Nur standesamtlich verheiratet, kann Kind katholisch getauft werden?

12 Antworten

In gewisser Hinsicht finde ich die Antwort von Wildcarts gut. Das Kind sollte selbst entscheiden können, ob und welcher Religion es sich anschließen möchte. Wenn es Euch wichtig ist, dass es vielleicht einmal einen christlichen Glauben annimmt, dann kauft eine Bibel und sobald es ein Interesse dafür entwickelt, lasst es darin lesen, sprecht darüber und, solange es eben kein Interesse an Religion hat, seid ein gutes Beispiel für das Kind.

Ich weiß nicht, wie es in der katholischen Kirche aussieht, aber in der evangelischen steht die Konfirmation mit 14 Jahren an. Ein Kind sollte sich also zu geeigneter Zeit vorher entschieden haben. Allerdings gibt es natürlich auch die Möglichkeit der Erwachsenentaufe und Konfirmation soviel ich weiß auch in der evangelischen Kirche. Wie es da in der katholische Kirche gehandhabt wird, weiß ich nicht. Ich finde es nicht richtig, über das Kind hinweg zu entscheiden, auch wenn es vermeintlich das Beste für das Kind ist. Das mit der Erbsünde ist ein Argument, welches einzig und allein eine Erfindung der römisch-katholischen Kirche ohne jegliche biblische Grundlage ist. Wer also mit diesem Argument kommt, und dass deshalb eine Taufe sobald wie möglich stattfinden sollte, sieht die Bibel notwendigerweise dahingehend als falsch an. Auch zur Zeit Jesu Christi ließen sich die Menschen erst im Erwachsenenalter taufen. Jesus selbst war um die 30 Jahre alt, als er sich taufen ließ. Das sollte einem doch zu denken geben, wenn man sich für einen Christen hält.

Da würde ich mal den Pfarrer fragen den es angeht. Er wird versuchen euch zu überreden das ihr selbst erst kirchlich heiratet. Ist kein Akt dauert 10 Minuten. Ich halte es für ziemlich inkonsequent das Kind taufen zu lassen und selbst das Sakrament der Ehe nicht zu empfangen. Nur meine Meinung.

Grundsätzlich ist das möglich. Zuvor findet aber stets ein Taufgespräch mit dem Pfarrer statt, weil gewährleistet sein muss, dass das Kind dann auch im Glauben erzogen wird. Ansonsten würde eine Taufe keinen Sinn machen, zumal die Eltern und Paten - zunächst stellvertretend für das Kind - sich bei der Taufzeremonie zur Kirche bekennen und das kath.Glaubensbekenntnis sprechen.

Die Frage bleibt allerdings, warum eine kirchliche Trauung nicht erfolgte, wenn ihr andererseits Wert darauf legt, dass euer Kind in die Kirche eingegliedert wird. Bei der Taufe erhält das Kind zwar die Gnade der Gotteskindschaft, den Weg des Glaubens allerdings müssen Eltern mit ihren Kindern gehen bzw. ihnen vorleben.

Raubkatze, Deine Meinung in Ehren, aber wie soll denn "gewährleistet" werden, dass ein Kind "im Glauben" erzogen wird?

Wieviele nennen sich denn Christen, lassen ihre Kinder taufen, lassen sich selbst taufen - und leben dann ein sehr ungöttliches Leben, haben also nur geheuchelt??

Ich denke, das geht in die Hundertmillionen!

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Kein Problem, hauptsache ihr seid in der Kirche.

Ihr seid beide in der Kirche = möglich.

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