Warum haben Akkus immer 1,2 Volt?

9 Antworten

Du bringst da was durcheinander.

Akkus gibts mit vielen verschiedenen Spannungen.
Einzig die Im Heimbereich verwendeten Zellen (AA, AAA, C, D) haben eine Nennspannung von 1,2 Volt.
Und die müssen sie haben um etwa gleichwertig zu den Alkalibatterien zu sein. Denn auch die Batterien haben eine Nennspannung von 1,2 volt.

Bei den meisten Akkus/Batterien sinkt die Spannung desto weiter die Zellen entladen werden. Der Schwerpunkt dieser Spannungskurve ist die Nennspannung.
Bei den Batterien hatte man aber früher nicht diesen Schwerpunkt sondern den Spitzenwert als Bezeichnung genommen und dies bis heute so beibehalten.
Auch bei den Batterien sinkt die Spannung. Im nutzbarem Mittel schaffen die auch nur 1,2 Volt. Aus diesem Grund sind die meisten Geräte darauf konzipiert mit 1,2 Volt "richtig" zu funktionieren.
Alte/Billige Geräte verzichteten jedoch oft auf ein paar elektrische Bauteile, sodass mit höherer Spannung auch eine höhere Leistung verfügbar ist.
In der Folge, empfindet der Anwender die Leistungsfähigkeit schon schwach, sobald die Spannung auf 1,3 Volt gesunken ist. In solchen Geräten sind Akkus meist ungeeignet, weil die augenscheinlich schnell "leer" sind.

Wenn Du Akkus nehmen willst, solltest Du z.B. eneloop Akkus benutzen (es gibt auch aehnliche von anderen Firmen) Billigakkus verlieren sehr schnell Spannung und werden dann fuer anspruchsvolle Geraete unbrauchbar.

Diese (nicht mehr ganz) neue Akkugeneration behaelt die Spannung bis zum Schluss. Auch wenn da meistens "nur" 1900mAh (es gibt auch welche mit 2450) angegeben werden, sind sie doch deutlich besser als andere "Hochleistungsakkus" mit 2900mAh. 

Ganz ganz wichtig ist das Ladegeraet. Billiglader "grillen" Akkus. Die sind dann nach wenigen Ladezyklen defekt und damit unbrauchbar. Das gilt auch fuer den oft mit den Akkus mitgelieferten Lader. Ein sehr gutes und nicht besonders teures Ladegeraet ist das AT3 von IVT. Damit funktionieren meine Akkus seit 10 Jahren wunderbar.  Das scheint es heute gar nicht mehr zu geben. Aber schau mal nach Technoline BC700.

Dass Akkus nur eine Nennspannung von 1,2 V haben (dies gilt übrigens meines Wissens nach nur für NiMH-Akkus) hängt schlicht und ergreifend damit zusammen, dass die Elektrodenpotentiale aufgrund der zugrunde liegenden chemischen Reaktionen eine entsprechend geringere Spannung erzeugen, als bei "normalen" Alkali-Batterien. Der Grund, dass man dennoch NiMH-Akkus produziert liegt sicherlich darin begründet, dass sie billig zu produzieren sind und für die meisten Anwendungen der Spannungsunterschied nicht relevant ist.

Es gibt aber, wie bereits in anderen Antworten erwähnt wurde, auch AA-Akkus mit höherer Spannung (Li-Ionen-Akkus haben eine Nennspannung von 3,6 V).

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