Warum halten sich studierte bzgl. des Gehalts für was besseres?

22 Antworten

In der Tat machen viele Studenten solche Aussagen.

Oft vergessen sie aber folgende Tatsachen:

- Das Einstiegsgehalt hat erst einmal nichts zu sagen, schließlich investiert der Arbeitgeber ja ins Blaue, dh. ohne zu wissen, was derjenige wirklich kann. Wenn man seinen Job gut macht, hat man jedenfalls mit einem abgeschlossenem Studium deutlich höhere Chancen auf eine berufliche Weiterentwicklung als ohne Studium.

- Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Sicherlich gibt es Fließbandarbeiter, die 3000 Netto machen. Aber dafür dann Nachtschichten, Überstunden und vor allem eintönige Arbeiten zu verrichten ist natürlich eine Sache, die nicht jedem liegt, bzw. auch nicht jeder durchhalten kann. Meines Erachtens studiert man nicht nur des Geldes wegen, sondern auch, um einen interessanten und abwechslungsreichen Job ohne harte körperliche Arbeit zu bekommen.

Was nützen einem GYM, Studium und tausende weitere Zertifizierungen, wenn man noch nie in dem Beruf "praktisch" gearbeitet hat ? Richtig.... nichts.

Des weiteren ist es auch so, das man auch vieles wieder vergisst nach einer gewissen Zeit. Ich persönlich habe immer am besten lernen können, wenn ich entweder das Problem selber lösen musste (praktisch) oder ich es irgendwie mit anderen Situationen in Verbindung bringen konnte. Nenne es Eselsbrücken mit Erinnerungen oder ähnlichen Fällen.

Was bleibt wirklich nach dem Studium hängen ? Das meiste davon ist theoretischer Stoff, der praktisch meist keine Anwendung findet. In den meisten Fällen ist es doch eher so, das Studierte gleichzusetzen mit auszubildenden sind. Die haben theoretisch das wissen, aber praktisch null Ahnung von der Materie.

Hinzu kommt noch, das mittlerweile wohl fast alle studieren... Was hat das Studium dann noch für einen Stellenwert ? Richtig, so gut wie keinen. Sobald es alle machen, steht man sich damit nicht mehr besser. Und ja, die wird auch nicht mehr verdienen, auch wenn die das glaubt oder sich das wünscht.

Vielleicht sind viele durch Ihr Studium so geblendet, das diese nicht wissen, wie die heutige Arbeitswelt aussieht. Wer weiß. Die merkt es aber auch noch ;)

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Es geht nicht primär um das Wissen, welches man sich im Studium aneignet. Davon weiss ich in meinem Fachbereich auch nur noch die Grundlagen. Es geht darum, dass man lernt, sich schnell neues Wissen anzueignen.

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@AalFred2

Versteh mich nicht falsch, ich respektiere deine Antwort, aber man muss studiert haben um sich neues Wissen schneller aneignen zu können ? Ich musste mal schmunzeln. Ganz ehrlich.

Wer genug Ehrgeiz und Herzblut in eine Sache steckt wird das auch ohne Studium hin bekommen. Wer einen Job hat, der ihm wirklich gefällt wird damit auch keine Probleme haben. Sehe ich jedenfalls so.

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@DustFireSky

Nein, muss man natürlich nicht. Man muss aber auch keien Ausbildung haben, um ein Haus zu bauen. Man kann sich alles selber beibringen. Dabei geht dann aller Wahrscheinlichkeit nach wesentlich mehr in die Hose, aber sei's drum.

Allerdings ist deine Gleichsetzung von Akademikern nach dem Studium mit Azubis schon eher lächerlich. Natürlich verfügt man nach einem Studium über deutlich mehr Kenntnisse als ein Azubi.

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@AalFred2

Natürlich war das überzogen, was ich da geschrieben habe. Aber beides sind Berufsanfänger. Naja, jedenfalls schützt einem das Studium auch nicht vor falschen Entscheidungen beim Hausbau. Das kann jedem passieren. Ob man nun Studiert hat, Professor ist oder einfach nur ein Do-It-Yourself Typ ist, der es verbockt hat.

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Wer studiert, investiert viel Zeit in seine Ausbildung, in der er auch arbeiten und Geld verdienen (und Rentenansprüche erwerben) könnte. Dieser "Verdienstausfall" muss anschließend durch ein entsprechend höheres Einkommen ausgeglichen werden, ansonsten hat sich das Studium nicht gelohnt.

Das ist eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung und hat mit Arroganz nichts zu tun.

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