Longieren mit Ausbindern?

7 Antworten

hallo,

anlehnung - woran?

das pferd soll in DEHNUNGSHALTUNG gehen.

mit jeglicher form von hilfsmitteln, die die bewegung einschränken ist das NICHT machbar.

weder mit dreieckern noch mit ausbindern kann das pferd den rücken aufwölben und die bandscheiben entlasten. 

nur dann, wenn über eine korrekte dehnungshaltung muskeln aufgebaut werden und die rückensituation DEUTLICH verbessert wird, bleibt dein pferd mittelfristig überhaupt reitbar.

kissing spines resultieren bei einem pferd diesen alters IMMER aus den sünden, die durch zu frühes anreiten, zu frühe versammlung unter dem reiter, falsche ausrüstung und unkorrektes arbeiten begangen wurden. natürlich muss auch eine entsprechende veranlagung vorhanden sein.

mit ausgebundenem longieren kannst du dein pferd in einem jahr in rente schicken.

es tut mir WIRKLICH leid, dass so sagen zu müssen, aber weder reitlehrerin noch tierärztin haben von biomechanik auch nur den leisesten schimmer. die tierärztin hat sich vermutlich nach dem studium nicht mehr weitergebildet - und die RL ist auch auf dem stand des letzten jahrhunderts.

kissing spines bedeutet, dass der rücken des pferdes so geschädigt und geschwächt ist, dass in der sattellage die dornfortsätze der wirbel aneinanderstossen und sich sogar aneinander reiben. das führt zu extremen schmerzzuständen, verspannungen, klemmigem gang und auch zu entzündungen mit starker beeinträchtigung des allgemeinbefindens.

hier siehst du mal die wirbelsäule des pferdes.

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/e9/f7/81/e9f7817707baf2f51faf9daccc360aac.jpg

um den druck der aneinanderliegenden knochen wegzunehmen, hilft nur vorwärts-abwärts in dehnungshaltung zu arbeiten. durch das aufwölben des rückens bekommen die wirbel wieder den nötigen abstand zueinander und reiben nicht mehr aneinander.

das pferd hat auf diese weise weniger schmerzen, die bänder im rücken werden gestärkt, die entsprechende rumpf- und bauchmuskulatur aufgebaut. ziel ist möglichst schmerzfreiheit und weitergehende nutzbarkeit des pferdes.

für dieses tier wären mehrwöchige trainingspausen das pure gift.

bitte besorg dir den longenkurs von babette teschen - und einen ordentlichen kappzaum.

verzichte bitte zum wohl deines pferdes in zukunft auf jegliche hilfszügel.

es wird eine weile dauern, bis dein pferd gelernt hat, sich zu dehnen und von allein den "weg in die tiefe" sucht. in einer natürlichen selbsttragenden haltung befindet sich die nase des pferdes etwa eine handbreit vor der senkrechten und auf höhe des buggelenkes. das pferd muss sich bei der arbeit auch mal ganz strecken dürfen - oder auch mal den kopf höher nehmen. ein durch hilfszügel fixierter kopf wird das problem nur vergrössern.

Mein Pferd hat sie nur sehr leicht (leicht in zueinander) und das ist wegen unserem früheren unpassenden Springsattel.

Das kann doch wohl nicht war sein, dass mir jeder im Reitstall sagt, dass sie nicht unausgebunden gehen soll. Ein abderes Pferd wie sie hat genau das gleiche Problem und dem Pferd geht's immer besser-trotz Dreieckszügeln zum Longieren. Sie meinte, es bringt sich nichts bei meinem Pferd ohne. Ich habe sogar einen Longenkurs bei der ehemaligen Voltegierlandesmeisterin genommen und die hat auch gesagt, ich sollte Dreieckszügeln verwenden. Nen Kappzaum habe ich eh und ich achte darauf, dass sie erst zum Aufwärmen ohne Hilfszügel läuft und es klappt sogar. 

Also warum ist es dann schlecht? Ich verstehe das nicht...

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@gUser2

Ponyfliege hat absolut recht - nur weil andere in deinem Stall auch ihre Pferde falsch arbeiten, mußt du es ja nicht genau so machen.

Eine Voltige ist noch lange kein gymnastisches Longieren.

Jedes Ausbinden ist immer schlecht fürs Pferd, egal mit was, da es immer in eine Zwangshaltung gebracht wird aus der es nicht raus kann. Man stelle sich nur mal vor, man selbst darf für eine Stunde den Kopf nicht bewegen und mit gesengtem Kopf herumlaufen.

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@friesennarr

oder mal in abfahrtsskistiefeln joggen gehen...

und @ gUser2:

ich habe dir oben literatur dazu empfohlen. ich kann mich auch nicht kürzer fassen, als dieses buch es kann.

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Gegenvorchlag:

laß mal die Ausbinderei weg  - aber probier mal eine Körperbandage

damit kann dein Pferd frei vorwärts-abwärts gehen, bekommt aber den Impuls, die Hinterhalt gut uter zu setzen

dazu lerne den "Bauchheber", damit sie den Rücken immer wieder mal schön aufwölbt (Fingernägel entlang der Bauchnaht kurz senkrecht nach oben drücken n- schwupp - hebt sich der Rücken!) täglich 3mal mindestens

(und wenn es denn unbedingt ein muß: den Dreiecker gut lang, daß die Nase tatsächlich zum Boden kann - aber bitte nur, bis sie's kapiert hat, dann weg mit dem Ding, also wenn du das Ding alle 6 Wochen mal für 10 Minuten dran machst, um ihr Gedächtnis aufzufrischen.)

Grundsätzlich sind Ausbinder ja nichts schlechtes - vorausgesetzt sie werden richtig eingesetzt! An deiner Stelle würde ich es mit den Ausbindern einfach mal probieren, ich glaube du merkst selbst am Besten mit welchem Hilfszügel es besser klappt und dein Pferdchen sich wohler fühlt. 

Abgesehen davon würde ich beim Longieren dringend auch Stangen-/Cavalettiarbeit mit einbauen, das hilft ihr zusätzlich beim Aufbau der richtigen Muskulatur. Auch Dualaktivierung bzw. Equikinetik kann evtl. helfen - vll. magst du dich da mal drüber informieren?

Falsch - grundsätzlich sind Ausbinder etwas sehr schlechtes - sie können gar nicht "richtig" eingesetzt werden, weil es ein richtig nicht gibt.

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Das ist eine Grundsatzdiskussion bei der wir keine Lösung finden werden. Das muss jeder für sich entscheiden was er an Hilfsmitteln nutzen will und was nicht ;-)

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@PeppysGirl

nur das dieses meist zulasten der Tiere geht, wenn Menschen meinen ,Hilfsmittel einsetzen zu müssen. 

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