Ist der Unterricht beim Motorradführerschein derselbe wie beim Autoführerschein?

3 Antworten

Nicht ganz, zum Großteil jedoch schon.

Der Grundstoff ist für alle Führerscheinklassen gleich und bei einem Ersterwerb müssen 12 Doppelstunden Grundstoff absolviert werden, das sind zwölf mal 90 Minuten. Bei einer Erweiterung, also man hat bereits eine Führerscheinklasse und erwirbt dann noch eine andere Klasse, sind es 6 Doppelstunden Grundstoff. Auch bei Vorbesitz einer anderen Klasse, entfällt dieser Stoff also nicht komplett, obwohl man ihn ja schoneinmal hatte, der Gesetzgeber will hier quasi, das man eine Auffrischung macht.

Was für jede Führerscheinklasse anders ist, das ist der klassenspezifische Zusatzstoff. Dieser ist wie der Name bereits sagt klassenspezifisch und umfasst bei der Klasse B zwei Doppelstunden, bei der Klasse A2 4 Doppelstunden und bei anderen Klassen sieht es wieder anders aus.

Ja und nein.

Es gibt 12 Themen im Grundstoff. Diese gelten für alle Klassen. Bei Ersterwerb eines Führerscheins müssen auch 12 Stunden des Grundstoffs besucht werden. Bei einer Erweiterung (also nach B dann zB eben A2) nur noch 6. ABER es ist völlig egal welche Stunden du hier besuchst. Es kann auch jedes Mal das selbe Thema sein. Macht zwar keinen Sinn, ist aber erlaubt.

Fürs Auto gibt es dazu dann noch 2 zusätzliche Themen (fahrzeugspezifisch).

Fürs Motorrad sind es hingegen 4 zusätzliche Themen. Diese Zusatzthemen sind aber alle Pflicht.

Da Auto nun am populärsten ist, fahren die meisten Fahrschulen hier eine Dauerschleife ihres normalen Unterrichts inklusive der fahrzeugspezifischen Themen fürs Auto. (Also Themen 1-12 und direkt danach 13 u 14 (Auto) bevor es dann wieder bei 1 beginnt)

Die Motorradthemen hingegen werden meist gesondert und auch alle 4 zusammen an einem Tag unterrichtet. Hier kommt es dann oft drauf an wie viele Schüler fürs Motorrad gerade angemeldet sind und ab wann der Fahrlehrer bereit ist zu unterrichten.

Die sechs Grundstoffthemen sind dieselben, die vier Spezialthemen kommen dazu, d.h. die müssen zusätzlich belegt werden. Die Fahrschule, die A ausbildet, bietet die an.

In der Realität ist es ja nun wohl so, dass man so oft in die Theoriestunde geht, wie für die Prüfung erforderlich. Dort wird in der Regel der Grundstoff (Vorfahrt, Bremsweg...) unterrichtet. Hat man Fragen zu den Motorradspezifischen Fragen, kann man den Fahrlehrer fragen. Auf die Fragen, die der Prüfer vor Beginn der Prüfung zum Fahrzeug stellt, werden bei den Praxis-Stunden besprochen. Ich habe mit dem Online-Programm click & lern 360 Grad gelernt. Da kannst du einstellen welchen Führerschein du machst und kriegst nur die für dich relevanten Fragen. Nicht gleich mit der Prüfungssimmulation anfangen. Erst den kompletten Stoff durcharbeiten. Man kann sich Merker bei Fragen setzten, die man nicht versteht. Und diese mit dem Fahrlehrer besprechen bzw. so lange wiederholen, bis man es drin hat.

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@Mimps

Die fahrzeugspezifischen Stunden MÜSSEN besucht werden. Nur bei den Stunden mit dem Grundstoff ist es egal (mit welcher Begründung auch immer), so dass auch immer das selbe Thema besucht werden kann.

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Es sind insgesamt 12 Grundstoffthemen.

Spielt aber auch keine Rolle, denn man kann auch 12x das selbe Thema besuchen. (Bzw. deine 6x bei einer Führerschein-Erweiterung)

Nur die fahrzeugspezifischen Stunden sind für das jeweilige Fahrzeug Pflicht.

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@2012jane

Das mag ja offiziell so sein. Fakt ist, dass in jeder theoretischen Unterrichtsstunde alternierend verschiedene Stoffe drangenomnen werden und da alle Schüler, egal welchen Schein sie machen, zusammen sitzen. Ich habe vor 1 1/2 Jahren meinen Motorradführerschein gemacht und es gab keine Theoriestunden nur für Motorradfahrer. Beim LKW-Führerschein mag das anders sein.

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@Mimps

Ging mir vor über 12 Jahren schon so. Da gab es zwar alle paar Monate mal einen gesonderten Unterricht, ich bin da allerdings nie hin. Hauptsache man hätte alle nötigen Unterrichtsstunden voll gehabt

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@Mimps

Dann war das aber nicht richtig, was deine Fahrschule gemacht hat.

Bei solchen Fragen sollte man sich nicht allein auf seine eigene Erfahrung berufen, sondern auf das, wie es gesetzlich festgelegt ist.

Ob Fahrschulen dann anderweitig mauscheln ist eine andere Sache.

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@Mimps

Das ist Betrug, du könntest deine Fahrschule anzeigen. Wenn du mehr wissen willst, frage beim Regierungspräsidium, die Bestimmungen darüber stehen in der Fahrschülerausbildungsordnung (FSchAusbO).

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