Schockwirkung im Kampfsport?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die erste frage ist doch "wer verspannt sich?" Der schlagende oder der Getroffene?

Der schlagende hat überhaupt nichts davon nach dem Schlag die Muskeln anzuspannen. Die Kraft wird beim Schlag benönigt also spannt man vor / während des Schlages die Muskeln an.

Der Geschlagene hat auch mehr davon die Muskeln anzuspannen bevor er getroffen wird. Angespannte Muskeln nehme die Schlagenergie besser auf als "schlaffe".

Anspannen nach dem Schlag bewirkt im Grunde nur eine stärkere Durchblutung im Muskel, was die "Deformation des Gewebes etwas schneller zurücknimmt.

Wie viel das bringen soll.... da sollten sich mal die Ärzte und Physios hier in GF äußern.

Es soll etwas punkto Ebergiefluss bringen.

Denn wenn man den Gegber getroffen hat, dann wirkt ja dieselbe Kraft auch auf die Schlaghand bzw. Faust zurück und wenn die Kraft dort ansteht wird mehr Energie auf den Gegner übertragen, wie bei einer Kollision von einem leichten mit einem schweren Gegenstand mehr Energie in den leichten geht.

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Wichtig für dein Verständnis: "Anspannen" heißt nicht "verspannen".

Weiterhin wird der Körper nicht nach dem Treffer angespannt, sondern während des Treffens. Die große Kunst des Karate besteht in erster Linie darin, die Kraft des gesamten Körpers für den Bruchteil einer Sekunde auf kleinste Auftreffpunkte (z.B. Faustknöchel oder Fußkante) zu konzentrieren - und danach auch sofort wieder zu entspannen. Dies einigermaßen zu beherrschen dauert eine gute Weile, denn das Ganze wird dann auch noch durch Atmung und Hüfteinsatz, dazu gegebenenfalls durch die Vorwärtsbewegung im Kampf, verstärkt. Außerdem sorgst du mit der kurzzeitigen Anspannung dafür, dass die Auftreffpunkte deines Körpers vor Verletzungen besser geschützt sind.

Das ist also keinesfalls Einbildung, sondern messbar. Ich empfehle dir einmal die Anschaffung des hervorragenden Lehrbuches "Karate-Do" von Albrecht Pflüger. Zwar schon ein wenig "in die Jahre gekommen", aber das heißt in dieser Sportart nicht allzu viel.

Oss !

Haben sich die Chinesen oder Japaner auch schon früher über wissenschaftliche Physik Gedanken gemacht oder erst dann unter Funakoshi bzw. basiert Karate auf wissenschaftliche Methoden wie mathematische Berechnungen von Kraft und Beschleunigung usw. oder auf Erfahrungswerte?

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Ein Treffer eines Atemiwaza bewirkt eine neurologische Wirkung, wenn der Treffer sitzt.

Ansonsten kannst du unter Impuls im Physiklehrbuch nachschlagen.

Woher ich das weiß:Hobby – betreibe seit bald 30 Jahren Aikido; 4. Dan-Grad

Was meinst du genau mit neurologische Wirkung?

Inwiefern bezieht sich der zweite Satz auf die Frage?

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@Usedefault

Ein Treffer an die richtigen Stellen tut nicht einfach nur "weh". Er bewirkt einen "Stromausfall" in der Birne.

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@tenno5034

Nachtrag von wegen "zweitem Satz"...: Die menschliche Anatomie hält nur bestimmte Impulskräfte aus, ohne Schaden zu nehmen. Die Impulskraft hängt von der Masse und der Aufprallgeschwindigkeit ab. Bei der Geschwindigkeit steigt die Wirkung sogar quadratisch. Nähers siehe Physikbuch.

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Du könntest mal "Kampfsport Atemtechnik" Googeln. Das gibt es beileibe nicht nur im Karate. Aber da fällt es besonders auf, dank der vielen Schreie.

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