Rohrlampe vorischtshalber an mehreren Stellen erden?

...komplette Frage anzeigen Schalt-Skizze - (Elektronik, Strom, Kabel) Lampe Vollansicht - (Elektronik, Strom, Kabel) Lampenfuß - (Elektronik, Strom, Kabel) Stopfen mit angeschraubtem Erdungskabel - (Elektronik, Strom, Kabel) Universalgehäuse mit Verkabelung - (Elektronik, Strom, Kabel)

9 Antworten

erst mal respekt für deine "bastelei" der 2. erdungspunkt wäre nicht nötig gewesen, schadet aber auch nicht. die einzelnen Teile sind ja schon metallisch leitend mit einander verbunden.

erlaube mir nur einen verbesserungsvorschlag: natürlich nur, wenn du einverstanden bist. die eddison lampe gibts mittlerweile auch als filament LED. schau es dir wenigstens mal an...

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Kommentar von Phoenix3141
05.03.2017, 12:16

Danke erstmal. :)

Zur Edison-Birne: Ich hatte zuerst vor zwei "Nittio" LED-Birnen von IKEA zu verwenden. Da ich bereits eine andere Lampe habe, die so eine Birne verwendet, konnte ich diese auch testweise einmal auf die Rohrlampe setzen. Leider gefiel mir die Optik jedoch überhaupt nicht, da die "Nittio" mit ihrem silbernen Fuß und der Kugelform leider doch zu futuristisch wirkt und sich zu sehr mit der Retro-Optik der Rohrlampe beißt. Meine Suche nach einer vergleichbaren Birne in "normaler" Glühbirnenform oder Edisonform verlief bis jetzt leider ergebnislos. :(

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Kommentar von Phoenix3141
05.03.2017, 12:20

Ps.: Normale Filament-LED-Birnen sind für den Zweck leider zu hell. Die "Nittio" beispielsweise strahlt gerade einmal 20 Lumen ab. Eine 25 Watt Edison Birne schon 85. Im Bereich Filemant-LED konnte ich nichts unter 140 Lumen finden und das wäre dann mal zwei definitiv zu viel. :(

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Du brauchst die Lampe nur an einem Punkt mit dem Schutzleiter zu verbinden wenn die Teile der Lampe untereinander leitfähig verbunden sind. Aber du kannst den Schutzleiter natürlich auch mit zwei Punkten verbinden.

Zum Schluss würde ich an der Lampe eh noch eine Prüfung gemäß VDE 701-702 durchführen, da wird bei Geräten der Schutzklasse 1 auch der Schutzleiter geprüft indem man die Prüfsonde des Messgerätes an das Metallgehäuse hält.

Ich würde noch eine ordentliche Zugentlastung bei den Leitungen herstellen, und noch eines: Schutzleiter immer 20mm länger als die anderen Adern. Dann bleibt bei Versagen der Zugentlastung der Schutz bis zum Schluss erhalten.

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Kommentar von Phoenix3141
06.03.2017, 00:02

Danke für den Kommentar. :)

Das Haupt-Anschlusskabel wird selbstverständlich noch eine Zugentlastung im Lampenfuß erhalten. Diese ist bereits bestellt, nur noch nicht eingetroffen.

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Kommentar von Phoenix3141
06.03.2017, 00:26

Ps.: Bzgl. der VDE-Prüfung habe ich natürlich nicht die professionellen Mittel. Was ich jedoch gemacht habe, ist, dass ich per Multimeter den Widerstand gemessen habe. Wenn ich die eine Sonde an den Schutzleiter des - inzwischen verbauten - Haupt-Stromkabels halte, kann ich die andere Sonde an jedes beliebige Metallteil der Lampe halten und das Multimeter schlägt aus.

Klingt für mich jetzt erstmal gut. :)

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Wenn Deine Erdungsstellen metallisch, also elektrisch leitend, miteinander verbunden sind, dann schadet es nicht, wenn da mehrere Stellen geerdet sind. Im anderen Falle, wenn die Metallteile untereinander nicht leitend verbunden sind, dann sind die verteilten Erdungen sicherheitstechnisch zwingend.

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Meine Hochachtung für die Idee und die Ausführung. Echt toll. Auch die Erdung ist mehr als ausreichend. Professionelle Lampen wären eher schlechter gemacht..

PASST

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Kommentar von Phoenix3141
05.03.2017, 15:51

Danke. Freut mich, dass sie dir gefällt. :)

Genau das war auch meine Motivation, die Lampe selber zu bauen. Man bekommt ähnliche Lampen zwar auch bei ebay und Amazon, aber gerade bei Amazon liest man in den Rezensionen immer wieder, dass diese Lampen größtenteils aus Fernost kommen und überhaupt nicht geerdet sind. Das war mir dann doch etwas zu riskant.

Ich war mir auf der anderen Seite aber auch nicht zu 100 % sicher, wie man es richtig macht, daher hab ich hier lieber nochmal nachgefragt.

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Also für etwas Hobby-Bastel sieht es doch gar nicht schlecht aus. Zu deiner Frage wegen der Erdung:
Ich bin zwar Elektroniker und nicht Elektromonteur und weiß deshalb nicht genau alle Normen für 230V Installationen, aber so einiges sollte ich schon wissen. Deine Überlegung mit den zwei Erden ist zwar gut, aber ganz alles kann ich nicht nachvollziehen. Dass das Gebilde geerdet wird natürlich schon, aber wieso die zweite Erde genau an diesem Deckel noch? Wenn du schon mehrere Erden verwenden willst dann sollten alle Teile erden. 

Grundsätzlich sollte es genügen wenn du die Teile mit einem Ohmmeter auf durchlas zur Erde hin Prüfst. Kleine Ergänzung noch zur Befestigung der Erde da ich nicht genau sehe ob du das so gemacht hast: zwischen dem Metallteil und dem Kabelschuh gehört ein Zahnscheibe. Aber Zahnscheibe und nicht einfach einen Federring. Denn die Zahnscheibe frisst sich beim anziehen ein bisschen ins Metall und schneidet so die Isolierende Oxidschicht auf.

Ich glaube es gibt noch eine weitere Möglichkeit dein Produkt normgerecht zu verdrahten. Anstelle von einzelnen Adern, verwendest du ein Kabel wo alle drei Adern drin stecken. So hast du um die normale Isolation der Kabel noch eine weitere. Dies nennt man Doppelisolation. Nur kurz vor den Lampen Fassung offenst du die erste Ummantelung. Dabei aber gut acht geben, dass die darunterliegenden Adern nicht angeschnitten werden.

Falls ich irgend einen Mist verzapft habe, korrigiert mich.
Schönen Wochenende limaoo

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Kommentar von Phoenix3141
04.03.2017, 19:15

Also zur Frage "Warum ausgerechnet dort?" muss ich ganz ehrlich zugeben, dass das an den beiden Stellen (Stopfen + Schraube im Fuß) die beiden einfachsten Lösungen waren, die mir eingefallen sind. Ich wollte halt zusätzlich zu den beiden Lampensockeln einfach noch 1 - 2 weitere Erdungsanschlüsse schaffen. Im Prinzip also Willkür. ;)

Der Hinweis mit der Zahnscheibe ist sehr gut! Das hatte ich ehrlich gesagt nicht bedacht und werde es die kommenden Tage auf jeden Fall noch nachrüsten. Bei der Schraube im Fuß würde das zwar nichts bringen, da diese auf Holz greift, aber bei der Schraube im Stopfen wäre es auf jeden Fall sinnvoll.

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Also: Grundlegend muss alles metallische (also elektrisch leitende) geerdet sein, dass irgendwie mit leitenden Teilen in Kontakt kommen kann. Also alles, was nicht mit irgendeiner Leitung in Berührung kommen kann, muss auch nicht geerdet werden.

Zudem reicht es vollkommen, wenn man ein komplettes, leitendes Objekt einmal erdet. So wie ich das sehe ist dein Gebilde von Holzklotz bis zur oberen Spitze komplett Metall und durchgängig leitend. Und als komplett leitendes Objekt brauchst du logischerweise auch nur eine Stelle, an der der Schutzleiter angeschlossen ist. Mehr ist unnötig.

Dieser Stöpsel oben in der Mitte kann doch gar nicht mit einem spannungsführenden Teil in Kontakt kommen. Daher muss es auch nicht geerdet werden. Wobei es ja durch die geerdeten Rohre ja mit geerdet wird, sobald es diese berührt.

Also: Ein durchgängig leitendes Objekt in dieser Größe muss nur ein mal geerdet werden.

Du musst die ganzen Schutzleiter jetzt aber nicht wieder rausreißen. Wenn dus jetzt drinnen hast hast dus halt jetzt drinnen.

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Kommentar von Phoenix3141
04.03.2017, 22:20

Danke für die Einschätzung. Ok, ich hab ja aus den anderen Antworten jetzt auch schon rausgehört, dass meine Methode hier wohl etwas "Overkill" ist. ;)

Ich würde dann aber eher den Erdungsanschluss an der Befestigungsschraube des Fußes wieder entfernen. Den Anschluss an der Kappe , bzw. dem Stopfen habe ich übrigens nur gewählt, weil diese Stelle bequem erreichbar ist und sich hier relativ simpel ein Kabel runter in den Verteilerkasten ziehen ließ. Auch wäre der Stopfen ein billiges Bauteil gewesen für den Fall, dass mir die Bohrung mißlungen wäre.

Dass der Stopfen keinen direkten Kontakt zu einem leitenden Teil hat ist mir bewusst, aber wie du auch schreibst, besteht die Lampe ja sowieso duchgehend aus Metall und das müsste doch auch bedeuten, dass über den Anschluß am Stopfen die gesamte Lampe geerdet ist, oder? Das war zumindest meine Überlegung. :)

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Nochmal vielen Dank für die wirklich zahlreichen Antworten und Einschätzungen. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen! Anbei ein paar Bilder der inzwischen fertig verkabelten Lampe, damit Ihr auch seht, dass ich Eure Ratschläge befolgt habe. :)

Der Erdungspunkt an der Befestigungsschraube des Lampenfußes ist - wie von einigen direkt oder indirekt vorgeschlagen - wieder verschwunden. Des Weiteren habe ich die Verkabelung abschließend noch einmal mit einem Multimeter getestet. Hierbei konnte ich keine Fehler feststellen und das "Gehäuse" leitet auch an sämtlichen Bauteilen perfekt zur Erdung.

Lampe Totalansicht - (Elektronik, Strom, Kabel) Verkabelung final - (Elektronik, Strom, Kabel) Zugentlastung - (Elektronik, Strom, Kabel)
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Die Idee und die Umsetzung sind gut.

Optimal wäre wenn die Verdrahtungsdose im Fuss komplett isoliert ist (auf dem letzten Bild ist eine geerdete Schraube zu erkennen) und nicht mit einer Metallschraube durch das Gehäuse befestigt wird. Prinzipiell ok, mich stört nur, dass evtl. der Holzfuss nicht ausreichend isoliert sein könnte.

Die beiden mehradrige Leitungen zu den Fassungen sollten mit ihrer Aussenisolierung bis in die Verdrahtungsdose reichen (ggf. mit Kabelbinder eine Zugentlastung improvisieren).

Aber auch so sollte es keine ernsten Bedenken geben.

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Kommentar von Phoenix3141
04.03.2017, 22:07

"mich stört nur, dass evtl. der Holzfuss nicht ausreichend isoliert sein könnte"

Was genau meinst du damit? Kann gerade nicht ganz folgen. :)

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Kommentar von Phoenix3141
04.03.2017, 22:15

Editierzeit gerade verpasst. Mist. ^^

Mal eine andere Idee: Wenn du sagst, dass der Erdungsanschluss an der Befestigungsschraube des Fußes 1) sowieso nicht unbedingt benötigt wird und 2) es besser wäre, wenn die Schraube aus dem Gehäuse verschwinden würde, wäre es dann vielleicht eine Idee, die Erdung ersatzlos zu streichen, die Unterlegscheiben auf die Außenseite der Box zu verlegen (macht für die Stabilität der Lampe ja keinen Unterschied) und dann die M5 Mutter mit einer Kappe zu versehen? Auf diese Art wird die Box trotzdem sicher von den beiden Schrauben gehalten, aber es ragen keine leitenden Teile in sie hinein herein, die unmittelbar mit dem "Gehäuse" in Kontakt stehen.

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Man müsste sich das Teil genau anschauen um zu beurteilen, ob so viele Erdungsleitungen notwendig sind, aber so bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite

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Kommentar von Phoenix3141
04.03.2017, 16:12

Das war auch mein Gedanke dabei. Wollte halt nur nochmal bestätigt haben, dass ich hier keinen Denkfehler eingebaut habe. ;)

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