Ist es Vernachlässigung wenn Eltern nie mit ihren Kindern spielen?

6 Antworten

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Vernachlässigung ist etwas hart ausgedrückt, aber es ist jedenfalls nicht OK. Eltern sollten mit ihren Kindern spielen. Das macht ja auch Spaß und man bringt sich selbst um einen schönen, wichtigen Teil des Elternseins.

Ok Ja weil sie meint sie hat da keinerlei befriedigung davon unf dass es als Erwachsene langweilig ist mit kleinen Kindern zu spielen

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@HarleyQuinn383

Das ist ehrlich gesagt keine sehr erwachsene Einstellung. Das klingt als wäre es ihr peinlich. Man kann das Spiel mit kleinen Kindern so gestalten, dass es fördert und erzieht – dann ist es für das Elternteil ebenfalls interessant. Man kann sich aber auch einfach mal erlauben, selbst wieder in den Kosmos eines Kindes einzutauchen. Das bereichert sehr, wenn man sich drauf einlässt.

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@katzenfett527

Ja sie ist auch einfach überfordert glaub ich sie sagt auch immer wieder obwohl das Kind schon 4 Jahre ist dass sie noch gar nicht bereit ist Mutter zu sein. Sie war auch ungewollt schwanger

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@HarleyQuinn383

Klingt für mich sehr danach. Ich hoffe, sie findet in ihre Rolle. Für Kinder ist es unheimlich wichtig, dass sich ihre Eltern mit ihnen beschäftigen – spielen ist da die einzige Zeit, die nicht irgendeinem Zweck gewidmet ist. Da begegnet man sich auf Augenhöhe. Hat deine Freundin andere junge Eltern, mit denen sie sich austauschen kann?

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@katzenfett527

Ja sie kennt bestimmt welche.

So jung wäre die Dame auch gar nicht mehr, sie ist 31

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@HarleyQuinn383

Eigentlich nicht, nein. Ich hab nur die Erfahrung gemacht, dass Mütter sich oft gesellschaftlich isoliert fühlen, weil der Kontakt zu vielen Freunden abreißt. Kinder beanspruchen ja viel Zeit. Wenn sie aber gleichaltrige Mütter zum Austausch hat, sollte das ja nicht so das Thema sein.

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Vernachlässigung zwar nicht.... wenn alle anderen Bedürfnisse im normalen Rahmen erfüllt werden, Sozialkontakt möglich ist zwischen Mutter und Kind, auf andere Weise dem Kind Liebe gezeigt wird.

Aber es ist schade... denn das gemeinsame Spiel mit dem Elternteil (oder anderem Haushaltsmitglied) ist eben auch in gewisser Weise nötig.

Ab wann geht ein Kind in den Kindergarten? Je nachdem gibts den U3 Bereich (Kinder bis zum dritten Lebensjahr) und den Ü3 Bereich (ab 3 Jahre bis zur Einschulung). Natürlich hat ein Kind dort Spielkameraden zum Spielen.... aber daheim möchte ein Kind ja auch spielen. An den Wochenenden, in den Ferien, am Morgen vor dem Kindergarten, am Nachmittag nach dem Kindergarten.

Wenn die Mutter kein großes Interesse hat als Spielpartner herzuhalten daheim, sollte sie nach Ausweichmöglichkeiten suchen. Babysitter, Spieltreffen vereinbaren beispielsweise.

Enthält man sich dem Spielgeschehen bewusst, verpasst man so einiges. Zum einen könnte man im gemeinsamen Spiel erkennen "Wo sind die aktuellen Stärken des Kindes, wo gibts Defizite" zum anderen könnte man bestehende noch nicht bekannte Problematiken erkennen (beispielsweise wenn das Kind mitten im Spiel erlebte Alltagsszenen nachspielt/ Sorgenerregende Situationen nachspielt (Eltern streiten, Personen prügeln sich, die kindliche Spielfigur wird beschimpft, eine Figur wird erpresst.... etc). Also Beobachtungen, die einem helfen könnten dem Kind zu helfen.

Sicher, man hat nicht immer Zeit dafür.... und mitunter auch keine Lust. Es ist auch okay beispielsweise malen oder basteln oder draußen zusammen etwas spielen zu mögen.... aber "so tun als ob-Spiele" nicht zu mögen. Nicht mal Kinder mögen alles gleichermaßen gerne.

Allerdings möchte man das eigene Kind doch auch in den Interessen des Kindes stärken, oder nicht?

Mein jüngster Nachwuchs hat bereits im Kindergarten nicht nur mit Lego gebaut, sondern mit Hilfe der Legofiguren Spielszenarien erfunden. Für die jeweiligen Szenarien benötigten Bauten (Tische, Stühle, Kunstwerke, Betten, Häuser etc pp) wurden dann eben parallel dazu gebaut. War auch nicht immer mein Fall, aber in dem Fall war dieses Kind dann gleichzeitig Erfinder, Spielleiter, Souffleur.

Ich schätze die Erinnerungen an solche Momente sehr.

Das ist traurig. Und es wird der Entwicklung des Kindes nicht förderlich sein.

Und mit Gruß an die Mutter, wenn man mit Kindern so umgeht, schafft man sich auch große Probleme für die Zukunft. Spätestens in der Pubertät wird so ein Kind "frei drehen", weil es in dieser besonders schweren Phase noch weniger innere Sicherheit haben wird, als andere Jugendliche, für die das auch schon anstrengend ist.

Das kann dann von Agressivität über Resignation, unsoziales Verhalten usw. verschiedenste Ausmaße annehmen.

Spielen soll eigentlich etwas Schönes sein, wer nicht mit seinem 4 jährigen Kind spielen möchte, hat wahrscheinlich selbst größere Probleme, womöglich auch schon lange zuvor, durch die eigenen Eltern, gehabt.

Ja, ist es.

Im spiel lernen die Kinder verschiedene Dinge wie sozialen Umgang, mit Frust umzugehen (wenn man beispielsweise verliert), Geschicklichkeit usw

Ich kriege einen Hals, wenn ich sowas höre

Aber geht das nicht auch mit gleichaltrigen ihren Kindergarten Freunden?

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@brennspiritus

Ok.Ja sie ist auch einfach überfordert glaub ich sie sagt auch immer wieder obwohl das Kind schon 4 Jahre ist dass sie noch gar nicht bereit ist Mutter zu sein. Sie war auch ungewollt schwanger

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@HarleyQuinn383

Dann soll sie sich eine Familienhilfe über das Jugendamt organisieren. Das ist nichts schlimmes, unterstützt aber in vielen Dingen. Wie auch spielen und dergleichen. Das Verhalten ist herzlos.

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Ja, das stimmt - natürlich kann man versuchen, dem Kind andere Spielpartner zu suchen, in gewissem Umfang muss man sich aber mit dem eigenen Kind beschäftigen, sonst sollte man sich besser keine Kinder zulegen ...

Noch schlimmer sind aber die Mütter, die ihre Kinder bereits im Kinderwagen verwahrlosen lassen, da sie jede Interaktion mit ihrem Kind verweigern, da sie mit telefonieren, Musik hören oder mit dem Smartphone daddeln beschäftigt sind.

Sie meint dass das Kind ja auch lernen muss sich allein zu beschäftigen weil nicht 24/7 jemand mit ihr spielen wird

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@HarleyQuinn383

Es spricht auch niemand davon, dass sie ihr Kind dauerbespaßen muss, aber die Zeiten, die sich Kinder alleine beschäftigen können (müssten), folgen eben dem Motto "Kleine Kinder kurze Zeiten, große Kinder längere Zeiten" - und eine Vierjährige zählt da noch zu den eher kleinen Kindern. Entscheidend ist vor allem: Man muss da eher auf das Kind Rücksicht nehmen, wenn es eine Selbstbeschäftigung gefunden hat, muss man es auch lassen - und man kann auch zu Selbstbeschätigung animieren, manchmal geht das auch, in dem man ein Spiel gemeinsam beginnt und sich dann dezent zurückzieht.

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@HugoHustensaft

Stimmt auch wieder.

Ja sie ist auch einfach überfordert glaub ich sie sagt auch immer wieder obwohl das Kind schon 4 Jahre ist dass sie noch gar nicht bereit ist Mutter zu sein. Sie war auch ungewollt schwanger

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