Kind (nicht) taufen lassen?

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24 Antworten

Hallo, ich bin überzeugtes Mitglied in einer Kirche aber ich kann auch tolerant sein. (dies nur, weil in einer Antwort stand, Religion kann nicht tolerant sein)

Ich fände es toll, wenn du zu deiner Einstellung stehst und dein Kind nicht taufen lässt. Obwohl ich grundsätzlich einen Sinn in der Taufe sehe, aber dafür braucht man auch einen gewissen Glauben. Was hat das Kind von einer Taufe, aber keine religiöse Erziehung - nichts. Nicht die Taufe macht einen Christen, sondern die Überzeugung, der Glaube.

Das Kind wird heutzutage eher keine Nachteile haben und wenn es in die Schule kommt, kann es trotzdem an einem konvesionellen Unterricht teilnehmen. Wenn es dann auch getauft werden möcht, weil es wie alle anderen auch zur Kommunion mitgehen möchte, kann man es immer noch taufen lassen. Aber dann kann das Kind mitentscheiden.

Ich bin ein Freund von Taufe und Kirche ect. aber ich bin auch ein Freund von Überzeugungen und mir ist jemand lieber, der sagt, ich kann damit nicht anfangen, als die, die Taufen lassen udn kirchlich Heiraten, aber im Grunde nicht und auch gar nichts damit zu tun haben.

Geh deinen Weg, dein Kind wird ihn auch gehen.

Und er weiss, ob du, wenn du tatsächlich ein Kind bekommst, noch in dieser katholischen Gemeinde wohnst.....

Alles Gute

Du wirst wahrscheinlich sozial akzeptierter leben, wenn Du Dich den herrschenden Bräuchen in Deiner Umgebung anpasst. Das kostet Dich ja wirklich nicht viel und schadet nie. Dem Kind kann das später in jedem Falle recht oder auch gleichgültig sein: Sollte es sich als reifer Mensch positiv zur Taufzeremonie stellen, dann hat es die erwünschte Angelegenheit gleich hinter sich. Wird es dagegen ungläubig, dann kann es ihm später so egal sein wie jeder Zauberspruch aus dem Märchenbuch. Die Gebühr für die eventuelle Befreiung von der Kirchensteuer kannst dem Kind gleich auf das Taufkissen legen, dann ist doch alles erledigt!

du kannst ja warten, bis das kind selbst einen wunsch in diese Richtung äussert. Wenn alles herum katholisch ist, sind die Chancen gross, dass das kind mal sein will wie alle anderen. Aber du musst da nicht unbedingt vorgreifen.... finde ich...

Abahatchi 06.02.2015, 01:30
Wenn alles herum katholisch ist, sind die Chancen gross,

dasz ein zweiter Luther eine zweite Reformation auslöst.

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Hallo, wollte mich auch mal in die Meinungsliste einreihen.

Ich denke nicht, dass das Internet ein guter Ort ist, um so eine Entscheidung fällen zu lassen, weil das ein sehr sehr persönliches Thema ist und keiner von uns dich kennt oder deine Situation nachfühen kann.

Aber ich möchte dir kurz erzählen, wie's bei mir war. Ich wurde als Baby getauft, obwohl meine Eltern (zumindest damals) nicht viel mit Kirche am Hut hatten. Ich wurde auch danach nicht wirklich religiös erzogen, aber mein Vater war sich trotzdem sicher, dass es nur gut sein kann, wenn ich getauft werde. Es hat mir auch nicht geschadet, hätte ja später keine Konfirmation/Firmung mitmachen müssen.

Bei meiner kleinen Schwester war's genau andersherum: Sie wurde erst später getauft und mehr oder weniger (zumindest mehr als ich) religiös erzogen. Und sie hat jetzt einen weitaus kleineren Bezug zu Gott als ich.

Deswegen bin ich überzeugt, dass, egal ob du dein Kind jetzt taufst, oder nicht, es seinen eigenen Weg gehen wird. Und ich glaube nicht, dass eine Taufe schaden kann. Du bist ja auch getauft und trotzdem Atheist - deine freie Entscheidung.

Ich kann aber auch die vielen hier verstehen, die sagen, dass auch die Taufe Kinderentscheidung sein sollte. Aber das liegt jetzt halt an dir. Ich glaube jedenfalls, dass es für das Kind ein guter "Schubs ins Leben" ist, wenn sie von den Eltern getauft werden ... lassen.

LichtG 04.02.2015, 11:51
Ich denke nicht, dass das Internet ein guter Ort ist, um so eine Entscheidung fällen zu lassen,

Die Entscheidung muss sie selbst fällen, aber fragen ist immer sinnvoll. Wer sich nicht informiert, kann keine Entscheidung treffen.

Deswegen bin ich überzeugt, dass, egal ob du dein Kind jetzt taufst, oder nicht, es seinen eigenen Weg gehen wird. Und ich glaube nicht, dass eine Taufe schaden kann

Sehe ich anders. Warum Mitglied in einem Verbrechersyndikat werden?

Ich kann aber auch die vielen hier verstehen, die sagen, dass auch die Taufe Kinderentscheidung sein sollte

Kann ich nicht. Kinder können derartiges nicht entscheiden. Das können nicht mal die meisten Erwachsenen, weil jemand der sich taufen läßt, sich nicht ordentlich informiert hat....

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Im Grundsatz solte man zu seiner Einstellung stehen. Das Kind zum Aussenseiter in einem hinterländischen Dorf wo ein starker katholischer Geist herrscht würde ich nicht tun. Aber da würde ich auch nicht wohnen.

Ein Gespräch mit dem Pfarrer bringt dich vielleicht weiter. Ist der tolerant, ist es meist auch seine Gemeinde.

LichtG 04.02.2015, 11:48

Sorry, aber "Toleranz" und "Religion" passt nicht zusammen. Ist ein Pfarrer tolerant, dann agiert er entgegen seiner Religion. Denn Religion muss zwingend absolut sein. Ist sie das nicht, ergibt sie keinen Sinn.

Du würdest tatsächlich entgegen deiner eigenen Einstellung/Überzeugung handeln und dein Kind nach unnatürlichen und falschen Vorstellungen erziehen, nur weil es kein Aussenseiter sein soll?

Meiner Erfahrung nach, wird das Kind kein Aussenseiter, weil es nur noch sehr wenige Christen gibt. Die meisten sind es eh nur auf dem Papier. Und selbst wenn in einem Dorf alle "Fromm" sind, werden die wohl kaum mit der Bibel rumrennen...

Wo ist das Problem, wenn ein ungetauftes Kind Weihnachten etc. mitmacht? Machen Kinder von Moslems auch!

Es wäre nur dann ein Aussenseiter, wenn es auf Konfrontationskurs gehen würde und Religion thematisiert. Welches Kind macht sowas (außer religiös indoktrinierte)?

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ralphdieter 16.02.2015, 16:33
Kind zum Aussenseiter

Wenn das Kind Aussenseiter ist, dann nur wegen seiner "gottlosen" Eltern. Und die Frage lautet dann, ob es ein "getaufter Aussenseiter" leichter hat. Ich bezweifle das.

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Wie du schon sagtest: So heilig ist bei euch auch keiner. Insofern sehe ich das Risiko, dass dein Kind dadurch zum Außenseiter wird, als eher gering an. Also steh zu deiner Einstellung und lass dein Kind nicht taufen.

Am besten ist, du machst dir eine Liste mit den Vorteilen für und gegen diese Entscheidung. Dann gibst du den Argumenten Wertungen mit 1-3 Punkten. Zusammenaddieren und welche Seite zum Schluss mehr Punkte hat gewinnt.

Könnte zb so aussehen:

Pro Taufe:

  • es machen alle (1 Punkt)

  • einige Arbeitgeber (Caritas und co) sind kirchlich, es erhöht Lebenschancen (3 Punkte)

  • hier gibt es nur eine SChule für Kinder aller Bekenntnisse und da ist der Fremdsprachanteil zu hoch (3 Punkte)

  • Erwachsenentaufen sind für das Kind irgendwie komisch (1 Punkt)

Kontra Taufe:

  • er kann auch nachträglich noch seinen Glauben wählen (3 Punkte)

  • ich selbst bin Atheist und möchte auch nichts aufgezwungen bekommen (3 Punkte)

  • ich werde mich unwohl fühlen bei Orgelgedudel und Kreuz (1 Punkt)

XXholditXX 03.02.2015, 12:16

Oder auch "Keine Taufe = 100 Punkte"!

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Heutzutage werden viele Kinder nicht mehr getauft. Eine Freundin von mir wurde getauft als sie 10 Jahre alt war, weil sie es damals selbst entschieden hatte. Das ist doch eine gute Lösung ?

LichtG 04.02.2015, 11:43

Wenn ein Kind sich mit 10 zur Taufe entschließt, ist das alles andere als eine eigene Entscheidung und gute Lösung. Woher bekommt ein Kind denn solche Ideen? Ihm wird dann vorgelebt, seitens der Eltern, welche Religion gut sein soll und welche nicht. Mit 10 kann man das nicht verstehen, sondern macht nur das, was die Eltern wollen.

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Das ist deine Entscheidung. Heutzutage hat die taufe so oder so für die neuen Generationen kaum mehr bedeutung. Und wenn doch, dann könnte sich dein Kind ja noch entscheiden sich taufen zu lassen. So wie ich mit 14 getauft wurde. Aber die gläubigen Katholiken sterben sowieso bald alle aus

Ich bin in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen und wurde nicht getauft. Meine Eltern wollten mir selbst einmal die Entscheidung über meinen Glauben überlassen. Allerdings bin ich auch nicht katholisch und glaube nicht daran, dass die Taufe - egal ob als Kind oder als Erwachsener - etwas mit der Erlösung zu tun hat, sondern nur ein öffentliches Bekenntnis ist. Aber zu deiner eigentlichen Frage: so schade ich es auch finde, wenn Menschen sich gegen den Glauben an Gott entscheiden und ihre Kinder nicht auf einen Pfad zu Gott leiten wollen, finde ich es noch blöder, eine Taufe durchzuführen, nur weil es Tradition ist. Das ist reine Heuchlerei und hat nichts mit Glauben zu tun und sollte daher keinen Platz in einer Kirche haben.

Diese Entscheidung würde ich an Deiner Stelle der Kindesmutter überlassen.

Georg63 02.02.2015, 15:49

Warum sollte die Mutter allein darüber entscheiden?

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In der katholischen Kirche gelten die Regelungen des CiC. Diese gelten weltweit.

Eine dieser Regelungen lautet, dass man ein Kind nur dann taufen lassen darf, wenn davon auszugehen ist, dass dieses auch entsprechend religiös erzogen werden wird.

Da dies in deinem Fall offensichtlich nicht der Fall ist, wäre der Pfarrer eigentlich verpflichtet, dich wieder wegzuschicken, wenn du dein Kind taufen lassen wolltest.

XXholditXX 03.02.2015, 12:15

martin

ein Kind nur dann taufen lassen darf, wenn davon auszugehen ist, dass dieses auch entsprechend religiös erzogen werden wird.>

Wie wird denn sowas ermittelt?? Nach der Steuererklärung der Eltern, in der die Konfessionszugehörigkeit eingetragen wird?

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martin7812 03.02.2015, 21:51
@XXholditXX

Das ist wohl so wie bei häuslicher Gewalt:

Es ist verboten, seine Frau zu schlagen - aber wie will man das kontrollieren?

Im Endeffekt ist es aber so, dass für die Eltern vor der Taufe ein Beratungsgespräch mit dem Pfarrer vorgeschrieben ist. In diesem Beratungsgespräch sollte ein fähiger Pfarrer (bzw. dem Theologen, der ihn vertritt) eigentlich bemerken, was Sache ist.

Dass die Realität leider anders aussieht, ist eine andere Sache...

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XXholditXX 06.02.2015, 09:29
@martin7812
Dass die Realität leider anders aussieht, ist eine andere Sache...>

Nee, das ist das Kernproblem!

Siehe Mt 7,20: "...an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."

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ralphdieter 16.02.2015, 16:28
@XXholditXX

Der Pfarrer wird schon wissen, wer sonntags nicht antanzt, und warum.

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Ob ein Kind getauft wird oder nicht, müssen beide Eltern entscheiden, nicht nur der Vater. Wenn ein evtl. kath. Partner dies wünscht, kannst du trotz der Taufe ein Atheist im Verborgenen bleiben.

Im übrigen findet vor jeder Taufe zunächst ein Taufgespräch zwischen dem zuständigen Seelsorger und den Eltern statt. Eine Taufe ohne die Gewähr für eine kath. Erziehung des Kindes würde wahrscheinlich abgelehnt.

Da du ja noch nicht betroffen bist, kann sich dein Atheistenstatus bis dahin ja noch ändern.

Also ich bin auch in nem Kaff aufgewachsen und meine Schwester und ich waren beide ungetauft. Durften uns dann selber entscheiden und haben uns beide evang. taufen lassen und konfirmieren.

Im endeffekt kann ich persönlich m,ich nur an 2 seltsame Sachen erinnern: als ich, so wie meine große Schwester, auch gerne mal in den ev. und mal in den kath. Religionsunterricht wiollte, einfach um beides mal kennenzulernen.. da sagte meine Grundschullehrerin "ach Gott, ein Heidenkind, stimmt ja".

Aber es war nicht bös gemeint und ich hatte deswegen nie Probleme.

Ich halte nichts von Kindertaufe. Das Kind kann sich irgendwann selbst taufen lassen sofern es dieser Überzeugung ist. Was ich viel sinnvoller finde.

Aber schlussendlich ist es deine Entscheidung. Es wird immer solche und solche Meinungen darüber geben. Für manche Christen ist das sehr wichtig für manche nicht. Ich finde die Kindertaufe nur ein Religiöser Brauch der nicht mal Biblisch basiert ist. Aber da gibt es wohl auch unter Christen verschiedene Meinungen zu.

LG

Schwierig, dir einen Rat zu geben...

Du bist katholisch getauft, jedoch Atheist. Bist du das aus Überzeugung? Oder bist du da hinein geraten, weil du dich noch nicht groß für "Gott" interessiert hast?

Üblicherweise ist es besser, zu seiner Überzeugung zu stehen. Aber Taufe ist ja nicht nur deine Entscheidung, sondern auch die der Mutter. Vielleicht führt dich ja die Geburt eines Kindes - das Wunder des Lebens - auf den Weg der Wiederentdeckung des Schöpfers. Wer weiß. Ich würd's dir jedenfalls wünschen, und deinem Kind, das eines Tages geboren werden soll, wünsche ich, dass es zu Jesus gehören darf - nicht auf dem Papier, sondern ganz richtig und mit Überzeugung.

LichtG 04.02.2015, 11:56
Atheist. Bist du das aus Überzeugung?

Man kann nicht aus Überzeugung Atheist werden, weil Atheismus ein passiver Zustand ist. Als Atheist hat man keinen Glauben und auch keine Kenntnisste darüber.

JEDER Mensch wird als Atheist geboren! Also ohne Gottglauben.

dass es zu Jesus gehören darf

Jesus ist nur eine alte Sagengestalt, die das Christentum übernommen hat.

Vielleicht führt dich ja die Geburt eines Kindes - das Wunder des Lebens - auf den Weg der Wiederentdeckung des Schöpfers.

Es wäre wenn, dann eine "Neuentdeckung". Warum man aufgrund eines natürlichen Vorgangs zu einem Mythos finden soll, ist mir jedenfalls nicht klar.

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omikron 04.02.2015, 16:17
@LichtG
Man kann nicht aus Überzeugung Atheist werden, weil Atheismus ein passiver Zustand ist.

Das kann man so sehen, aber das glaube ich nicht. Natürlich kann ich mich als Atheist bezeichnen, weil ich nichts glaube. Aber Atheismus ist eher das Überzeugtsein davon, dass es keinen Gott gibt - also eine durchaus aktive Entscheidung. Das meinte ich.

Warum man aufgrund eines natürlichen Vorgangs zu einem Mythos finden soll, ist mir jedenfalls nicht klar.

Nun ja, es gibt eben Menschen, die nicht einfach alles nur so hinnehmen, weil das alles so ist wie es ist, sondern die der Sache auf den Grund gehen wollen.

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LichtG 11.02.2015, 23:00
@omikron
Aber Atheismus ist eher das Überzeugtsein davon, dass es keinen Gott gibt -

Ein weit verbreiteter Irrtum, der nur seitens Gläubiger so definiert wird.

Atheismus ist definitiv kein "Überzeugt sein", weil Atheismus keinerlei Aussage machen kann. Es beudetet einfach, dass man das Konzept "Gott" nicht kennt. Es ist das NIchtvorhandensein von Gottglauben.

Eine Ablehnung, also überzeugte Haltung, ist der ANTItheismus!

Atheismus = a theos = OHNE Gott = passiver zustand Antitheismus = anti theos = GEGEN Gott = aktive Entscheidung

Nun ja, es gibt eben Menschen, die nicht einfach alles nur so hinnehmen, weil das alles so ist wie es ist, sondern die der Sache auf den Grund gehen wollen.

Eben: Aus diesem Grund kann man nicht von natürlichen Vorgängen auf Mythenn (zb Gott) schließen. Wer die Dinge hinterfragt, kann gar nicht zu dem Ergebnis kommen, dass Gott existiert. Das kann er nur, wenn er das hinterfragen beendet, wenn er an einem Punkt ist der ihm selbst behagt.

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Meines Erachtens sollte das Kind bei dieser Frage auch gefragt werden. Und bis das möglich ist und das Kind die nötige Reife hat, wird das Kind fast volljährig sein.

Hier ein sehr guter Artikel zu dem Thema, den die SZ vor ein paar Wochen veröffentlicht hat: http://www.sueddeutsche.de/leben/glauben-warum-die-taufe-warten-kann-1.2281804

Ich halte es für falsch, ein Kind zu taufen und würde diese Entscheidung dem Kind selbst überlassen.

LichtG 04.02.2015, 11:41

Einem "Kind" kann man diese Entscheidung nicht überlassen, weil man dann noch gar nicht verstehen kann, was Religion ist.

Kinder sollten generell ohne Religion aufwachsen, weil ihnen sonst Ideologien und Falsches Wissen eingetrichtert wird, welches sie nur schwer loswerden.

Statt dessen sollte man Kindern nur aus einer neutralen Sicht erklären, was Religion ist und was einzelne beinhalten.

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martin7812 04.02.2015, 21:45
@LichtG

Statt dessen sollte man Kindern nur aus einer neutralen Sicht erklären ...

Solche Sätze hört man immer wieder.

Ich bin fest davon überzeugt, dass so etwas nicht möglich ist:

Entweder man gibt seinem Kind eine religiöse Denkweise mit, oder eine pseudeo-religiöse, bei der ebenfalls unbewiesene Vorstellungen (die sich z.B. an Naturwissenschaften orientieren, einer genauen wissenschaftlichen Prüfung aber nicht stand halten würden) an die Stelle von "echten" religiösen Vorstellungen treten.

Im Endeffekt ist auch so etwas nichts anderes als eine Religion.

Da laut Studien religiös erzogene Kinder später im Durchschnitt toleranter gegenüber anderen Menschen sind als andere und angeblich auch resistenter gegen radikale religiöse Strömungen, hat die religiöse Erziehung auch noch einen ganz praktischen Nutzen für das Kind.

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fastlink 09.02.2015, 16:52
@martin7812

Doch, geht!

Man kann einem Kind beibringen, stets alles zu hinterfragen, niemals eine Geschichte, egal welche, als feststehend anzunehmen, egal von wem, auch nicht von den Eltern, diese stets und immer wieder in Frage zu stellen, auf den Prüfstend, faktisch, logisch, kritisch, vernünftig, analytisch und vor allem ergebnisoffen, alles als fließend zu betrachten.

Und schwupp hat man es geschafft und das Menschlein ist hinterher immun gegen Ideologien und zudem Kanzelweisheiten jeglicher Herkunft, weil es alles, was es gesagt bekommt, mit den eigenen Feststellungen, vernünftig und vor allem ergebnisoffen abgleicht.

Ein kleines Beispiel, die von Dir aufgestellte Behauptung mit von wegen Toleranz und sowas, das stelle ich mal in Frage.

Wer hat die Studie, die Du meinst, bezahlt, wer durchgeführt, wie wurde sie verifiziert, welche Vergleichsguppen / Kontrollgruppen wurden gebildet, welche unterschiedlichen Religionen wurden jeweils wie eingebunden und untersucht, wie groß waren diese Gruppen jeweils, wie wurden diese zusammengesetzt, wie wurden sie begleitet, wie lange war die Untersuchung, über welchen Zeitraum, Altersbereich, wie wurde genau ausgewertet und wer hat ausgewertet. Wie sehen Vergleichbare Studien in anderen Ländern / Kulturen aus, welche Studien mit gegenteiligem Ausgang gibt es, wie siehr alles Vorgenannte bei diesen aus, wie passt das zusammen..... etc. - und solange das nicht alles komplett geklärt ist, ist es als eine reine Behauptung ohne faktischen Hiuntergrund anzusehen.

Genau das meine ich - erstmal hinterfragen. Nur weil jemand eine Studie erwähnt heißt das noch lange nichts - das gilt auch für Bibeln, Korane, rote Fiebeln, braune Fiebeln, etc.

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LichtG 11.02.2015, 22:56
@martin7812
Entweder man gibt seinem Kind eine religiöse Denkweise mit, oder eine pseudeo-religiöse, bei der ebenfalls unbewiesene Vorstellungen (die sich z.B. an Naturwissenschaften orientieren, einer genauen wissenschaftlichen Prüfung aber nicht stand halten würden) an die Stelle von "echten" religiösen Vorstellungen treten.

Sorry, aber dass ist absoluter Schwachsinn!

Religion ist grundsätzlich nur ein politisches KOnstrukt mit frei erfundenen INhalten, mit denen eine Moral verbreitet werden soll, um aus einer Menschenmenge eine homogene Masse zu erzeugen, die sich leicht lenken lässt.

Naturwissenschaften kann man nicht benutzen, um daraus religiöse oder Pseudo-Religiöse Vorstellungen zu erzeugen.

Deine Idee basiert darauf, dass jeder Mensch etwas glauben müsse und es nichts gibt, was sich wirklich beweisen ließe. SOlche AUsreden, die keinen Sinn ergeben, höre ich ständig von Gläubigen.

Da laut Studien religiös erzogene Kinder später im Durchschnitt toleranter gegenüber anderen Menschen sind als andere und angeblich auch resistenter gegen radikale religiöse Strömungen, hat die religiöse Erziehung auch noch einen ganz praktischen Nutzen für das Kind.

DAS ist nun aber die Krönung. Religion ERZEUGT Intoleranz! Ohne Intoleranz funktioniert Religion nämlich nicht. Man muss alle anderen ablehnen, und sich selbst als etwas besseres fühlen, weil man denkt, die anderen seien Unwissend oder naiv, weil sie nicht das selbe glauben ....

Welcht Studien sollen das sein? Vom Vatikan herausgegeben?

Merkst du nicht wie diskriminierend deine Aussage ist? Du behauptest damit nämlich, dass Nichtreligiöse generell Intolerant seien ...

Du ziehst völlig falsche Schlüsse! Es gibt nur zwei Gründe, warum sich jemand einer radikalen religiösen Strömung hingibt:

  1. Kindliche Indoktrinierung
  2. Mangelnde Bildung
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ralphdieter 16.02.2015, 16:24
@martin7812
Da laut Studien religiös erzogene Kinder später im Durchschnitt toleranter gegenüber anderen Menschen sind

Interessant! Wo finde ich eine solche Studie?

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Hallo,

die Kirche tauft grundsätzlich nur Kinder, wenn sie der Überzeugung ist, dass das Kind nach den Grundsätzen des katholischen Glaubens erzogen wird. Genau dies musst du dann auch versprechen. Wenn nicht davon auszugehen ist, dass das Kind katholisch erzogen wird, dann sollte das Kind sich später, wenn es alt genug ist, selbst für die Taufe endscheiden. Eine Kindertaufe ist in deinem Fall weder sinnvoll noch gestattet.

Grüße

RKATHOLIK

Ich glaube wir sind alle "Kinder Gottes" und kommen mit einem hellen Schein auf die Welt.

Und was da pädantisch wie ein großer Fingerzeig nach oben in den Himmel ragt, nennt sich Kirche. Aber würde ich jetzt anfangen von der Kirche zu sprechen, wäre sie morgen leer und der Speicherplatz würde hier nicht ausreichen.

Handele du wie es für dich stimmig ist und wenn deine Kinder später mal selber geatuft werden möchten, dann gibt es immer noch eine Not Taufe, der sie sich unterziehen können.

Aber dann aus freiem Willen.

LichtG 04.02.2015, 11:57
Ich glaube wir sind alle "Kinder Gottes" und kommen mit einem hellen Schein auf die Welt.

Da kann ich dir helfen, indem ich deinen Glauben durch Wissen ersetze:

Jeder Mensch kommt als Atheist auf die Welt, also ohne Gottglauben. Denn Gott gibt es nicht.

Der Gott den du meinst, ist übrigens eine Erfindung der von dir verpönten Kirche. Ohne die Kirche gäbe es den Christengott nicht.

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  1. Atheismus ist keine Einstellung, sondern ein passiver Zustand, der beschreibt, dass man keinen Gottglauben hat und auch keine Kenntnisse dieses Konzeptes. Daher bist du entweder Agnostiker oder Antitheist.
  2. Warum solltest du religiösen Zwängen nachgeben, nur weil es die Masse tut`? Steh zu deinem Unglauben!
  3. Liebst du dein Kind nicht? Warum kommst du sonst auf die Idee, es von vorne herein in Gruppenzwang zu integrieren?

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