Nur standesamtlich verheiratet, kann Kind katholisch getauft werden?

8 Antworten

In gewisser Hinsicht finde ich die Antwort von Wildcarts gut. Das Kind sollte selbst entscheiden können, ob und welcher Religion es sich anschließen möchte. Wenn es Euch wichtig ist, dass es vielleicht einmal einen christlichen Glauben annimmt, dann kauft eine Bibel und sobald es ein Interesse dafür entwickelt, lasst es darin lesen, sprecht darüber und, solange es eben kein Interesse an Religion hat, seid ein gutes Beispiel für das Kind.

Ich weiß nicht, wie es in der katholischen Kirche aussieht, aber in der evangelischen steht die Konfirmation mit 14 Jahren an. Ein Kind sollte sich also zu geeigneter Zeit vorher entschieden haben. Allerdings gibt es natürlich auch die Möglichkeit der Erwachsenentaufe und Konfirmation soviel ich weiß auch in der evangelischen Kirche. Wie es da in der katholische Kirche gehandhabt wird, weiß ich nicht. Ich finde es nicht richtig, über das Kind hinweg zu entscheiden, auch wenn es vermeintlich das Beste für das Kind ist. Das mit der Erbsünde ist ein Argument, welches einzig und allein eine Erfindung der römisch-katholischen Kirche ohne jegliche biblische Grundlage ist. Wer also mit diesem Argument kommt, und dass deshalb eine Taufe sobald wie möglich stattfinden sollte, sieht die Bibel notwendigerweise dahingehend als falsch an. Auch zur Zeit Jesu Christi ließen sich die Menschen erst im Erwachsenenalter taufen. Jesus selbst war um die 30 Jahre alt, als er sich taufen ließ. Das sollte einem doch zu denken geben, wenn man sich für einen Christen hält.

Grundsätzlich ist das möglich. Zuvor findet aber stets ein Taufgespräch mit dem Pfarrer statt, weil gewährleistet sein muss, dass das Kind dann auch im Glauben erzogen wird. Ansonsten würde eine Taufe keinen Sinn machen, zumal die Eltern und Paten - zunächst stellvertretend für das Kind - sich bei der Taufzeremonie zur Kirche bekennen und das kath.Glaubensbekenntnis sprechen.

Die Frage bleibt allerdings, warum eine kirchliche Trauung nicht erfolgte, wenn ihr andererseits Wert darauf legt, dass euer Kind in die Kirche eingegliedert wird. Bei der Taufe erhält das Kind zwar die Gnade der Gotteskindschaft, den Weg des Glaubens allerdings müssen Eltern mit ihren Kindern gehen bzw. ihnen vorleben.

Raubkatze, Deine Meinung in Ehren, aber wie soll denn "gewährleistet" werden, dass ein Kind "im Glauben" erzogen wird?

Wieviele nennen sich denn Christen, lassen ihre Kinder taufen, lassen sich selbst taufen - und leben dann ein sehr ungöttliches Leben, haben also nur geheuchelt??

Ich denke, das geht in die Hundertmillionen!

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Werter Markus 70,

die grossen Kirchen lassen immer mehr durchgehen um ihre Größe und Macht zu sichern. Aber Dein eigentliches Problem ist daher noch ein grundlegenderes: Welche Taufe entspricht eigentlich noch Gottes Wort: http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4ubigentaufe

Die Säuglings"taufe"(-bespritzung) ist heidnisch nicht biblisch, s. u. a.

Römer - Kapitel 6

1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, auf daß die Gnade desto mächtiger werde? (Römer 3.5-8) 2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde wollen leben, der wir abgestorben sind? 3 Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? (Galater 3.27) 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod (Untertauchen nicht nur bespritzen), auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. (Kolosser 2.12) (1. Petrus 3.21) 5 So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein, 6 dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. (Galater 5.24) 7 Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen (also nur belehrte, mündige Erwachsene, keine bevormundete Säuglinge), daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. (Hebräer 9.26-28) 11 Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN. (2. Korinther 5.15) (1. Petrus 2.24)

Erst die Frage: Warum wollt ihr das? Ich finde es sehr unfair gegenüber einem Kind, wenn man es schon so früh an eine Religion bindet. Lasst euer Kind lieber natürlich aufwachsen und überlasst es ihm dann sich selbst zu entscheiden, wenn es alt genug ist (also frühestens wenn es die Schule beendet hat)

Leider zwängen heute immer noch viele ihre Kinder in eine Religion. Das Problem ist, dass sie in der Kindheit gelerntes nur schwer vergessen oder ändern wenn sie Erwachsen sind. Dann haben sie nur die Religion der Eltern im Kopf und betrachten alles andere voreingenommen, weil sie es nicht anders kennen/können.

Da Religion nur ein künsltiches POLITISCHES Konstrukt ist, dass dazu diente die Menschen gefügig zu machen, finde ich das ser bedenklich. Hinzu kommt, dass Religion unnatürliche Moral lehrt und auf Märchen basiert.

Wollt ihr das wirklich?

das sehe ich auch so. Ich bin evangelisch, mein Mann katholisch. Unseren Sohn haben wir nicht taufen lassen. Wir wollten ihm die Möglichkeit lassen, selbst zu entscheiden. In der Schule nimmt er , statt am Religionsunterricht, am Fach " Philosophie" teil. In dieser Klasse sind erstaunlich viele Kinder und der Unterricht ist interessant gestaltet. Die Kinder werden in keine bestimmte Richtung gedrängt, sondern lernen etwas über Hilfsbereitschaft, welche Religionen es gibt und über den richtigen Umgang miteinander. Leider erlebe ich es in unserem Bekanntenkreis sehr häufig, dass die Kommunion / Konfirmation für die Kinder nur noch zum Geld sammeln da ist. Keiner dieser Familien geht in die Kirche,betet oder glaubt sonst irgendwie aktiv an Gott. Mag sein, dass es in ländlichen Gebieten anders ist. Ich habe mich schon häufig gefragt, warum Eltern ihre Kinder taufen lassen, wenn sie selbst den Glauben nicht in ihr Leben einbeziehen. Weil es Tradition in der Familie ist?

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@figelinsch

figelinsch

Wieso "leider" und wieso "erst"?

Findest Du es richtig, Kinder im entscheidungsUNfähigen Alter in die "Schäfchenherde" eines christlichen Gottes zu zwingen, aus der sie nie wieder austreten können (Schafe sind immer nur dazu da, um sie entweder nackt zu machen, zu häuten oder ganz aufzufressen)?

Oder kleinen Kindern (Islam und Judentum) irreversibel am Geschlechtsteil herum zu schnippeln?

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@LSSBB

Findest Du es richtig, Kinder im entscheidungsUNfähigen Alter.....

Ja, finde ich. Genauso wie ich sie im entscheidungsunfähigen Alter gegen bestimmte Infektionen impfen lasse. Das kann auch nicht rückgängig gemacht werden, wie viele andere Entscheidungen auch, die wir als Eltern treffen. Damit werden sie sehr wohl "gezwungen", genauso wie mich die Polizei "zwingt", die Verkehrsregeln einzuhalten. Diese ganze Argumentationsweise "entscheidungsUNfähigen Alter" und "Zwang" ist aus meiner Perspektive

  1. Quatsch und

  2. lebens- und weltfremd.

LSSBB, es würde mich mal interessieren: Wieviele eigene Kinder hast du erzogen und wie alt sind sie heute?

Diese Frage lässt sich ganz leicht beantworten. Dann können wir schon mal weiter diskutieren über "Zwang" im Zusammenhang mit Kinder und Religion etc.

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@figelinsch

Es sind meist leider erst die Atheisten, die ihre Kinder frei entscheiden lassen.

Naja, Atheisten können ihren Kindern ja auch nichts religiöses beibringen, weil man als Atheist keine Kenntnisse davon hat. Denn jeder Mensch ist von Geburt an Atheist (Ohne Gott(glauben)). Atheismus ist der passive Zustand des Nichtvorhandeseins von Glauben.

Die meisten Menschen sind ohnehin Agnostiker. Und sie sind es, die ihre Kinder frei entscheiden lassen. Antitheisten (also Personen die GEGEN Gott sind = aktive Atheisten) lassen ihren Kindern meist keine Entscheidung, sondern versuchen sie von Religion fern zu halten.

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@figelinsch

Ein Kind kann am ende immer nur wählen was es auch kennt und darum ist ein Kind von Atheisten auch nicht frei ,es übernimmt zwangsläufig was es kennt ,denn Atheismus oder eben eine indifferenten Glauben ....

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Wer die katholische Kirche als gut erlebt, gibt seine Freude weiter.

Wer sein Kind erst zum Lachen bringt, wenn es das selbst entscheiden kann, macht einen Fehler.

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und meine direkte Frage nach dem Selbstentscheid wurde gelöscht....schon bedenklich.

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@figelinsch

Es sind meist leider erst die Atheisten, die ihre Kinder frei entscheiden lassen.> lach !

Atheisten legen Wert darauf, ihre Kinder auch so zu erziehen und nennen das die Werte des Humanismus. Schon im frühesten Kindesalter werden Kinder durch entsprechende satirische Kinderbücher "inspiriert", wo Gott als Witzfigur dargestellt wird. (s. Dr. Schmidt-Salomon, humanistische Union der Atheisten). Bei GF können Atheisten es kaum ertragen, eine reine christliche Insiderfrage unbeantwortet zu lassen. Es ist ihnen ein Anliegen, Gläubige gottlos zu machen.

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@Raubkatze45
ein Anliegen, Gläubige gottlos zu machen.>

Geht denn sowas? Ich denke, wenn das ginge, dann wäre der Glaube des jeweiligen Gläubigen keinen Pfifferling wert! Oder es war eben einer der vielen Millionen Quasi- und Möchtegern-Christen!

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@Raubkatze45

Bei GF können Atheisten es kaum ertragen, eine reine christliche Insiderfrage unbeantwortet zu lassen. Es ist ihnen ein Anliegen, Gläubige gottlos zu machen.

Das ist komplett falsch!

Atheisten tun so etwas nicht, weil sie es nicht können! Atheismus ist PASSIV! Du meinst Antitheisten. Aber auch die wollen niemandem den Glauben nehmen, sondern Wissen vermitteln und aufklären.

Wenn Ungläubige eine "christliche" Frage beantworten ist das genauso wie jemand, der keine Drogen nimmt und Drogenabhängigen Fakten aufzeigt, die negativ an Drogenkonsum sind.

Bitte nicht falsch verstehen, ich vergleiche hier nicht Glaube mit Drogenabhängigkeit. Es soll nur zeigen, wieso Neutrale Personen bessere Antworten liefern können als Insider.

Noch ein Beispiel: Wenn du Infos über Zeugen Jehovas haben willst, werden sie dir nur positive Dinge erzählen. Oder wenn du bei einer Bank nach einer Finanzierung fragst, werden sie dir sagen das sie die besten dafür sind... Neutrale Quellen wären da wesentlich besser, weil sie mehrere Seiten beleuchten und nicht voreingenommen oder unter Zwang antworten müssen.

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@wildcarts

Passiv sind die Atheisten auf GF auf keinen Fall ,sie haben einen enormes Sendungsbewusstsein ..Die Frage ist nur von wem ?

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Das Kind kann katholisch getauft werden.

Immer wieder wird gesagt, bzw. vorgeschlagen, dass das Kind später selbst entscheiden soll, ob, und welche Religionszugehörigkeit es wählen soll.

In der Praxis ist das aber keine so gute Idee. Ich kenne eine Reihe von Eltern, die ihr Kind spätestens im Grundschulalter doch taufen ließen. In der Schule wird Religionsunterricht erteilt. Wenn das Kind daran teilnimmt, möchte es auch meist gemeinsam mit den anderen Schülern der Klasse die Erstkommunion feiern. Dazu muss es allerdings getauft sein.

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