Warum ist die SPD so schlecht?

14 Antworten

Nichts macht sie schlecht. :-)

Die SPD war immer der politische Schlagarm der gewerkschaftlich organisierten Industriearbeiterklasse.

Nach der Wende hatte der DGB über 11 Millionen Mitglieder - 2019 keine 6 Millionen mehr.

Gleichzeitig setzen sich die Reste der Industriearbeiterklasse mittlerweile überwiegend aus Zuwanderern ohne Bindung zum deutschen Parteiensystem zusammen. Russen und Spätaussiedler z.B. wählen entweder gar nicht oder eher CDU/CSU oder AfD...

Hintergrund sind also sozialstrukturelle Veränderungen, die alle westeuropäischen Parteien mit ähnlichem Profil betreffen - und die noch weit gravierender (französische und italienische KP)!

Vermeintliche eigene Fehler spielen demgegenüber nur eine sehr marginale Rolle. Viele denken ja z.B. die Hartz-Reformen seien dafür verantwortlich - aber die erklären den Absturz eben der kommunistischen Parteien nicht oder anderer sozialdemokratischer Parteien. :-)

Aja, schön wenn man in jede Antwort ein AFD und CDU/CSU-Bashing reinbringen kann, auch wenn die Antwort noch so unsinnig ist, nicht wahr?

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@FritzHuebner

Worin genau glaubst du denn in meiner Antwort ein AfD-oder Unions-Bashing zu erkennen? Kannst du überhaupt englisch und weißt, was "Bashing" bedeutet? :-)

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Von Experte Udavu bestätigt

Die Arbeitswelt hat sich geändert.

Früher gab es mal eine breite Schicht von Arbeitern in Deutschland, das waren die hauptsächlichen Wähler der SPD. Man arbeitete unter Tage oder in Stahlwerken oder anderen größeren Produktionswerken. Diese Schicht ist viel kleiner geworden gegenüber früher. Heute gibt es mehr Büroarbeit, mehr Dienstleister, mehr Digitalisierung, mehr Automatisierung.

Dieser Änderung konnte die SPD nicht so recht folgen. Hinzu kommt (aktuell) ein wenig charismatisches Führungspersonal. Von allen anderen Parteien hört man medial mehr als von der SPD.

Hinzu kommt, dass heute auch CDU/CSU und die Grünen sozialdemokratische Positionen übernommen haben. Vergleicht man mal Söder mit FJS (Franz-Josef Strauß), ist er gegenüber damaligen Zeiten auch sehr sozial geworden.

Die SPD hat ein S in ihrem Parteinamen. Das stand mal für Sozial. Davon hat man sich längst entfernt. Die SPD war einmal eine Arbeiterpartei.Als Argument das es nicht mehr so läuft hört man oft das es nicht mehr so viel Arbeiter gibt und die Gesellschaft sich gewandelt hat.Mag schon sein, aber was ist mit den Geringverdienern wie Paketdienste schlecht bis gar nicht abgesicherte Arbeitsplätzen usw.? Arbeit und damit auch wähler gebe es auch in unserer Zeit immer noch mehr wie genug. Das Ziel und ihre Aufgaben hat die SPD längst aus den Augen verloren. Ich habe der SPD sehr lange die Stange gehalten,aber das ist längst vorbei.

Nehmen wir die Paketzusteller, für die man dringend etwas tun sollte.

Die sind in der Regel in Deutschland gar nicht wahlberechtigt. :-) Ich sehe da jedenfalls fast nur AusländerInnen.

Ansonsten bearbeitet Heil auch dieses Problem und eine reihe mehr. Wem haben wir wohl die derzeitige Kurzarbeitsregelung und ihre Verlängerung zu verdanken?

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Die SPD will noch mehr Steuern obwohl die Steuern in Deutschland schon im internationalem Vergleich zu den höchsten gehört (innerhalb der EU an zweiter Stelle hinter Belgien und Belgien hat dabei noch den Vorteil das bei den höchsten Einkommenssteuern keine Kapitalertragssteuern existieren).

Gleichzeitig ist die SPD auch nicht sozial da sie sozial Schwache nicht besser unterstützen will sondern diese stattdessen behandelt wie Faulpelze die man stärker peitschen muss damit sie was tun (die Hartz Reformen wurden in dem Sinne politisch als "notwendiger Tritt in den Hintern der Arbeitslosen" dargestellt. Ausserdem hat sich unter der SPD wie unter der CDU eine festgekrustete Unterschicht gebildet die nicht mehr aus dem Sumpf zu kommen scheint!

Woher ich das weiß:Recherche

Die SPD hat sehr viel falsch gemacht: Die Agenda 2010 mit der Hartz IV Regelung hat ihr Stammklientel verärgert. Sie ist in der Großen Koalition nicht wirklich sichtbar bzw. es gelingt ihr nicht, die eigene Arbeit wählerwirksam zu präsentieren. Sie hat zudem keine wirklich überzeugende Führungsriege ... Olaf Scholz wird immer noch mit den Krawallbildern vom G20 Gipfel in Hamburg und dem Versagen der Sicherheitsorgane in Verbindung gebracht. Nicht alle SPD Bundesminister sind überzeugend. Viele Wähler wurden an die CDU verloren, die um koalitionsfähig mit den Grünen zu werden, deutlich nach links gerückt ist und SPD Positionen belegt hat. Die SPD wird auf Bundesebene nach der nächsten Bundestagswahl nicht mehr gebraucht, befürchte ich ... und wenn ja, nur als Mehrheitsbeschafferin.

Das ist so das übliche Erklärungsnarrativ, das auch viele Sozialdemokraten glauben - ist aber falsch und trägt als Ausdruck des Unverständnis gegenüber dem wahlpolitischen Niedergang nur zur Verschärfung der Krise bei.

SPD-Wähler haben als qualifizierte Beschäftigte doch nie viel mit Hartz 4 zu tun gehabt! :-) Vielmehr profitieren die von bemühen, die Kosten des Sozialstaates einzudämmen durch stabile Steuern! :-)

Auf relevante Ursachen kommt man eher, wenn man mal über den Tellerrand der Bundesrepublik hinwegschaut...:-)

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