Kann jeder durchschnittlich begabte das Mathematikstudium bestehen?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Ja, natürlich! 61%
Nein, weil... 39%

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nein, weil...

Das Mathe-Studium gehört zu den schwierigsten und anspruchsvollsten Studiengängen.

  • Nur ungefähr 1/4 aller Mathe-Studenten schaffen das Studium!
  • Ungefähr 3/4 aller Mathe-Studenten brechen das Studium ab, weil sie völlig überfordert sind von den hohen Anforderungen und die Klausuren/Prüfungen nicht schaffen.

Und das obwohl fast alle, die sich an ein Mathe-Studium ranwagen, in der Schule immer nur Einser im Mathe LK hatten.

Studierst du Mathematik?

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@Okan33

Ich bin Mathematiker, also ich hab Mathe studiert.
Und ich hab's live erlebt, wie einer nach dem anderen um mich herum das Studium abgebrochen hat.

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@Rubezahl2000

Dann erstmal gratulation! Was meinst du, zu welcher Gruppe gehörten diese Leute? Waren das faule leute, nicht interessierte Leute?

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@Okan33

Danke, aber das ist schon ein paar Jahre her ;-)
Allerdings ändert sich im Mathe-Studium auch nichts.

"faule leute, nicht interessierte Leute"
Wie kommst du auf so eine absurde Idee?
Niemand von den Mathe-Studenten war faul oder nicht interessiert!
Die haben alles gegeben, wie oft haben wir gemeinsam halbe/ganze Nächte an den Übungsaufgaben gesessen, aber die Anforderungen sind einfach hammerhart.
Die Analysis I Klausur nach dem 1. Semester - die läutet für die meisten Mathe-Studenten das Ende ein - spätestens nach dem 3. Versuch.

Die meisten, die hier bei deiner Frage "ja natürlich" geantwortet haben, die haben garantiert überhaupt keine Ahnung davon, was tatsächlich im Mathe-Studium abläuft und was da gefordert wird.

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@Rubezahl2000

ging mir im Physik Studium ähnlich: es gab kaum Aufgaben, die man schaffen konnte und es war immer nur möglich, weil wir nächtelang über einer Aufgabe saßen. Wenn ich von den Aufgaben in meinen Büchern eins von zehn schaffte, kommt das ca hin...

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@Rubezahl2000
Die meisten, die hier bei deiner Frage " ja natürlich" geantwortet haben, die haben garantiert überhaupt keine Ahnung davon, was tatsächlich im Mathe-Studium abläuft und was da gefordert wird.

Zu meiner Verteidigung: Ich habe das Mathe-Studium selbst durchlaufen. Aus meiner Lerngruppe, der ich mich Anfang des ersten Semesters anschloss und die aus 6 Personen bestand, hat nur eine Person das Studium abgebrochen. Von den anderen Studenten hab ich nicht so viel mitbekommen; insofern "hinkt" mein Argument zugegebenermaßen, da meine Stichprobe einfach zu klein ist, um wirklich repräsentativ zu sein, aber das ist eben meine Erfahrung.

Ja, auch wir haben manche Nacht über den Aufgaben gesessen, aber für gewöhnlich waren die Klausuren sehr gut machbar, wenn man sich zu den Übungsaufgaben hinreichend Gedanken gemacht und recherchiert hat (selbst wenn man sie nicht immer lösen konnte).

Bei uns sind etwa 50% durch die erste Klausur gefallen. Die Folgerung, dass alle anderen 50% wirklich begabt sein müssen, erschloss sich mir nicht. Ich wusste, dass wir viele Studenten hatten, die nicht "reine" Mathematik studierten, sondern noch ein gleichwertiges anderes Fach nebenher brauchten (im Gegensatz zu uns, die nur ein Nebenfach brauchten, in dem man weniger Vorlesungen hören musste). Diese Studenten sind natürlich gerade in den ersten Semestern, in denen man sich überhaupt erst mal an die Sprache der Mathematik gewöhnen muss, besonders gestresst, da sie sich ja auch noch um ihr zweites Fach kümmern müssen. Zieht man ferner in Betracht, dass einige Studenten nebenher jobben (müssen), so ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass mancher Student nicht genug Zeit für dieses Vollzeitstudium findet.

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Ja, natürlich!

Kann man schon schaffen, aber es ist schon mit einer Begabung sehr zeitintensiv und anstrengend. Und gerade bei Mathematik kann man mit Fleiss nicht das Verständnis für sehr abstrakte Begrifflichkeiten und Beweise wettmachen.

Wenn du das machen willst, wünsche ich dir viel Glück. Überlege, warum du gerade Mathematik studieren willst und nicht etwas anderes. Du wirst das brauchen, um dich immer und immer wieder zu pushen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium und Promotion in Angewandter Mathematik
Ja, natürlich!

definiere "durchschnittlich begabt"...

Ich denke man muss kein Genie sein, aber eine gewisse Grundbegabung ist erforderlich. Ich habe Physik studiert, aber Mathematik wäre für mich eine Nummer zu hoch gewesen. Zumindest wäre ich nicht sehr erfolgreich gewesen.

Ich habe höchsten Respekt vor Leuten, die ein Mathematik Studium schaffen.

Soll Physik nicht abstrakter sein als Mathematik? :)

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@Okan33

So manche Mathematiker kommen mit Physik nicht zurecht, weil sie glauben, dass es dort so abgeht wie in ihrem Fach. Umgekehrt ist Mathematik nicht was für jeden Physiker. Es hängt ab, wo man seine Interessen hat...

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Ja, natürlich!

Man sagt zwar, dass das Studium sehr abstrakt sei, aber so schlimm ist es auch wieder nicht, insbesondere die Klausuren. Jedoch sparst du dir Unmengen Zeit für das Verständnis und Nacharbeiten, wenn du intelligenter bist und kommst ggf. zum Genuss, die Vorlesung direkt nachzuvollziehen und den Dozenten zu korrigieren.

Ich durfte einmal den Dozenten korrigieren, aber nur weil er ein großes "E" statt einem kleinen "e" geschrieben hat :D

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Nein, weil...

Nein, weil es bestimmte Begabungsrichtungen gibt. Ich bin z.B. völlig unbegabt, was Musik betrifft.

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