Unzufrieden mit Studium?


22.01.2022, 17:44

Weiblich, 18, 1,5 Abi

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also erstmal muss ich deiner Mutter (auch wenn nur dein gedanklicher Ausspruch) recht geben, wenn sie sagt, dass das "alle Idioten machen".

Du hast da schon etwas besonderes, aber wenn es Dir wirklich nicht liegt, dann wirst Du in dem Fach auch nie wirklich gut werden und entgegen der Aussage deiner Mutter und ihrer Enttäuschung, machst Du das Studium nur für Dich und dein Leben. Und genau das ist das Problem bei der Sache: Du machst deine Entscheidung für dein Leben von anderen abhängig.

Aber ich lese aus deinem Text noch anderes heraus: Saarbrücken! Es ist so weit entfernt von Berlin, der Stadt, in der Du groß geworden bis, alles erreicht hast, was Du heute hast und Du hast alles zurücklassen müssen.... Spricht da nicht eher das Heimweh aus Dir. Willst Du das Studium aufgeben, weil Du in Wirklichkeit nicht einfach Heimweh hast und dich in Saarbrücken völlig alleine fühlst? Sei mal ganz ehrlich zu Dir selbst, denn es geht nur um Dich. Woran liegt es wirklich, dass Du das Studium aufgeben willst. Du musst nicht sofort antworten, denk ein paar Tage darüber nach, denn die Entscheidung ist viel zu wichtig, als dass Du nun schlagartig eine Antwort "herauspresst".

Du wirst für diesen Studienplatz gearbeitet haben. Du wirst Vorstellungen gehabt haben warum Du das angestrebt hast. Du hattest Ideen für deine Zukunft. Wo sind all diese Gedanken hin?

und jetzt gehst du wie alle Idioten Fitnessökonomie machen".

Wie kommst deine Mutter darauf?

Ich kenne nur wenige Leute, die das machen. Und die haben alle gut zu tun.

Ich denke, immer mehr Leute gehen in Fitness-Studios, weil sie selber Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen. So schlecht werden die Berufsaussichten also nicht sein.

Hallo,

du bist 18, also volljährig und kannst selber entscheiden, was du machen möchtest.

Deine Mutter kann dir zwar ein schlechtes Gewissen einreden, sie kann aber nicht verhindern, dass du dein Studium abbrichst und deinen persönlichen Interessen folgst.

Hallo Analena,

ich finde deine Fragestellung sehr wichtig.
Was mir nicht ganz klar ist; Bist du ausschließlich wegen dem Studiengang unzufrieden oder auch wegen deiner Lebenssituation? Irgendetwas sagt mir, dass du auch sehr unzufrieden mit der Wohnsituation in Saarbrücken bist und vielleicht auch Berlin vermisst?

Ich denke, dass du mit Psychologie wesentlich breiter aufgestellt bis als mit Fitnessökonomie. Ich würde es übrigens als sehr riskant empfinden, in die Fitnessbranche einzusteigen;
Du hättest massiven Druck durch konkurrierende Billig-Ketten. Du müsstest massiv in Ausstattung, Räumlichkeiten, Personal investieren. Du müsstest dir über lange Zeiträume eine Vertrauens-Person aufbauen, damit du irgendwann mal selbst in den (Kurz-) Urlaub fahren könntest.
Du hast wie man in der derzeitigen Pandemie sieht, ein immens hohes unternehmerisches Risiko, das du noch nicht mal immer selbst beeinflussen kannst.

Selbstständigkeit setzt sich aus selbst und ständig zusammen. Das unterschätzen manche gewaltig. Als selbstständige bist du quasi mit deiner Firma verheiratet.

Als Psychologin hingegen stehen dir viele Türen offen. Selbstständigkeit oder Angestelltenverhältnis. Freie Wahl deines Wohnortes. Wechselmöglichkeiten.

Ich kann deine Zweifel sehr gut verstehen, rate dir aber dringend die Zukunftsperspektiven miteinander zu vergleichen.
Vielleicht hilft es dir auch nach dem Bachelor wieder in dein gewohntes Umfeld zu gehen, oder in eine andere Stadt, eine andere WG.

Danke dür die Antwort!

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Wenn du ganz genau weisst, was du nachher machen möchtest, dann ist doch das prima.

Es ist schade etwas zu studieren, wo man später doch nicht ausübt. Da ist es doch klüger den Weg unter die Füsse zu nehmen, die dich zu deinem Wunschberuf führt.

Ob der nun geachtet wird oder nicht, spielt keine Rolle, wenn du genau weisst, es ist das was mir Spass macht. Denn das ist besser als ein 6 im Lotto, wenn man gerne zur Arbeit geht, lebt man psychisch und physisch gesünder.

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