Koranübersetzung "Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt" (2,191)?

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15 Antworten

HirnvomHimmel:

Mal abgesehen davon, dass Du genau die gleichen Fragen auch mit Bezug zur Bibel stellen könntest, die irgendwann mal aus dem Aramäischen übersetzt wurde und garantiert auch viele Übersetzungsfehler enthält (Kamel durchs Nadelör fällt mir dazu ein), das eigentliche Problem ist wohl nicht die Religion "Islam" (wobei ich erneut darauf hinweisen möchte, dass es da sehr viele "Unterströmungen" gibt wie Sunniten, Schiiten, Wahabbiten undundund)

Vielmehr ist wohl Islam als Staatsform das Problem.

Nicht, dass Religionen an sich schon schlimm genug sind, weil sie uns das selbständige Denken abnehmen sollen, aber wenn man auch noch per Gesetz dazu gezwungen ist, diesen Unsinn zu glauben, na danke.

Bei Deinen philologischen Forschungen wünsche ich Dir viel Erfolg, bezweifle jedoch, dass Du zu einem endgültigen Ergebnis kommen wirst. :)

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Kommentar von HirnvomHimmel
24.10.2016, 17:13

Ich war bereits ungefragt viele Jahre mit der biblischen Lehre konfrontiert, von daher gilt für den Augenblick:

Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

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"denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag"

Ich meine, dies ist die wesentlichste Aussage, die es wert ist, in modernen Sprachgebrauch übersetzt zu werden.

"Verführung zum Unglauben" ist gleichbedeutend mit "zum Nachdenken anregen und dazu, den eigenen Kopf zum Denken verwenden".

Das bedeutet auf den religiösen Inhalt bezogen, daß es als besonders verwerflich empfunden wird, Menschen dazu zu bringen, daß sie plötzlich selbst denken und sich gleich darauf aus venünftigen Gründen von der Führungselite abwenden.

Darin ist zwischen den Zeilen enthalten, daß es  überhaupt nicht um Religion geht, sondern um Machtgewinn und Machterhalt der "Religionsführer".

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 19:16

Wenn Du das meinst, so ist das auch wieder nur eine Interpretation, die nicht auf der Textübersetzung, sondern auf dem Verhalten einiger Anhänger beruht.

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Kommentar von saliksemi
23.10.2016, 21:54

auf was beruht deine meinung ? ich MEINE, du biegst es dir so zu recht das der Islam am ende schlecht da steht. und ein kleiner tipp die arabische Sprache hat einen viel gröseren Wortschatz als die deutsche Sprache so mit ist eine "perfekte" übersetztung auch sehr schwer.

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Im Koran finden sich über 200 Passagen gefüllt mit Unerfreulichkeiten, die nach wie vor praktiziert werden.

Die Behauptung der Koran könne nicht übersetzt werden, sowie die Übersetzungen würden schlimmer klingen als in der Originalsprache geschrieben, sind schlicht und ergreifend falsch.

Wäre der Koran nicht übersetzbar, könnte zudem kein Mensch (auch die Araber) den Koran verstehen, da der Koran in Altarabisch geschrieben wurde.

Wenn man den Koran verstehen will, dann muss man erst den Islam verstehen. Dies hat dann auch nichts mit Übersetzungen zu tun. Der Islam ist eine mit religösen Motiven versehene Ideologie zu einer Staatsform, sprich dem Kalifat. Der Islam ist somit keine reine Religion.

Der Islam versteht sich als weltliche Umsetzung von religösen Vorstellungen. Dabei sind diese Vorstellungen dogmatisch ausgelegt.

Dementsprechend ist der Umgang mit nicht islamischen Personenkreisen selbsterklärend, und bestätigt die von mir anfänglich erwähnten über 200 Unerfreulichkeiten, samt der von Dir zitierten Sure und Ayat (Vers).

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Kommentar von InternationalKN
24.10.2016, 15:56

Der Islam soll auch nicht nur irgendeine Religion sein, sondern Islam IST das LEBEN. 

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LiebeR HirnvomHimmel,

das Problem, dass viele Textstellen völlig unterschiedlich interpretiert werden können, ist ein allgemeines. Ohne die Mehrdeutigkeit des arabischen Urtextes könnte es so völlig gegensätzliche Übersetzungen überhaupt nicht geben, denn keiner derjenigen, die eine solche Übersetzung anfertigen, macht das leichtfertig.

Deshalb ist es auch wichtig, eigentlich bei jedem literarischen Text, ihn historisch und kontextuell einzuordnen, um ihn richtig verstehen zu können.

In diesem Fall geht es in dem ganzen umgebenden Abschnitt um die Mekkaner, die die Muslime verfolgten. In anderen Suren wird zur friedlichen Koexistenz aufgerufen "Mir mein Glaube und euch euer Glaube!", also kann es kaum um einen Genozid an allen Nichtmuslimen der Welt gehen. In der konkreten historischen Situation war ein Kampf gegen die Mekkaner unausweichlich, sodass Mohammed nach langem Zögern die Bewaffnung seiner Anhänger befahl. Nachdem die Mekkaner geschlagen waren, wurde ein Waffenstillstand geschlossen: "Wenn sie aber aufhören, euch zu bekämpfen, so lasst sie ziehen" (2:194). Der Kampf endete mit einem Waffenstillstand.

Erst nachdem die Mekkaner diesen Waffenstillstand wieder gebrochen hatten, ließ Mohammed bis zur eroberung Mekkas weiterkämpfen, da man gemerkt hatte, dass man keinem Friedensvertrag mit ihnen trauen konnte. Trotzdem führte die Eroberung Mekkas auch da zu keinem Massaker. Die Kaaba wurde von Götzen gereinigt, aber den Bewohnern selbst geschah nichts.

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Kommentar von earnest
23.10.2016, 14:15

Was sind "Götzen"? Ist diese Bezeichnung gerechtfertigt?

Ich sehe in dieser Antwort wieder einen "Weichspüler" am Werk - der die gewaltheischende Passage weginterpretieren möchte.

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 14:57

Danke für die kontextuelle Einordnung. Demnach wurde also nicht nur die bedrohung duch die Mekkaner abgewendet, sondern duch die Entfernung der Götzen wurde auch eine andere Religion aktiv unterdrückt, sehe ich das richtig?

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es hat schon immer Glaubenskriege und Gewalttaten gegen Andersgläubige gegeben. Schon im alten Testament wird erwähnt dass das auserwählte Volk Gottes ( Juden ) die Ungläubigen auslöschen darf weil es Gott so wollte.
Dies wurde durch das neue Testament widerlegt.
Im Islam gab es noch keine "neue" Ausgabe also halten sie am Ursprung fest.
Ich möchte aber niemanden angreifen da zur Zeit des zweiten WK auch gewisse Gruppen ausgelöscht wurden und in USA die Ureinwohner usw.
Fast jeder Staat hat seine Schatten in der Vergangenheit.

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Kommentar von earnest
23.10.2016, 14:13

Hier reden wir aber nicht von der VERGANGENHEIT. 

IS, Boko Haram (usw. usw.) sind - Gott sei's geklagt - leider GEGENWART, brutale Gegenwart.

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Kommentar von Rosy1974
23.10.2016, 14:38

Fast jeder Staat hat seine Schatten in der Vergangenheit.

- Völlig richtig. Aber der Islam ist kein Staat, sondern eine Religion.

Außerdem ist der Islam nicht nur in der Vergangenheit gewalttätig gewesen, sondern auch in der Gegenwart und vermutlich auch in der Zukunft. Dein Vergleich hinkt daher.

Danke, dass du sagst, dass man gemäß neuem Testament keine Andersgläubige töten darf. Ein beliebtes Argument der Muslime sind nämlich die gewalttätigen Verse im alten Testament. Auch für diesen Satz will ich mich bei dir bedanken. Das Argument der Muslime, Christen seien genau so zu Gewalt aufgerufen, ist nichtig.

Der 2. WK war kein Religionskrieg. Er war rein politisch. Die Juden wurden auch nicht als Religion sondern als "Rasse" deshalb fälschlicher Weise bezeichnet.

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 15:52

Sicherlich haben so ziemlich alle Völker und jeder "...-ismus" den allergrößten Dreck am stecken, nur beantwortet das meine Frage nicht.

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Kommentar von chrisbyrd
23.10.2016, 20:29

Israel sollte als Gottes Volk im Alten Testament niemals die Ungläubigen auslöschen. Das ist absolut falsch!

Einzig ein einmaliges Strafgericht gegen die Völker Kanaans, die zuvor schlimme Greueltaten verübt hatten und nicht von ihren Wegen umkehren wollten, sollten sie im Auftrag Gottes als Gericht vernichten. Dieser Auftrag mag durchaus schwierig zu verstehen sein. Es handelte sich dabei aber um eine einmalige Aktion.

Ansonten finden sich weder für Juden noch für Christen in der Bibel irgendwelche Aufrufe, Nichtgläubige zu verfolgen oder zu töten. Ganz im Gegenteil sollte das Volk Israel ein Licht für die Nationen sein, um sie zu Gott zu führen. Da das nicht besonders gut funktionierte (Israel wandte sich immer wieder von Gott ab und betete andere Götter an; schließlich verwarf es sogar den von den Propheten verheißen Messias, Jesus Christus), erhielten Menschen aus den Nationen die Gelegenheit, Gottes Kinder zu werden und auf Gott und das Evangelium hinzuweisen.

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da alle märchenbücher NUR von menschen geschrieben wurden, die nach IHREM damaligen weltbild und IHREM verständnis alles in die schriften packten, ist es klar, dass diese schriften alle immer mehr unmenschlich und völlig unperfekt erscheinen müssen, denn der mensch hat sich seit 2000 jahren auch geistig weiter entwickelt und die regeln von damals sind heute überhaupt nicht mehr mit echten menschenrechten vereinbar............

muslime behaupten ja immer, dass ihr märchenbuch perfekt und verständlich sein, dumm ist dann nur, dass sie sich selbst nicht erklären können, WARUM dann dumme terroristen ihre sooooo perfekten schriften für die eigenen schlimmen taten missbrauchen UND nutzen können und sogar andere muslime davon/damit überzeugen können...........:)

und dass der koran überhaupt NICHT perfekt ist, dass selbst dieser märchengott darin überhaupt NICHT allwissend und allmächtig ist, kann JEDER selbst beweisen, z.b. mit einer umdichtung oder neuschreibung des koran selbst..............ich z.b. würde am anfang eines märchenbuches folgendes schreiben:

Lebt und handelt in eurem Leben so, dass ihr niemanden Schaden zufügt und trotzdem eure Träume, Wünsche und Sehnsüchte erfüllt und beachtet dabei dass es nur einen wahren Schöpfer gibt und egal wie spätere Generationen und Kulturen mich nennen, ICH bin IMMER der EINE………..

DASS wäre ein beweis für die allwissenheit, denn damit würde ich für jede zukunft und jede glaubensrichtung immer nur der eine sein UND, ich würde damit dem menschen IMMER das gebot vorgeben, NIEMANDEM zu schaden..........

der koran selbst schadet aber in seinen texten JEDEM ungläubigen, der nicht an diese märchen glauben will...........UND, folgene verse beweisen, dass dieser dort beschriebene gott nur diener will, aber KEINE freien menschen, die aus eigenem glauben diese gott verehren....:

"Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.“ ...so eine aussage beweist NUR das weltbild und die unwissenheit der ganzen gläubigen der damaligen zeit.............denn diese schriften sind nun mal NUR ein spiegelbild der damaligen gesellschaft gewesen...............MEHR nicht...........

und von wegen, verteidgungs-gebote.....lächerlich, denn wie heisst weiter in der sure?

sure 5, vers 2 (die Reue) "Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert
sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf! "

wäre es NUR ein verteidigungsgebot, dann dürfte dort nicht stehen:

"Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind" = bedeutet, dass muslime die schutzmonate abwarten müssen und DANN erst wieder krieg spielen können..........ein ungläubiger angreifer würde auf KEINE schutzmonate rücksicht nehmen, warum auch, wenn er eine völlig andere religion hat...........

"tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert
sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf!" = bedeutet, dass man nicht irgednwo belagert wird, sondern selbst auf jagd geht............. UND, ich habe noch nie in der geschichte der kriege gelesen, dass sich belagerte selbst belagern oder die angreifer belagern.............*g*

ja ja, der ganze koran wimmelt von vielen unmenschlichen dingen, genauso wie die bibel, die im alten testament in wahrheit einen teufel als gott beschreibt.................wenn es diesen wirklich geben würde..............:)

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Kommentar von InternationalKN
24.10.2016, 16:06

,,denn der mensch hat sich seit 2000 jahren auch geistig weiter entwickelt " haha.. Das sehe ich nicht viel  von der 2000 Jahre Entwicklung. Die  Menschen von heute sind doch viel schlimmer als früher, siehe 1Weltkrieg 2Weltkrieg Vietnam krieg und und dass kann man ZWAR nicht als HEUTE bezeichnen, doch es ist näher als früher dran.

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Der allwissende Allah hat offenbar nicht dafür gesorgt, dass seine vom Engel an Mohammed überlieferten Worte völlig eindeutig sind. 

Eindeutig in ALLEN mir bekannten Übersetzungen ist die Aggression bzw. das Aggressionspotential, welche(s) in dieser Sure steckt. 

So ist es auch kein Wunder, dass sich die IS-"Gotteskrieger" auf diese - oder eine andere - gewaltheischende Sure beziehen, wenn die die Scharia in ihrem Herrschaftsbereich errichten und deren Ausdehung auf die gesamte Welt anstreben.

Es wäre schön, wenn sich ALLE Muslime auf dieser Welt klar und unmissverständlich von solchen Aufrufen zur Gewalt gegen "Ungläubige" distanzierten.

Es geht hier nicht um das philologische Auseinanderdröseln von Texten; es geht ums "Eingemachte": Ist Gewalt gegen "Ungläubige" legitim - ja oder nein?

(P.S.: Wir brauchen bei den Übersetzungen nicht auf eine solch anrüchige Quelle wie pi-news zurückzugreifen.)

Gruß, earnest


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Kommentar von m00nkuh
23.10.2016, 14:16

Das distanzieren ist doch völlig unnütz 
Erinnert mich immer daran wenn Politiker sagen 
" ich verurteile dieses handeln aufs schärfste" welch eine Floskel 
Die, die gegen Gewalt sind tun dies auch die großen Islam verbände sind gegen IS und haben dies auch mehrmals zum ausdruck gebracht reicht das nicht ? 
Soll jeder Muslim in ein Rathaus gehen und sagen ich bin gegen Gewalt? 
Ein Wunschgedanke der in Social Media Mode geworden ist und nun in den Köpfen umherschwirrt 

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Kommentar von marylinjackson
23.10.2016, 14:55

 pi-news ist nicht "anrüchig". Da ist eher der Geruchssinn gestört.

Die "Lies"- Übersetzungen sind es, nicht der Blog.

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 15:40

In meiner Frage geht es mir ganz explizit um das philologische Auseinanderdröseln von Texten, da die Texte das sind, auf das sich die Gläubigen berufen und auf deren Grundlage man immerhalb des Wertesystems eines Gläubigen mit ihm diskutieren kann.

Ich möchte einfach wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Stammt das Gewaltproblem einem Teil der Gläubigen, oder lässt es sich unmissverständlich auf die arabische Fassung des Korans zurückführen? Was heisst z.B. das Wort, dessen Übersetzung oft "bekämpfen" ist? Heisst es, mit Speer und Helm einen Menschen anzugreifen, oder reicht es schon zu sagen: "Hey, der Glaube, den Du da verbreitest, ist völliger Bockmist" damit ein Gläubiger Moslem vom Koran legitimiert wird, Krieg zu führen?

Ich habe PI-News bewusst als Quelle gewählt, weil es die maximal intoleranteste Übersetzung enthält und sich viele "Islamkritiker" auf diese oder eine ähnliche Übersetzung berufen. PI verengt den Betrachtungswinkel und möchte damit der Diskussion einen eigenen Spin mit auf den Weg geben, der einer differenzierten Betrachtung im Wege steht.

Die anderen Übersetzungen zeigen, daß nicht in jeder Variante "Tötet die Ungläubigen!" steht, und daß sie darum eine kritische Betrachtung und Differenzierung verdienen.

Aber wie Du schon sagtest: Die Worte sind wohl nicht völlig eindeutig (und die Übersetzungen erst recht nicht).

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Es werden die vielen Interpretationen dieser Verse kein Ende nehmen. 

Hamed Abdel-Samad hat das sehr gut in seinem Buch "Mohamed" eine Abrechnung beschrieben.

Jeder Muslim kann sich die Interpretation der Verse aussuchen, die er für richtig hält. Die Suren, ohne Übersetzung in die Heimatsprache, die immer nur schön auf Arabisch rezitiert werden, das macht überhaupt keinen Sinn, auch wenn es hier einige Islamkenner meinen.

So sagt heute Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie, Professor für Islamische Religionspädagogik Universität Münster: "Wie wir mit Gewaltversen umgehen, muss geklärt werden. Von einigen Interpretationen müssen wir uns ohne Wenn und Aber verabschieden."

Für diese klaren Worte wird er dafür von vielen Fundamentalisten angefeindet.

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Eine wirkliche Übersetzung des Korans gilt in der traditionellen islamischen Theologie als unmöglich, da jede Übersetzung zugleich eine Interpretation enthält. Daher wird das Studium des Korans im arabischen Originaltext empfohlen

Man muss dazu betrachten wann sie geschrieben wurden nämlich zu der Zeit als in Mekka "Krieg" war
Genau darauf bezieht es sich auf die zu der Zeit aktuellen Gegner ( Die Ungläubigen ) in Mekka 

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Kommentar von earnest
23.10.2016, 14:19

Wenn das so ist, dann ist die Interpretation des Korans situations- und zeitenabhängig. Und das müsste dann auch für andere Probleme gelten.

(Da wird dann aber immer behauptet, der Koran sei, da von Gott gegeben, unveränderbar für immer und ewig.)

Wenn das so ist: Warum distanzieren sich nicht ALLE Muslime von diesen (und anderen) gewaltheischenden Passagen im Koran und erklären unmissverständlich: "Gewalt gegen Andersgläubige (nicht: "UNGläubige) ist abzulehnen, immer und überall."

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 15:05

Und wie siehst Du die Relevanz dieser Verse heute?

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Kommentar von 1988Ritter
23.10.2016, 18:30

Natürlich ist die Übersetzung möglich.

Der Koran wurde in Altarabisch geschrieben.

Wenn man dies nicht übersetzen könnte, dann könnte kein Mensch, auch Araber, den Koran verstehen.

Die Behauptung, der Koran sei nicht zu übersetzen, wird immer nur dann angeführt, wenn der Islam einer Unerfreulichkeit überführt ist.

Tatsächlich hat Mohammed selbst die ersten Übersetzungen angefertigt, die dann mittels Diplomaten seines Regimes an andere Stämme mit anderer Sprache verschickt.

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Wie wärs, wenn du auch den Kontext miteinbindest?

Ich kann auch in einer Geschichte, die über Liebe geht, und bei einem Satz wie z.B

Die Liebe kann Menschen töten....

Dann einfach [Menschen töten] zitieren.

Das machen halt viele, die den Islam nicht verstehen und dagegen hetzen wollen :)!

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Es gibt erstens sehr oft Übersetzungsfehler, zweitens vergeht eine gewisse Zeit, bis das gesprochene, mündlich überlieferte Wort zur Schrift wird -> “Stille-Post-Prinzip“, drittens sind Ideale und Wertvorstellungen schwer in allgemeinverständliche Worte zu fassen. Und dann muss man einfach den Kontext berücksichtigen. Die absolute Wahrheit kann natürlich niemand kennen. Die Muslime, mit denen ich das Thema hatte, sagten immer, dass es um einen inneren Kampf geht, der nichts mit anderen Menschen zu tun hat, sondern um Selbstkontrolle, und darum, allen Widerständen zum Trotz zweifelsfrei zu glauben.

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Kommentar von earnest
23.10.2016, 14:28

Die islamistischen Terroristen und die verblendeten "Gotteskrieger" sehen das leider völlig anders.

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 14:50

Soweit ich weiß gibt es aber doch seit längerer Zeit eine einheitliche arabische Fassung des Korans in Versform? Oder sind da auch unterschiedliche Überlieferungen parallel unterwegs?

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Kommentar von 1988Ritter
23.10.2016, 18:23

Dann haben Dich die Muslime mit denen Du gesprochen hast aber schön veralbert.

Im Islam gibt es keine stille Post. Uthman hat den Koran mittels Ayats (Versen) zusammengefasst. 

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Ok ich versuche, dass jetzt nochmal in einem Rundumschlag zu erklären.
Also du kannst nicht den Quran ohne die Sunnah nehmen.
So handelt der Vers oben von den Mekkanern die die Muslime verfolgt und ermordet oder zu ihrem Glauben zurück gebracht haben (Verführung zum Unglauben)
Der Krieg auf dem Weg Allahs ist nicht nur ein Verteidigungskrieg, sondern auch ein Krieg zur Gerechtigkeit, z.B. wurde das Ägypten von den Muslimen von den römischen Besatzern befreit.
Das der Islam die einzige wahre Religion und das er über alle Religionen obsiege, ist ein Versprechen Allahs.
Jihad, kann der Kampf mit dem Schwert, der Kampf mit Geld der Kampf gegen den Satan oder der Kampf mit Worten im Sinne der Mission bedeuten.
2:256 zeigt das man niemanden zum Islam zwingen kann, der vorher kein Muslim war.
Das deckt sich mit der Sunna, da Juden und Christen durch die dschizja Ihr eigenes Gesetz behalten und ihre Religion frei ausüben durften.

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Kommentar von earnest
24.10.2016, 17:24

Dein "Rundumschlag" ist nicht "rundum", denn er spart einiges aus.

So geht es nicht darum, unter welchen Umständen die vielen "gewalttätigen" Passagen im Koran entstanden sind. Es geht vielmehr um die Frage, welche Bedeutung solche Verse HEUTE haben und ob es HEUTE legitim ist, "Ungläubige" zu töten.

Es geht auch darum, dass sich HEUTE gewalttätige Muslime, IS-"Gotteskrieger" und andere, auf solche Passagen berufen und damit ihre Schandtaten rechtfertigen.

Sie behaupten, den von dir hier angeführten "Krieg zur Gerechtigkeit" zu führen, einen Dschihad im Namen Allahs.

Der Islam als "die einzig wahre Religion" ist leider eine von dir benutzte religiöse Propagandaformel.

Und selbstverständlich hat man, Koransure 2: 256 hin oder her, im Rahmen der islamischen Expansion Menschen gezwungen, zum Islam zu konvertieren.

P.S.: Du weißt, das nach den GF-Richtlinien nur EINE eigenständige Antwort pro Frage erlaubt ist?

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Kommentar von HirnvomHimmel
24.10.2016, 18:16

"2:256 zeigt das man niemanden zum Islam zwingen kann, der vorher kein Muslim war."

@SplitterFX:

Warum diese Einschränkung im zweiten Teilsatz? Sie löst allertiefstes Misstrauen in mir aus und ich bitte dich dringend um eine Antwort, um mein Misstrauen zu zerstreuen.

Beispiele:

Was ist mit dem Mann, der nicht mehr vom Islam überzeugt ist und sich vom Islam abwendet und fortan für das Christentum wirbt.?

Was ist mit der Ehefrau eines Muslims, die sagt: "Meine Kinder sollen atheistisch aufwachsen"?

Was ist mit der Frau, die sagt: "Ich möchte nicht die Einschränkung, daß ich nur einen Mann haben darf, der Mann aber vier Frauen ich möchte aus dem Islam austreten und zwei Männer zugleich lieben."?

Dürfen die auch sagen: "Ich bin raus, es gibt keinen Zwang im Glauben (2.256)."?


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Kommentar von HirnvomHimmel
24.10.2016, 18:23

Noch ein Punkt: "Verführung zum Unglauben". Dazu gehören immer zwei. Einer mit einem verlockenden Angebot und einer, der sich aus freiem Willen darauf einlässt. Jeglicher Versuch von Aussen, diese Verführung gewaltsam zu unterbinden, nennt sich Zwang (im Glauben).

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Kommentar von SplitterFX
24.10.2016, 20:10

Nun ist es nicht so, dass mit kein Zwang im Glauben alles erlaubt ist.
Der Islam sagt von sich aus, dass er die einzig wahre Religion ist, weswegen mit dem Unglauben immer  die anderen Religionen gemeint sind.
Apostasie ist im Islam verboten und ich bin mir da nicht sicher wann da die Grenze ist, aber in einem Islamischen Land nach islamischen Regeln ist  das Hochverrat, und wird mit der Todesstrafe geahndet.
Soviel ich weiß  gibt es aber eine Meinungsverschiedenheit, wenn sivh der Apostat nicht offen zeigt oder öffentlich gegen den Islam ist.
Die freie Ausübung des Glaubens gilt soviel ich weiß nur für dich Anhänger anderer Religionen oder halt Atheisten

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Kommentar von SplitterFX
24.10.2016, 21:53

Mit den Regeln der Apostasie und dem Gericht hab ich aber intensiveres Wissen.
Und ich rede von einem kompletten islamischen Land.
Vergleichsweise wäre das mit dem Kommunismus.
Es gibt auf dieser Seite Welt keinen Staat der richtig kommunistisch ist. Dennoch streben das viele als Ideal an. So ist es auch mit dem echten islamischen Staat (nicht diese Mörder die das von sich behaupten).
Ich bin wie die meisten ein friedliebender Mensch und möchte das nicht mit Waffengewalt umsetzen.
Und wie du siehst war ich ehrlich zu dir.
Für mich ist das aber das Ideal eines Staates.
Ich weiß, dass das Terror Argument kommt, aber ich weiße das komplett vom Islam ab.

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Kommentar von SplitterFX
24.10.2016, 22:21

Der IS richtet nicht mit den Gesetzen der Schariah, Das verstümmeln von Leichen die Massenhafte Ermordung von Gefangenen und das Verbrennen von Gefangenen ist in der Shariah verboten.
Ich kenn die Situation in SA nicht besonders, ich weiß aber dass das Gewohnheitsrecht der Araber weine große Rolle spielt (z.B. Das Autofahrverbot für Frauen).

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Hallo

Dieser Vers richtete sich an unserem Propheten und war für seine damalige Situation angemessen .
Das bedeutet aber nicht das jeder Muslim heute nach diesem Vers handeln kann .

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 19:23

Da der Vers allerdings für die nachwelt überliefert wurde, muss er wohl auch eine Bedeutung für die heute lebenden Muslime haben.

Welche ist das (Du scheinst dich ja gut auszukennen)?

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Kommentar von earnest
23.10.2016, 19:25

Es handelt ja auch "nur" eine kleine, radikale Minderheit danach. 

Aber das ist schlimm genug und versetzt die Welt in Angst und Schrecken.

P.S.: Hast du jetzt wirklich gesagt, Mohammed solle die "Ungläubigen" töten, wo er sie finde?

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Geiler Nutzername! :-) 

Lange Frage, kurze Antwort: leben und leben lassen!

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Kommentar von HirnvomHimmel
24.10.2016, 09:17

Danke, und auch wenn mich deine Antwort jetzt nicht im Sinne der Fragestellung weitergebracht hat.

leben und leben lassen halte ich auch für einen wünschenswerten Idealzustand.

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Du gibst halbe Verse an: Der GANZE Vers 2:193 ist wie folgt:

"Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun."2:193

Der Vers gilt für diejenigen Ungläubigen, die die Muslime verfolgen und töten. Das versteht man auch im Vers: "und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten!" 

Die friedlichen Ungläubige soll man wie folgt behandeln:

Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiß, Allah liebt die Gerechten. 60:8

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Kommentar von 1988Ritter
23.10.2016, 18:35

.....und die Ungläubigen dann den vorgeschrieben Tribut errichten!

So wird dann ein Schuh draus.

Entweder tributpflichtige Unterwerfung, oder aggressive Behandlung.

Dein empörter Einwand ist eine Taqiyya.

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Kommentar von HirnvomHimmel
23.10.2016, 19:52

Ich habe die Vollständigkeit der Verse nie behauptet, sondern die unterschiedlichen Teile in den unterschiedlichen Übersetzungen vergleichen.

Auch habe ich verstanden, daß der Vers so übersetzt werden kann, daß er sich allein gegen diejenigen richtet, die Muslime verfolgen und töten.

Was ich nicht verstehe, ist die Bedeutung des folgenden Teilsatzes:

"Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört."

Was bedeutet "Verwirrung" und wie ist der Zustand zu beschreiben, in dem "die Religion Allah" gehört.

Kannst Du mir das möglichst plastisch schildern?

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