VDI / Norm Kraft eines Menschen

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4 Antworten

Hallo! Da wird es sicher mindestens 2 Werte geben müssen oder sollen - einen praktischen und einen theoretischen. Den praktischen gibt es permanent im Alltagsleben, er ist aber von wechselnden Anforderungen / Aufgaben abhängig. Das ist zum Beispiel die Verschraubung eine Glases mit bedenklichem Inhalt - Kinder sollen es nicht aufschrauben können, Erwachsene doch. Der theoretische Wert wird sich immer an der Maximalkraft orientieren.

Eine technische Norm zu der Größe "welche Kraft ein Mensch ausüben kann" ist so unsinnig wie die Normung des allgemeinen Körpergewichtes. Das sind ja individuelle Größen und von vielen Umständen abhängig, hier z.B. von den beanspruchten Muskeln.

Natürlich werden sich technische Normierer Gedanken gemacht haben, welche menschliche Kraftaufwendungen für ganz bestimmte Handhabungen an Geräten oder Maschinen je nach beanspruchtem Muskelpaket, Zeitdauer, Zeittakt, Bewegungsstrecke und Bewegungsrichtung zweckmäßigerweise vorzusehen sind. Soweit es sich hier um industrielle, repetetive Handhabungen handelt, gehört das zu den Aufgaben der "Arbeitswissenschaften", unter Umständen auch der Arbeitsmedizin oder Orthopädie.

Auch bei der Konstruktion von Haushaltsgeräten könnten solche Normen ggfs. Sinn machen.

Des weiteren gibt es arbeitsrechtliche Normen, z.B. bezüglich der zu hebenden Lasten zum Schutze des menschlichen Bewegungsapparates.

Mit der Frage "welche Kraft ein Mensch ausüben kann", hat das alles nichts zu tun.

Normen zur industriellen Arbeitsorganisation samt einschlägiger Ausbildungen wirst Du beim REFA-Verband (http://www.refa.de/home) finden und ggfs. auch beim RKW Rationalisierungs-und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V.

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Ich musste so eine Annahme auch schon mal in einer Kusntruktion treffen. Leider war damals die Zeit zu kanpp, um in irgen einer Richtlinie nachzuschauen. Aber ich konnte eine Aussage finden, welches Gewicht Arbeitsrechtlich zulässig ist, wenn man es hochheben muss. Das sind 10 kg. Also hab ich ganz einfach die annahme getroffen, dass diejenige Person auch die entsprechende Gewichtskraft von 98 N auf einen Hebel oder Handrad beidhändig aufbringen kann. Wohlgemerkt BEIDHÄNDIG. Wenn du meinen Gedanken aufgreifen willst, dann schau also, dass das Handrad beidhändig bedienbar ist.

Die Anlehnung der beidhändigen Kraftaufwendung an einem Handrad an die genormte Hebelast ist natürlich sehr unscharf, weil dabei völlig unterschiedliche Muskelgruppen beansprucht werden. Beim Heben z.B. wird vorzugsweise die Beinmuskulatur beansprucht, beim Handrad kaum.

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@dompfeifer

schon klar. Aber wenn man einfach mit einem Wert rechenn muss, dann muss man Annahmen treffen. Wir hatten usn dann damals auf 80 N geeinigt. Damit sollte jeder zurecht kommen.

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Danke für die Antworten.

Nach einiger Zeit Recherche habe ich die meiner Meinung nach am zutreffendeste Norm gefunden.

Für den Fall, dass die Frage noch einmal auftauchen sollte hier mal die Norm.

c.a 35 Seiten

NORM EN 1005-3 Sicherheit von Maschinen - Menschliche körperliche Leistung - Teil 3: Empfohlene Kraftgrenzen für Maschinenbetätigung

Es müssen diverse Dinge hinzugerechnet und beachtet werden.

Viele Grüße

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