Pferd läuft ungern auf hartem Untergrund?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was sagt denn der Hufbearbeiter dazu? Bei sowas frage ich persönlich nicht meinen Tierarzt, sondern den Hufbearbeiter.

Sie scheint jetzt erst 2 Monate bei dir zu sein - was hat sich an der Haltung verändert, wie haben sich die Böden verändert? Ist mehr harter Boden dazu gekommen?

Du darfst nicht vergessen, dass 2 Monate noch nicht lange ist. Neues Futter, neue Umgebung, neue Pferde, anderes Gras, anderes Heu, andere Belastung als vorher. Anderer Hufbearbeiter in fast allen Fällen. Prinzipiell bin ich nicht der Meinung, dass ein Pferd fühlig laufen sollte, aber ich finde es auch nicht dramatisch, wenn Pferde auf Schotter vorsichtiger gehen. Ein schlimmes Anzeichen ist das noch nicht - wenn sie vorher fast nur weichen Boden kannte, erklärt sich das recht einfach: Sie ist den Boden nicht gewöhnt. Dazu ein anderer Hufbearbeiter, wer weiß, was vorher und jetzt so aufgedeckt wurde oder was jetzt anders läuft.

Ich persönlich würde die Hufe vorsichtig an harten Boden gewöhnen - vll. erstmal keine großartigen Ausritte und mit so 10 Minuten Asphalt am Tag anfangen. Das trainiert die Sehnen und vor allem die Hufe. Und dann langsam steigern - in Rücksprache mit den entsprechenden Hufbearbeiter.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Angehende Huforthopädin DIFHO

Das deutet auf den ersten Blick auf Arthrose hin. Als zweites könnte es sein, dass die Hufschuhe doch nicht optimal sind. Im Zweifel frag den Tierarzt. Möglich sind aber auch ganz andere „Baustellen“. Wenn du beispielsweise Zahnweh hast, kann auch dies empfindlich gegen Erschütterungen machen. Da die Angelegenheit nicht akut zu sein scheint, und du vielleicht auch den Schuhen noch etwas Gewöhnung zugestehen willst, besprichst du das vielleicht einfach, wenn der Tierarzt das nächste mal sowieso im Stall ist.
Aus jüngster Erfahrung kann ich im Moment berichten, dass das Pferd, das ich zur Zeit reite, nicht mehr empfindlich auf harten Boden reagiert, seit es vorne Eisen bekam. Die Huforthopadin hatte 2 Jahre vergeblich herumgedoktert, ebenso wie die Pferdephysiotherapeutin und die Heilpraktikerin. Nachdem alle Alternativen vergeblich ausgeschöpft worden waren, haben ganz einfach die guten alten Eisen das jahrelang andauernde Problem gelöst. Das Pferd läuft wie Schmitz Katz - auf JEDEM Boden.

Vielleicht fragst du auch mal einen Schmied um Rat. Die heute so vielgepriesenen Barhufpfleger wollen nämlich vor allem eines: die Leute vom Barhufpfleger überzeugen, aber ein guter, erfahrener Hufschmied hat eben doch umfassendere Kenntnisse.

Naja, ein Schmied rät so gut wie immer zu Eisen (oder heutzutage dann auch Duplos, Klebebeschlag, etc.,..), klar. Eisen sind auch nicht per se schlecht u. haben viele Vorteile - jedoch auch unbestritten Nachteile. Da muss man eben abwägen.

Eine Kundin von mir hat glaub mittlerweile schon alles durch, was es so auf dem Markt gibt. An Hufschuhen und diversem Beschlag. Unfassbar viel Geld ausgegeben. Ihr Pferd läuft jedesmal die ersten Wochen gut, anfangs war sie dann immer sehr euphorisch, jetzt nur noch sehr sehr vorsichtig optimistisch. Denn jeweils nach ein paar Wochen geht die Große wieder klamm, fühlig, staksig. Leider seit etwa 1 Jahr keine wirkliche Ursache gefunden, weder TA (Beine + Hufe geröngt, Beine abgespritzt, Thermografie, etc. pp.) noch Osteo.

0
@Hjalti

Na, ich weiß nicht, ob der Schmied, der teilweise einen 16 Stunden Arbeitstag hat, sich um unnötige Arbeit reißen würde...

Ich sehe jedenfalls in der Umgebung hier, dass die Pferde, die vom Schmied bearbeitet werden (auch ältere, die er auf Barhuf umgestellt hat), gut laufen. Was ich von den Pferden mit „Hufbearbeiter“ leider nicht so bestätigen kann.

Da kommt mir auch die Frage: wie viel muß der Hufbearbeiter lernen? Der Schmied lernt 3 1/2 Jahre und sammelt 6Tage die Woche rund 12 Stunden am Tat Erfahrung. Ich habe schon einen Hufbearbeiter erlebt, der erzählt einem theoretisches ohne Ende, klingt alles logisch, auch von wegen Geduld und so, aber es geht Jahr um Jahr um, ohne dass eine Besserung erkennbar wäre.

Klar, besser, wenn es ohne Eisen geht. (Schon allein für meine Füße, wenn das Pferd mal drauf tritt 😬😉) Aber oft ist es eben doch besser, welche drauf zu machen. „Versuch macht kluch“.

Besagtes Pferd geht jetzt über die zweite Beschlagperiode mit den Eisen, und ich bin guter Dinge, dass es damit weiter fröhlich läuft - was ich grade im Hinblick auf den nahenden Winter auch lieber anders hätte...Wär mir auch lieber, es könnte ohne laufen.

2
@Urlewas
Der Schmied lernt 3 1/2 Jahre und sammelt 6Tage die Woche rund 12 Stunden am Tat Erfahrung.

Jap, die lernen, wie man den Huf auf das Eisen vorbereitet und bearbeitet und wie man die Eisen anpasst. Der reine Barhuf, das physiologische bearbeiten dessen, das ist ein sehr geringer Teil der Ausbildung. Da ist die DIFHO oder DHG schon viel weiter.

Am meinem war gerade vor 4 Wochen ein Schmied dran, der noch nichtmal die Schmiedprüfung geschafft hat. Über 6 Jahre DIFHO Bearbeitung, top gerade, Vorzeigehufe. Nie Probleme gehabt. Jetzt nach nur einer Bearbeitung, unerlaubt übrigens, deutliche Schiefe drin, Hebelnde Wände, zu sehr über die Zehe laufen, dass vorne eine Kante entsteht.

1

Hi Momolino,

Wie schon viele Erwähnt haben; schwer zu sagen. Ich denke, dass die Hufe zu kirz geschnitten worden sind. Hatte ähnliches Problem bei einem Berittpferd. Ich würde deinem Hufschmied/Hufpfleger anrufen und fragen, was er meint. Von einem Beschlag würde ich abraten, falls sie zu kurz sind. Aber es kann auch gut sein, dass sie nicht zu kurz sind.

liebe Grüsse

Sowas ist aus der Ferne schwer zu beurteilen. Grundsätzlich würde ich Hufe immer lieber ein mal zu oft checken lassen, da fängt man sich schnell Ärger ein.
Bevor du direkt den Tierarzt kommen lässt (angenommen dein Pferd lahmt nicht und zeigt kein Schmerz- oder Schonverhalten) kannst du dir auch die Meinung anderer Einsteller anhören. Es schadet nie, erfahrene ReiterInnen um Rat zu fragen, so wie du uns hier im Internet um Hilfe fragst. Sie können dein Pferd sehen und vor Ort beurteilen.
Wenn aber ohnehin die Physio kommt kann sie da direkt auch einen Blick drauf werfen. Grundsätzlich ist nicht jeder eirige Gang gleich ein Fall für den Doktor. Ich habe eine Stute, die mit ihren Hufschuhen die ersten Wochen ging wie der Storch im Salat, da haben wir auch nach der Urasche gesucht und Madame mochte einfach keine Schuhe. Mit der Zeit hat sich das gelegt. Grade wenn die Schuhe neu sind lohnt es sich das genau zu beobachten. Geht sie auch ohne Schuhe auf Asphalt klamm? Ist es nur Asphalt oder auch Pflaster? Sind es alle vier Beine oder nur einer...das alles können wir hier online aber leider nicht beantworten.

Woher ich das weiß:Hobby – auf einer Farm aufgewachsen, heute einen kleinen,eigenen Hof

Am besten du rufst den TA deines Vertrauens an und fragst einfach nach ob es Grund zur Sorge gibt. Dafür sind TA's nunmal da. Lieber einmal zuviel als einmal zuwenig. Wenns nicht normal ist hast du das Richtige getan und wenn alles okay ist ist es auch in Ordnung. Dein TA kann dies besser beurteilen als jeder auf dieser Plattform.

Alles Gute

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Richtig - und wenn er kein Vollpfosten auf seinem Gebiet ist, hat er einen langen Arbeitstag, so dass man sich keine Sorgen zu machen braucht, dass er freiwillig kommt, wenn er den Sachverhalt nicht bedenklich findet.

3
@Urlewas

Genau, der TA hat auch dafür studiert und sollte es auch einschätzen können ob dies okay ist oder ob er das lieber ansehen sollte

2

Was möchtest Du wissen?