Wann habt ihr euren Arbeitgeber über eure Schwangerschaft informiert?

10 Antworten

Wenn du in deinem Arbeitsumfeld mit Chemikalien oder schweren Lasten zu tun hast, die ein Risiko für dich oder/und das Kind darstellen könnten, solltest du es sagen, sobald du von der Schwangerschaft erfahren hast. Schließlich muss der Arbeitgeber prüfen, ob ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden muss oder eine Umsetzung erforderlich ist.

Andernfalls solltest es im 3 Monat melden. Noch später wäre unfair, denn die Firma muss ja auch planen und ggf. einen Ersatz finden, wenn du längere Zeit ausfällst.

Alles Gute!

Wie du schon in den Kommentaren geschrieben hast, bist du im Büro tätig. Somit würde ich es erst nach der 12. Woche sagen..

Ich habe es meinem AG bereits in der 5. Woche erzählt, da ich eine körperlich anstrengende Arbeit hatte und diese gefährlich für mein ungeborenes Kind gewesen wäre. Meiner Abteilung, in die ich dann gewechselt habe ( auch im Büro) habe ich dies erst um die 15. Woche erzählt, als man es ganz langsam gesehen hat.

Wäre ich von Anfang an im Büro gewesen hätte ich es erst nach der 12. Woche gesagt, da ich auch schon in der 11. Woche ein missed abort hatte.

Ich finde diese Entscheidung ist sehr individuell.

Bei meiner ersten Schwangerschaft habe ich nichts gesagt und das Kind in der 10.SSW verloren. Nach der ausschabung bin ich am nächsten Tag arbeiten gegangen und diese Ablenkung tat mir persönlich sehr gut. Da ich aber mit Kindern arbeite, kamen natürlich auch immer wieder Gefühle hoch die sich nur schwer unterdrücken ließen. Im Nachhinein wäre es vielleicht gut gewesen einen vertrauten gehabt zu haben. Meine Kollegin hat es ca. in der 6. Woche gesagt, hat ein vorläufiges BV bekommen und musste dann 3 Wochen später ihren Schülern erklären, dass sie doch wieder arbeiten kann weil sie das Kind verloren hat. Sicherlich auch alles andere als einfach! Also damit will ich sagen, egal für welchen Weg du dich entscheidest, es kann sich hinterher immer als der richtige oder falsche Weg herausstellen.

In der zweiten schwangerschaft habe ich mich einer engen Kollegin anvertraut die mich dann vor bestimmten Situationen schützen konnte oohne dass andere Kollegen etwas mitbekommen haben. Meinem vorgesetzten hab ich es dann in der 11. Woche gesagt. Wusste aber auch, dass er sehr positiv auf eine Schwangerschaft reagiert.

Bei der 3. Schwangerschaft war ich noch in Elternzeit und habe es in der 13. Woche gesagt.

Einen Abgang hatte ich auch zwischen den ersten und zweiten Kind. Damals war ich in der 16.SSW

Dadurch habe ich auch etwas Angst es zu sagen.

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@Maxxam2015

Naja, aber was ist zu befürchten wenn man es frühzeitig sagt? Wie du ja leider schmerzlich erfahren musstest, ist es ja nunmal auch möglich sein Kind auch nach den "kritischen" 12 Wochen zu verlieren. Es kommt echt drauf an was du für ein Typ Mensch bist. Mir half es im Nachhinein offen mit der Situation umzugehen. Ich hab dadurch verhindert, auf blöde Sprüche (die ja nicht böse gemeint sind aber in solchen Momenten dann blöd beim Empfänger ankommen) alá "wann willst du denn eigentlich mal kinder?" zu vermeiden. Und in einem gut funktionierenden arbeitsteam sollte es auch möglich sein Bedürfnisse wie "kein Mitleid wollen" anzusprechen.

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@Merle87

Ich bin früher auf bitten meines Chefs aus der Elternzeit zurück gekommen (hätte noch etwas mehr als 1 Jahr) und befürchte, dass er nicht so begeistert ist wenn er es erfährt.

Wobei ich letzte Woche auch die Kids im Büro mit hatte und er sie am Ende in seinem Büro vorm Fernseher sitzen hatte. 😉

Früher oder später muss ich es ihm sagen. Allerdings weiß ich momentan noch nicht mal ob ich erneut in Elternzeit gehe oder versuche mit Baby weiterzuarbeiten

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@Maxxam2015

Für die Entscheidung ob du in Elternzeit gehst, hast du ja noch reichlich Zeit. Da würde ich jetzt erstmal nicht weiter drüber nachdenken.

Auch wenn er nicht begeistert sein wird (da hab ich mit meinem Chef wohl wirklich glück), kann er ja nichts dagegen tun. Durch die Schwangerschaft bist du geschützt. Wer Frauen im gebärfähigem Alter einstellt, muss nunmal damit rechnen, dass diese schwanger werden. Und in welchem zeitabstand das passiert, hat kein chef und keine arbeitsstelle zu bestimmen. Das hat für mich auch nichts mit Egoismus zu tun. Deine Kinder werden dich (hoffentlich) ein Leben lang begleiten und sollten immer an erster Stelle stehen.

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Ich habe es meinem Arbeitgeber erst nach 4 Monaten mitgeteilt. Man soll ja allgemein mindestens 3 Monate abwarten, weil bis dahin noch viel schief gehen kann und wer hat schon Lust die ganze Zeit bemitleidet zu werden(?), wenn es dann doch nichts geworden ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das solltest du dem AG umgehend mitteilen. Das ist schon notwendig, damit er seinen Verpflichtungen aus dem Mutterschutzgesetzt nachkommen kann.

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