand denkt, er muss anderen seinen Glauben aufzwingen, dann ist es hier in der Realität im falschen Film, denn Ich selbst glaube daran, dass Gott uns einen freien Willen lässt was wir tun und lassen.

Und der Mensch nutzt diesen freien Willen, jedenfalls solange ihn andere Menschen lassen. Denn Zwang führt letzten endes nie zu etwas gutem, egal welche Absicht dahinter steckt. Es ist ja auch schließlich ein Unterschied, ob Ich Andersgläubiger sage oder Ungläubiger.

Und um zu sagen ob es eine Rolle spielt was du bist, da muss Ich dir leider widersprechen denn um zu sagen, es spielt sehr wohl eine Rolle ob und an was du glaubst, nämlich FÜR DICH SELBST spielt es eine wesentliche Rolle,

es gab auch Atheisten die immer wieder meinen Glauben hinterfragten. (Ich bin Römisch-Katholisch und es gab immer wieder dieselben nervigen Fragen, zum Beispiel die Leidfrage Gottes.) Hoffe Ich konnte deine Frage beantworten.

LG Dhalwim ;) :D

Religionen lehren den Gläubigen dass es gut ist die eigenen Religion zu verbreiten. Wer der Religion angehört ist auserlesen, etwas besonderes. Wer der Religion angehört darf ins Paradies, alle anderen kommen in die Hölle (u.o.ä.).

Wer jemanden vom eigenen Glauben überzeugen kann, sichert sich Pluspunkte auf dem imaginären Pass, der dann vor dem Tor zum Paradies kontrolliert wird.

Weiters ist Gott für jede Person etwas anderes. Jede/r Gläubige schmiedet sich seine eigene Interpretation von Gott, welche in Wahrheit jedoch nur ein Abbild der Person selber ist und zwar ein Abbild, welches perfekt ist. Also so, wie die Person selber wäre, wäre sie Gott.

Dieses Abbild wird zu einem Über-Ich, einem Schulterengel, welcher tatsächlich mit der Person reden kann, denn da das Über-Ich ein Teil der menschlichen Psyche ist, weiß es alles über den Menschen und weiß (instinktiv) was das Richtige für den Menschen ist.

Zusätzlich gibt es "Tipps" wie der Mensch es schaffen kann, dieser perfekten Version seiner selbst ähnlicher zu werden.

Eine Kritik an Gott, wird somit zu einer Kritik an der Person. Andersherum ist ein überzeugter Nichtgläubiger, eine unglaubliche Bestätigung für den/die Gläubigen. Denn wie sollte der/die Gläubige im Unrecht sein, wenn er/sie es geschafft hat jemandem den eigenen Glauben zu vermitteln?

Atheisten sehen die Welt wie sie wirklich ist. Sie wollen in erster Linie belehren. Den Menschen die Logikfehler und Ungereimtheiten in ihrem Glauben aufzeigen und die Augen öffnen für wissenschaftliche Erkenntnisse und Fortschritt.

Natürlich gibt es auch bei den Atheisten Ausreißer, welche missionieren, anstatt belehren wollen, aber die sind eher die Ausnahme.

Ich sage mal, wer den Absolutheitsanspruch für seine Ansichten gepachtet meint, hat bezüglich seiner Persönlichkeit einige Defizite und ist für Fanatismus empfänglich bzw. lebt Verbal-Fanatismus.

Versuchen können diese Menschen es gerne bei mir - viel Erfolg werden sie nicht haben.

Ich habe mich vor einigen Jahren mehr oder weniger regelmäßig mit den Zeugen Jehovas unterhalten.
Dabei aber stets freundlich klar gemacht, dass ich nichts von irgendeiner Religion halte.

Es mag Menschen geben, die ihre Kraft darin finden - ich gehöre nicht dazu.

Ebenso wenig sage ich anderen "ich finde es blöd, dass du einer Religion angehörst, einem Gott nachrennst".
Wenn es mir zu viel wird mit dem Thema, kommt ein "weißt du - es interessiert mich nicht".

Zum Aufzwingen müssen generell frage ich mich, wie viel eigene Meinung diese Menschen in ihren jungen Jahren gegenüber Erwachsenen haben durften.
Meine unwissenschaftliche These: wer in einem eher intoleranten "nur meine Meinung zähl"-Umfeld aufwuchs, hat es schwerer Toleranz zu entwickeln.

Ich sehe in der krampfhaften Missionierungswut hauptsächlich Zweifel an der eigenen Entscheidung.

In meinen Augen versucht man über die Zugewinnung oder Begründung neuer Gläubiger / Fans die eigene Position zu stärken.

Ich bin orthodoxer Christ, und ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen von meinem Glauben überzeugen wollen. Ich lebe meinen Glauben selbstbewusst und konsequent, und wenn dies jemanden gefällt, dann kann er mich gerne als lebendes Beispiel oder Orientierungshilfe nehmen. Damit hat es sich dann aber auch.

Menschen die da mit leuchtenden Augen hechelnd den wahren Glauben vermitteln wollen, die kann ich einfach nicht ernst nehmen. 

Wenn ich auf der Autobahn fahre, dann sehe ich welches Auto mich komfortabel überholt, und dabei alleine durch sein Erscheinungsbild mein Interesse weckt, da brauch mir dann keiner erzählen der Lada ist das einzig wahre Auto eines letzten und einzigen Propheten. Die Karre hat mich noch nie überholt, und ist in meinen Augen Schrott.

Aufzwingen, überzeugen, aufdrücken alles Worte, mit denen man zum Ausdruck bringt, dass man sich belästigt fühlt.

Es schreibt bestimmt keiner: du musst, sondern der Glaube an Gott wird vorgestellt.

Wenn du persönlich einen Weg für richtig hältst, teilst du ihnen auch anderen mit.

Wenn der andere das nicht will, braucht er es auch nicht lesen oder sich damit auseinanderzusetzen.

Das ist deren eigene Entscheidung.

Wozu machen wir hier mit (unter dem Thema Glauben), wenn wir nicht schreiben können, was unsere Herzen glücklich macht?

So ist es! Für das wovon man überzeugt ist, tritt man auch ein. Bei Christen geht es da noch deutlich tiefer:

Galater 2, 20 ich bin mit Christo gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich,sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

lg

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So einfach ist das nicht! Labile Menschen, die auf der Suche sind, weil sie verzweifelt einen Strohhalm suchen, an den sie sich klammern möchten, darf man zwar zu ihrer Freiheit verhelfen und zwar Hilfe zur Selbsthilfe. Was man aber nicht darf ist einen Strohhalm hinzureichen, der sich als Weg in die geistige Knechtschaft erweist und damit kein Weg zu freiem Denken ermöglicht. Wer das tut ist kein Philanthrop sondern ein Misanthrop.

https://de.wikipedia.org/wiki/Philanthropie

https://de.wikipedia.org/wiki/Misanthropie

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Es gibt nur eine wirksame Methode, andere zu überzeugen:

Rede nur, wenn du gefragt wirst. Aber lebe so, daß man dich fragt.

Alles andere ist unfruchtbares Missionieren. Wer das tut, beweist damit nur, daß er das, was er anderen beibringen will - meistens gegen deren Willen - selbst noch nicht lebt.

Noch eine passende Redewendung: Wenn der Schüler bereit ist kommt der Lehrer. Kann man wunderbar 'rumdrehen: Wenn der Lehrer bereit ist, kommen die Schüler. (Gesetz der Anziehung). Wenn noch keine Schüler kommen, sollte sich der "Lehrer" zurückhalten. Kann er oder tut er das nicht, liegt Fanatismus, Besserwisserei, Missionierenwollen u. ä. vor.

Meiner Ansicht nach kann heutzutage kein Mensch mehr anderen Leuten seine Religion aufzwingen!

Das schließt aber nicht aus, dass man sich nicht in Ruhe darüber unterhalten und auch gegensätzliche Meinungen austauschen kann, genauso wie auch über andere Themen! Wo bliebe denn sonst die zwischenmenschliche Kommunikation?

Religion ist mehr als ein Glaube! Sie prägt unsere Lebenseinstellung und unser Verhalten und kann gar nicht geheimgehalten werden. Eigentlich sollte doch auch jeder neugierig sein zu erfahren, wie und warum andere Menschen vielleicht anders denken, was ja nicht dazu führen muss, selbst diese Denkweise oder Religion zu übernehmen.

Andererseits ist es auch nicht ausgeschlossen, sich aus reinem Interesse näher mit etwas Neuem zu beschäftigen, daraus zu lernen und vielleicht doch teilweise etwas davon anzunehmen. Aber das sollte ohne jeglichen Zwang von jedem selbst ausgehen!

Übrigens sehe ich hier auf GF zwar Kritik, aber keine Art von Zwang, etwas akzeptieren zu müssen, was ich nicht schon selbst glaube! Es ist doch aber völlig richtig, dass jeder zu seiner Meinung und zu seinem Glauben oder Nicht-Glauben steht!

Menschen sind keine Roboter, somit gibt es diverse Gründe ihrer Motivation: Vom einfachen Erzählen bishin zur Übertreibung, von Sachlichkeit bishin zur Persönlichkeit, sprich persönlichen Angriffen, von Mutmaßungen, Wissen bishin zu Unsinn, von Wissensvermittlung bishin zu Oktroyierung usw. usf.

Doch das ist alles nur menschlich, auch wenn es mal hin und wieder einem aufstößt...

Was ich nicht nachvollziehen kann, sind Menschen, die sich freiwillig in ein Thema hineinklinken und sich dann hinterher über 'übermotivierte' User beschweren...

Gruß Fantho

Es ist zunächst einfach eine grundlegende menschliche Verhaltensweise, andere von der eigenen Meinung überzeugen zu wollen. 

Je nachdem, wie wichtig einem diese Meinung ist, was für ein Charakter man ist(d.h. wie gut man mit abweichenden Meinungen umgehen kann) und wie überzeugt man von einer Meinung ist, kann dieses Verhalten aber auch überhand nehmen.

Das führt im weniger schlimmen Fall zu den Phänomenen, die du beschrieben hast: Fundamentalistische Gläubige bzw. Atheisten, die jedem ihre Meinung aufdrücken wollen. Im schlimmsten Fall führt das zu Gewalt gegen Andersdenkende. 

Sowas macht ja nicht jeder. Es handelt sich dabei um eine Minorität. Diejenigen, die so etwas tun sind auch häufig bei anderen Themen schrecklich bestimmend. Wollen immer nur das, was ihnen selber vorschwebt und achten kaum auf das, was das Gegenüber eigentlich möchte. Irgendwann lernt jeder mal solche Individuen im Laufe seines Lebens kennen :-(

Und eine Gruppe, die die meisten wohl kennen, ist ganz besonders hartnäckig... --> http://www.manfred-gebhard.de/Hahn.jpg

Warum sie das machen ?

Es steckt in ihnen ein gewisser Fanatismus. Sie bilden sich ein, sie wären berufen alle bekehren zu müssen. Das lässt ihnen keine Ruhe. Interessant ist dann immer wie schwer zugänglich sie selber für andere Themen sind. Kannst ja mal ausprobieren, wie enttäuscht sie reagieren, wenn sie mal wieder von ihren großen "weltbewegenden" Dingen erzählen und Du dann geschickt mit einer Brücke auf ein anderes Thema leitest. So als hätte man ihnen ihr Lieblingsfresschen weggerissen^^.  Ein Beispiel:

Fanatiker:

"Du solltest diesen Glauben haben ! Person xy hat ihn schließlich doch auch !"

Du:

"Mag sein, dass Person xy ebenfalls diesen Glauben hat, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Person xy gerne Rockkonzerte besucht..."
:)

Für mich persönlich 

Wir Menschen kommen nicht fertig entwickelt auf die Welt. Um uns tatsächlich frei entwickeln zu können brauchen wir entsprechenden Freiraum. Gerade auch im nichtstofflichen Bereich. 

Bleibe ich mal da stehen. 

Leider ist es weit verbreitet schon den kleinsten Kindern ein schablonenhaftes Verhalten aufzuzwingen. Das fängt mit den Stillzeiten an, geht hinüber zur Bestimmung wann das Baby bzw. Kleinkind ein Recht auf Fürsorgeerlebnis hat und wann nicht - hier gehen manche auf internationaler Ebene tätigen Pädagogen dann schon von Folter aus und berufen sich in ihren Veröffentlichungen auf neuronale Messungen die den Nachweis erbringen - was ich nicht recherchiert habe

Das setzt sich dann fort in der Ich-Entwicklungsphase die viele immer noch als Trotz-Phase bezeichnen. 

Auf diese Weise werden existentielle Ängste ankonditioniert die Alles was außerhalb der andressierten Schablone stattfindet unbewusst gesteuert angreifen. Werden solche Vorgänge bewusst wahrgenommen besteht die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen die Verhaltensweise beibehalten zu wollen oder abzulegen. Im letzteren Fall ist es durchaus kein einfacher und in der Regel langwieriger Prozess. 

Nach dieser Phase beginnt die Entdeckung des eigenen Denkvermögens. Auch hier greifen "dank" Erziehung wieder Mechanismen gravierend ein. Glücklich darf sich schätzen wer schon früh vorgelebt bekam dass Irren menschlich ist, es keine Fehler gibt sondern Handlungen die einladen sich selbst zu korrigieren, Handlungen die einladen dazu lernen zu wollen. 

Wer gelernt hat dass es im Leben keine Probleme gibt sondern nur Aufgabenstellungen die auf ihre Lösungen warten wurde mit einem - für mich - großen Vorteil ausgestattet. 

Und wessen Kindheit dann auch noch vielfältigste Möglichkeiten hatten die eigene Persönlichkeit frei entdecken zu können - im nichtstofflichen aber auch im stofflichen Sinne - braucht wahrscheinlich nicht missionieren.

Noch ein Zitat aus Wikipedia:

Mission (aus lateinisch mittere ‚entsenden‘, ‚schicken‘; missio ‚Sendung‘, ‚Auftrag‘) steht für

Jo. Und dann kommt die Pubertät. Es ist einfacher mit einem Auftrag ausgestattet sich losschicken zu lassen als Rangordnungskämpfe auszutragen, die Welt der Erwachsenen zu erforschen um sie hinterfragen und infrage stellen zu können. 

Und die Menschen sind nun mal nicht alle mit den gleichen Energien ausgestattet. Für einige ist es schlicht lebensbedrohlich ohne Schablonen leben zu müssen. 

Das das liest sich sehr gelahrt, doch würde ich konstatieren: Thema umgangen 5 !

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@Kuppelwieser

Nö. Nur der Versuch andere Erwachsene darauf aufmerksam zu machen dass auch wir nur von der Erwachsenenwelt geprägt wurden. 

Denn mich stoßen solche Fragen ab die sich lesen als handele es sich bei der nachwachsenden Generation nicht um unsere Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder sondern um ein fremdes Volk. Ein fremdes Volk welches in eigener und nur in eigener Verantwortung handelt. 

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religion spielt, komischwerweise immernoch, in der politik ne ziemliche rolle


sonst müsste ich nicht dienstags in der schule bleiben um in ethik zu gehen sondern hätte ethik in der 3ten anstatt religion (etwas das von jedem privat ausgeübt werden kann.. wärend ethik wirklich jeden betrifft) ...


ausserdem gibt es "regeln" von religiösen und nicht religiösen

wenn jemand regeln erfindet und dir immer und immer wieder sagt das du in die hölle kommst wenn du diese regeln nicht befolgst, dann möchtest du alles dafür tun das so viele leute sich an deine regeln halten wie möglich

natürlich gibt es innerhalb religionen dan nochmal millionen von auslegungen sodass manche die regeln locker nehmen, da sie denken das ihr gott gutmütig ist, wärend andere ihre regeln streng nehmen müssen, da ihr gott ein aloch ist

nicht-religiöse haben diese regeln nicht und können sie selber bestimmen... viele haben dann die regel "du kannst machen was du willst solange du niemandem weh tust" nach der ich z.b. lebe...


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