Warum ist Oskar Lafontaine so unbeliebt?

16 Antworten

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Och - bei mir ist der keineswegs unbeliebt. Aber ich laß mich schließlich auch nicht von "Qualitäts"-Medien indoktrinieren sondern bilde mir meine Meinung selbst. Hoch rechne ich ihm an, daß er sich seinerzeit weigerte, die sozialpolitischen Sauereien unter Schröder mitzumachen.

Und Lafontaines "Villa" zu kritisieren, so so lächerlich und albern, da kann man nur den Kopf schütteln. Wenn man gezwungen ist, auf solchen Schwachsinn zurückzugreifen, sagt das wenig über Lafontaine aber sehr viel über das Niveau dieser "Kritiker" aus.

volle Zustimmung !!!!!!!!

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Von mir auch volle Zustimmung!

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Es gibt da eine Anekdote:

In den 60ern kam ein Mann in die Parteizentrale der CDU und wollte Mitglied werden.

"Ja, gerne," sagte man zu ihm. "Wie ist denn ihr Name?"

"Bogenpisser!"

"Oh! Nein, das geht leider nicht!"

Traurig ging er zur FDP: "Also, das wird schwierig: wie wollen sie mit dem Namen Bogenpisser Stimmen bekommen? Nein! Das tut uns leid!"

Schließlich ging er zur SPD, aber auch dort: "Bogenpisser ist ein wirklich schwieriger Name, wissen sie..."

Das hörte eine Sekretärin und machte einen Vorschlag: "Können wir den Namen nicht einfach ins französische übersetzen? La Fontaine?"


Ja, ich weiß - böse! Sehr, sehr böse, würde Trump wohl sagen?

Mich persönlich hat es aber schon irritiert, daß Lafontaine ohne irgendeine Stellungnahme aus der Regierung Schröder ausgestiegen ist. Für einen Minister und ehemaligen SPD-Vorsitzenden gehört sich das einfach nicht! Das spricht definitiv nicht für Verläßlichkeit/Loyalität.

Daß er dann 2005 die SPD verließ und über deren Vorgängerpartei zur Linken wechselte dürfte ihm die SPD ziemlich übel nehmen.

Gruß

Den muss ich mir merken!

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Lafontaine war damals Teil des SPD-Dreigespanns. Er war beliebt. Doch dann fing er auf einmal an, richtig radikal zu werden, wollte die Pressefreiheit einschränken, vermischte persönliche Interessen mit seiner Position und hatte auf einmal Ideen, welche eher zu totalitären kommunistischen Staaten passten. Er wechselte dann auch die Partei.

Es liegt also wohl an ihm selbst, vom möglichen Kanzlerkandidaten zum linken Antifaversteher abgerutscht zu sein.

Hallo!

Ich fand den eigentlich schon immer ganz sympathisch & für mich ist einer der ganz wenigen SPD'ler der ganzen Parteigeschichte, die ich als ehrliche Haut einstufe -----> dass er von seiner alten Partei so viel Gegenwind erhält dürfte einzig darauf beruhen, dass er 2004/05 öffentlich Kritik an der SPD übte, austrat und daraufhin begann sich in der WASG zu engagieren. Vermutlich nehmen ihm das frühere Mitgenossen noch heute übel.

Letzten Endes dürften dann semi-seriöse, populistische und mainstreamige Medien ohne große Fachkompetenz das Zünglein an der Waage sein.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Menschenfreund, Außendienst, ehem. Gemeinderat!

Ich habe es noch nie so empfunden, daß er allgemein unbeliebt sei.

Klar, bei der SPD schon, dort war er nach einem Machtkampf instrumentell an der Abspaltung des Linken Flügels beteiligt und hat die SPD mit Konkurrenz von Links gechwächt.

Auch ist er schlicht kein besonders charismatischer Mensch, der sich eben durch seine Fähigkeiten als Politiker und als einziger professioneller "Saarlänner" auf der Bühne hält.

Aber ernsthaft unbeliebt? 

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