Ist Fluggerätmechaniker ein sicherer Job?

7 Antworten

Im Prinzip ja. Es kommt natürlich darauf an, bei welchem Unternehmen man arbeitet und als was (FGM in der Herstellung oder Wartung):

  • Großunternehmen (Airlines, Flugzeughersteller; hier vor allen Airbus oder Hubschrauberbauer)
  • Kleinbetriebe (Air-Taxi, Businessfliegerei oder auch hier Hersteller von Kleinflugzeugen)
  • Militär
  • Polizei

und das in

  • Deutschland oder im
  • Ausland

Man kann übrigens auch in einer der kleinen Flugwerften und Überholungsbetriebe eine FGM-Lehre machen, wenn der Betrieb als TEIL-147-Betrieb (gem. EU-Verordnung 1321/2014 und LuftPersV) für die Ausbildung zugelassen ist.

Eine Liste alle in DE zugelassenen Ausbildungsbetriebe gibt es beim Luftfahrt-Bundesamt (www.lba.de) unter "Technisches Personal".

http://www.lba.de/DE/Technik/TechnischesPersonal/Ausbildung/Info_und_Formb_Teil-147.html?nn=693034

http://www.lba.de/DE/Technik/TechnischesPersonal/Ausbildung/Ausbildungsstellen/Ausbildungsbe_Teil-147.html

Wie wäre es alternativ denn mit einer Lehre als Triebwerksmechaniker oder Flugzeugelektriker/-elektroniker?

Es gibt so viele Firmen, die Triebwerke für die Luftfahrt herstellen, Kolbenmotore, Turboprops, Hubschraubertriebwerke, Jettriebwerke für Businessjets und Verkehrsflugzeuge.

Und die Entwicklung immer neuere Hard- und Software ist in der Fliegerei praktisch ein Selbstläufer, denn die Unternehmen forschen durchaus in Richtung "pilotenloses Flugzeug".

Ich selbst habe 40 Jahre in der Luftfahrt gearbeitet, davon 30 Jahre als Flugzeugmechaniker - 10 Jahre beim Militär (als Soldat an der F-4F Phantom beim JG 71 und als ziviler Mechaniker bei der NATO an der E-3A AWACS; gab als Mitflieger viele Hundert Flugstunden) und 20 Jahre bei der Lufthansa in Frankfurt.

Die letzten 10 Jahre hatte ich dann einen Bürojob bei der LH-Passage als Teamleiter "Lizenzierung Cockpitpersonal" und habe mich mit meinem Team um das Thema "Pilotenlizenzen" (Erwerb, Verlängerung, Neuausstellung, Terminüberwachung für Medical und Simulatorchecks) in Absprache mit dem Luftfahrt-Bundesamt gekümmert.

Da alle Prognosen von einer weltweiten Steigerung des Luftverkehrs ausgehen - wenn auch nicht mehr so stark wie noch vor einigen Jahren - spricht nichts dagegen, den Beruf zu erlernen.

Der Vorteil ist, dass die Inhalte mittlerweile durch die EU/EASA in ganz Europa gleich sind und deshalb eine Tätigkeit im Ausland überhaupt kein Problem darstellt.

Luftfahrt war schon immer grenzüberschreitend und ist deshalb nichts für Leute, die lieber in ihrer Reihenhaussiedlung bleiben wollen.

Gerade bei der LHT gibt es die Möglichkeit, bei entsprechender Qualifikation als Stationsmechaniker auf einer der weltweiten Auslandsstation zu arbeiten. Meistens sind das vier Jahre, bevor man dann auf die nächste Station wechselt - und nach Deutschland nur noch zur Weiterbildung (neue Flugzeugmuster, auch von Kunden) oder zum Urlaub zurückkommt.

Daneben kann man auch z. B. Lehrer an der Technischen Schule werden, heutzutage sogar (per Fernkurs) eine IHK-Meisterprüfung "Industriemeister Luftfahrttechnik" ablegen und dann Lehrlinge ausbilden.

Oder man ist im Rahmen von Kundenverträgen für einige Zeit im Ausland tätig. So war ich mal für ein Jahr bei Garuda in Indonesien tätig und mehrere Monate für Usbekistan Airways in Tashkent.

Es muss ja auch nicht eine der Major-Airlines sein. So wäre auch ein Job in Schottland oder Norwegen bei einer der Hubschrauberfirmen denkbar, welche die Versorgung der Ölplattformen sicherstellen.

Ja, das Mechanikerleben kann also spannend sein. Wirklich gute Leute werden immer gesucht und werden auch immer eine Stelle finden, selbst wenn das eigene Unternehmen insolvent werden würde.

LH stellt, wie auch Airbus (und eigentlich jedes Luftfahrtunternehmen), sehr hohe Anforderungen an ihr Personal und wichtig für Bewerber, egal ob Azubi oder "Externer" ist es, den Einstellungstest und die Sicherheitsüberprüfung zu überstehen. Danach geht alles seinen fast sozialistischen Gang - na ja, ein wenig muss man schon dafür tun ;-)

Klappt alles, steht einer langen Karriere nichts im Wege.

Zum Gehalt (ist ja abhängig von Betrieb und Standort) kann ich nichts sagen; dafür gibt es ja die Arbeitsagentur oder entsprechende Internetforen zum Thema "Arbeitsmarkt", "Ausbildungsvergütung" und "Einstiegsgehalt".

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und wie schaut es mit weltraumtechniker?

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@frager4ever

Siehe meine Antwort auf Deine Frage an "Miezmiezmiez".

Kurzfassung: Den "Weltraumtechniker" als solches gibt es (meines Wissens nach) nicht. Bei "Airbus Defense & Space" (früher EADS) oder "Arianespace" arbeiten vielleicht auch Elektro- oder Maschinenbautechniker, meistens aber Ingenieure (Flugzeug- oder Maschinenbau, Werkstoffkunde, Elektro/nik, IT und Naturwissenschaftler (Physik, Chemie) mit einem exzellenten Studienabschluss.

Dein Sohn kann aber doch auch studieren (z. B. eines der MINT-Fächer; direkt oder nach einer Lehre) und sich danach z. B. bei Lufthansa, Airbus, einer Flughafengesellschaft, dem DLR, der ESA oder eine der Raumfahrtfirmen bewerben, wenn es denn Luft- oder Raumfahrt sein soll. LH ermöglicht Studenten auch ein Praktikum und bei guten Leistungen ist eine Übernahme nach dem Studium wahrscheinlich.

Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.

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Fluggerätmechaniker ist eine eher schlechte Wahl. Spreche aus Erfahrung. Warum?

Nun Flugzeuge kann man auch im Ausland warten, was zunehmen immer mehr gemacht wird. Um die noch verbleibenden Stellen bricht ein großer Konkurrenzkampf aus. Da ist der Berufseinsteiger gleich auf Harz 4.

Air Berlin und andere europäische Airlines sind ja insolvent geworden. Nur ein Teil der Maschinen und des Personals wurde aber übernommen. D.h. die Bodencrew, also auch technische Instandhaltung ist nun großteils arbeitslos.

Zu Lufthansa muss man erst reinkommen und deren 2 stündigen Test erfolgreich absolvieren. Den hab ich vor ca. 14 Jahren nicht geschafft. Bin aber bei der Bundeswehr unter gekommen. Aber da ging es damals schon rapide Berg ab mit späteren Arbeitsstellen. Da immer mehr Fluggerät ausgemustert wurde.

Man kann sich danach aber immer noch anders orientieren. Man hat 1 Jahr Fertigungs Grundlagen, 1 Jahr Lernen an Flugzeugen, und 1,5 Jahre Mitarbeit im laufenden Betrieb. So könnte man mit den Fertigungs Grundlagen noch in die herstellende Industrie wechseln.

Die anderen Lehrjahre sind aber speziell auf die Luftfahrtbranche zugeschnitten. Mit allgemeineren Technikberufen hat man wohl eine größere Auswahl an Jobs.

Als Fluggerätemechaniker bei Lufthansa verdient man schon leicht mal über die BBG, wenn man bissl länger dabei ist. Also vom Verdienst her super.

Ein Mechatroniker / Elektroniker hingegen, verdient leider sehr wenig.

Soweit ich weiß bildet Lufthansa nur nach Bedarf aus, das heißt wenn er die Ausbildung schafft und sich sonst nichts zu Schulden kommen lässt, ist ihm die Übernahme sicher.

Also unterstütze ihn dabei! Es ist ein sehr verantwortungsvoller und spannender Beruf mit erstklassigen Verdienstmöglichkeiten.

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Ist Weltraumtechniker besser?

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@frager4ever

Was meinst Du mit "Weltraumtechniker"?

Auch in der Raumfahrt gibt es Elektroniker, Mechatroniker und IT-Profis, aber das sind meistens Ingenieure Maschinenbau, Flugzeugbau oder Luft- und Raumfahrttechnik, Materialforschung oder Physiker und Chemiker mit einer Spezialisierung auf einen ganz bestimmten Teilaspekt (Raketenstruktur, Hitzeschutz, Treibstoffe, Lebenserhaltungssysteme, Sensorik, Steuerung, Kommunikation usw.).

Ja, vielleicht gibt es bei Arianespace oder der ESA auch Maschinenbau- oder Elektrotechniker, also Mitarbeiter mit einer höheren Qualifikation als nur einer abgeschlossenen Lehre, aber sicher weiß ich das nicht.

Hier müsst ihr euch wirklich vor Ort bzw. über die Webseiten genau informieren.

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Pilotenausbildung. Bei LH oder im Ausland.

Hallo,

derzeit bin Ich 15 Jahre alt und gehe in die 9'te Klasse. Mein Traum war es schon immer einmal Pilot zu werden. Jedes Jahr bin Ich nach Kasachstan / Russland geflogen und habe den Start und die Landung immer geliebt. Ich durfte auch schonmal während des Fliegens in einem Cockpit sein " Air Astana ". Ich besuche zurzeit eine Gesamtschule und wil diese mit Abitur beenden. Danach will Ich mich bei Lufthansa bewerben. Da Ich mir ziemlich Sicher bin , dass ich durch den Test nicht kommen werde [ BU + FQ + DLR ] brauche ich noch andere Wege Pilot zu werden. Könnte man eine Ausbildung bei Ausländischen Airline starten? Beispiel: Air Astana , Aeroflot. Und könnte man nach der Ausbildung bei Air Berlin oder Lufthansa arbeiten ?. Oder gibt es auch Deutsche Airlines , bei denen die Ausbildungen nicht teuer ist.

MFG Albert

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