Ist man eine schlechte Mutter wenn man nicht stillen möchte?

25 Antworten

Wenn du nicht stillen willst, ist das okay und du musst dich niemandem gegenüber rechtfertigen.

Wenn du dennoch etwas mehr über die Vorteile des Stillens erfahren möchtest, kannst du gerne hier meinen Beitrag lesen:

https://www.gutefrage.net/frage/stillen-vs-pre

Ich stelle mir das etwas anstrengend vor anfangs dem Kind alle 2-3 Stunden die Brust geben zu müssen.

Ob es weniger anstrengend ist, Flachen zu spülen, auszukochen/sterilisieren, vorzubereiten und zu erwärmen, als einfach das Hemd hochzuschieben, kann ich nicht beurteilen.

Ich bin nachts jedenfalls nicht aufgestanden und habe beim Stillen weitergeschlafen. Auch fand ich es prima, mit meinem Kind mobil zu sein, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie lange ich weg bin, was ich alles vorbereiten und mitnehmen muss, wie ich die Flasche unterwegs auf die richtige Temperatur kriege etc. - meine Brust hatte ich ja dabei.

Und ganz zu schweigen von den Kosten...

Trotz der Belastung der Muttermilch wird auch Raucherinnen zum Stillen geraten.

Leider gibt es keine wissenschaftlich fundierten Grenzwerte, ab welchem Tabakkonsum die Gifte in der Muttermilch mehr Schäden anrichten als Nicht-Stillen. Wenn Babys von rauchenden Müttern gestillt werden, dann haben sie in der Regel jedoch eine bessere allgemeine Gesundheit, leiden seltener an Atemwegserkrankungen und sterben seltener am plötzlichen Kindstod, als wenn sie nicht gestillt werden.

Das ist aber bitte nicht als Freifahrtschein zu verstehen und natürlich ist es besser, auf Genussmittel in Schwangerschaft und Stillzeit ganz zu verzichten. Jede Zigarette, die du gar nicht rauchst, kommt deinem Kind und dir zugute.

Die Gifte des Tabakkonsums wie Nikotin und weitere toxische und krebserregende Substanzen treten unmittelbar in die Muttermilch über. Nikotin erreicht in der Muttermilch eine dreifach höhere Konzentration als im Blut der Mutter.
Bei gestillten Säuglingen von starken Raucherinnen werden Unruhe, geringeres Saugvermögen, Koliken und Erbrechen beobachtet. Außerdem hemmt ein starker Tabakkonsum den Milchspendereflex und reduziert die Milchmenge.
Deshalb haben rauchende Frauen mehr Stillprobleme. Babys von rauchenden Frauen nehmen langsamer an Gewicht zu und werden schneller abgestillt als Babys nicht rauchender Frauen. Je stärker geraucht wird, umso ausgeprägter sind die Probleme. Daher ist es wichtig, den Tabakkonsum so weit wie möglich zu reduzieren und am besten ganz aufzugeben.
Drogenkonsum (Haschisch oder andere Drogen) ist hingegen mit Stillen nicht vereinbar.

http://www.still-lexikon.de/genussmittel-in-der-stillzeit/

Nutze diese Gelegenheit, um ganz aufzuhören - einen besseren Grund gibt es nicht.

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

ich habe meine kinder sowohl gestillt als auch die flasche gegeben, war bei den dreien unterschiedlich. es ist viel einfacher zu stillen. wenn das kind wach wird, rüber ins bett, auf die seite legen und anlegen, weiter dösen.

bei der flasche musst du erstmal aufstehen, das kind weint, wasser kochen, anmischen, das kind weint immer noch, abkühlen lassen und dann erst füttern können.

auch die flasche wollen manche kinder alle 1-2 stunden. manche trinken alle 4 stunden, manche jede stunde, egal ob stillen oder flasche.

ich fand es wesentlich schöner zu stillen, aber wenn es nicht geht geht es nicht.

einfacher ist definitiv das stillen

das mit dem ,, ich stille morgens,, kannst du vergessen. dann versiegt die milch oder dir läuft alles aus, es könnte sich entzünden.

wenn du nicht willst musst du nicht, gesünder ist stillen auf alle fälle, solange du nicht rauchst.

keiner wird böse sein oder es dir übel nehmen, das kannst du ganz allein entscheiden. du kannst es ja anfangs mal versuchen, mal mit einer hebamme sprechen und schauen wie es dir und deinem baby dabei geht. im krankenhaus kannst du es mit hilfe der schwestern und hebammen üben, wenn es nicht gelingt zeigt man wie. wenns nicht klappt gibt es dort fertige flaschenmahlzeiten mit denen man starten kann.

mach dich nicht verrückt, alles gute

MMn machst Du Dir grad viel zu viele Gedanken um ungelegte Eier!

Du solltest einfach froh und glücklich sein, wenn es mit dem Stillen bei Euch Beiden klappt und wenn es das tun sollte, dann hast Du allein dadurch schon eine echte Entlastung.

Vorteil: Du hast die Nahrung und auch das Trinken für Dein Kind IMMER und jederzeit griffbereit zur Verfügung. Brauchst keine Fläschchen mit einer Hand füllen und vorbereiten, während Du im anderen Arm Dein schreiendes Baby trägst ;-)

Durch das Saugen des Babys, bildet sich auch Deine Gebärmutter besser und vielleicht sogar schneller zurück. Es gibt sogar Berichte, wonach stillende Mütter seltener an Brustkrebs erkranken.

Sieh mal die ganzen Vorteile, bevor Du Dir um evtl. Nachteile - oder gar jetzt schon um Zigaretten Gedanken machst!

Wenn es mit dem Stillen nicht klappen sollte - warum auch immer - wirst Du Dein Kind eh mit der Flasche füttern müssen und das Anfangs auch in sehr kurzen Abständen.

Ich bin auch erst 18 Jahre alt und auch so schon etwas überfordert.

Frau wächst mit ihren Aufgaben! Du bist immerhin SCHON 18 und somit ein erwachsener Mensch. Alles andere wird sich ergeben. Und warum solltest Du eine schlechte Mutter sein? Es liegt doch an Dir, welche Art Mutter Du für Dein Kind sein willst! Du allein hast es in der Hand.

Das Jugendamt und alle anderen, werden Dich dabei NUR unterstützen - genau so lange, wie Du Unterstützung brauchst. Ein bisschen Eigenverantwortung solltest Du jetzt schon entwickeln. Es gibt weitaus jüngere Frauen, die ein Baby bekommen haben und die haben es auch hinbekommen haben.

Alles Gute wünsche ich Euch und das Dein Baby gesund auf die Welt kommt - alles andere wird sich finden ;-)

Der Spruch mit den ungelegten Eiern ist wirklich weise in der Situation. Warum immer Probleme von morgen an die Wand malen, wenn es einem gerade im Moment nicht schlecht genug geht? Das ist auch wirklich eine Befähigung zum Depressiv-Werden...

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@DocPsychopath

Nunja, wenn Du von dem Spruch, in dem Zusammenhang, gleich depressiv wirst, wäre es mMn dringend erforderlich, dass Du Dir mal Hilfe holst!

Die werdende Mutter weiß doch noch gar nicht, ob es mit dem Stillen überhaupt klappt. Warum sollte sie sich dann jetzt bereits verrückt machen?

Wenns überhaupt klappt ok, wenns nicht klappt, oder sie nicht will, dann dreht sich die Welt auch weiter.

Und wo genau gibt es, in diesem Zusammenhang, einen Grund depressiv zu werden?

Oder meinst Du etwa eine Wochenbettdepression? Das wäre aber dann ein ganz anderes Problem und hat mit der Frage hier nichts zu tun!

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Es stillt nicht jeder.

Gesünder ist es jedoch für das Kleine und fördert den Mutter-Kind-Kontakt.Aber das wissen Sie alles bestimmt schon, wurden Sie bereits ins "Gebet" genommen.

Einmal stillen am Tag, wie Sie hier schreiben, ist normalerweise Blödsinn. Darüber sollten Sie nochmals nachdenken.

Mit "Mutterqualitäten" hat das Stillen selbst überhaupt nichts zu tun. Ein schlechtes Gewissen brauchen Sie sich deswegen nicht machen zu lassen.

...Rauchen mit so einen kleinen Kind dagegen geht meiner Meinung nach gar nicht. Sie werden oft genug Körperkontakt zu ihn haben, auch ohne Stillen.

...Das sollten Sie sich nochmal durch den Kopf gehen lassen.

...Zudem das nicht nur Sie selbst betrifft, sondern auch das gesamte Umfeld, wo sich das Kind aufhalten wird (Wohnung, in Freien, etc.).

In der Nähe eines Babys soll man überhaupt nicht rauchen - das schliesst natürlich auch die Wohnung, den Balkon, den Garten, den Spaziergang neben dem Kinderwagen usw. ein, und zwar nicht nur die Mama, sondern alle, die was mit dem Kind zu tun haben. Dass der Geruch unangenehm ist, ist für Säuglinge echt das kleinste Problem...

Stillen funktioniert leider nicht so, dass du ein Mal am Tag fröhlich stillst und den Rest des Tages die Nuckelflasche mit Pulver gibst. Auch Fläschchen geben ist übrigens "etwas anstrengend" - um einige anstrengende Jahre kommst du als Mama leider so oder so nicht rum.

Vielleicht möchtest du vor der Geburt noch einen Kurs besuchen, in dem die wichtigsten Sachen nochmal erklärt werden? Es gibt gute Angebote, die z.T. sogar kostenlos sind. Ob man stillt oder nicht, entscheidet nicht darüber, wie gut man als Mutter ist.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich bin Arzt

Ganz meine Meinung, die Qualitäten einer Mutter liegen ganz woanders. Man muss dem Kind einfach Zeit, Zuwendung und Liebe geben, dabei natürlich auf die Gesundheit achten. Aber nur weil man nicht stillt geht es dem Kind ja nicht gleich schlecht.

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