Mich interessieren total LGBT Outing-Geschichten! Also: Wie habt ihr euch geoutet :)?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Hallo Fragant,

hier die Story, wie es mit meinen Eltern lief:

Also ich habe beschlossen, mich erst bei meiner Mutter zu outen, weil ich zu ihr ein näheres Verhältnis hatte als zu meinem vater. Ich habe mir also vorgenommen, das nächste mal,wenn ich heimfahre sage ich es.

Das war ein wenig blöd, weil ich es dann nicht an einem ruhigen Moment gesagt habe sondern (weil ich mich vorher nicht getraut habe), kurz bevor ich wieder weg musste. ICh hätte es besser dann an dem Tag nicht mehr gesagt.

Jedenfalls hab ich dann gesagt. "Du Mama, ich glaub ich bin homosexuell" und sie hat dann gesagt "Das glaube ich nicht, das ist sicher nur so eine Phase" (naja, ich war da schon 22!) Leider war dann wenig Zeit drüber zu reden. Am Telefon habe ich später gesagt, dass ich schon lang den Gedanken habe und mir schon recht sicher bin, und sie hat da auch schon begonnen sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen.

Wahrscheinlich hätte ich nicht sagen sollen "Ich glaub ich bin homosexuell", sondern, "Mama, ich bin homosexuell und das weiß ich schon ein paar Jahre, aber ich habe leider noch keinen Moment gefunden es zu sagen, und es tut mir leid, dass ich es jetzt erst sage", aber so klang es halt schon recht unsicher von mir.

Ich glaube es hat ihr geholfen, dass ich gesagt habe "Ich hatte 7 Jahre, mich an den Gedanken zu gewöhnen, nimm dir auch die Zeit dazu." Später hat sie nur mal gefragt, ob da nicht doch eine Chance wäre, dass es sich ändert und ich vielleicht Kinder kriege. Aber mittlerweile hat sie es akzeptiert.

Nun, dann hat sie mal gefragt: "Weiß es Papa schon?" und wir haben dann überlegt, wie ich es meinem Papa sage. Das sollte dann an den Feiertagen im nach Weihnachten sein, wenn genug Zeit ist und ich hab schon ein paar Tage vorher gesagt, ich muss dir was wichtiges über mich sagen und ihn ein wenig eingestimmt. Wir waren dann spazieren und ich hab als erstes gefragt, ob er eine Ahnung hat, worum es gehen könnte. "Irgendwas wegen dem Studium? Nein, keine Ahnung." Na, dann habe ich gesagt, dass ich schwul bin und ihm das gern sagen wollte." Seine erste Reaktion war nicht so toll: "Ich habe einige Freunde, die homosexuell sind, und bei denen ist mir das egal, aber in der eigenen Familie ist es schon eine Katastrophe". Uiuiui. Ich war aber gefestigt genug um zu fragen, warum. Ja, weil er Enkel will und was sollen die Verwandten denken? Wir haben dann beschlossen, dass wir es seiner Mutter und den anderen Verwandten nicht sagen.

Einige Tage lang haben wir gar nicht mehr darüber geredet, und beim nächsten Mal als wir darüber geredet haben, hat er gesagt. "Was soll man machen, das muss man akzeptieren, man kann es ja nicht ändern. Bist ja noch der gleiche, nur ein Aspekt ist anders, ich mache mir halt auch Sorgen, dass du es schwer haben wirst." Und ich habe gesagt."Nein, ich habe es nicht schwer. Alle haben es bisher gut verstanden, und ich bin glücklich damit". Und dann hat er gesagt, "man will ja vor allem eines nicht, dass der eingene Sohn unglücklich ist."  Und damit war es quasi geklärt und gut. Jetzt haben wir ein viel besseres Verhältnis als vorher, weil ich gesehen habe, seine Ablehnung war v. a. aus Sorge um mich. Und er mag auch meinen Freund.

Irgendwann hat meine Mutter es dann mal meiner Tante erzählt. Und die hat nur gesagt: "Hast du es gut, wenn das die einzigen Probleme in eurer Familie sind." (und meinte wohl eher, dass es kein Problem ist).

meine Oma meinte irgendwann mal als wir sie besucht haben, "Der Patrick Lindner, der ist ja auch schwul." und hat zu mir geschaut. Ich hab dann nur gesagt. "Ja, und der ist ja auch glücklich." Wir haben vorher und hinterher nie etwas zu ihr zu dem Thema gesagt.

Die Mutter von meinem Freund hat sein Outing kommentiert mit "Du bist doch mein Sohn". Also, nie irgendein Problem gehabt, auch mit mir nicht, da war ich einfach immer zuhause, hab sie mitgepflegt und so, mittlerweile ist sie tot. Sie hat aber immer zu ihrem Sohn gehalten, hat sehr an ihm gehangen, ihm aber auch allen Freiraum gelassen.

Der Vater von meinem Freund hat zu seinem Outing gesagt "Ach, bist du auch so ein Wowereit." Seine Schwester hat gesagt "ist doch egal, kann doch jeder leben wie er will."

Ich hoffe, du kannst findest meine Erfahrungen interessant oder hilfreich. Natürlich ist es überall anders, und mittlerweile ist das Thema in der Gesellschaft auch noch besser akzeptiert.

Hallo Fragant1995,

Ich habe mich nie wirklich richtig outen müssen. Meine Mutter hat es von meiner Psychologin erfahren, Mama hat es dann Papa und meiner Schwester gesagt. Richtig geoutet habe ich mich bis jetzt nur vor Freunden und meiner Tante. Das war alles kein Problem. Ich habe ein wahnsinnig tolerantes Umfeld, dafür bin ich auch sehr Dankbar. :) Meine Großeltern wissen es nicht. Sind aber auch die einzigen. Die einen würden super damit umgehen, die anderen beiden sehen sowas als abnormal an, deswegen habe ich auch kein Bedürfnis das zu sagen. Wenn ich eine Freundin habe, dann bring ich sie mit nach Hause, ganz egal was wer denkt. Ich stehe zu meiner Homosexualität, gehe offen damit um, hätte auch kein Problem, mich mit meiner Freundin ( wenn ich eine hätte :D ) draußen offen zu zeigen. Liebe ist Liebe, wer mich mag, der akzeptiert mich so wie ich bin, wer es nicht akzeptiert, kann gehen.

LG, xohnexmichx ❤

nyazm 01.06.2017, 01:18

freut mich voll für dich das jeder so positiv reagiert hat:) aber mal ganz blöde Frage.. hat deine Psychologin nicht Schweigepflicht? Sie darf sowas doch gar nicht irgendwem erzählen 🤔

0

Also da gab es eigentlich bis jetzt 3 Outings bei mir.

1.Bei meiner besten Freundin, der ich sagte, dass ich mich in ein Mädchen verliebt hatte (Bin Pansexuell)

2. Bei meinem besten Freund, weil ich dachte, dass er es auch verdient hat, es zu wissen. Ich hab einfach in einer ruhigen Minute gesagt, dass ich ihm etwas Wichtiges erzählen müsse.

3. Bei den Mädels meiner Klasse bei einer Runde Wahrheit-oder-Pflicht xD Ich musste sagen in wen ich verliebt war und booom schon wussten es alle.

Bei allen drei Situationen hatte ich nur positive Reaktionen, worüber ich sehr froh bin. Es lief immer gleich ab (bis auf das letzte)

- Ein zaghaftes "Du ich muss dir was sagen"

- "Ich stehe auf auch auf Mädels" oder "Ich habe mich in XY verliebt"

-  Ein langes Schweigen, wo ich mich fühlte, als hätte ich was gebeichtet.

- Positive Reaktion meines Gegenübers

- Erleichterung meinerseits und ein stolzes Gefühl, weil endlich jemand Bescheid weiß.

Vor dem Outing fühlt es sich immer schrecklich an, aber danach ist man unfassbar erleichtert und froh, nichts mehr verstecken zu müssen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg, falls du deines noch vor dir hast.

Liebe Grüsse

bobcatlynx

hallo, Fragant1995,

 weil es hier gut hinpasst:

Seit ich 12 war, hätte ich es wissen können, habs erfolgreich verdrängt bis ich ca. 17 / 18 war, dann vor meinem 18. Geburtstag gedacht, jetzt wirst du erwachsen, jetzt muss das aufhören mit dem masturbieren und dabei an Klassenkameraden bzw. an die aus den 4 Klassen drumrum, denken! Hat aber nicht aufgehört. Mit meinem 18. Geburtstag hab ich dann gedacht, hm, ist wohl doch nicht nur ne Phase. Dann hab ich noch bis ich 21 gebraucht, um mich einem Freund, den ich schon von der Shcule kannte, zu outen, was dann ganz "spontan" kam, weil er über schöne Frauen redete, und ich einfach keine Lust mehr hatte, irgendwas zu erfinden und zu lügen.

Und dann hab ich gesagt. "Bleib mal stehen, ich muss dir was sagen. Ich stehe auf Männer bin also homosexuell und kann dir daher nicht drauf antworten." Und er hat ganz toll geantwortet, und meinte "Danke, dass du mir das sagst, ich wusste das nicht." Klar, ich sah ja hetero aus und hab oft geschauspielert. Und dann hat er gesagt "Das muss an unserer Freundschaft aber nichts ändern, oder?" Das war der schönste Satz, den er sagen konnte und ich war unheimlich erleichtert. Und danach habe ich mich dann oft und gern geoutet.

Dann habe ich es einem Komilitonen erzählt, quasi meinem besten Kumpel damals. Auch das war eher spontan. Er sagte zu mir "Also wenn du mit der X was anfangen willst, also dann will ich echt nicht im Weg stehen, nicht dass du wegen mir Rücksicht nimmst." Und dann hab ich eben gesagt. Nee, keine Sorge, also die X finde ich sehr sympathisch, aber ich will keine Beziehung, weil ich nämlich also gar keine Beziheung zu einer Frau will, also weil ich ähhm homosexuell bin." Und dann hat er gesagt, kann ich was fragen, und war einfach nur neugierig aber sehr verständnisvoll, das war sehr schön für mich, einfach mal erzählen zu können und mit Interesse und Neugier als "Lohn" dafür.

Danach habe ich es mehreren an der Uni erzählt, die Reaktionen alle positiv. Die "negativsten" waren da noch "Hast du schon einen Freund?" (was mir nur unangenmehm war, weil ich keinen hatte) über den Versuch mit mir zu kokettieren (was unangenehm war, weil ich den so gar nicht interessant fand) und ein "Ich würde auch mal gern ein Kleid anziehen, habs aber noch keinem gesagt" (weil ich damals nicht gern ein Kleid angezogen hätte), aber alle waren immer voller Sympathie.


Wie es mit meinen Eltern ging, erzähl ich in einer anderen Antwort auf diese Frage, damit es nicht zu lang wird. :)

Hab mich bei meinen Eltern am 27.02. geoutet... Hier meine Geschichte:

Hab die ganzen Tage vor dem Coming out sehr viele Gedanken darüber gemacht und mir immer wieder gedacht, was wäre wenn ich das jetzt einfach in den Raum hinein werfe wenn ich mit meinen Eltern im Wohnzimmer sitze...

An einem Tag hab ich mir dann gedacht: "So und morgen oute ich mich". Zu der Zeit war ich in ner Whatsapp Gruppe mit anderen LGBT's und Morgens hab ich dort Geschrieben "Ich oute mich heute Abend bei meinen Eltern... Wünscht mir Glück".

Am Abend lief dann im Fernseher "Der Kaufhaus Cop" und mein Vater und mein Bruder saßen im Wohnzimmer... Meine Mutter saß währenddessen im Esszimmer an ihrem Laptop.

Als der Film gerade zu Ende war bin ich total aufgeregt ins Esszimmer gegangen und sagte zu meiner Mutter "Kannst du kurz rüber kommen?" sie meinte darauf "Hä warum denn?!"... ich sagte nur noch kurz: "Egal komm einfach" während ich schon wieder im Wohnzimmer verschwand.

Als meine Mutter dann rein kam saß ich auf dem Sofa. Sie stellte sich Verwirrt und etwas aufgebracht in den Raum und fragte mich: "Was ist denn los?"

als plötzlich alle im Raum meine Mutter angestarrt haben, sind mir die 3 magischen Worte raus gerutscht: "Ich bin Schwul" 

Plötzlich war alles still... Im Fernsehen lief stumpfe Werbung über Bier und anschließend über eine Frauenzeitschrift.

In meinem Kopf war nur noch ein Gedanke: "Was hab ich nur getan???" 

Mein Vater schwieg weiter während meine Mutter nur noch sagte: "Echt?". Ich lächelte nervös und sagte: "JA"... gefolgt von einem: "hattet ihr das schon irgendwie gedacht?"

Meine Mutter antwortete verstutzt: "Nein!?" Wir sind dann ein wenig später in die Küche gegangen... Meine mutter sagte nur noch: "Was ich noch alles mit euch durchmachen muss...". 

Den Rest der Unterhaltung hab ich leider vergessen. Mein Vater, der am tag meines Coming outs nichts sagte, riet mir am nächsten Tag ich solle das bei Meinem Hausarzt ansprechen und nach einer Hormontherapie fragen und ob das noch möglich wäre... 

Meine Antwort darauf war: "Tja wie es aussieht kommt die Therapie 5 Jahre zu spät... Denkst du ernsthaft, dass das was neues für mich ist? Das ich schwul bin wusste ich schon mit 10 und während ich 5 Jahre gebraucht hab um euch das zu sagen habt ihr noch nicht mal ne kleinste Veränderung an mir bemerkt. Warum sollte ich daran was ändern?"

fromthefuture 29.07.2016, 00:19

Oha, als könnte man sich aussuchen, welches Geschlecht man liebt... Ich will auch in eine LGBT-Gruppe :'(

0
xohnexmichx 31.07.2016, 09:21

Die Story ist echt heftig. Liebe ist Liebe, ich selbst würde bei meinen Kindern nie so ein Theater darum machen. Das ist Schwachsinn . Du kannst dir das doch nicht aussuchen. Man muss doch nicht zwanghaft mit einer Frau zusammen sein, die man gar nicht liebt, nur damit man als 'normal' angesehen wird. Ich verstehe deine Eltern ÜBERHAUPT NICHT. Falls du mal einen Freund hast, bring ihn einfach mit nach Hause, die können nichts machen. 

LG, xohnexmichx❤

1
TheFreeman 31.07.2016, 23:22
@xohnexmichx

Ich hab meinen Freund schon oft nach Hause gebracht... Was ich vergessen hab noch hin zu schreiben ist, dass mein Vater das inzwischen akzeptiert hat.

Die ersten paar Wochen nach meinem Coming out hat er erst mal jedes Gespräch mit mir nach Möglichkeit vermeidet... Er hat sich erst mal für ne Woche verhalten als hätte ich ihn enterbt oder so ^-^

Ich denke der größte Schock für ihn war, dass ich sein "Weltbild" über schwule komplett zerstört hab... seiner Ansicht nach hätte ich mit Handtasche, Make-up und Lippenstift rumlaufen müssen.

Von daher konnte ich ja gar nicht schwul sein, weil ich ja überhaut nicht so aussehe. Dummerweise sah mein Freund auch total normal aus und ein paar namen die ich ihm aus der Umgebung nannte wirkten davor auch total normal auf ihn...

Auch wenn er mir noch nie gesagt hat, dass er deswegen stolz auf mich ist, hat er sich irgendwie schon mit der Situation angefreundet.

An einem Geburtstag meinte meine Oma zu mir "Ich glaube du bist der normalere von euch Geschwistern". Darauf hab ich nur geantwortet: "Normal war ich schon mal... hat mir nich so gefallen". 

Und irgendwie hat mich mein Vater dafür ziemlich abgefeiert weil ich ihm vor meinem Coming out genau die gleichen unverständlichen Botschaften gegeben hab...

1
shadowhunter109 13.09.2016, 19:24

echt heftig das dein Vater so reagiert hat.....

0
TheFreeman 13.09.2016, 22:06
@shadowhunter109

Ich denke mal er war sehr geschockt... Was ihm aber nicht in den Kopf gekommen ist, ist das ich mein Coming-out natürlich schon länger geplant hab. Das ich schwul bin war für mich ja nix neues ;D

Aber inzwischen ist wieder alles in Ordnung ^-^

0
ascivit 30.03.2017, 20:56
@TheFreeman

Hi Pascal,

 freut mich dass es mit deinem Vater inzwischen wieder besser ist bzw. er dich akzeptiert. Wie du oben lesen kannst ,ging es mir mit meinem Vater auch ähnlich, dass er erst geschwiegen hat und es langsam verarbeitet und jetzt ist alles gut.

Was wir halt nicht vergessen dürfen ist, dass die Eltern das in dem Moment zum ersten Mal hören und eben weder darüber viel gelesen haben noch Erfahrungen haben und daher nicht wissen, dass es "von selbst kommt", eher schön als schlimm ist und auch nicht therapierbar.

Machs gut, weiter alles Gute dir und deinem Freund :)

1
EmmaWatson18 23.06.2017, 14:44

Oh Gott!! Ich muss einfach nur lachen..sry😂 wie kommt dein Vater auf ne Hormontherapie?? Ich glaube ich hätte damals genauso wie du reagiert..Respekt. Liebe denjenigen den du lieben willst ❤

0

Hiii 

Die Antwort kommt vielleicht ein bisschen spät aber egal 😂

Also bei mir war es so, dass ich einen kleinen Streit hatte mit meiner besten Freundin, auf die ich stehe/stand (bin lesbisch). Wir streiten uns eigentlich nicht oft aber wenn wir uns streiten versöhnen wir uns entweder am selben Tag oder spätestens 2 Tage danach und sind dann viel besser befreundet, da wir dann erst realisieren, wie sehr wir uns bedeuten. Also bei mir was es dann so, dass es mich so sehr bedrückt hat, dass ich nach diesem Streit mit ihr abends geschrieben habe und gesagt habe :

"Ich glaube ich muss dir morgen etwas wichtiges erzählen" 

Obwohl Ich nur wollte,dass sie neugierig wird und es erratet aber sie hat es nicht erraten Und hat gesagt, dass ich ihr Vertrauen kann und sie immer bei mir sein wird egal was passiert. 

Also habe ich nicht auf den nächsten Tag gewartet sondern hab ich direkt gesagt, dass ich auf Frauen stehe und sie hat direkt geschrieben, dass das überhaupt nicht schlimm sei und dass es nichts an unserer Freundschaft ändert etc. 

Seitdem kann ich mit ihr über solche Themen reden ohne mich verstecken zu müssen und das beste ist, dass sie es akzeptiert hat und überhaupt nicht schlimm fand :) 

Garnicht. Leider wurde ich von meiner Cousine nach einem Streit geoutet, weil sie mich blamieren wollte. Meine Eltern haben es aber nie Thematisiert, und nie ein Thema drauß gemacht. Ich bin jetzt 17, und damals mit 14 kam ich an und sagte "xy ist meine Freundin." Und meine eltern haben nichts besonderes dazu gesagt. (: 

Hallo, hier ist Rick,

gute frage sagt ich drücke mich vulgär aus. also hier die zensierte version.

Eigentlich will ich ja nicht darüber sprechen/schreiben aber ich machs jetzt einfach, vielleicht lösch ichs danach einfach, mal sehen.

Also... ist schon bisschen her, aber ich kann mich so gut dran erinnern als wäre es gestern passiert.

Mein erstes Outing , bei meiner besten Freundin, war wirklich in Ordnung. Ich habs ihr einfach gesagt, als sie mir erzählt hat, dass sie auf Frauen steht. Wir konnten zwar den anderen nicht verstehen, (ich meine... Tltten... bäh) aber war alles easy .

In meiner Klasse war es irgendwie allen schon klar. Keine Ahnung warum...XD und da war niemand der n Problem hatte, vielleicht einer bisschen aber der ist jetzt durchgefallen. so what.

Tja und dann waren da noch meine Eltern. Sie waren eigentlich echt cool, liesen mich auf Partys oder bei Mädchen übernachten, (was die andern in meinem Alter so 14-15 damals noch nicht durften) und waren nie wirklich streng.... Aber eines durfte ich auf keinen Fall: schwul werden.

Ich bin aber schwul.

Das wurde mir dann irgendwann klar und ich fands gut so... und dann war da eben mein Freund den ich nicht immer verstecken wollte. Außerdem...keine Ahnung ich hasste diese "schau doch mal die an, die ist doch hübsch" oder "warum hast du denn jetzt nicht mal ne Freundin? Du bist doch gar nicht so schüchtern" Kommentare einfach.

Und dann hab ich einfach gesagt, beim Abendessen so... ich hab glaube ich nie wieder Menschen so dumm gucken sehen. Okay... ich gebs zu, es war echt scheiße.

Ab da haben sie erstmal nicht mehr mit mir geredet. Und ich abwechselnd bei Freunden geschlafen, wenn ichs nicht mehr ausgehalten habe.
es ging ewig so... vielleicht drei Monate oder so? Ist mir eigentlich egal, Irgendwann hats mein Vater dann gecheckt, dass ich ihn jetzt nicht in der nacht zu ihm ins Bett krabbel und ihn vergewaltige kp ... vielleicht liegt es auch daran, dass n paar Eltern von meinen Freunden mit ihnen geredet haben.Ist mir auch egal.

Aber so richtig okay ist das immer noch nicht zwischen uns. Er... sagen wir mal akzeptiert, dass es sich nicht ändern lässt, findet es aber halt scheiße und meine Mutter... bei der will erst gar nicht anfangen.

Aber es ist langsam echt okay. Am Anfang musste ich mich mit svv rumschlagen, und ich habe mich echt oft mit meinem Freund gestritten, ich glaub das mit dem zusammen leben müssen wir noch bisschen üben, hallo übrigens falls du das liest (gemeinsamer Account und so. Verstehste)... aber es hat auch son paar gute seiten. Zum beispiel weiß ich jetzt, dass familie nichts mit Blut zu tun hat, oder das ich echt scheiß coole Freunde habe. und das mit Yaron ist irgendwie noch näher so. Keine Ahnung ist schwer zu beschreiben, Ich glaube ich werde kitschig, wenn ich jetzt mehr schreib, sorry.

Auf jeden Fall wird es besser.

Ich lass das jetzt so.

Wie war den coming out so?

LG

ascivit 30.03.2017, 20:42

Danke für deine Erlebnisse, ich finde das sehr interessant und wünsche dir und deinem Freund das allerbeste.

Ja, zusammenleben ist echt manchmal schwierig, aber dann auch wieder schön :)

0

Schau mal auf youtube bei ,,Mathew Chick" vorbei. Dort habe ich mein outing in einem Video gepackt. Und zusätzlich ein Video wie ich mit meinem Freund zusammen kam. Liebe grüße, Mathew :)

Ich habe mir gesagt dass ich wenn ich gefragt werde, nicht lüge

Erste AnzeichenEs fing in der Pubertät damit an, dass ich mich dafür interessierte, wie die anderen Jungs „untenherum“ aussahen. Im Laufe der Jahre ertappte ich mich immer wieder, wie mein Blick von „süßen“ Jungs angezogen wurde (wobei jetzt das Gesicht ausschlaggebend war), während das gegenüber Mädchen kaum bis gar nicht der Fall war. Aber der Gedanke, dass ich schwul sei, naja... irgendwann wusste ich es wohl schon, aber es war nur im Hinterkopf, ich wollte den Gedanken nicht zulassen. Schließlich war ich anders als die anderen, ich war ja nicht „normal“. Anfangs dachte ich wohl, dass ich einfach nur neugierig sei, dass es nix zu bedeuten hätte.Wenn ich früher im Fernsehen einen Jungen mit einem Mädchen sah (die sich womöglich auch noch küssten), dann war ich immer neidisch auf den Jungen. Aber wenn ich heute darüber nachdenke, war ich immer nur dann neidisch, wenn der Junge süß/niedlich war. Hatte ich etwa Minderwertigkeitskomplexe? Schließlich identifizierte ich mich ja mit dem Jungen, der das Mädchen küsste – es hieß ja immer: „Na, hast du schon eine Freundin?“ Und auch in der Schule kam Homosexualität überhaupt nicht vor. Aber wieso identifizierte ich mich immer nur mit gutaussehenden Jungs? Aber nein, es waren keine Minderwertigkeitskomplexe. Heute weiß ich, dass ich auf das Mädchen neidisch war (weil es den Jungen küsste)

####Joint unsere LGBT COMMUNITY https://www.facebook.com/LGBT-Community-1916854278532713/

Was möchtest Du wissen?