Tochter nörgelt an einer Tour, was tun?

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Deine Prinzessin, dein "goldenes Kind" ist in der Pubertät. In diesem Alter ist der Nachwuchs immer schwieriger als "früher". In dieser Phase ist für einen Heranwachsenden alles blöd, niemand versteht einen, man will haben und findet es doof wenn die Eltern da nicht mitspielen, man versucht sich zurecht zu finden.

Während der Pubertät befindet sich ein Heranwachsender zwischen der Kindheitszeit und der Erwachsenenzeit... Irgendwo mittendrin. Einerseits wird er behandelt wie ein Kind (fühlt sich zumindest so als würde er so behandelt), andererseits werden immer mehr Verantwortungen auf seine Schultern gelastet. Und Erwartungen auch noch. Man soll sich vernünftig verhalten, umgänglich sein, höflich, sich zu benehmen wissen, wissen das es nix bringt einen Aufstand zu schieben. Man muss wissen das man für die Schule viel machen muss um später den Berufsbereich ergreifen zu können der einem vorschwebt .... dadurch geht soo viel Freizeit flöten. Zusätzlich der Hickhack um mit anderen Gleichaltrigen einigermaßen Schritt halten zu können (in der Entwicklung, in den Interessen, in den Ansichten, beim Besitz). Man will von ihnen akzeptiert/ respektiert werden und verbiegt sich bis man einen "eigenen Dreh" findet.

Wir Eltern leisten einen sehr großen Beitrag dazu, vom Lebensbeginn unseres Nachwuchses an. Durhc unser Verhalten allgemein, unseren Umgang mit dem anderen Elternteil, unser Auftreten innerhalb der Familie als Elternteil des Kindes. Durch unsere Regeln und vermittelten Ansichten, durch unser persönliches Konsumverhalten und das geförderte Konsumverhalten unseres Nachwuchses.

Ob wir unseren Nachwuchs immer nur in Watte wickeln und alles tun um diesem Nachwuchs alles recht zu machen... weil dieses arme Kind es doch von Beginn an sooo schwer hatte.... oder weil dieses Kind doch das einzige das süße Prinzesschen ist.... oder ob wir unserem Kind frühzeitig beibringen das Regeln auch für dieses Kind gelten (nicht nur für andere) und Geld nicht auf Bäumen wächst, jeder Mensch auch mal zurückstecken muss. etc....

Verstehst du? Man kann als Eltern versuchen alles richtig zu machen.... und dennoch läuft man Gefahr das man grade durch das dann tatsächliche Verhalten alles (oder viel) falsch macht.

Bist du alleinerziehend oder gibt es auch noch ein anderes Elternteil im Alltagsleben deiner Tochter? Wenn du alleinerziehend bist musst du da alleine durch, kannst dir aber Hilfe holen (beratend) durch Erziehungsratgeber, Psychologen, andere erwachsene Familienmitglieder.... etc. Seid ihr zu zweit, habt ihr die Möglichkeit gemeinsam an einem Strang zu ziehen und zu analysieren was aktuell los ist, woher das kommt, wo ihr eine mögliche gefährliche Entwicklung des Teenagers seht, und wohin der Teenager eurer Meinung nach besser gelenkt werden sollte.

Hallo, ich denke das es vielleicht nicht das richtige ist das du versuchst ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Kinder brauchen auch ihre Regeln und Einschränkungen. Das ist wichtig für die Entwicklung. Allerdings ist das mit 13 warscheinlich jetzt noch schwer rein zu bekommen wenn sie es immer anders gewöhnt war. Den Kindern Respekt beizubringen ist sehr wichtig.

Andererseits ist sie mit 13 natürlich voll im trotzalter. Vielleicht müsst ihr da jetzt einfach mal durch. Ansonsten würde ich mich da eher an professionelle Leute wenden. Im Internet kommt leider auch viel Mist zusammen von Leuten die denken sie sind allwissend. Also im Notfall lieber an jemanden wenden der sich wirklich damit auskennt. Grüße

Sie ist in der Pubertät, und da mutieren viele Mädchen zur Zicke, Dramaqueen, Mimose, und was weiß ich nicht noch alles. Austeilen ja- einstecken nein.

Wenn sie zickt, lasst sie vor die Wand laufen.

Sie soll nicht alles bekommen was sie will, es sei denn, ihr wollt eine verwöhnte Göre, die nur die Hand aufhält und euch als "Melkkühe" benutzt.

Seid für sie da, zuhören, trösten, liebhaben, aber nicht lebendiges Portmonaie. Sie kommt jetzt in ein Alter in dem sie sich auch gerne mal anstrengen darf um etwas zu bekommen, sonst ist irgendwann alles wertlos, wenn sie nie etwas dafür leisten musste. Damit meine ich nicht gute Noten gegen Bezahlung, sondern mal im Haushalt mit anpacken.

Pubertät ist, wenn die Eltern komisch werden- umgekehrt wird aber auch ein Schuh daraus ;-))

Hi.

Und genau das ist das Problem. N Teenie testet Grenzen aus. Dafür muss es erst mal Welche geben.

Was wollt Ihr Eurer Tochter mit auf den Weg geben? Dass sie für nichts was leisten muss und trotzdem Alles bekommt? Wie soll das später laufen, ist der Lottogewinn schon gebucht? Dass sie launisch, zickig und beleidigend sein kann und trotzdem liebgehabt wird? Das klappt langfristig nicht mal, wenn sie wunderschön ist, weil irgendwann wird sie alt.

Ich mein das jetzt nicht böse, aber wenn Ihr wollt, dass es Eurer Prinzessin langfristig gut geht, dann müsst Ihr klare und faire Grenzen setzen und ihr beibringen, dass man für Erfolg was tun muss. Sonst wird sie später nicht glücklich. Und sie für das Leben fit zu machen ist doch Euer Job als Eltern.

Das wird anfangs nicht leicht sein, weil sie ja noch weiß, dass sie nur aufdrehen muss, damit Ihr nachgebt. Aber je besser Ihr vorgeplant habt, je mehr Ihr an einem Strang zieht und je fairer Eure Regeln sind, desto leichter werdet Ihr hart und konsequent bleiben können. Und dann wird sie das kapieren.

Beispiele: nörgeln ist bei mir nicht. Gehe ich schlicht nicht drauf ein. Allerdings lies mal das Kapitel über Nörgeln in "Warum Männer lügen und Frauen Schuhe kaufen", manchmal hat das nen Grund.

Zicken würde ich schlicht negativ konditionieren. "Du hast gezickt, deswegen gibt es jetzt nix" "ja aber" "nix aber, egal wie gut Deine Gründe sind, Zicken sticht".

Beleidigen geht gar nicht. Da würde ich aber nicht zurückbeleidigen, sondern entweder amüsiert lachen (die meisten Teenies beleidigen unglaublich plump und schlecht) oder meinen Lieblingsspruch dagegen aufsagen: "Kontrollverlust ist Unsicherheit, Unsicherheit ist Schwäche. Willst Du wirklich, dass ich Deine Schwäche mitbekomme..?".

Gerade deswegen würde ich aber zumindest am Anfang Höflichkeit und Argumentieren deutlicher belohnen als eigentlich nötig.

Und ganz wichtig; immer Vorbild sein! Gelassen, höflich, sachlich, lösungsorientiert.

"aber wir versuchen es ihr immer recht zu machen, versuchen das sie alles bekommt was sie will.."

Das klingt nach Verwöhnen, nicht nach Erziehung. Wie soll sie jemals fähig sein, sich in soziale Gefüge einzupassen, sich auch mal unterzuordnen, ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen, wenn sie es nur so kennt, dass alles nach ihrer Pfeife tanzt?

Eltern sind nicht dazu da, es Kindern "recht zu machen", sondern sie zur erziehen. Mit dieser Prinzessinnentour schadest Du ihr im Grunde mehr als dass Du ihr hilfst.

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