Warum halten sich studierte bzgl. des Gehalts für was besseres?

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21 Antworten

Für ein Studium nimmt man mehrere Jahre ohne Einkommen auf sich und bringt in dieser Zeit große Leistungen.
Diese Anstrengungen und Zeit und diesen Verzicht möchte man natürlich danach auch honoriert bekommen.

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ich habe doch nicht studiert um nur 1700€ netto zu verdienen"

tja, da kann man nur sagen:

Augen auf bei der Berufswahl. Wenn sie einen Job annimmt, der "nur" 1700 € netto einbringt - selber schuld.  

Ich denke, dass die junge Dame früher oder später auf dem Boden der Realität ankommt (vermutlich früher).

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Ich gebe dir recht, dass das eine arrogante Aussage ist.

Als jemand, der studiert hat, verstehe ich aber schon manchmal eine gewisse Unzufriedenheit, dass manche ohne Studium (von außen gesehen wie selbstverständlich selbstverständlich) mehr verdienen als ich.

Gerade in diesem Bereich, kann man nicht sagen was fair ist.

Arroganz ist immer hässlich.

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In der Tat machen viele Studenten solche Aussagen.

Oft vergessen sie aber folgende Tatsachen:

- Das Einstiegsgehalt hat erst einmal nichts zu sagen, schließlich investiert der Arbeitgeber ja ins Blaue, dh. ohne zu wissen, was derjenige wirklich kann. Wenn man seinen Job gut macht, hat man jedenfalls mit einem abgeschlossenem Studium deutlich höhere Chancen auf eine berufliche Weiterentwicklung als ohne Studium.

- Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Sicherlich gibt es Fließbandarbeiter, die 3000 Netto machen. Aber dafür dann Nachtschichten, Überstunden und vor allem eintönige Arbeiten zu verrichten ist natürlich eine Sache, die nicht jedem liegt, bzw. auch nicht jeder durchhalten kann. Meines Erachtens studiert man nicht nur des Geldes wegen, sondern auch, um einen interessanten und abwechslungsreichen Job ohne harte körperliche Arbeit zu bekommen.

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Ich weiß aus dem realen Berufsleben dass sich das viele Studierte zwar wünschen besser zu verdienen - es aber nicht immer tun ;) Klar in manche Bereiche kommt man idR nur mit Studium rein, aber Gehalt ist häufig eine Sache der Verhaltung und wie man sich selbst verkaufen kann.

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Kommentar von fluffiknuffi
04.11.2015, 09:36


Gehalt ist häufig eine Sache (...) wie man sich selbst verkaufen kann.

Was jetzt auch nicht gut ist. :p

Ich bin nicht gut im Selbstverkauf, im Gegenteil wohl eher schlecht, und soll deshalb Nachteile haben, na großartig. Rate mal ob ich im Bereich Marketing, PR, Verkauf arbeiten will oder nicht? Nope will ich nicht, mein bescheidenes Verkaufstalent ist also eigentlich vollkommen irrelevant bis auf den kleinen aber entscheidenden Moment der Gehaltsverhandlung. :(

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Na ja, wer studiert hat meistens recht klare Karriereziele. Nicht in jedem Bereich (z.B. Lehramt oder Sozialpädagogik), aber wenn man in Richtung Management / Bank/ Finanzen etc. geht, dann schon. Und dann will man nach dem Studium natürlich auch möglichst viel verdienen....

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Warum ist man in Deutschland immer gleich arrogant, wenn man sagt, dass man studiert hat? 

Doch, nach vielen Jahren des Lernens und des Verzichts möchte man einfach auch sehen, dass sich das gelohnt hat. Schließlich hat man sich deutlich mehr angestrengt als jemand, der nur 10 Jahre Schule und eine Ausbildung gemacht hat.

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Natürlich stehen ihr mit Studienabschluss andere Positionen offen, die auch besser bezahlt werden.

Wenn du nach deiner Banklehre ein Aufbaustudium abschliessen würdest, willst du ja auch mehr - erreichen und verdienen, oder?

Was hat es da  mit Arroganz zu tun, seiner Ausbildung nach höhere berufliche Ziele und ein besseres Gehaltsgefüge zu erwarten?


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Ein Studienabschluss ist zwar immer noch in vielen Branchen wichtig, um die Formalkriterien zu erfüllen. Doch sind einige Firmen inzwischen dazu übergegangen, gezielt "Quereinsteiger" einzustellen, die belastbarer, frustrationstoleranter  und teamtauglicher sind, als jene Ellenbogen-Generation, die gerade auf den Unis ihre Abschlüsse macht.

Durch ausgefeilte Einstellungstests versuchen die Firmen möglichst früh heraus zu finden, wie jemand tickt. Und ob er/sie "entwicklungsfähig" ist, um nicht nach ein paar Jahren als Fachidiot in der beruflichen Sackgasse frustriert stecken zu bleiben.

Wer dadurch auffällt, das es ihm/ihr primär um die Kohle geht und er/sie sonst nicht viel zu bieten hat, bleibt auf der Strecke. Es gibt viele Studenten, die trotz Abschluss keinen vernünftigen Job bekommen und dann z. B. für wenig Geld auf der Messe oder am Flughafen arbeiten, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Also: Entspann Dich...;<)

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Kommentar von Droitteur
04.11.2015, 01:18

Keine Meinung zu deiner Antwort, aber:

"frustrationstoleranter" als die "Ellenbogen-Generation"? Was soll einem das sagen?

Was soll man davon halten?^^ Entspannt.

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Kommentar von nutsnbolts
04.11.2015, 01:41

Das heutige Uni-System ist viel zu verschult. Da ist der Notendurchschnitt viel wichtiger als eine ordentliche Portion Lebenserfahrung.

Nicht wenige der Absolventen steigen erst sehr spät in's richtige Berufsleben ein und tragen dann diese Ich-bin-was-Besseres-als-Du-Attitüden in die Firma hinein. Das ist beim Arbeiten im Team alles andere als förderlich.

Da lobe ich mir diejenigen, die sich schon mal 'ne "blutige Nase" geholt und die Erfahrung gemacht haben, wir schwer es in manchen Branchen ist, sein Geld zu verdienen. Und die nicht gleich beim ersten Problem angelaufen kommen und sagen "Chef, haben Sie 'ne Lösung?" oder "Was schlagen Sie vor?"...

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Kommentar von nutsnbolts
04.11.2015, 09:12

Eine "blutige Nase" holt man sich bestimmt nicht in klimatisierten Hörsälen, während Papa das WG-Zimmer, den gefüllten Kühlschrank und die Handyrechnung bezahlt oder der Sprößling noch bis zum 26. Lebensjahr die Vorteile von "Hotel Mama" nutzt...

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Was nützen einem GYM, Studium und tausende weitere Zertifizierungen, wenn man noch nie in dem Beruf "praktisch" gearbeitet hat ? Richtig.... nichts.

Des weiteren ist es auch so, das man auch vieles wieder vergisst nach einer gewissen Zeit. Ich persönlich habe immer am besten lernen können, wenn ich entweder das Problem selber lösen musste (praktisch) oder ich es irgendwie mit anderen Situationen in Verbindung bringen konnte. Nenne es Eselsbrücken mit Erinnerungen oder ähnlichen Fällen.

Was bleibt wirklich nach dem Studium hängen ? Das meiste davon ist theoretischer Stoff, der praktisch meist keine Anwendung findet. In den meisten Fällen ist es doch eher so, das Studierte gleichzusetzen mit auszubildenden sind. Die haben theoretisch das wissen, aber praktisch null Ahnung von der Materie.

Hinzu kommt noch, das mittlerweile wohl fast alle studieren... Was hat das Studium dann noch für einen Stellenwert ? Richtig, so gut wie keinen. Sobald es alle machen, steht man sich damit nicht mehr besser. Und ja, die wird auch nicht mehr verdienen, auch wenn die das glaubt oder sich das wünscht.

Vielleicht sind viele durch Ihr Studium so geblendet, das diese nicht wissen, wie die heutige Arbeitswelt aussieht. Wer weiß. Die merkt es aber auch noch ;)

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Kommentar von AalFred2
04.11.2015, 09:31

Es geht nicht primär um das Wissen, welches man sich im Studium aneignet. Davon weiss ich in meinem Fachbereich auch nur noch die Grundlagen. Es geht darum, dass man lernt, sich schnell neues Wissen anzueignen.

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Erster Fakt: In vielen Bereichen verdient man langfristig mehr, wenn man einen Studienabschluss vorweisen kann. Das ist allgemein bekannt und für viele eines der Gründe, ein Studium zu absolvieren. Zweiter Fakt: Ein Studium ist ja oft kein Zuckerschlecken und für viele auch mit finanziellem Verzicht und mit Verschuldung verbunden. Da finde ich den "Anspruch" doch durchaus legitim, dass sich ein Studium auch auszahlen soll.

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Wer studiert, investiert viel Zeit in seine Ausbildung, in der er auch arbeiten und Geld verdienen (und Rentenansprüche erwerben) könnte. Dieser "Verdienstausfall" muss anschließend durch ein entsprechend höheres Einkommen ausgeglichen werden, ansonsten hat sich das Studium nicht gelohnt.

Das ist eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung und hat mit Arroganz nichts zu tun.

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Man studiert aber doch, damit man später mehr Geld verdient. Wenn ihr weniger als 1700 Euro auch genügen würden, dann hätte sie auch einen Aushilfsjob ohne Ausbildung annehmen können. Da kann ich sie schon verstehen. 

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Kommentar von Tobi111222
03.11.2015, 22:17

Man wird wohl kaum irgendwo mit einem aushilfsjob bzw ohne Ausbildung 1700€ netto bekommen ...

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Kommentar von nutsnbolts
03.11.2015, 22:49

Am Flughafen im
Schichtbetrieb ist sowas als Angelernter möglich.

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Kommentar von DrCyanide
03.11.2015, 23:57

2500 brutto soll ein guter Verdienst sein???

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Es gibt Studenten die nach ihrem Studium nicht mehr haben wie bei einer normales Ausbildung, und es gibt Studenten die nach ihrem Studium viel mehr haben wie bei einer normalen Ausbildung. Studieren heißt nicht gleich Reichtum, wenn es so wäre, hätten wir mehr Ferraris auf den Straßen. Außerdem findet nicht jeder Abgänger einen guten Job in seinem Bereich. Also das ist echt eine Frage auf die es mehr als eine Antwort gibt.

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Kommentar von fluffiknuffi
04.11.2015, 09:39

(Das wir nicht so viele Ferraris haben ist aber nicht nur eine Frage des Einkommens sondern auch danach was man damit macht. :D )

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Ohne materiellen Anreiz würde kaum einer Lebensjahre in ein Studium investieren.

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Find ich auch nicht in Ordnung. Die Gute vergißt eins sie fängt ganz unten an und wird nicht sehr viel mehr bekommen. Oder mein sie sie bekommt ein Chefetagen Gehalt. In der Bank verdient man auch nicht mehr die Welt

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Geld regiert die Welt. Ist nachvollziehbar, dass sie mehr verdienen will und deshalb studiert hat. Vielleicht hat sie sich ein bisschen herablassend ausgedrückt, aber ihren Gedanken kann man verstehen..

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Natürlich verdienen Akademiker im Durchschnitt mehr als Nichtakademiker, aber diese Aussage ist schon ziemlich arrogant, da hast du Recht. Und außerdem verdient man nicht automatisch mehr, nur weil man studiert hat.

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naja für was studiert man denn deiner meinung nach? man studiert ja wohl um später mehr zu verdienen. und 1,7 netto mit abgeschlossenem studium ist echt relativ wenig. 

musst du dir halt mal so überlegen. 

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Die Antwort auf solche verallgemeinernden Fragen ist immer: Nein!

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Kommentar von fluffiknuffi
04.11.2015, 09:42

Warum so negativ? Sag doch einfach: Ja! (^.^)

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