Kann ich meinen Traum verwirklichen -> eigener Hof?

14 Antworten

1. ganz grob überschlagen hast du inklusive kredit/pacht abzahlung, weideflächen, geräte, fahrzeuge etc. monatlich etwa 6.000 euro feste ausgaben, bevor überhaupt der erste euro verdient wird.

für einen ferienbetrieb brauchst du eine genehmigung und separate räumlichkeiten. schafmilch verkaufen  - nein. die hygienevorschriften... hühner, enten, gänse, lämmer. das fleisch kann man verkaufen.  ist aber allenfalls ein kleiner zuverdienst. und das geflügel mit den pferden zusammen ist suboptimal. alpacas wären besser.

2. ein jahr pause nach der schule kannst du dir in keinem fall erlauben. realschulabschluss reicht, abi ist aber besser.

3. ausbildung: tierwirt, landwirt, pferdewirt. besser ist die "grosse" ausbildung. z.b. pferdewirtschaftsmeister fachrichtung reiten.

4. auch ohne zwei eigene reitpferde (davon abgesehen, dass die andern pferde mit 3 stunden arbeit die woche hoffnungslos unterfordert sind) und einem luxuspferdchen hat der tag bloss 24 stunden. das ist nicht zu schaffen. 18 stunden täglich, 7 tage die woche, NIE urlaub

Da du keinen entsprechenden Hof erben wirst, gibt es fast nur eine Möglichkeit, dich einheiraten, das ist aber auch kaum wahrscheinlicher, als dass du mal genügend Geld verdienen wirst, um dir einen Hof kaufen zu können, sofern für dich Ausland nicht in Frage kommt.

Ausbildungstechnisch würe ich sagen, wäre da die Kombination einer Ausbildung zur Pferdewirtin und anschließend ein Studium der Agrarwissenschaften optimal.

Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, dass du "einfach" so zu einem Hof kommst, aber sicher nicht unmöglich.

Dein Traum ist durchaus machbar, hierzu sind aber ein paar Sachen unbedingt zu beachten:

Du benötigst zwingend Grundkenntnisse für Landwirtschaft und Tierhaltung, das ist aber kein Problem, das kann man im Lehrberuf Landwirt(in) erlernen und danach kann man den Meister darin machen. Das wäre mal der Grundstein für einen vernünftigen Anfang.

Des weiteren sind einschlägige Kenntnisse im Bereich Betriebs- u. Wirtschaftslehre erforderlich, um einen Betrieb aufzubauen, leiten und führen zu können sowie gewinnbringend vorwärts zu bringen.

Wenn du das alles unter den Hut bekommen hast, würde ich (hab ich auch gemacht) mich zum Beispiel beim Maschinenring bewerben als Betriebshelferin, um hier praktische Erfahrungen zu sammeln und das erste (meist gut bezahltes) Geld verdienen und wenn es dir Freude macht, kannst du das (sofern noch Zeit bleibt) auch noch nebenberuflich machen.

Zu deinen Fragen:

  1. Geld kannst zu zusätzlich als Betriebshelferin verdienen, sofern dies zeitlich noch mit drin ist.
  2. Realschulabschluss reicht völlig aus, um Landwirtin zu erlernen.

Du solltest nach der Schule den landwirtschaftlichen Weg einschlagen, die Spezialisierung kommt nach deiner Ausbildung, die dir schon ein gutes Maß an Grundwissen mitgegeben hat.

Hey. Ich möchte dir deine Hoffnung ja nicht nehmen , aber ohne jemanden zu kennen wo du den Hof später übernehmen kannst oder dich irgendwo einzuheiraten wird es verdammt schwer bzw ist es fast unmöglich. 

1. Du brauchst eine menge Start Kapital

2. An Land zu kommen ist sehr schwer, wenn irgendwo Land frei wird stehen am gleichen Tag noch die "hohen " Landwirte vor deren Türen.

Aber du kannst ja trotzdem immer auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb deine Ausbildung machen , gehst dann zur Meisterschule und übernimmst z.b. bei einem großen Hof oder Lohnunternehmer die Verantwortung.

Wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deinem Vorhaben :-)

Tja, Schönheit vergeht, Hektar besteht...

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Nur ein Punkt zu deiner weiteren Ausbildung:

Du könntest die Ausbildung Landwirt machen, oder Pferdewirt. Dafür brauchst du nicht zwingend ein abi.

Zweite Möglichkeiten: (würde ich dir eher raten) Um dir noch mehr Chancen im Berufsleben zu geben falls es nicht, oder nicht direkt mit deinem Traum klappt, studiere doch agrarwissenschaften. Dafür brauchst du natürlich Abitur, aber zB in Bonn gab es die letzten Jahre keinen NC. Bei dem Studienfach kannst du dich schon im Bachelor grob gesagt auf Pflanzen, Tiere oder Ökonomie spezialisieren. Du kannst auch praktikamodule wählen und Höfe so auch kennenlernen und das praktische Arbeiten erfahren.

Und falls du merken solltest dass das doch nicht deine Berufung im Leben ist so einen Hof zu haben, bieten sich dir nach einem Studium einfach noch ein paar mehr Möglichkeiten als nach einer Ausbildung.

Beides hintereinander kannst du natürlich auch machen. 

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Circa 20 Jahre Erfahrung, aktiv im Turniersport (LK 3)

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