Traumberuf Pilot durch Kurzsichtigkeit zerstört?

7 Antworten

Die flugmedizinischen Vorschriften der EU/EASA (die ja auch für Österreich gelten) erlauben für Berufspiloten +5,0/-6,0 Dioptrien und 2,0 Dioptrien für die Hornhautverkrümmung.

"AMC1 MED.B.070 - Visual system

(d) Refractive error

(1) At initial examination an applicant may be assessed as fit with:

(i) hypermetropia not exceeding +5.0 dioptres;

ii) myopia not exceeding -6.0 dioptres;

iii) astigmatism not exceeding 2.0 dioptres;

iv) anisometropia not exceeding 2.0 dioptres

provided that optimal correction has been considered and no significant pathology is demonstrated."

Diese Werte dürfen also auch mit optimaler Korrektur keinesfalls überschritten werden.

Aber die Dioptrienzahl ist ja nur ein Punkt aus einer Liste von rund zwölf Items alleine für die Augenuntersuchung. Es gibt also mehr Möglichkeiten, es nicht zu schaffen als umgekehrt.

Und alle der drei möglichen Laser-OPs bergen Risiken. Es gibt keine Langzeitstudien mit genügend Testpersonen, deshalb haben die Fliegerärzte in meiner Firma davon abgeraten (ich wollte so eine OP einfach mal für mich selbst machen lassen).

Niemand weiß, ob nicht Langzeitschäden - bis hin zur Erblindung - auftreten können. Aber das musst Du sowieso mit dem Fliegerarzt des flugmedizinischen Zentrums besprechen. Insofern verstehe ich mal wieder nicht, wie man auf die Idee kommen kann, in einem Laienforum zu fragen.

Fragen nach Meinungen und Erfahrungen sind ok, aber Sachfragen, für die man Experten braucht? Fliegerärzte sind hier eher nicht vertreten und würden doch auch keine Ferndiagnose durchführen.

Hier eine sicher hilfreiche Info (wieder einmal, weil die Leute nie die GF-Datenbank checken):

Es gibt im Prinzip drei anerkannte OPs: 

a) Lasek (Laser epithelial keratomileusis): Verbesserung der Sehschärfe, aber Einschränkung der Sehqualität (Dämmerungssehen, Lichtblendung) 

b) Lasik (Laser in situ Keratomileusis ): Sehvermögen schneller wiederhergestellt, weniger schmerzhaft, höhere Komplikationsrate 

c) PRK (Photorefractive Keratectomie): Pro Dioptrie 15 Mikrometer Hornhautabtrag. Risikoärmer, größere postoperative Schmerzen, längere Heildauer, aber: Erfüllt selbst die Anforderungen der Bundeswehr an Kampfpiloten. 

Keine dieser OPs solltest Du aber ohne Rücksprache mit einem Flugmedizinischen Zentrum - und/oder der Airline Deines Vertrauens - durchführen lassen. Meistens muss ja die OP mindestens 6 Monate zurückliegen und auch eine Mindesthornhautdicke VOR der OP nachgewiesen werden. 

Nur sog. Aero Medical Center dürfen die Erstuntersuchung für ein Medical der Klasse 1 für Berufspiloten durchführen. Eine Liste mit Standorten und Adressen findest Du beim Luftfahrt-Bundesamt bzw. in Österreich bei austrocontrol.at. Dort kannst Du Dich dann bei den richtigen Leuten erkundigen.

Und das Militär hat fast immer eigene - und strengere Vorgaben.

Informier dich doch über das Lasern, ich glaub, bei den Dioptrien ist das wahrscheinlich kein Problem. Musst natürlich einige Voruntersuchungen machen. Und besser mal bei den Einstellungsregeln nachlesen, ob Laser-OPs Ausschluss-Kriterien sind.

Hallo.-

Das darf von -6,oo bis+5.oo sein. Da hast du dich wohl verlesen. in der EU für Berufspiloten, für Hornhauverkrümmung.

Mit Gruß

Bley 1914

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