Warmblüter Westernreiten?


18.06.2020, 22:08

Sie möchte eigentlich nur ins Gelände da dann aber Westernreiten. Sie möchte das Pferd auch selber ausbilden ohne Trainer oder andere erfahrene Personen. Sie hatte allerdings noch nie in ihrem Leben Reitunterricht. Ich habe ihr schon gesagt das ich ihr empfehlen würde wenn es denn gleich ein eigenes Pferd sein muss immerhin ein gut ausgebildetes zu kaufen. Sie lässt sich da aber nicht reinreden. Ich habe die Frage nur aus reinem Interesse gestellt.

8 Antworten

Also ich hab meinen WB vor 7 Jahren von Englisch auf Western "umbilden" lassen.

Okay wir gehen keine Turniere und nehmen die Reitstunden nur für uns, aber mir wäre jetzt kein allzu großer Unterschied aufgefallen, weshalb es da Probleme geben könnte.

Woher ich das weiß:Hobby – Ü20 Jahre Reit und Pferdeerfahrung, Haltung eigener Pferde

Die Probleme werden sich daraus ergeben, dass das Mädel nicht reiten kann. Egal, ob sie es englisch oder western nennt. Das arme Pferd.

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@Dahika

Die Ergänzung kam erst nach meiner Antwort, die hab ich nicht mehr gelesen.

Aber ja, das klingt nach Katastrophe... Da ist die "Reitweise", wenn man es dann überhaupt so nennen mag, dann auch egal.

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Wenn sie keinen Unterricht hatte, keine Ahnung von Pferdeausbildung, etc. dann kann es - egal welche Reitweise - eigentlich nur schief gehen. Sie bringt sich unnötig in Gefahr und vermurkst noch unnötiger das Pferd.

Passend hierzu: hab seit letztem WE eine neue Schülerin, die ist 16 u. hat ihr Pony jetzt 2 Jahre. Die Mutter rief mich an, ob das Mädel bei mir einen Abzeichenkurs belegen kann u. wir vorher etwas üben. Eigentlich ist aber klar, Töchterchen ist ein Superstar, kann alles, weiß alles, hat ihr Pferd selbst ausgebildet, ist schon mit 2 J. "geritten", Rhabarbergelaber...

Das erste was auffiel war der unpassende Sattel, zu lang für den kurzen Rücken u. vorne zu eng, der schlecht bemuskelte Rücken mit klassischer Atrophie des Trapezmuskels, der falsche Knick im Hals, die stark bemuskelte Vorhand (Schulter), die schwach bemuskelte Hinterhand. Wenigsten die Hufe sind gut bearbeitet. Das Pony zeigt grobe Anlehnungsfehler wie Einrollen, hat enorme Schwierigkeiten sich zu biegen, etc.

Das Pferd ist in seinen jungen Jahren (5) bereits "verbastelt". Dabei ist das Tierchen so was von brav und müht sich redlich, es seiner Reiterin trotz der ganzen Baustellen recht zu machen. Ein empfindsamerer Charakter wäre unter diesen Umständen schon lang zum "Problempferd" mutitiert.

Und ich frage mich, wie schon so oft - warum????? Möchte man Autofahren, lernt man das in der Fahrschule. Möchte man in einem bestimmten Beruf arbeiten, studiert man das oder lernt es in der Ausbildung.

Möchte man ein Pferd reiten/ausbilden, setzt man sich einfach drauf und los?!?!? Merkst du was?

Woher ich das weiß:Berufserfahrung – Pferdewirtschaftsmeisterin

Natürlich kann man auch einen Warmblüter Western reiten.

Je nachdem welche Disziplin man reitet, sind auch im Turniersport Warmblüter vertreten.
Jedoch wird ein großes Warmblut in manchen Disziplinen nicht „mithalten“ können.

Aber wenn sie eh nur ins Gelände will, wird der Sattel wahrscheinlich das einzig sein, was der western Reitweise entspricht.
Nur weil ein Westernsattel auf dem Pferd liegt, heißt das nicht es wird mit den dementsprechenden Hilfen geritten.

Das sie das Pferd selbst ausbilden will ist, tut mir leid für die Wortwahl, ziemlich dumm.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.

So etwas macht man einfach nicht alleine und schon gar nicht als Anfänger.
Das wird nach hinten losgehen.
Auch wenn sie es schafft, sich aufs Pferd drauf zu setzen, bezweifle ich sehr stark, dass sie das Pferd gesund reiten bzw. überhaupt ausbilden kann.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Ich reite seit meiner frühen Kindheit; habe 2 eigene Pferde

ich bin sogar mal einen Traber Wester geritten (wobei das definitiv keine Rasse ist die ich zum Western Reiten empfehlen würde... werden gezüchtet auf einen schnellen Trab und im Western reiten sollen sie langsam traben..)
Genauso bin ich auf einen Western gerittenen Lipizzaner geritten.

Theoretisch kannst du jede Rasse Western ausbilden. Manche sind eher dafür geeignet, andere weniger

Freizeitmäßig geht es bei jedem Pferd - willst du Turniermäßig unterwegs sein, wirst du über passende Rassen kaum rum kommen.

Als ich mein Mann kennengelernt habe hatte er einen großen Hannoveraner - der eigentlich klassisch englisch geritten wurde (was mein Mann nicht gut konnte) - einen ein Westermsattel und Bit verpasst und tingelte mit dem nur so im Gelände herum. Für Westernmsnöver war der Wallach zu wichtig und zu groß. Es dauerte nicht lange - da wurde der Wallach kurzerhand gegen einen Criollo eingetauscht - das war dann stimmig. Der Criollo war damals ein Importierter der Rancharbeit gewohnt war.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – 🐎 habe Pferde seit Ü30 Jahren

....ich meinte "wuchtig" 😂🤣😂

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