Pferd dehnt sich nicht vorwärts-abwärts hat jemand ein Tip?

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6 Antworten

Lass das ganze Leder weg und nimm einen guten Deutschen oder Wiener Kappzaum. Mehr braucht man zum longieren nicht. Dass sich das Pferd nicht v/a dehnt ist mit so vielen Ausbindern gar kein Wunder, das Pferd versucht das Gebiss im Maul festzuhalten und ins richtige v/a kann es sowieso nicht weil der Radius von Ausbindern niemals so eingestellt werden kann dass das funktioniert. 

Longieren tut man auf einem Zirkel, einer gebogenen Linie. Das Pferd muss sich dabei stellen und biegen, aber wie soll es das tun wenn die Ausbinder gleich lang sind? Das Pferd ist gezwungen immer stockgerade zu laufen und auf die innere Schulter zu fallen. Schnallst du den inneren Ausbinder kürzer muss es sich im Genick verwerfen und das macht nur Probleme mit der falschen Muskulatur und am Ende noch Gelenkschäden. 

Ich würde dir den Longenkurs von Babette Teschen empfehlen, sehr anschaulich. Du kannst auch auf ihre Seite wege-zum-pferd.de gucken, die kostet nichts und es ist alles sehr anschaulich erklärt, auch, warum ein Pferd mit Ausbindern nicht ordentlich laufen kann. 

Korrekt strecken kann sich dein Pferd nicht, weil es dann gegen das Gebiss anrennt. Durch den Schwung zuppelt das Gebiss hin und her, das ist sehr unangenehm im Maul. Es macht sich im Unterhals fest und presst die Kiefer zusammen, was zu Verspannungen im Hals und im Rücken führt. Das Pferd kann sich nicht tragen, sondern muss sich in die Kurve legen. Das ist sehr schlecht für die Gelenke. 

Ich habe dir mal ein Bild angehängt wie ein korrekt gebogenes und gestelltes Pferd aussieht (von oben, auf dem Zirkel). Jetzt versuche mal die Ausbinder vom Longiergurt aus so einzumalen, dass sie gleichlang sind. Du siehst, es geht nicht! 

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Kommentar von la2le2lu
26.01.2016, 19:32

ich longiere aus dem Grund keinen Zirkel sondern immer wieder gerade

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Lerne korrektes Longieren ohne Ausbinder, sondern mit Kappzaum. Der Longenkurs von Babette Teschen zeigt dir, wie du deinem Pferd die korrekte Haltung erklärst und diese auch fordern und fördern kannst. 




Ausrüstung und körperlichen Mängeln kann es nicht liegen da ist schon alles abgecheckt.

Ausbinder sind schädlich und sorgen für Verspannungen, Blockaden bis hin zu Halswirbelarthrose.  Es liegt also sehr wohl an Ausrüstung und körperlichen Mängeln. 

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So, hier mal ein Bild von einem Pferd mit Dreieckern: 

Durch den Schwung beim Laufen pendeln die Ausbinder hin und her. Da sie am Gebiss eingehakt sind rucken sie bei jedem Schritt am Gebiss. Das Pferdemaul ist sehr empfindlich, bei einer korrekten Anlehnung hat man nur ein paar hundert Gramm in der Hand. Ruckt es, tut es weh. 

Das Pferd spannt den Unterhals an, das sieht man hier sehr deutlich. Es drückt den Kopf hoch, weil das Gebiss nach unten hin ruckt. Es versucht dem Gebiss zu entkommen, kann aber nicht. Außerdem presst es die Zähne aufeinander, was man auch sieht. Das Pferd verwirft sich zusätzlich im Genick nach links, weil es sich nicht biegen oder stellen kann. Es wird ja eingekastelt. Versuch du doch mal stockgerade um enge Kurven zu laufen... klappt nicht, eh? 

Die Schrittlänge der Vorderbeine ist größer als das der Hinterbeine. (das Dreieck ist vorne größer und breiter als hinten). D.h. das Pferd schiebt hinten an und trägt sich vorne. Auf Dauer kann das zu Gelenkschädigungen führen und Arthrose verursachen. Willst du das? Der Pfeil am Rücken zeigt die Tendenz nach vorne runter, das Pferd fällt insgesamt auf die Vorhand. Im ordentlichen v/a ist der Pfeil mindestens gerade, eher sogar auf die Hinterhand gerichtet und das Dreieck der Hinterbeine müsste gleich groß oder größer als das der Vorderbeine sein. Wie du siehst, die Ausbinder machen alles kaputt. Ohne und mit Kappzaum könnte sich das Pferd nach unten strecken, hinten untertreten, den Rücken aufwölben und sich tragen. 

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Wie soll sie mit einer Begrenzung nach vorne (Dreieckszügel) lernen, sich zu dehnen? Da hast du einen Denkfehler drin. Um sie erstmal ins Abwärts zu leiten kannst du sie reiten wie eine Remonte - entlastend, am langen Zügel auf großen Linien, ruhig erstmal eckig durch die Kurven und ein paar Wochen lang "falsch". Zusätzlich ist Longieren mit Kappzaum (--> Longenkurs!) oder ggf. mit Chambon gut geeignet. Lass sonstige Hilfszügel weg, das führt nur zu Verspannungen, körperlich wie psychisch.

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Kommentar von la2le2lu
26.01.2016, 19:19

das ist jetzt ein jahr versucht worden ohne erfolg und durch die Dreieckszügel soll sie lernen den Kopf nach unten zu nehmen und nicht mit einen falschen Knick oben stehn lassen

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Kommentar von hupsipu
26.01.2016, 19:20

Was wurde versucht?

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Kommentar von MissDeathMetal
26.01.2016, 19:24

ein Chambon würde ich nur bei Pferden empfehlen, die sowieso schon die Tiefe suchen und entspannt sind. dann kann man es allerdings weglassen, denn falsch eingestellt führt es das Pferd in zu viel abwärts und zu wenig vorwärts. Die Nase gehört auf Buggelenkhöhe und die Nase deutlich vor die Senkrechte. Mit Chambon kommen die meisten Pferde zu tief weil es einen Dauerdruck im Genick gibt (wo zusätzlich noch viele Akupunkturpunkte liegen die Dauerdruck auch nicht mögen). Bei Pferden, die sehr nervös sind und sich weigern die Birne runterzunehmen trainiert das Chambon häufig nur den Unterhals. Jemand mit viel Erfahrung kann es sicherlich korrekt anwenden, aber ich würde es nicht jedem empfehlen. 

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Kommentar von hupsipu
26.01.2016, 19:24

Sie hat sich in einem Jahr entlastendem Reiten nicht einmal nach unten gedehnt? Sorry aber das kann ich mir bei korrektem Reiten fast nicht vorstellen. Habt ihr einen Trainer der da mal draufgucken kann?

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Tipp: lass den ganzen Ausbinderkram weg!
was ist besser geworden? das V/A?
sicher nicht, das ist so verschnürt, wie du es beschreibst, absolut nicht möglich.

zweiter Tipp: schau auf wege-zum-pferd.de und lerne richtiges longieren.

viel erfolg

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Lass die Ausbinder weg. Mit Ausbindern kann das Pferd nicht vernünftig laufen

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