Sollten LGBTQ-Aktivisten Aufklärung über Homosexualität in Kindergärten betreiben?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

Nein, das ist Sache der Eltern . 45%
Nein, das ist zu früh. 41%
Sogar schon in der Kinderkrippe. 14%

15 Antworten

Sogar schon in der Kinderkrippe.

Das Thema sollte nicht ausgeklammert werden.

Für eine umfassende Aufklärung sollte man sich an die Zeiträume für sexuelle Aufklärung halten.

Aber wenn die Situation es gebietet, ist ein offener und unverkrampfter Umgang mit dem Themenbereich richtig.

Es geht bei der hier genannten Broschüre übrigens nicht um Aufklärung der Kinder durch Aktivisten sondern um eine Handreichung für das Kindergartenpersonal.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Jahrelang in Partei und Initiativen tätig
Das Thema sollte nicht ausgeklammert werden.

Wenn es die Kinder tatsächlich irgendwie betrifft, dann nein, da stimme ich dir zu.

Doch wenn es die Kinder nicht betrifft, also z.B. ein Kind eines homosexuellen Elternpaares im Kindergarten ist und das auch irgendwie zum Thema wird, dann ist es unnötig ein kleines Kind mit irgendwelchen theoretischen Konstrukten zu überfordern. Die haben damit nichts zu tun und auch keinen Bezug dazu... es wird sie also vermutlich nicht interessieren.

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@BeviBaby

In dem Fall wäre aber ein normalisierter Umgang mit dem Thema 2 Papas oder 2 Mamas notwendig. Statt es zu umgehen.

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Von Experte Kessie1 bestätigt

Nein, sollte man nicht. Ich möchte mein Kind nicht von Aktivisten über irgendetwas aufklären lassen und erst recht nicht über Homosexualität.

Das würde in meinen Augen eher kontraproduktiv wirken und Homosexualität in die Ecke von etwas 'besonderem' rücken... das es nicht ist. Es ist eine ganz normale sexuelle Orientierung und ein ganz normaler Teil der Lebensrealität. Und das werden die Kinder früher oder später SELBST erleben oder rausfinden oder auch nicht.

Wenn mein Kind dann nach Hause kommt und erklärt, dass Michael aus der Klasse zwei Mamas oder zwei Papas hat, dann werde ich gerne sämtliche Fragen dazu beantworten, vermutlich wird das aber eher in dem Rahmen ablaufen von wegen 'auch Männer können Männer und auch Frauen können Frauen lieben und dann heiraten sie und gründen eine Familie, so wie Mama und Papa auch'.

Dann ist die Sache als normal und okay anerkannt, das Kind wird sich nicht weiter drum kümmern, Thema gegessen. FÜr sowas wie Sexualität INTERESSIEREN sich kleine Kinder, nebenbei, auch gar nicht. Insofern wäre es unnötig einem Kind mit sowas anzukommen, weil es das eh entweder sofort vergessen wird oder es wird verunsichert sein, weil es mit dem Thema überfordert ist, denn wenn sowas nicht in der Gruppe vorkommt oder überhaupt im Leben um das Kind herum, dann hat es dazu keinen Bezug.

Kinder lernen in diesem Alter anhand von Erfahrungen. Nicht anhand von theoretischen Konstrukten. Sogar die klassische Kategorisierung in Jungs und Mädchen passiert erst so etwa im Alter von 4, meine ich. Wie will man einem 3 Jährigen Kind sowas denn erklären? Zumal es, vermutlich, eher selten ist, dass 3 Jährige Kinder das Geschlecht wechseln.

Kurzum... eine solche 'Aufklärung' durch Aktivisten würde ich meinem Kind in diesem Alter nicht antun und zumuten wollen. Und das wäre tatsächlich auch ein Kriterium, wo ich mir dann denken würde 'lieber ein Kindergarten unter kirchlichem Träger'.

Es ist gut gemeint, hoffe ich zumindest, aber kontraproduktiv und hat in Kindergärten nichts verloren. Und die Leute, die sich das ausgedacht haben, haben von der Lebensrealität von Kleinkindern in meinen Augen in etwa so viel Ahnung wie der Blinde von der Farbe.

Kurzum: Es ist zu früh, es hat im Kindergarten nichts zu suchen, es führt schlimmstenfalls nur zu noch mehr Ablehnung und dazu, dass Homosexuelle Paare und dementsprechend auch deren Adoptierte Kinder in eine 'sonderbar Ecke' gedrängt werden, es ist pädagogisch vollkommen an der Lebensrealität und den tatsächlichen Interessen bzw. auch der Art des Verstehens und Lernens dieser Altersgruppe vorbei... welche Option soll ich denn nun ankreuzen? Es gibt so vieles, was bei so einer Vorgabe schief läuft.

Also bei den ersten Sätzen dachte ich noch oh je was kommt da wieder für eine Hinterweltlerantwort aber nein insgesamt ist das so vollkommen richtig.

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@yamat501

Nur, weil ich mein Kind nicht von Aktivisten über irgendwas aufklären lassen möchte?

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@BeviBaby

du hast mich glaube ich gerade falsch verstanden. Hab dir recht gegeben

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Nein, das ist Sache der Eltern .

Ich möchte nicht das mir das jemand meinen Kind erklärt. Er wird das selber mal mitkriegen von alleine, aber ich hoffe er wird eine Frau bekommen, wenn er ein Junge ist und daher soll er zwar keine Berührungsängste bekommen, aber auch nix was ihn in seiner Sexualität verunsichern kann durch solche Gespräche.

So eine Broschüre die nicht mal an die Kinder geht verunsichert sie sicher nicht.

Aber allgemein Aufklärung ändert bei keinem Menschen die Sexualität und schafft auch keine Verunsicherung.

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@yamat501

Bin ich andere Meinung. Ich will einfach das mein Kind vorallem in jungen Jahren nicht in Berührung damit kommt.

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@MyNameIsMike

hier geht es gerade nicht um Meinungen sondern wissenschaftliche Erkenntnisse und nach diesen kann man die Sexualität von Menschen nicht beeinflussen

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@yamat501

Doch, bei meinen Kind geht es um meine eigene Meinung und keiner Wissenschaft über Homosexualität.

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@MyNameIsMike

Sorry aber was ist das denn für ein Argument?!

Wissenschaften definieren allgemeingültige Gesetze, da spielt es keine Rolle ob Mann, Frau oder Kind, diese gelten für alle gleichermaßen.

Jede Art der Sexualität unterliegt bestimmten Kriterien. Soziales Umfeld und genetische Grundlage. Was die Genetik angeht, da ist es bisher nur gelungen 5 Genmarker zu identifizieren die für Homosexualität bei Männern verantwortlich sind. Kurz um wenn dein Kind irgendwann sich als homosexuell outen sollte, dann nicht weil es irgendwo über dessen Existenz aufgeklärt wurde, sondern weil es schon bei der Zeugung in den Genen dazu eine Grundveranlagung hatte.

Ferner kann kein Mensch keines Alters mal einfach auf Grund seiner Meinung seine Sexualität ändern. Das hat man Jahre lang in Konversionstherapien versucht und musste schlussendlich sich eingestehen, solche Therapien haben 0 Erfolg - im Gegenteil sie richten nur massive Schäden an und sie wurden schlussendlich auch verboten

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@yamat501

Das mag stimmen, aber akzeptiere die Entscheidung die ich über meinem Kind habe und wenn ich nicht möchte das jemand meinen Kind das erklärt und ich offen genug bin in den ich sage er soll selber herausfinden, dann reicht das.

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@MyNameIsMike

"Jetzt fängt das aufklären wieder an."

Mag sein aber ich kann das auf den Tod nicht ab wenn man als Erwachsener rein wissenschaftlich rückständig bleibt und noch weniger kann ich es ab wenn man sein Kind genauso rückständig lassen möchte.

schon mal auf die Idee gekommen, dass du nicht Herr / Herrin über dein Kind bist? Sondern das es sowas selbst entscheiden darf?

Wissen viele nicht, okay kein Wunder, die wenigsten studieren Psychologie oder befassen sich damit aber schon Kinder haben eine eigene Sexualität die äußert sich nur ganz anders als bei Jugendlichen bzw Erwachsenen.

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@yamat501

Ich bin nicht rückständig und wie schon erwähnt lasse ich meinen Kind die freie Wahl, aber nur will ich nicht das vorallem ein Aktivist im Kindergarten oder Schule sitzt. Den Kindern interessiert die Sexualität im Kindergarten oder Grundschule doch gar nicht. Meine Hoffnung ist einfach das mein Kind Hetero ist.

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@MyNameIsMike

es geht nicht darum, dass Aktivisten das irgendwo erklären sollen. Der Flyer soll für das Personal in Kitas sein.

"Meine Hoffnung ist einfach das mein Kind Hetero ist."

Also ist es doch, wenn es nicht so kommt, in deinen Augen etwas schlimmes bzw nicht gleichwertiges

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@yamat501

Es braucht keine Flyer für das Personal. Nein, aber wäre gerne Großvater.

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Nein, das ist zu früh.

Über die Sexualität sollte meiner Meinung nach aufgeklärt werden, wenn sie relevant wird. Also während der Pubertät ab ca. 14 Jahren.

Vorher hat das Thema nichts in Bildungseinrichtungen zu suchen. Denn das letzte, was wir brauchen sind 4-Jährige, die ihre Sexualitäten vergleichen, bevor sie diese überhaupt erlebt haben.

Und gerade Aktivisten im Bereich LGBTQ sind oftmals sehr übermotiviert und lenken die Aufmerksamkeit auf die „Besonderheit“ und die „Wichtigkeit“ der Sexualität, Frühkonditionierung eben. Kindern sollten erstmal grundsätzliche Werte vermittelt werden, also bspw Respekt und Umgang, nicht, dass das Geschlecht oder die Sexualität die treibende Kraft in ihrem Leben darstellt…

Was bitte soll eine Abstimmung, bei der man dem dargestellten Sachverhalt nicht auch einfach zustimmen kann?

Das ist reine Stimmungsmache und geht auch völlig an der sachlichen Seite der Entscheidung vorbei.

Kinder im Kindergartenalter erleben heute in unserer Gesellschaft ganz selbstverständlich gleichgeschlechtliche Paare und Transpersonen. Und sie sind oft auch bereits intelligent genug, dahingehende Fragen zu stellen - Fragen, die sie manchmal leichter im Gruppenkontext stellen können als den Eltern zuhause.

Eine Betreuungsperson im Kindergarten sollte inhaltlich, didaktisch und materiell vorbereitet sein, d.h. passende Antworten und Erklärungen kennen und auch Materialien zur Hand haben, um die in diesem Alter üblichen Fragen sinnvoll und wertneutral zu beantworten.

Dazu gehört auch, dass in den Spiel- und Didaktik-Materialien insgesamt eben nicht nur die heterosexuelle Verbindung zweier weißer Partner vorkommt, sondern da und dort auch andere Möglichkeiten eingestreut sind.

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