Katze passt nicht so richtig zu uns

12 Antworten

Holt euch erst neue Katzen, wenn ihr etwas mehr über Katzenhaltung/ Katzenverhalten/ Katzenentwicklung gelesen und verstanden habt.

Der Charakter einer Katze bildet sich in der Jugendzeit aus. Das heißt, ihr könntet ein total verschmustes 5 Monate altes Kätzchen haben, aber mit 1 Jahr ist die Katze nicht mehr schmusig sondern lässt nur Streicheln zu wenn sie es selbst grade fordert.

Was ist denn, wenn die nächsten beiden Katzen auch wieder eigenwillig sind und keine batteriebetriebenen Stofftiere die sich jederzeit streicheln lassen und gleichzeitig total aktiv und lustig umhertoben (natürlich ohne etwas kaputt zu machen, das könnte ja den Menschen stören). Was ist dann? Gebt ihr diese dann auch weg?

Tschuldige bitte meine Formulierung, aber es ist für mich manchmal schwer mich zurück zu halten wenn ich lese "Tier reagiert nicht wie gewünscht, wir wollen es weggeben und unser Glück mit nem anderen Tier versuchen".

Die möglichen künftigen Besitzer werden sich sicherlich gut um das Tier kümmern, vielleicht hat es dann die Möglichkeit ganz in Ruhe leben zu dürfen.... ohne eine menschliche Erwartungshaltung nicht efüllen zu können. Es ist nunmal so, Katzen sind Charaktertiere. Sie lassen nur soviel zu wie sie selbst wollen. Dies hängt unter anderem auch stark mit dem Vertrauen zusammen, aber auch mit der bisher gemachten Erfahrung.

Beispiel: Wir haben 2 Maine Coon, Geschwister. Beide waren als Kätzchen total verschmust. Als Erwachsene sind sie jetzt sehr unterschiedlich. Der Kater ist ein Kampfschmuser der sich sogar bei einem auf die Beine legt. Die Katze legt sich seit dem Erwachsenenalter nie mehr bei uns Menschen auf die Beine und weicht Streicheleinheiten aus die sie in dem Moment selbst nicht einfordern wollte.

katzen "tauschen" den bezugsmenschen meist relativ fix aus. wenn sie dort gut behandelt wird wirds ihr da gut gehen. und freigang ist ne tolle sache für ne einzelkatze

achja: fressen und sonst gar nix tun ist eine mögliche reaktion von katzen auf wohnungseinzelhaltung. hat was mit langeweile zu tun

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@palusa

ja mehr hatte sie bei unseren vorbesitzern auch nicht gemacht, bei uns hat sie freien zugang nach draussen wann immer sie will (katzenklappe in der hauswand)

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Wenn die Verwandten eure Katze nehmen würden, sehe ich da gar kein Problem. Bei aller Liebe zu Katzen - sie vergessen in aller Regel nach ein paar Wochen, dass sie überhaupt irgendwo anders gewohnt haben. Was natürlich bei allen Tieren bleiben kann, sind Traumata - aber dann nicht als Erinnerung, sondern eher als psychische Prägung. Etwas nervös und traurig wird sie sicher sein, aber wenn es Leute sind, die Katzen gerne mögen und sich um sie kümmern werden, wird das vergehen.

Wir haben unsere Katze aus persönlichen Gründen zur Schwiegermutter auf den Bauernhof gegeben. Ich glaube, es war das beste, was wir ihr hätten tun können. Sie war ein Paar Tage traurig und hat nicht gefressen, aber mit genug Zuwendung ist sie davon weg und fühlt sich dort besser denn je.

Allerdings würde ich euch davon abraten, neue Katzen zu nehmen. Zumindest erstmal. Lasst die Erfahrung etwas sacken und überlegt es euch später ganz genau. Vor allem im Hinblick darauf, was ihr macht, wenn euch die "neuen" Kätzchen wieder nicht zusagen.

Nicht jede Katze ist ein Schmusetier. Wir hatten immer Katzen und auch da war mal die eine oder andere dabei, die nicht so oft Schmusen wollte, wir habe die Katze aber trotzdem behalten und lieb gehabt. Weil Katzen nun mal eigenständige Wesen sind muss man sich Ihre Zuneigung verdienen, die geben sich nicht einfach so her.

Sehe ich ebenfalls so wie meine Vorgänger. Ihr habt euch einer Katze angenommen, die obgleich, dass sie nicht kuscheln mag, euch mehr zu schätzen weiß, als ihr es vielleicht denkt. Also habt Geduld oder garkein Haustier.

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