Warum ist der ÖPNV auf dem Land so schlecht?

7 Antworten

Es gibt zu weite Strecken mit zu wenig Fahrgästen.

Entsprechend kommt nur wenig Geld über Fahrkarten wieder rein, gerade was Randgebiete von Großstädten betrifft. Die Verkehrsverbünde bauen dann lieber in der Stadt das Netz weiter aus, als auf dem Land.

Die hohen Kosten will keiner übernehmen, also gibt es nur wenige Verbindungen.

Im Dorf meiner Eltern fuhr als ich (25) Kind war noch 2 mal die Stunde ein Bus, es gab 5 Haltestellen, was bei dem lang gezogenen Dorf auch gut war. Dazu noch der Schulbus, aber der bringt einem wenig. Nun gibt es nur noch eine einzige Bushaltestelle, der Bus fährt nur noch zur Pendlerzeit ein mal die Stunde (6-9 und 15-19 Uhr), wenn irgendwas ist, fällt der Bus auch einfach komplett aus. Ansonsten kommt man dort gar nicht mehr weg bzw. dort hin mit dem ÖPNV. Erst wurden die Bushaltestellen nach und nach gestrichen und dann immer mehr Zeiten, da es zu teuer war. Ein Teufelskreis, denn nun fahren noch mehr Leute Auto und es ist noch unlukrativer für das Busunternehmen.

Hei, KeinName26, auf dem Land sind die Wege weit, aber die Anzahl der Passagiere gering. Deshalb hätte es wenig Sinn, einen Bus viermal täglich vom 100-Seelen-Dorf A über 30 Kilometer in die Kreisstadt fahren zu lassen (und zurück). Das bewirkt, dass viele Örtchen auf dem Land vom ÖPNV abgehängt sind - während in der Kreisstadt (wo ich wohne) alle 30 Minuten der Linienbus ins / aus dem Stadtzentrum kommt und fährt. JeanMaria50 hat ja weitere Gründe dargelegt, woll? Grüße!

während in der Kreisstadt (wo ich wohne) alle 30 Minuten der Linienbus ins / aus dem Stadtzentrum kommt und fährt

Muss aber wohl auch schon eine größere Kreißstadt sein? Da wo ich aufgewachsen bin gibts nur noch einen Schuttleservice für die älteren Herrschaften und ggf. Busse für die Schüler. Allerdings muss man sagen, dass von allen Teilen der eigentlichen Stadt, unter Abzug der eingemeindeten Dörfer der Stadtkern, zu Fuß in 15-30 Minuten zu erreichen ist. Die meisten nehmen halt trotzdem lieber das Auto. Ich gehe davon aus, das sich das auch nicht ändern würde wenn es wieder einen richtigen ÖPNV geben würde. Schon allein weil man sich da nach den Fahrtzeiten richten müsste.

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Zum Teil liegt es auch an der Machtfülle/Geltungsdrang der Landräte (aus dunkler alter Zeit), daß für den ÖPNV unnötigerweise an der eigenen Landkreis- und/oder Regierungsbezirksgrenze schluss ist. Der Verkehr ist oft immer nur auf die eigene Kreisstadt ausgerichtet, obwohl eine andere oft viel näher liegt. Somit werden sinnvolle und rentable Synergieeffekte oft nicht genutzt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – und vor allem Lebenserfahrung

Öffentlicher Nahverkehr ist teuer und muss immer mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden, da allein durch den Fahrscheinverkauf, nicht kostendeckend gefahren werden kann. Auf dem Land sind dann die Kommunen zuständig und die haben selten das Geld, einen attraktiven Nahverkehr zu finanzieren und anzubieten.

Die Kommunen sind selten dafür zuständig, eher die Kreise oder Länder

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Weil ÖPNV = GELD kostet welches vorhanden sein und erwirtschaftet werden muß. Wieviel soll den eine Fahrt kosten wenn Dorf X mit der Stadt oder den Dörfern Y und Z verbunden werden sollen ??? Um wirtschaftlich zu sein im Busverkehr müßtest Du 10€ für die einfache Fahrt nehmen, bist Du bereit das zu bezahlen ? Es kostet nicht nur der Bus/die Busse Unterhalt, auch die Wartung der Fahrzeuge, die Löhne der mit der Wartung Beschäftigten, die Verwaltungsräume und die Gehälter der Verwaltungsbeschäftigten.

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