Mich interessieren total LGBT Outing-Geschichten! Also: Wie habt ihr euch geoutet :)?

14 Antworten

Hiii 

Die Antwort kommt vielleicht ein bisschen spät aber egal 😂

Also bei mir war es so, dass ich einen kleinen Streit hatte mit meiner besten Freundin, auf die ich stehe/stand (bin lesbisch). Wir streiten uns eigentlich nicht oft aber wenn wir uns streiten versöhnen wir uns entweder am selben Tag oder spätestens 2 Tage danach und sind dann viel besser befreundet, da wir dann erst realisieren, wie sehr wir uns bedeuten. Also bei mir was es dann so, dass es mich so sehr bedrückt hat, dass ich nach diesem Streit mit ihr abends geschrieben habe und gesagt habe :

"Ich glaube ich muss dir morgen etwas wichtiges erzählen" 

Obwohl Ich nur wollte,dass sie neugierig wird und es erratet aber sie hat es nicht erraten Und hat gesagt, dass ich ihr Vertrauen kann und sie immer bei mir sein wird egal was passiert. 

Also habe ich nicht auf den nächsten Tag gewartet sondern hab ich direkt gesagt, dass ich auf Frauen stehe und sie hat direkt geschrieben, dass das überhaupt nicht schlimm sei und dass es nichts an unserer Freundschaft ändert etc. 

Seitdem kann ich mit ihr über solche Themen reden ohne mich verstecken zu müssen und das beste ist, dass sie es akzeptiert hat und überhaupt nicht schlimm fand :) 

Hab mich bei meinen Eltern am 27.02. geoutet... Hier meine Geschichte:

Hab die ganzen Tage vor dem Coming out sehr viele Gedanken darüber gemacht und mir immer wieder gedacht, was wäre wenn ich das jetzt einfach in den Raum hinein werfe wenn ich mit meinen Eltern im Wohnzimmer sitze...

An einem Tag hab ich mir dann gedacht: "So und morgen oute ich mich". Zu der Zeit war ich in ner Whatsapp Gruppe mit anderen LGBT's und Morgens hab ich dort Geschrieben "Ich oute mich heute Abend bei meinen Eltern... Wünscht mir Glück".

Am Abend lief dann im Fernseher "Der Kaufhaus Cop" und mein Vater und mein Bruder saßen im Wohnzimmer... Meine Mutter saß währenddessen im Esszimmer an ihrem Laptop.

Als der Film gerade zu Ende war bin ich total aufgeregt ins Esszimmer gegangen und sagte zu meiner Mutter "Kannst du kurz rüber kommen?" sie meinte darauf "Hä warum denn?!"... ich sagte nur noch kurz: "Egal komm einfach" während ich schon wieder im Wohnzimmer verschwand.

Als meine Mutter dann rein kam saß ich auf dem Sofa. Sie stellte sich Verwirrt und etwas aufgebracht in den Raum und fragte mich: "Was ist denn los?"

als plötzlich alle im Raum meine Mutter angestarrt haben, sind mir die 3 magischen Worte raus gerutscht: "Ich bin Schwul" 

Plötzlich war alles still... Im Fernsehen lief stumpfe Werbung über Bier und anschließend über eine Frauenzeitschrift.

In meinem Kopf war nur noch ein Gedanke: "Was hab ich nur getan???" 

Mein Vater schwieg weiter während meine Mutter nur noch sagte: "Echt?". Ich lächelte nervös und sagte: "JA"... gefolgt von einem: "hattet ihr das schon irgendwie gedacht?"

Meine Mutter antwortete verstutzt: "Nein!?" Wir sind dann ein wenig später in die Küche gegangen... Meine mutter sagte nur noch: "Was ich noch alles mit euch durchmachen muss...". 

Den Rest der Unterhaltung hab ich leider vergessen. Mein Vater, der am tag meines Coming outs nichts sagte, riet mir am nächsten Tag ich solle das bei Meinem Hausarzt ansprechen und nach einer Hormontherapie fragen und ob das noch möglich wäre... 

Meine Antwort darauf war: "Tja wie es aussieht kommt die Therapie 5 Jahre zu spät... Denkst du ernsthaft, dass das was neues für mich ist? Das ich schwul bin wusste ich schon mit 10 und während ich 5 Jahre gebraucht hab um euch das zu sagen habt ihr noch nicht mal ne kleinste Veränderung an mir bemerkt. Warum sollte ich daran was ändern?"

Oha, als könnte man sich aussuchen, welches Geschlecht man liebt... Ich will auch in eine LGBT-Gruppe :'(

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Die Story ist echt heftig. Liebe ist Liebe, ich selbst würde bei meinen Kindern nie so ein Theater darum machen. Das ist Schwachsinn . Du kannst dir das doch nicht aussuchen. Man muss doch nicht zwanghaft mit einer Frau zusammen sein, die man gar nicht liebt, nur damit man als 'normal' angesehen wird. Ich verstehe deine Eltern ÜBERHAUPT NICHT. Falls du mal einen Freund hast, bring ihn einfach mit nach Hause, die können nichts machen. 

LG, xohnexmichx❤

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@xohnexmichx

Ich hab meinen Freund schon oft nach Hause gebracht... Was ich vergessen hab noch hin zu schreiben ist, dass mein Vater das inzwischen akzeptiert hat.

Die ersten paar Wochen nach meinem Coming out hat er erst mal jedes Gespräch mit mir nach Möglichkeit vermeidet... Er hat sich erst mal für ne Woche verhalten als hätte ich ihn enterbt oder so ^-^

Ich denke der größte Schock für ihn war, dass ich sein "Weltbild" über schwule komplett zerstört hab... seiner Ansicht nach hätte ich mit Handtasche, Make-up und Lippenstift rumlaufen müssen.

Von daher konnte ich ja gar nicht schwul sein, weil ich ja überhaut nicht so aussehe. Dummerweise sah mein Freund auch total normal aus und ein paar namen die ich ihm aus der Umgebung nannte wirkten davor auch total normal auf ihn...

Auch wenn er mir noch nie gesagt hat, dass er deswegen stolz auf mich ist, hat er sich irgendwie schon mit der Situation angefreundet.

An einem Geburtstag meinte meine Oma zu mir "Ich glaube du bist der normalere von euch Geschwistern". Darauf hab ich nur geantwortet: "Normal war ich schon mal... hat mir nich so gefallen". 

Und irgendwie hat mich mein Vater dafür ziemlich abgefeiert weil ich ihm vor meinem Coming out genau die gleichen unverständlichen Botschaften gegeben hab...

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echt heftig das dein Vater so reagiert hat.....

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@shadowhunter109

Ich denke mal er war sehr geschockt... Was ihm aber nicht in den Kopf gekommen ist, ist das ich mein Coming-out natürlich schon länger geplant hab. Das ich schwul bin war für mich ja nix neues ;D

Aber inzwischen ist wieder alles in Ordnung ^-^

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@TheFreeman

Hi Pascal,

 freut mich dass es mit deinem Vater inzwischen wieder besser ist bzw. er dich akzeptiert. Wie du oben lesen kannst ,ging es mir mit meinem Vater auch ähnlich, dass er erst geschwiegen hat und es langsam verarbeitet und jetzt ist alles gut.

Was wir halt nicht vergessen dürfen ist, dass die Eltern das in dem Moment zum ersten Mal hören und eben weder darüber viel gelesen haben noch Erfahrungen haben und daher nicht wissen, dass es "von selbst kommt", eher schön als schlimm ist und auch nicht therapierbar.

Machs gut, weiter alles Gute dir und deinem Freund :)

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Oh Gott!! Ich muss einfach nur lachen..sry😂 wie kommt dein Vater auf ne Hormontherapie?? Ich glaube ich hätte damals genauso wie du reagiert..Respekt. Liebe denjenigen den du lieben willst ❤

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Meine Antwort kommt super spät, aber ich schließ mich dir an - wo findet man bitte eine LGBT-WhatsApp-Gruppe?? O: Hätte ich die gehabt, als ich meine Sexualität hinterfragt hab, wäre mein Leben einfacher gewesen hahaha

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@melaniechrish

Bin da irgendwie über nen schwulen Freund rein geraten ^^ keine Ahnung wie der an die Gruppe geraten ist xD

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Hallo, hier ist Rick,

gute frage sagt ich drücke mich vulgär aus. also hier die zensierte version.

Eigentlich will ich ja nicht darüber sprechen/schreiben aber ich machs jetzt einfach, vielleicht lösch ichs danach einfach, mal sehen.

Also... ist schon bisschen her, aber ich kann mich so gut dran erinnern als wäre es gestern passiert.

Mein erstes Outing , bei meiner besten Freundin, war wirklich in Ordnung. Ich habs ihr einfach gesagt, als sie mir erzählt hat, dass sie auf Frauen steht. Wir konnten zwar den anderen nicht verstehen, (ich meine... Tltten... bäh) aber war alles easy .

In meiner Klasse war es irgendwie allen schon klar. Keine Ahnung warum...XD und da war niemand der n Problem hatte, vielleicht einer bisschen aber der ist jetzt durchgefallen. so what.

Tja und dann waren da noch meine Eltern. Sie waren eigentlich echt cool, liesen mich auf Partys oder bei Mädchen übernachten, (was die andern in meinem Alter so 14-15 damals noch nicht durften) und waren nie wirklich streng.... Aber eines durfte ich auf keinen Fall: schwul werden.

Ich bin aber schwul.

Das wurde mir dann irgendwann klar und ich fands gut so... und dann war da eben mein Freund den ich nicht immer verstecken wollte. Außerdem...keine Ahnung ich hasste diese "schau doch mal die an, die ist doch hübsch" oder "warum hast du denn jetzt nicht mal ne Freundin? Du bist doch gar nicht so schüchtern" Kommentare einfach.

Und dann hab ich einfach gesagt, beim Abendessen so... ich hab glaube ich nie wieder Menschen so dumm gucken sehen. Okay... ich gebs zu, es war echt scheiße.

Ab da haben sie erstmal nicht mehr mit mir geredet. Und ich abwechselnd bei Freunden geschlafen, wenn ichs nicht mehr ausgehalten habe.
es ging ewig so... vielleicht drei Monate oder so? Ist mir eigentlich egal, Irgendwann hats mein Vater dann gecheckt, dass ich ihn jetzt nicht in der nacht zu ihm ins Bett krabbel und ihn vergewaltige kp ... vielleicht liegt es auch daran, dass n paar Eltern von meinen Freunden mit ihnen geredet haben.Ist mir auch egal.

Aber so richtig okay ist das immer noch nicht zwischen uns. Er... sagen wir mal akzeptiert, dass es sich nicht ändern lässt, findet es aber halt scheiße und meine Mutter... bei der will erst gar nicht anfangen.

Aber es ist langsam echt okay. Am Anfang musste ich mich mit svv rumschlagen, und ich habe mich echt oft mit meinem Freund gestritten, ich glaub das mit dem zusammen leben müssen wir noch bisschen üben, hallo übrigens falls du das liest (gemeinsamer Account und so. Verstehste)... aber es hat auch son paar gute seiten. Zum beispiel weiß ich jetzt, dass familie nichts mit Blut zu tun hat, oder das ich echt scheiß coole Freunde habe. und das mit Yaron ist irgendwie noch näher so. Keine Ahnung ist schwer zu beschreiben, Ich glaube ich werde kitschig, wenn ich jetzt mehr schreib, sorry.

Auf jeden Fall wird es besser.

Ich lass das jetzt so.

Wie war den coming out so?

LG

Danke für deine Erlebnisse, ich finde das sehr interessant und wünsche dir und deinem Freund das allerbeste.

Ja, zusammenleben ist echt manchmal schwierig, aber dann auch wieder schön :)

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