Schöpfer oder Zufall - was denkt Ihr?

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19 Antworten

Ich gehe einfach mal davon aus, dass es dir wirklich um Ratsuche geht und nicht darum, anderen deine Meinung aufzudrängen.

Den Zufall muss man immer berücksichtigen, wenn man nicht von einem vollständig determiniertem Universum ausgeht. Trotzdem ist der Zufall allein eine sehr schwache Erklärung. In der Wissenschaft versucht man deshalb, Mechanismen, Regelmäßigkeiten und Gesetze der Natur zu bestimmen und diese im Experiment zu prüfen. Dieser Arbeitspraxis verdanken wir jeden technischen oder medizinischen Fortschritt unserer Gesellschaft sowie unser gesamtes Verständnis unserer Umwelt, sowohl im Großen als auch im Kleinen. 

Ok ist durch Urknall entstanden, aber wie ist er dann entstanden?

Ehrlich gesagt wissen wir nicht, was die Ursache für den Urknall war. Es gibt da ein paar theoretische Ansätze, aber der Urknall ist wie ein Horizont, der die Ereignisse auf der von uns abgewandten Seite von uns abschirmt, sodass wir sie nicht direkt beobachten können.

Wir können nicht einmal mit Bestimmtheit sagen, ob die Naturgesetze den Urknall auslösten oder andersherum. Die Vorstellung wäre sehr reizvoll, dass z.B. das Prinzip von Ursache und Wirkung erst nach dem Urknall gegolten hat, der Urknall selbst also keine Ursache benötigt hat. Das widerspricht all unserem logischem Verständnis, aber wir wissen eben auch nicht, ob die Logik und andere Naturgesetze überhaupt auch "außerhalb" des Universums anwendbar ist. Das ist aber alles sowieso völlig spekulativ.

Warum sind wir Menschen so perfekt aufgebaut ( Augen,Ohren,Nase,Mund).

Über Perfektion lässt sich bekanntlich streiten, aber unzweifelhaft ließe sich am menschlichen Körper vieles verbessern, wenn man die Möglichkeiten dazu hätte. Schon was die von dir genannten Organe betrifft: Der blinde Fleck im Wirbeltierauge z.B. wäre für einen planenden Schöpfer vermeidbar gewesen. Dieser entsteht, weil der Sehnerv im Augeninnern ansetzt und auf seinem Weg zum Gehirn ein Loch in der Netzhaut braucht. Der Sehnerv der Tintenfische hingegen beginnt hinter der Netzhaut, weshalb sie auch keinen blinden Fleck haben.

Unsere Lunge ist ein anderes Beispiel. Die Lunge von Wirbeltieren ist aufgebaut wie eine Sackgasse. Die einströmende Frischluft vermischt sich zwangsläufig mit der verbrauchten Luft in der Lunge, weshalb wir unseren Sauerstoff eigentlich die ganze Zeit aus Mischluft beziehen. Das ginge auch effizienter, denn Vögel haben ein ganzes Luftsacksystem, das einen ständigen Frischluftstrom durch die Lunge gewährleistet.

Auch die Krankheitsanfälligkeit ist alles andere als ideal, zumal nach Auffassung der meisten Kreationisten Krankheitserreger und Giftstoffe vom selben Schöpfer stammen, der auch Immunsystem und Heilungsmechanismen erzeugt haben soll.

Die Aufzählung ließe sich noch fortführen. Durch Ausprobieren und Selektieren (trial and error, das grundlegende Prinzip der Evolution) lassen sich Sackgassen wie der blinde Fleck bei Wirbeltieren ebenso erklären wie vollendete Apparaturen wie Vogelflügel o.Ä. Mit einem genialen Schöpfer gelangt man aber bei ersterem in Erklärungsnöte.

Warum ist unsere Erde zur perfekten Abstand zu der Sonne ? Auch Zufall ? 

Mehr oder weniger. Ich verweise hier auf das Anthropische Prinzip. Wir können uns nur deshalb darüber wundern, dass die Erde für intelligentes Leben geeignete Bedingungen bietet, weil ebendiese Bedinungen uns überhaupt erst ermöglichen, hier zu leben und uns zu wundern. Wären die Bedinungen ungeeignet, wäre auch niemand da, der sich wundern könnte. Bei der Anzahl der Planeten im Universum müssen zwangsläufig welche dabei sein, die in allen Belangen ideal zum Leben sind, und nur dort wird überhaupt Leben vorkommen können.

Zudem bewegt sich die Erde nicht auf der einzigen Umlaufbahn, die für Leben geeignet ist. Die habitable Zone unserer Sonne ist wie ein breites Band, und der innerste Bahnpunkt des Planeten Mars (1,38 AE von der Sonne) liegt nur ganz knapp außerhalb davon.

Wie ist der Gravitation entstanden ? Auch Zufall ?

Auch das wissen wir nicht. Hier könnte man auch wieder das anthropische Prinzip ins Spiel bringen und sagen, dass in unserem Universum mehr oder weniger zufällig die Bedingungen herrschen, die unsere Existenz möglich machen. Das setzt allerdings voraus, dass eine Vielzahl von Universen existiert, die in ihren Naturkonstanten voneinander abweichen, und ob ein solches Multiversum existiert, kann man wiederum nicht feststellen.

Wir wissen schon sehr viel über die Welt, in der wir leben, haben aber immer noch gewaltige Wissenslücken. Einen Gott in diese Lücken zu stopfen, bringt jedoch keinerlei Erkenntnisgewinn, solange nicht genau definiert ist, was dieser Gott sein soll, woher er kommt, und wie man diese Behauptungen überprüfen kann.

Ich persönlich bin zwar ein religiöser Mensch, glaube aber nicht an die Existenz eines allmächtigen Schöpfergottes, oder eine gezielte Erschaffung.

Für mich bieten die Naturwissenschaften ausreichend Erklärungsmodelle, so dass die Existenz eines Gottes sogar mehr Fragen aufwerfen würde.

Außerdem sind für mich derartige Fragen über den Ursprung der Welt und des Lebens eigentlich irrelevant - wir sind nun einmal hier.

Meiner Meinung nach ist es viel dringender erforderlich, konkrete Probleme der Gegenwart  anzupacken, anstatt Ressourcen in den Weltraum zu verschleudern, oder den Geist mit unbeantwortbaren Fragen zu füttern..

Religiöse Aussagen über die Existenz Gottes sind grundsätzlich unbewiesen und sind damit eben Teil der persönlichen Glaubensvorstellung.

Zufall...alleine schon weil vieles was du als so perfekt siehst gar nicht lerfekt ist. Der Mensch trägt die deutlichen Zeichen seiner evolutionären Herkunft, inklusive rudimentärer Organe und zahlreicher anderer "Konstruktionsfehler" welche sich nicht derartig Nachteilig erwiese haben, dass die jeweiligen Allele aus der Population eliminiert wurden.

Der habitable Bereich um die Sonne ist relativ groß.

Du verwechselst Ursache und Wirkung. Die Welt ist nicht so wie sie ist, damit es uns gibt, uns gibt es weil die Welt eben so ist.

Wäre die Gravitationskonstante anders, wären die Dinosaurier niemals ausgestorben, wäre die Erde nicht im habitablen Bereich ihrer Sonne, dann hätte sich eben wo anders intelligentes Leben entwickelt, welches sich auch darüber wundern würde warum sein Universum so "perfekt" ist.

Beides. Schöpfung _und_ Zufall.

Es ist eine Frage der Sichtweise.

Wenn man Usache und Wirkung beschreiben will, technische oder biologische Vorgänge, dann kann Gott darin nicht vorkommen. Es wäre aus gläubiger Sicht Gotteslästerung. Gott als Bestandteil einer weltlichen Formel würde Gott zu einem weltlichen Ding machen. Das geht in dieser Form nicht.

Was die perfekte Vielfalt der Schöpfung angeht, empfehle ich einen Besuch in der aktuellen Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Die Kreationisten behaupten, nur ein planvoller Gott könne das alles so toll gemacht haben. Sorry, aber wenn ich Gott wäre, würde ich nicht alles selber machen, sondern Prozesse kreieren, die selber Entwicklungen voran treiben können. Die Kreationisten denken viel zu statisch. Sie trauen Gott keine Bewegung zu, keine Prozesse (oder nur unbeduetende Prozesse).

Da Gott direkt nicht Bestandteil einer wissenschaftlichen Theorie sein kann, muss er sich - wenn es ihn denn gibt - zum Beispiel in Zufallsprozessen verstecken. Ich finde, das ist eine ganz reizvolle Überlegung.

Wenn man auf diese Weise die Grenzen (natur-)wissenschftlichen Denkens und Forschens verstanden hat, kann man sich der theologischen Seite zu zuwenden: Wie man die Welt existentiell interpretiert.

Ja, sie ist sehr schön gemacht. Aber wenn man in der oben angesprochenen Ausstellung das Bild mit den zwei Leopardenjungen sieht, die gerade ein Antilopenkitz reißen, oder wenn man die Filmausschnitt mit dem Todeskampf eines ausgewachsenen Rinds sieht, das gerade von einem Krokodil verschlungen wird, dann merkt man auch die Grausamkeit der Natur.

Und dann kommt man in Bereiche, in denen man nur mit Biologie, Physik und Chemie nicht mehr weiter kommt.

Wie geht man mit dem Tod um? Mit den Hoffnungen über den Tod hinaus? Mit der Frage nach dem Woher?

Da haben auch Glaubensaussagen über Gott als Schöpfer ihren Sinn.

Aber sie werden sich nicht in die technischen "gottlosen" Beschreibungen der Naturwissenschaft einmischen.,

Hallo beo44,

wenn man nach dem Ursprung des Universums fragt, dann sollte man sich über eines im klaren sein: Es gibt ein "Ursache-Wirkungs-Prinzip" , das auf unsere gesamte materielle Welt anwendbar ist: Aus dem Nichts kann auch nichts entstehen.

Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, das Universum habe in einem Urknall seinen Anfang genommen, doch niemand kann zu Recht behaupten, vor dem Urknall sei nichts gewesen. Es gibt zwar verschiedene Versuche der Wissenschaftler, den Ursprung des Universums zu erklären, doch stellen diese nicht unbedingt zufrieden.

Da gibt es z.B. das "Inflationsmodell" des Physikers Alan Guth, eine Theorie, die besagt, die gesamte Materie sei vor dem Urknall unendlich klein gewesen (Singularität) und sei dann mit Überlichtgeschwindigkeit expandiert. Dennoch erklärt diese Theorie nicht, wie das Universum aus dem Nichts entstanden sein soll. . Dr.  Andrej Linde drückte es in einem Artikel der Zeitschrift Scientific American so aus: „Eine solche anfängliche Singularität zu erklären, wie der Urknall sie darstellt, ist noch immer das widerspenstigste Problem der modernen Kosmologie.“ Das zeigt also, dass niemand wirklich sagen kann, was vor dem Urknall war.

Tatsächlich bewiesen ist, dass das Universum einen Anfang hatte. Doch kann die Wissenschaft nicht erklären, wie es zu diesem "Anfang" kam. Robert Jastrow, Professor der Astronomie und Geologie an der Columbia-Universität, schrieb:"Der astronomische Beweis für einen Anfang versetzt die Wissenschaftler in eine unangenehme Lage, denn sie glauben, daß jede Wirkung eine natürliche Ursache hat ." Der britische Astronom E.  A.  Milne schrieb: ‚In bezug auf den Stand der Dinge [am Anfang] haben wir nichts anzubieten; bei dem göttlichen Schöpfungsakt ist Gott unbeobachtet und unbezeugt‘  “ (The Enchanted Loom—Mind in the Universe). Wie dieser Wissenschaftler selbst sagte, kann niemand ausschließen, dass die Entstehung des Universums letztendlich auf einen Schöpfungsakt zurückzuführen ist.

Wenn man nach den Ursachen fragt, dann wäre es auch nicht schlecht, einmal über die im gesamten Universum herrschenden vier fundamentalen physikalischen Kräfte nachzudenken:

1. Gravitation
2. Elektromagnetismus
3. Die starke Kernkraft
4. Die schwache Kernkraft

Alle diese Kräfte sind so fein aufeinander abgestimmt, dass eine geringe Abweichung auch nur bei einer dieser Kräfte dazu geführt hätte, dass Leben nicht möglich wäre. Als Beispiel möchte ich einmal die Gravitation herausgreifen. Die Stärke der Gravitation ist entscheidend verantwortlich dafür, dass die Sonne überhaupt scheinen kann. Dr.  Reinhard Breuer schrieb in dem Buch Das Anthropische Prinzip: Der Mensch im Fadenkreuz der Naturgesetze : „Bei geringeren Schwerkräften würden die Sterne kleiner ausfallen, der Schwerkraftdruck in ihrem Innern würde die Temperaturen nicht genügend hoch treiben, um Kernverschmelzungsreaktionen in Gang zu setzen: Die Sonne könnte nicht scheinen.“

Man könnte sich nun fragen: Warum gibt es diese Feinabstimmung, die für das Leben im Universum unabdingbar ist? Könnte es einen "Jemand" geben, der diese Gesetzmäßigkeiten festgelegt hat? Das sind Fragen, auf die die Wissenschaft uns keine Antworten liefern kann. Somit hat der Gedanke an einen Schöpfer, der alles ins Dasein gebracht hat, noch immer seinen berechtigte Platz, selbst im heutigen 21. Jahrhundert!

LG Philipp59

Danke Philipp, das zu lesen war eine Erholung gegenüber den vielen "Entwicklungsgeschichten" und "Zufällen". Danke für deine Arbeit!

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aber wie ist er dann entstanden? Einfach so ?

1.) Der Urknall ist nicht der Beginn der gesamten Existenz. Es gibt viele Theorien darüber was der Urknall eigentlich ist und wie er zustande kam.

Warum sind wir Menschen so perfekt aufgebaut ( Augen,Ohren,Nase,Mund)

Wir sind nicht perfekt aufgebaut. Wir haben genetische Fehler, Erbfehler, unsere gesamte Biologie ist voll von Fehlern und evolutionären Überbleibseln wie dem Blinddarm oder unserem Steißbein. Für beides haben wir keine Verwendung, sie sind Überreste vergangener Evolutionsstufen.

Unsere Sinnesorgane haben sich eben so entwickelt, sie sind aber alles andere als "perfekt"

Warum ist unsere Erde zur perfekten Abstand zu der Sonne ? Auch Zufall ?

Wenn man sich einmal ansieht wie viele Sonnensysteme  und Planeten es im All gibt, lässt sich leicht errechnen, dass es sich hierbei nicht um "Zufall" sondern um ein statistisches Muss handelt.

Sprich es muss einfach ein Planet im passenden Abstand zu seiner Sonne sein.

Wie ist der Gravitation entstanden ? Auch Zufall ? 

Gravitation ist nicht entstanden, sie ist. Anziehung zwischen Körpern im All ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache. Wenn diese Körper groß genug werden, bildet sich eine Anziehung wie auf der Erde oder anderen Planeten.

Ist es eine Schöpfung oder Zufall ?

Weder das Leben auf der Erde, noch das Universum an sich zeigen Anzeichen oder auch nur Hinweise einer Schöpfung durch ein sentinentes Wesen.

Zufall ist jedoch auch das falsche Wort um beides zu beschreiben.

Hallo! Diego  der Aeltere hat schon vieles sehr gut erklärt - ERGÄNZUNG . : 

Warum sind wir Menschen so perfekt aufgebaut ( Augen,Ohren,Nase,Mund). 

Weil wir uns genau so durchgesetzt haben - Evolution. 

Die Darwinfinken oder Galapagos-Finken sind da ein gutes Beispiel und brachten auch Darwin auf die richtige Spur. Sie fanden auf verschiedenen Inseln verschiedene Bedingungen vor und entwickelten sich unterschiedlich. Mal war ein längerer Schnabel ein Vorteil und auf einer anderen Insel ein kurzer, kräftiger. Ein Klassiker wenn man die Evolution erklären will. Der nächste Klassiker ist die Giraffe die von hoch hängenden Früchten abhängig war. Giraffen mit einem zufällig leicht längeren Hals konnten sich besser ernähren und damit auch fortpflanzen. So wurde über Generationen der Hals immer länger. 

Und so ist es bei uns mit Augen,Ohren,Nase,Mund.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Evolution, das ist das, was bespielsweise dein Beispiel mit den Menschen erklärt. Man koennte meinen, alles wuerde sich mit der Zeit am besten bewährt haben, dieses durch Zufall

Es gibt keinen Menschen, der bei der Schöpfung dabei war. Aber die Bibel berichtet darüber. Hier setzt der Glaube an. Hebr. 11 gibt eine gute Definition über biblischen Glauben. Lies mal Hiob 38 und 39. Da spricht Gott zu Hiob über die Schöpfung.

Okay, die Bibel berichtet das es einen Gott gab, aber auch Harry Potter berichtet das es Magie gibt :) Hast du bessere Beispiele?

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@Matrjoshka

Wenn ich Erfinder einer Sache bin, gibt es keine kompetentere Quelle, als bei Fragen dazu, mich zu fragen.

Wenn das Essen sehr gut ist, bedanke ich mich nicht beim Gemüse, sondern beim Koch.

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Wir sind nur für unsere Erde perfekt aufgebaut weil die Evolution unsere Körper an die Umstände angepasst hat. Für Milliarden von Milliarden anderer Planeten sind wir komplett schlecht "konstruiert" und nutzlos. 

Im Grunde genommen sind wir alle Gleich. Egal ob Christ , Jude oder Muslim. Das "Geheimnis" wirst du erst sehen oder erfahren wenn dein Leben zu Ende geht , also wenn du stirbst. Du kommst aus dem Nichts und gehst ins ... Ja das kann man eben nicht sagen. Man kann Vermuten aber Vermuten ist nicht Wissen oder gesehen haben. Trotz alledem sollst du das Leben hier auf diesem Planeten sinnvoll nutzen. Zum Beispiel anderen helfen in der Not , die Natur zu erhalten.... sowas. Und wer weiss... Vielleicht sehen wir uns ja im Jenseits und ich kann dir "Hallo da bist du ja endlich" sagen. Gruß

Es ist Glaubenssache. Obwohl ich Christ bin, fällt es mir schwer an die Schöpfungsgeschichte zu glauben. Es gibt dafür auch viele wissenschaftliche Erklärungen dafür, aber wir sollten glauben, was wir für richtig halten

Wenn Gott nur das könnte, was wir Menschen uns vorstellen, wäre er nicht Gott...

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Hallo,

nach den neuesten Erkenntnissen, müßte es schon etwas gegeben haben vor dem Urknall selbst!

Wir sind an dieser Welt perfekt angepaßt (Evolution - Darwin).

Das Sonnensystem befindet sich in einem Arm der Galaxie (Spiralgalaxie), in einer verhältnismässige ruhigen "Gegend"

Die Heliosphäre schützt uns, die Heliosphäre besteht aus den Sonnenwinden, die aus der Sonne hervortreten, sie umhüllen das Sonnensystem

http://www.pro-physik.de/details/news/1112351/NASA-Sonde_entlarvt_unerwartete_Strukturen_der_Heliosphaere.html

Der Abstand der Erde zur Sonne hat mit der Entstehungsgeschichte der Erde zu tun

Die Gravitation soll überall präsent sein, aber es ist nicht die Einzige Kraft, die die Wanderung der Sternen und Galaxien regiert.

Viele dierser Fragen werden in Google oder anderen Suchmachinen beantwortet.

Emmy

Wir sind perfekt aufgebaut? Der Mensch ist alles andere als eine perfekte Konstruktion!

 scheinbare Alternative "Schöpfung durch einen Gott" oder "Evolution" besteht tatsächlich nicht. Zumindest nicht für den Christen,
für den der (Heilige) "Geist" selbst mit Gott identisch ist.

Die Geschichte im Alten Testament (VORchristlich, also eigentlich
UNchristlich) über die Erschaffung des Alls aus dem Nichts durch
einangenommenes übermächtiges Superwesen, das nicht in dieser Welt zu
Hause ist, sondern in einem Jenseits, baut auf einem nichtchristlichen
Gottesbegriff auf. Für den Christen liegt "Gott" nicht irgendwo weit
weg,    "im Himmel", "im Jenseits". Für den Chrrristen liegt Gott im
Menschen selbst.

Im Christentum wird das Alte Testament mit allen seinen Geschichten von
Völkermord nur deshalb erwähnt, weil es die Vorgeschichte der Lehre
Christi (Propheten) plausibel macht. Christus hat mit diesen Lehren eben
gerade gebrochen. Nicht umsonst war das AT über viele Jahrhunderte lang
"verbotene Literatur" für Christen, es stand auf dem "Index" des
Vatikans, einer Liste verbotener Bücher.
Daher interpretiert der Christ die Schöpfungsgeschichte, die Teil des AT
(vorchristlich, also eigentlich unchristlich!) nicht wortwörtlich. Das
tun möglicherweise Anhänger der mosaischen Lehre, aber keinesfalls
Christen, die ihre Religion kennen.

Es gibt aber in Wirklichkeit keinen Widerspruch zwischen dem 
christlichen Glauben und den Erkenntnissen der Wissenschaft. Der Christ
braucht sich nicht für eine der beiden Gebiete zu entscheiden. Der
scheinbare Widerspruch entsteht bloß daraus, daß viele Christen
eigentlich nicht wissen, welchen Gottesbegriff Christus und das
Christentum (zum Unterschied aller anderen Religionen, besonders dem
Judentum) haben.

"Glauben" kann man, streng gesehen, keins von beiden. Eine
wissenschaftlich fundierte Theorie (wie die Evolutionslehre) kann man
nur für wahr halten oder für falsch. Und die Lehren des Christentums
sind evident, keines Glaubens bedürftig. Denn im Kern spricht das
Christentum nur aus, daß es ein geistiges Prinzip
(Erkenntnismöglichkeit) in der Welt gibt und daß dieses Prinzip sich im

Menschen manifestiert. Und daß die christliche Lehre damit recht hat, das zeigt jede Diskussion, jede Behauptung, jeder Zweifel.Das Christentum ist eine moderne Transzendenzphilosophie, allerdings

belastet mit der Erscheinung, daß wir eine Art Kinderglauben von der
Evolution auferlegt bekommen haben. Wer an "Gott" denkt, hat zumeist
dieses Bild vor sich: ein übermächtiger Großvater auf Wolke sieben, der
auf alles aufpaßt. Das ist aber keineswegs der christliche
Gottesbegriff!

Der angebliche Widerspruch zwischen der Schöpfungsgeschichte und der
wissenschaftlichen Theorie von der Entstehung der Arten aus anderen
Arten besteht in Wirklichkeit nicht, wenigstens nicht für einen
gläubigen Christen. Denn das Christentum sieht (nach der
Dreifaltigkeitslehre) das GEISTIGE PRINZIP in der Welt (den "Heiligen"
Geist) als das einzig Göttliche an, manifestiert im "Menschensohn", im
erkennenden Menschen.

Für den Christen ist "Schöpfung der Welt" nicht die Erschaffung des
Alls aus dem Nichts durch das geistige Prinzip in der Welt (also Gott).
Die Frage nach der Erschaffung des Alls stellt der Christ innerreligiös
überhaupt nicht, das All war schon da mit Land und Meer und Klippen und
Lebewesen. Dann kam der erkennende Mensch, sah das All, "erkannte" es,
"schaute es an" und "gab jedem Gegenstand einen Namen", erfaßte das All
im Geistigen. Dadurch wird das "All" für den Christen zur "Welt" und das
ist der Schöpfungsakt im christlichen Sinne.

Sorry, wenn ich das so hart sagen muss, aber von der Beziehung zwischen Jesus, dem Juden, und dem Alten Testament hast Du keine Ahnung. In diesen Bereichen Deiner Antwort transportierst Du einen fast unerträglichen Antijudaimus und ignorierst komplett die Erkenntnisse des chrstlich-jüdischen Dialogs der letzten 50 Jahre.

Daher meine Bitte. Bevor Du Dich noch einmal zu diesen Fragen äußerst, informier Dich bitte gründlich.

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@nachdenklich30

Reichlich von oben herab, Dein Einwand.

Und so völlig ohne Argumente.                                                          Ob Jesus "Jude" war (er sprach aramäisch), ist vollkommen belanglos. Wichtig ist seine Lehre. Gleicherrmaßen unwichtig ist etwa, welcher Ethnie der Großvater von Hegel oder Marx angehörte.

Ist die Lehre Christi etwa NICHT das, was er verkündet hat?  Wurde das AT etwa nicht VOR Christi Geburt geschrieben?     Nach der Überlieferung des Judentums Tausende von Jahren vorher, nach den Erkenntnissen der Wissenschaft etwa 500 v.Chr. 

Wieso wäre es "antijudaistisch" zu bemerken, daß die wesentlichen Erkenntnisse des Christentums (Gott als Heiliger GEIST) dem Verbot des jüdischen Gottes Jahwe widersprechen (Jahwe hat dem Menschen den Geist VERBOTEN!).

Ja, die jüdische Lehre verbietet Nicht-Mosaischgläubigen, die Lehre von AT und Talmud zu analysieren. Und im Christentum war die Lektüre des AT ebenfalls für Jahrhunderte Gelehrten mit speziellem päpstlichen Dispens vorbehalten. Aber hindert uns das? Der zeitgeistige christlich-jüdische Dialog kann an den fundamentalen Unterschieden der Gottesvorstellungen dieser beiden Religionen nicht rütteln.

WÄRE ES ANDERS, DANN WÄRE DAS CHRISTENTUM BLOSS EINE SEKTE DES JUDENTUMS. Das mag für manche Kreise eine willkommene Vorstellung sein, nur mit der Wirklichkeit der Lehre Jesu hat das NICHTS zu tun!

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Warum sind wir Menschen so perfekt aufgebaut ( Augen,Ohren,Nase,Mund).

Komisch, jedes Tier hat diese Merkmale!

Und von wegen perfekt gebaut, wieso haben wir z.B. einen Blinddarm, der früher bei Entzündungen zum Tode führte. Alles andere als perfekt.

Weder Schöpfer noch Zufall, sondern physikalische und sonstige naturwissenschaftliche Gesetze, die zum Ausdruck kommen, die obwalten.

Woher, bitte, soll der "Urknall" kommen (Ps.53,1) ??

Ich glaube an Gott und die Gründe, die du angibst sind etwa auch meine. Ich habe auch noch andere Gründe/Argumente, um an Gott zu glauben. Falls man sich für die interessiert, dann kann man mich hier fragen. Oder man geht auf mein Profil, dort findet man auch weitere Argumente. :)

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