Kann man E-Autos an der ganz normalen Steckdose laden?
1) Kann man E-Autos an der Haus üblichen Steckdose laden oder brauchen die mehr Volt als 230?
2) Viele behaupten, würden nur 50% der Menschen mit E-Autos fahren, so würde das Stromnetz zusammenbrechen. Ist da was wahres dran?
3) E-Auto oder Wasserstoff-Auto, welches lohnt sich mehr?
12 Antworten
Ein e-Auto kann an einer normalen 230V Steckdose geladen werden. Wenn man das z.B. täglich nach ca. 50km "Pendler und Einkaufsfahrt" macht, entspricht das einem Strombedarf von ca. 5-10kWh, je nach Größe des Autos und dauert an der 10A Steckdose ca. 2-5Stunden. (Aktuelle Verbräuche der e-Autos liegen zwischen ca. 11-20kWh/100km).
Bei 50% e-Autos würde unser Stromverbrauch gegenüber heute um ca. 10% steigen, wobei der Strom der heute für Benzin und Dieselherstellung (ca. 1-1,5kWh je Liter) benötigt wird, noch abgezogen werden dürfte. Also überhaupt kein Problem für unsere Stromversorgung. Das zumal Menschen wie wir, einfach ein paar (zusätzliche) Photovoltaik-Elemente zur eigenen E-Auto-Betankung auf das Garagendach legen.
Ein "Wasserstoffauto" ist auch ein e-Auto, mit kleinerer Batterie, aber dafür einer Brennstoffzelle die aus Wasserstoff Strom generiert. Ein Wasserstoffauto macht keinen Sinn (ausser für Hersteller und Werkstätten), da es viel teurer in der Anschaffung und aufwändiger zu warten ist. Ferner ist Wasserstoff entweder aus Erdgas, oder energieintensiv durch Elektrolyse hergestellt. Auch subventionierter Wasserstoff kostet ca. 10€/100km.
Hier die Funktionsweise eines Brennstoffzellen (Wasserstoff)- Autos erklärt:
Hier erklärt wie ein e-Auto zukünftig das Stromnetz stabilisiert:
Hier nochmals die verschiedenen Lademöglichkeiten für ein e-Auto erklärt: https://www.volkswagen.de/de/e-mobilitaet-und-id/id_wissen/elektroauto-laden-reichweite/wie-kann-ich-laden.html
Hier noch der Stromanstieg bei 1 Mio e-Autos :
Man kann E-Autos an der üblichen Haushaltssteckdose laden. Jedoch gehen da maximal 230V und 16A durch. D.h. also maximal wären 3,68kW Ladeleistung möglich. Jedoch werden gewöhnliche Haushaltsleitungen bei diesem Durchsatz warm. Der Rat besagt, eine normale Steckdose dauerhaft nicht mit mehr als 2,5kW zu belasten.
Und selbst mit 3,68kW über 10h verteilt, wären das 36,8kWh. Je nach Auto und Fahrweise sind das 50 bis 150 km Reichweite.
Ob und was an diesen 50% dran ist, weiß ich nicht. Das würde ich auf die Seriösität der Quelle achten, um das zu bewerten.
Wenn es auf die 3. Frage eine konkrete Antwort gäbe, wäre von der schlechteren Variante gar nichts mehr zu hören. Es gibt kein besser oder schlechter dabei. Beides hat Vor und Nachteile. Was davon für einen persönlich besser ist, hängt von den persönlichen Präferenzen/Prioritäten ab.
Vielleicht hilft dir das hier weiter. https://www.youtube.com/watch?v=41LKbkQV_k4