Wann und wo wurde der Namen von Paulus geändert?

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13 Antworten

Eigentlich wurde nichts geändert

Paulus war Jude und römischer Bürger. Sein jüdischer Name war Scha'ul (griechisch: Saulos) und sein lateinischer Name war Paullus (griechisch: paulos, daraus ist unser "Paulus" mit einem L entstanden).

Er hatte also beide Namen ("Saulus" und "Paulus" in deutschen Bibelübersetzungen) von Geburt an. Und das hat sich dann auch nicht geändert.

Allerdings wird er in der Apostelgeschichte zunächst nur saulos genannt, und erst dann, als er den prokonsul Sergius Paullus trifft, schreibt Lukas "Saulus, der auch Paulus heißt" (Apg 13,9), und nennt ihn von da an stets paulos. Irgendwie ist daraus das Gerücht geworden, Saulus wär durch seine Bekehrung zum Paulus geworden. Aber das stimmt noch nicht mal literarisch (die Berufung von Paulus zum Apostel steht in Apg 9, den Namen "ändert" Lukas erst 4 Kapitel später).

Übrigens liebt Lukas solche Formulierung, de mehr als eine Bedeutung haben, wie das "auch" in Apg 13,9.

Es gab viele Juden, die zwei Namen hatten, einen heidnischen (meist griechischen) und einen jüdischen. Die waren entweder lautlich ähnlich (Josef/Joses), oder sie hatten die gleiche Bedeutung (z.B. Jonathan = Gottesgabe = Theodoros, abgekürzt Theudas). Saulus/Paulus ist also nicht ungewöhnlich.

Das ist leider nicht ganz klar.

Üblicherweise wird angenommen, dass Paulus mit seiner Namensänderung sozusagen seine Vergangenheit abgelegt hat, d.h. die Namensänderung hätte im Zusammenhang mit dem Damaskuserlebnis stattgefunden, als Paulus vom Pharisäertum zum Christentum konvertiert ist.

Die Berichte, die wir aus der Bibel haben, geben diese Deutung allerdings nicht her: die Apostelgeschichte berichtet in Kapitel 9 von der Bekehrung, er wird aber weiterhin Saulus genannt. Erst im Kapitel 13 geschieht die Wendung, die so angekündigt wird: "Saulus, der auch Paulus heißt" - und von da an wird er nur noch Paulus genannt.

Die Berichte, die wir aus der Bibel haben,

Sind keine "Berichte", sondern lediglich frei erfundene Geschichten.

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@wildcarts
Sind keine "Berichte", sondern lediglich frei erfundene Geschichten.

Gerade bei der Apostelgeschichte spricht viel dafür, dass das Berichte sind.

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Der Name Saul(us) eriinert an den jüdischen König S(ch)aul! Dieser war zu Jesu Zeit unter den Juden noch sehr verbreitet, obwohl Saul ja eine zwielichtige Figur war! Als Christ nannte sich Paulus eben nur noch Paulus, was "der Kleine" bedeutet! Den Namen hatten ihm wohl die Römer verpasst, weil sein Eltern "Römische Bürger" waren! ! In innerjüdischen Kreisen, hat man sicher auch noch "Schaul" zu ihm gesagt!

Paulus von Tarsus (griechisch Παῦλος, hebräischer Name שָ�?�?וּל Scha’ul (Saul), lateinisch Paulus; † um 64, vermutlich in Rom in der Bibel als Babylon erwähnt) war nach dem Neuen Testament (NT) ein erfolgreicher Missionar des Urchristentums und einer der ersten Theologen der Christentumsgeschichte. Warum hat Saulus seinen Namen in Paulus geändert? Im Gegensatz zu Abram (Abraham) Jakob (Israel) und anderen erfolgte die Namensänderung nicht von Gott, sondern aus prakmatischen Gründen. Er widmete sich der Heidenmission, und griechisch war die damalige Weltsprache, so war eröffnete Name ihn leichter den Zugang zu den nichtjüdischen Menschen. "Saulus aber, der sich auch Paulus nannte, voll Heiligen Geistes, sah ihn an ..." (Apg. 13:09). Saulus ist hebräischen Ursprungs und bedeutet "Erbetener". Die Eltern des Saulus waren jedenfalls gottesfürchtige Leute, dass sie ihrem Sohn diesen Namen gaben. "Paulus" ist Griechisch und bedeutet "klein, gering". Das war der Name, den er annahm, als er seine erste Missionsreise antrat, um als der Apostel der Nationen aufzutreten, darum auch wohl die Annahme des griechischen Namens, denn Griechisch war damals die Weltsprache. Paulus und Saulus ist nur eine andere Sprachwahl des gleichen Namens bzw. der gleichen Person, wenn man die latainische Endung "us" weglässt hat man den deutschen Namen Paul bzw. Saul, letzteren könnte man aber auch mit den ersten König Israels verwechseln. http://www.biblegateway.com/passage/?search=Apostelgeschichte+13&version=HOF;LUTH1545

Paulus war ein Israelit aus dem Stamm Benjamin (Philipper 3,5). Sein hebräischer Name war Saulus, sein römischer Name Paulus (Apostelgeschichte 9,17; 2. Petrus 3,15). Paulus wurde in Tarsus, einer bekannten Stadt in Zizien, geboren (Apostelgeschichte 21,39). Er war von Geburt römischer Bürger (Apostelgeschichte 22,28).

Dieser Paulus hatte eine persönliche Begegnung mit Jesus Christus auf dem Weg nach Damaskus - von daher stimmt es nicht, daß er ihn nicht persönlich kannte (Apostelgeschichte 22, 6-11). Er wurde durch ein grelles Licht geblendet und Jesus sprach mit ihm: ''Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst'' (Apostelgeschichte 9, 3-5). Danach wurde er Paulus.

Paulus war ein Israelit aus dem Stamm Benjamin

Er war JUDÄER und kein Israelit. Israeliten wurden von den Römern bekanntermaßen ausgerottet. Das Volk Israel, wie es die Bibel beschreibt, hat nie existiert.

Dieser Paulus hatte eine persönliche Begegnung mit Jesus Christus

Nur eine Geschichte. Denn der Bibeljesus ist eine freie Erfindung jüdischer Sektierer. Zudem hat kein einziger Bibelschreiber zu der Zeit gelebt, in der Jesus gelebt haben soll.

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@wildcarts
Er war JUDÄER und kein Israelit.

Wie du in Joh 1,47; Apg 13,16 und anderen Stellen lesen kannst, war es damals durchaus üblich, Juden als Israeliten zu bezeichnen. Dein Einwand ist also anachronistisch.

Wer noch nicht mal das weiß, dem nehm ich auch nicht ab, dass er beurteilen kann, was echt und was erfunden ist.

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Leider gab es zu jener Zeit noch keine Standesregister nach deutschen Muster, welche zudem heute noch zugänglich wären. Deshalb lässt sich auch das Datum seines "Antrags auf Namensänderung", bzw. sein vorheriger Name nicht mehr rekonstruieren.

Du musst dich also schon auf das verlassen, was die Bibel - das Neue Testament dazu hergibt. Danach hieß Paulus bis zu seiner folgenreichen Begegnung mit Jesus Christus "Saulus".

Danach hieß Paulus bis zu seiner folgenreichen Begegnung mit Jesus Christus "Saulus".

Das steht aber so nicht in der Bibel.

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Im Seminar Kirchengeschichte hat unser Prof gesagt, dass Paulus auch vor der Bekehrung bereits Paulus hieß. Diese Redewendung:" Vom Saulus zum Paulus "sei nur eine nachträglich, "eingebürgerte" Mundart, um diesen persönlichen Paradigmenwechsel vom Christenverfolger zum "Hyperchristen" zu verdeutlichen, wenn man über Paulus redet.

Paulus, Schaul
von Tarsus, hat beide Namen benutzt und ist berufen worden. Das mit der Bekehrung steht im Originaltext nicht, er ist berufen worden. Da gibt es aber den Bruch mit den Juden, die ihn geschickt haben, um die Christen in Damaskus zu verfolgen. . Ich glaube das nicht. Man müßte sich dazu vorstellen, daß im damaligen römischen Reich ein Mensch von einem Teil, nämlich Jerusalem, in einen anderen Teil des römischen Imperiums geschickt worden wäre, um dort Menschen zu verhaften, zu verprügeln und zu kidnappen: Das ist einfach nicht denkbar.ist er als getaufter Christ nach Damaskus gekommen? Nein, er war noch nicht getauft. aber man muß diese ganze Entwicklung kennen. Paulus ist spätestens um das Jahr 60 umgekommen: Da gab es kein etabliertes Christentum. Denn diese ganze Entwicklung war noch innerjüdisch. Es gab Leute, die diesen Jesus und seine Bewegung angenommen haben, das waren allerdings nicht 12 Apostel: Bei der Brotvermehrung waren z. B. 5000 mit dabei. Am Tiberias-See hatte er Tausende von Zuhörern, die ihn haben predigen hören. Das waren alles Juden und Jüdinnen. Das war eine innerjüdische Entwicklung. Man darf annehmen, daß Paulus ein jüdischer Reformator gewesen ist, der diesen Messias namens Jesus als seinen Messias angenommen hat. Er hat aber auch erstens sehr viel von der Gnosis und der Stoa mit hinein genommen in seine neue Lehre.

Da gibt es aber den Bruch mit den Juden, die ihn geschickt haben, um die Christen in Damaskus zu verfolgen.

Falsch. Es warne keine "christen", denn die gab es erst nach 325 u.Z. Als Jude sollte er jüdische Sektierer jagen, die sich dem Jesus-Mythos anschlossen, mit dem sie gegen die jüdische Führung agierten.

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@wildcarts
Falsch. Es warne keine "christen", denn die gab es erst nach 325 u.Z

... und die verfügten über eine Zeitmaschine, um dann ihre Existenz in Büchern bzw. Briefen zu erwähnen. die im 1.Jh. geschrieben wurden und von denn wir auch Manuskripte aus der Zeit vor 325 n.Chr,. haben.

Ja klar, so muss es gewesen sein. Schließlich kann sich wildcarts nicht irren.

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Man müßte sich dazu vorstellen, daß im damaligen römischen Reich ein Mensch von einem Teil, nämlich Jerusalem, in einen anderen Teil des römischen Imperiums geschickt worden wäre, um dort Menschen zu verhaften, zu verprügeln und zu kidnappen:

Erstens ist nicht klar, ob Damaskus in dem Jahr überhaupt zum römischen Reich gehörte (vermutlich gehörte es zum Nabatärereich), und zweitens ist es durchaus denkbar, dass die Juden in Jerusalem an die Juden von Damaskus schreiben, damit die ihre Beziehungen spielen lassen, so dass Paulus dort Menschen verhaften und zum Prozess nach Jerusalem bringen kann.

Da gab es kein etabliertes Christentum. Denn diese ganze Entwicklung war noch innerjüdisch

Nur begann sie damals schon, den jüdischen Bereich zu verlassen. In Antiochia wurden die Jünger Jesu "Christen" genannt (ob das vor oder nach der Berufung von Paulus war, ist nicht bekannt), gerade weil sie auch Nichtjuden in ihre Gemeinschaft aufnahmen.

Er hat aber auch erstens sehr viel von der Gnosis und der Stoa mit hinein genommen in seine neue Lehre.

Beispiele?

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Davor hieß er Saulus Der wurde zu Paulus geändert, als er "erleuchtet" wurde durch die Erscheinung vom (bereits verstorbenen, jedoch kurz erschienenen) Jesus.

Deswegen auch das Sprichwort "er wurde vom Saulus zum Paulus"

Ok Danke. Aber wo wurde der Name geändert und wann?

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@Thandu
Da steht auch die Bibelstelle drin,

Und da steht auch drin:

Saulus wechselte seinen Namen also nicht wegen seiner Bekehrung und Taufe zum christlichen Glauben, wie es eine verbreitete Meinung (vgl. Apg 13,9 EU) und die bekannte Redewendung vom Saulus zum Paulus irrtümlich nahelegen.

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Paulus gehörte zum israelitischen Stamm Benjamin (Philiper 3,5), wurde in Tarsus geboren und bekam deshalb das römische Bürgerrecht, das ihm auf seinen späteren Missionsreisen helfen sollte. Er hatte einen römischen und einen hebräischen Namen. Sein hebräischer Name war Saulus und sein römischer Name Paulus.

Ab Apostelgeschichte 13,9 verwendet Lukas nur noch seinen römischen Namen. Paulus selbst benutzte noch manchmal das jüdische "Saulus", und zwar dann, wenn er in persönlichen Zeugnissen von seinem früheren Leben sprach (Apg 22,7;26,14).

Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass Paulus zum Heidenapostel wurde. Ein Auszug aus dem Paulus Artikel von Wikipedia: "Seit seiner Berufung zum Heidenapostel setzt Paulus einen vollständig anderen Akzent: Nicht mehr die Befolgung der Gesetze errettet, sondern der Glaube. Man muss also nicht mehr Jude sein, um errettet zu werden. Daraus folgt für Paulus ein dringender Auftrag: Alle, auch die Heiden, müssen darüber informiert werden. Es geht Paulus darum, dass alle Menschen die Botschaft hören, dass sie der Glaube an Christus errettet."

Paulus bekam nicht "deshalb" das römische Bürgerrecht, weil er in Tarsus geboren wurde, sondern das war ein Privileg für Leute, die sich um die Stadt Rom besonders verdient gemacht hatten! Die anderen Leute in Tarsus waren keine "Römischen Bürger", sondern "Provinziale"! Sicher hatte sich der Vater oder Opa väterlicherseits von Saulus um den Römischen Staat verdient gemacht!

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@HugoGuth
Sicher hatte sich der Vater oder Opa väterlicherseits von Saulus um den Römischen Staat verdient gemacht!

Das ist eine Möglichkeit, wie es gewesen sein könnte. Eine andere ist, dass Opa oder Uropa römischer Sklave war, der (auf Betreiben von Juden, die dafür Geld boten?) freigelassen wurde. Da nach römischen Recht eine Freilassung nur durch Adoption möglich war, "erbte" der freigelassene Sklave auch das römische Bürgerrecht seines ehemaligen Herrn. Und dessen Familiennamen (Beispiel: Flavius Jopsephus heißt Flavius, weil das der Familienname von Vespasian war).

Wies bei Saulos war, wissen wir nicht.

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Paulus bekam nicht "deshalb" das römische Bürgerrecht, weil er in Tarsus geboren wurde, sondern das war ein Privileg für Leute, die sich um die Stadt Rom besonders verdient gemacht hatten! Die anderen Leute in Tarsus waren keine "Römischen Bürger", sondern "Provinziale"! Sicher hatte sich der Vater oder Opa väterlicherseits von Saulus um den Römischen Staat verdient gemacht!

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Hallo Chef2001,

Du fragst:

Paulus hatte zuvor einen anderen Namen. Wann und wo wurde der geändert

Der Apostel Paulus war von Geburt Hebräer mit römischem Bürgerrecht (Apostelgeschichte 22:27, 28; Philipper 3:5).

Wahrscheinlich hatte er von Kindheit an sowohl den hebräischen Namen Saulus als auch den römischen Namen Paulus. Auch einige seiner Verwandten hatten römische und griechische Namen (Römer 16:7, 21).

Übrigens trugen damals besonders Juden, die außerhalb von Israel lebten, nicht selten zwei Namen (Apostelgeschichte 12:12; 13:1).

*Nach seiner Bekehrung zum Christentum war der Apostel anscheinend zehn Jahre lang meist unter seinem hebräischen Namen Saulus bekannt. * So sagt uns die Apostelgeschichte 13:1, 2 (HFA) :

1 In der Gemeinde von Antiochia gab es mehrere Propheten und Lehrer: Barnabas, Simeon, genannt "der Schwarze", Luzius von Kyrene, Manaën, der zusammen mit dem Herrscher Herodes erzogen worden war, und Saulus. 2 Als diese Männer während einer Zeit des Fastens gemeinsam beteten, sprach der Heilige Geist zu ihnen: "Gebt Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe!"

Doch auf seiner ersten Missionsreise (um 47/48 u. Z.) bevorzugte er wahrscheinlich seinen römischen Namen Paulus. Er war beauftragt worden, Nichtjuden die gute Botschaft zu überbringen, und hielt es wohl für günstiger, seinen römischen Namen zu gebrauchen (Apostelgeschichte 9:15; 13:9; Galater 2:7, 8).

Der Grund wird in 1. Kor. 9:22 (HFA) genannt:

22 ... Ich möchte mich allen gleichstellen, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige Menschen zu retten und für Christus zu gewinnen.

Paulus war bereit, ‘Menschen von allen Arten alles zu werden, damit er auf jeden Fall einige rettete’ .

Bearbeitet auf der Grundlage der Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK

In Apg.13,9 wurde Saulus zum Paulus, nachdem er von Gott "gezüchtigt" wurde (Apg.9,8)..

Gemäß der Bibel soll er zuvor Saulus geheissen haben. Aber da das nur in der Bibel steht, ist es halt nur eine Geschichte.

Gemäß der Bibel soll er zuvor Saulus geheissen haben.

Nein, gemäß der Bibel hatte er beide Namen gleichzeitig. Und da er gemäß Bibel auch römischer Bürger war, hatte er noch mindestens einen, vermutlich aber zwei weitere Namen, die nicht überliefert sind.

Das weiß jeder, der sich ein wenig mit der Bibel und ihrem historischen Umfeld befasst hat, statt nur das wiederzugeben, was mensch sich so erzählt.

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@helmutwk

Dann nennen mir doch mal bitte die entsprechenden Stellen die das belegen. Meines Wissens nach hat er gemäß Bibelgeschichte diesen Namen abgelegt.

Das weiß jeder, der sich ein wenig mit der Bibel und ihrem historischen Umfeld befasst hat,

Das ist Unsinn, denn es gibt keine außerbiblischen Belege dafür, dass auch nur irgendwas davon wirklich geschehen ist bzw. das diese Personen gelebt haben. Daher kann man den historischen Kontext (den ich sehr gut kenne) nicht einbeziehen um INHALTE der Bibel zu bestätigen. Dagegen gibt es nämlich nur Belege, die Bibelinhalte widerlegen.

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@wildcarts
Dann nennen mir doch mal bitte die entsprechenden Stellen die das belegen. Meines Wissens nach hat er gemäß Bibelgeschichte diesen Namen abgelegt.

Nein, hat er nicht. Die Stellen hab ich z.B. in meiner Antwort hier schon genannt. Es ist genau genommen nur eine, ich geb sie noch mal extra für dich an:

Apg 13,9 Saulus – mit seinem römischen Namen heißt er übrigens Paulus – sah den Magier scharf an; erfüllt vom Heiligen Geist

Bei dieser Übersetzung ist de Erklärung gleich mitgeliefert, wörtlich heißt es "Saulus, der auch Paulus heißt, .."

Das ist Unsinn, denn es gibt keine außerbiblischen Belege dafür, dass auch nur irgendwas davon wirklich geschehen ist

Trotzdem spielen die Geschichten nicht im luftleeren Raum, wie das Märchen tun, sondern sind in einer real existierenden Welt eingebettet, die als historisches Umfeld der Bibel mit herangezogen werden kann, wenn es darum geht, den Text der Bibel zu verstehen.

Im Übrigen musst du schon ziemlich heruminterpretieren, wenn du das mit "auch nur irgendetwas" aufrecht erhalten will. Denn das irgendetwas in der Bibel wirklich geschehen ist, ist seit langem bekannt. Etwa die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar.

Oder den Ausgangspunkt zu nehmen: Saulus hatte laut Apostelgeschichte den gleichen römischen Namen wie der damalige Prokurator von Zypern, Sergius Paulus. Die Apostelgeschichte ist die einzige quelle darüber, wer damals Prokurator war, d.h. wenn du das ignorieren willst, wissen wir nicht, wer damals Prokurator war. nur erstens macht Lukas ansonsten keine Fehler in der Hinsicht (wie sehr deutlich am Bruder von Seneca wird, der in Apg 18,12 erwähnt wird - bevor der Beleg für dessen Amtszeit archäologisch ausgegraben wurde, galt gerade das als einen Erfindung von Lukas), und zweitens erzählt Lukas anschließend, dass Pauls und Barnabas nach Ontiochia bei Pisidien reisen, ohne einen Grund dafür anzugeben. Offensichtlich wusste Lukas nicht, dass das die Heimatstadt der Familie der Sergii Paulli war. Ein Indiz dafür, dass Lukas die Geschichte nicht einfach erfunden hat.

Aber wie gesagt: wer sich so wenig um das gekümmert hat, was in der Bibel tatsächlich steht (sogar in meiner Kinderbibel stands richtig drin, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht), dem trau ich nicht zu, die Glaubwürdigkeit der biblischen Berichte zu beurteilen.

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@helmutwk
Trotzdem spielen die Geschichten nicht im luftleeren Raum, wie das Märchen tun, sondern sind in einer real existierenden Welt eingebettet, die als historisches Umfeld der Bibel mit herangezogen werden kann, wenn es darum geht, den Text der Bibel zu verstehen.

Märchen spielen auch nicht unbedingt im "luftleeren Raum". Und die Bibel ist nicht in einer real existierenden Welt eingebettet! Denn sie spricht von Geistern, Dämonen, Göttern, nicht existierenden Völkern (bzw. für die Geschichte komplett veränderte), nicht existierenden Personen, Ereignissen und Orten.

Im Übrigen musst du schon ziemlich heruminterpretieren, wenn du das mit "auch nur irgendetwas" aufrecht erhalten will. Denn das irgendetwas in der Bibel wirklich geschehen ist, ist seit langem bekannt. Etwa die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar.

Völlig irrelevant, denn dies ist nicht Bestandteil der Bibelgeschichte, sondern nur eines von wenigen Ereignissen, dass man eingebunden hat, um die vielen fiktiven Geschichten realer erscheinen zu lassen. Es sind Rahmenbedingungen, mehr nicht. So wie in einem Film, wie z.B. in James Bond, wo der Kalte Krieg als Rahmen dient, aber die Geschichte selbst, frei erfunden ist.

Die Apostelgeschichte ist die einzige quelle darüber, wer damals Prokurator war, d.h. wenn du das ignorieren willst, wissen wir nicht, wer damals Prokurator war.

Auch hier: NUr eine Rahmengeschichte. Zudem wissen wir nicht, ob dieser wirklich Prokurator war oder ob es ihn gab. Denn eine Erwähnung in der Bibel ist völlig wertlos. Schließlich wurde dieses Werk GEZIELT so verfasst, dass damit politische Ziele erreicht werden konnten. Man wollte suggerieren, dass bestimmte Dinge so gewesen wären, um die Judäer größer erscheinen zu lassen, als sie waren.

wer sich so wenig um das gekümmert hat, was in der Bibel tatsächlich steht (sogar in meiner Kinderbibel stands richtig drin, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht), dem trau ich nicht zu, die Glaubwürdigkeit der biblischen Berichte zu beurteilen.

Dann musst du dir um mich ja keine Sorgen machen, denn ich weiß wovon ich rede!

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@wildcarts
Märchen spielen auch nicht unbedingt im "luftleeren Raum".

Nenn mal ein Beispiel, wo z.B. der Märchenkönig oder sein Reich einen Namen hat, der es erlaubt, ihn mit einem historisch bekannten König zu identifizieren, oder eine vergleichbare historische Verankerung.

Denn sie spricht von Geistern, Dämonen, Göttern, nicht existierenden Völkern (bzw. für die Geschichte komplett veränderte), nicht existierenden Personen, Ereignissen und Orten.

Ob Geister Dämonen und Götter existieren oder nicht, ist bekanntlich umstritten. Zu "nicht existierende Völker" etc. hast du jetzt kein Beispiel genannt.

Die Liste der angeblich nicht existierenden Völker und Personen in der Bibel hat sich seit Beginn der archäologischen Forschung ja deutlich reduziert. Wir müssen also mit der Möglichkeit rechnen, dass Unstimmigkeiten kein Fehler der Bibel sind, sondern mit unserer (partiellen) Unwissenheit zusammenhängen.

Völlig irrelevant, denn dies ist nicht Bestandteil der Bibelgeschichte

Hallo? Die Katastrophe in der Geschichte des Volk Gottes, vorhergesagt von Jesaja und Jeremia, stets gedeutet als Strafe Gottes für den fortgesetzten Polytheismus des Volkes, ist kein "Bestandteil der Bibelgeschichte"?

Wie ich schon sagte: du musst ziemlich heruminterpretieren (schon die Trennung von "Rahmen" und "Bibelgeschichte" ist Interpretation!), um die Aussage, die Bibelgeschichte wär völlig erfunden, aufrecht erhalten zu können.

Zudem wissen wir nicht, ob dieser wirklich Prokurator war oder ob es ihn gab. Denn eine Erwähnung in der Bibel ist völlig wertlos.

Wertlos? Das behauptest du so kühn. Nimm mal bitte zu Kenntnis, dass

  1. der historische Wert von Büchern der Bibel nicht für jedes Buch gleich sein muss

  2. Lukas sich erkennbar Mühe gibt, bekannte Personen (und ihre Titel) korrekt zu benennen.

  3. Manches, was früher nur aus der Apostelgeschichte bekannt war, inzwischen auch woanders (meist archäologisch) belegt ist (z.B. der Titel "Erster der Insel" auf Malta, Apg 28,7).

Also selbst wenn wir annehmen, Lukas hätte die Szene in Apg 13,9-12 erfunden, wäre es auch dann sehr wahrscheinlich, dass es den Statthalter Sergius Paullus tatsächlich gegeben hat.

Im Übrigen bist du auf den Punkt, den ich anführte, überhaupt nicht eingegangen: in Apg 13 gibt es einen Punkt, der unklar ist (warum gehen Paulus und Barnabas ausgerechnet nach Antiochia bei Pisidien) aber durch außerbiblisch bekannte Umstände erklärt werden kann - Umstände, die vermutlich Lukas nicht wusste.

Schließlich wurde dieses Werk GEZIELT so verfasst, dass damit politische Ziele erreicht werden konnten. Man wollte suggerieren, dass bestimmte Dinge so gewesen wären, um die Judäer größer erscheinen zu lassen, als sie waren.

Das hat mit der Apostelgeschichte (in der die "Judäer" nicht so gut wegkommen) und den Motiven, warum sie geschrieben wurde, nichts zu tun.

denn ich weiß wovon ich rede!

Nö, wer die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezars nicht als Teil der Geschichte Israels, so wie sie von der Bibel erzählt wird, ansieht, der weiß nicht, was er sagt.

Du glaubst zu wissen,. wovon die redest.

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