Ist das menschliche Gehirn begrenzt?

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13 Antworten

Die genaue Architektur des Gehirns ist zu wenig bekannt um eine verlässliche Zahl angeben zu können, wo die Grenze liegt (eine Grenze gibt es auf jedenfall, rein logisch). Aber unter dem Gesichtspunkt, dass es mehrere Milliarden Zellkörper hat mit jeweils mehreren Hundert Verbindungen und dann gibt es Muster und Kombinationsmöglichkeiten... dann ist die theoretische Speichermenge eine sehr sehr sehr sehr riesige Zahl, wahrscheinlich gross genung um jedes Atom im Universum mit Namen zu kennen.
Erinnerungen verschwinden durch Überlagerung anderer ähnlicher Erinnerungen, oder direkt durch physischen Verlust von Nervenzellen. Insofern geht tatsächlich was "verloren", wenn du was ähnliches lernst, aber die Information ist nicht gelöscht, sondern nur zu schwach um abgerufen werden zu können (Ausnahme: Frühe Kindheit, denn da ändert sich die Netzwerkorganisation noch etwas, da kann also tatsächlich was gelöscht werden, was nie gebraucht wird)

Eine vom Ansatz her falsche Frage. Umso mehr bin ich erschüttert, dass hier Leute mit 'Ja, dein Speicher ist irgendwann voll' antworten. Informationen werden im Gehirn nicht gespeichert wie auf einem Computer, vielmehr entstehen Erinnerungen durch bewusste Rekonstruktion von Inhalten, die man bis dahin gar nicht mehr gewusst hat bzw nicht darüber nachgedacht. Insofern existieren Erinnerungen nur dann, wenn wir an sie denken. Sie definieren sich nicht durch feste Informationszuweisung, sondern werden durch Verknüpfungen erstellt, die das Gehirn anlegt.

Deshalb ist das menschliche Gedächtnis nicht ansatzweise so gut wie der Computer- weil es ständig Informationen verändert, teilweise überschreibt und korrigiert. Tatsächlich kommt es aber nicht vor, dass Erinnerungen gelöscht werden. Nur wenn wir lange Zeit nicht daran denken, verblassen Erinnerungen (lang bedeutet hier je nach Gedächtnistyp eine Zeit zwischen wenigen Sekunden und vielen Jahren) allmählich. Dabei setzt unsere Aufmerksamkeit eine natürliche Sättigungsgrenze für Erinnerungen nach dem Motto 'Use it or lose it'. Je neugieriger und denkfreudiger ein Mensch also ist, desto mehr Erinnerungen kann er anlegen und desto besser verknüpft er sie. Praktisch wird die Obergrenze für Erinnerungen kaum erreicht, und wer sich etwas wirklich merken will (über einen langen Zeitraum), der schafft das mit gründlicher Wiederholung auch. Inhalte werden nur so schnell wieder vergessen, weil wir sie zu oberflächlich lernen.

Ja das Hirn ist begrenzt aber es gibt Menschen die haben ein viel besseres Hirn und ,,Datenvolumen,, als normale Menschen. Das hat etwas mit der Wahrnehmung zu tun. Schaue dir mal 2 Sekunden eine 9 Stellige Zahl an und versuche die Ziffern aus dem Kopf einzeln aufzusagen du wirst es höchstwahrscheinlich nicht schaffen.

Hier ein Beispiel (wirklich nur kurz schauen)

6 7 2 9 4 1 7 0 2

Aber eine wichtige Telefonnummer die Wichtiger ist kannst du dir leichter merken.

Es gibt Autisten die haben eine ganz andere Wahrnehmung als wir. Ein Beispiel sind Savons die aus dem Gedächtnis ohne großes Lernen die Zahl Pi bis in die 22.000 (!) Nachkommatselle aufsagen können. Ich denke es kommt auf die Priorität der Dinge an die man sich merken soll.

das menschliche Gehirn ist nicht begrenzt. Was immer Du in Dich aufnimmst wird gespeichert und irgendwann wirst Du wieder erinnern..

Natürlich ist das Gehirn begrenzt. Allerdings ist es praktisch unmöglich, diese Grenzen auszuloten. Trotzdem gibt es eine Begrenzung, aber die ist im Grunde genommen unwichtig.

Das Gehirn dürfte nicht begrenzt sein nur der Mensch der es nutzt. Es heißt ja auch das wir gerade einmal ein paar Prozent unserer Rechenleistung nutzen. Aber so genau weiß das wohl niemand, ist aber ein Interessantes Thema.

Das Gehirn speichert Informationen in drei Abteilungen ab:

  1. Das Kurzzeit Gedächtnis, dort bleiben Informationen ein paar Minuten

  2. Das erste Langzeit Gedächtnis, dort bleiben Informationen Tage bis Wochen

  3. Das zweite Langzeit Gedächtnis, dort bleiben Informationen Monate bis Jahre

Du musst dir das so vorstellen : Das Gehirn "filtert" die Informationen einzeln raus und nur die wichtigen Informationen kommen eine Abteilung weiter bis die Informationen dann wieder aufgerufen werden und sie alle drei Schritte wiederholen. Ungefähr so als würdest du in ein Sieb große und kleine Steine reinlegen (die Informationen) und schüttelst dann, nur die kleinen Steine kommen weiter (wichtigere Informationen) und dann machst du das noch einmal und dieses mal kommen nur die ganz kleinen Steine durch (ganz wichtige Informationen wie z.B. dein Name, Geburtstag, Wohnort usw.)

Gartenphilo 24.08.2012, 19:39

Es wird allerdings nicht perfekt gefiltert und die Module sind durchlässig. Zudem wird meistens nur ein Langzeitspeicher angenommen.

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technikfreak99 25.08.2012, 13:04
@Gartenphilo

Nicht immer wird ein Langzeitspeicher genommen. Versuch mal wenn du mit dem Auto fährst die so viele Gesichter zu merken und Gebäude die du siehst. Es wird nciht gehen wenn du dich nicht genau darauf konzentriert.

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Hallo IfYouSmell,

Das kann dir wohl kein Hirnforscher sagen, denn es ist du ein Bruchteil erforscht von dem, was das Gehirn alles leisten kann, aber ich weiß, dass das menschliche Gehirn nicht alles kann, es sortiert in windeseile wichtig und unwichtig, es liegt dabei ganz an einem selber, ob das als wichtig oder unwichtig empfunden wird. Du kannst in einer gewissen Art und Weise dein Gedächtnis beeinflussen. Wenn du auf bestimmte Dinge achtest, die dir als wichtig erscheinen, wirst du sie dir eher merken können als andere. Ich denke schon, dass das Gehirn begrenzt ist. Man kennt aber noch nicht die genauen Grenzen, denn man weiß ja nicht zu was das Gehirn fähig ist. Hoffentlich ist deine Frage damit beantwortet.

Lg

KaraKedi

also soweit ich weiß ist der Unterbewusstsein unbegrenzt und kann alles mögliche speichern und irgendwann in Form vom Traum wieder erscheinen.

das gehirn ist begrenzt.

es ordnet nach prioritäten, wobei "einträgen" interpersonaler art höhere prioritäten zugewiesen werden als beispielsweise englischvokabeln. für einträge höherer priorität werden irgendwann einträge niedrigerer priorität vergessen, andernfalls könnte ein mensch omnipotenz erlangen. dieses "datenlimit" ist bei allen menschen unterschiedlich, so gab und wird es immer personen geben, die eine deutlich höhere kapazität kognitiver mittel haben als andere.

ich hoffe, dass ich dir helfen konnte.

Moin,

ich bin jetzt kein Biochemiker. Aber soweit ich mich noch daran erinnere, bildet das Hirn Synapsen, also Verbindungen zwischen den Gehirnzellen. Diese stellen Erinnerungen an Ereignisse und Vorgehensweisen dar. Das ist jetzt eine Interpretation von mir, ist nicht so mein Fachgebiet.

Wenn sie nicht "trainiert" werden, dass heißt wenn gelernter Stoff nicht wiederholt oder angewendet wird verfallen sie.

mfg Nauticus

Nauticus 23.08.2012, 18:26

Also kann man das Hirn durch Bildung von Synapsen sehr weit entwickeln (wobei Aufnahmefähigkeit und Lebensspanne eine grenze setzen). Einen festen Speicherplatz hat man nicht ;)

Durch diese Synapsen sind auch viele Erinnerungen nur in bestimmten Situationen abrufbar bzw. verblassen.

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xXdeineMuddaXx 23.08.2012, 18:34
@Nauticus

tatsächlich kann man sein gehirn trainieren, was zur folge hat, dass die fluktuationen der synapsen deutlich effektiver miteinander kooperieren. dies fanden aber neurologen raus und keine biochemiker^^

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Nauticus 23.08.2012, 18:40
@xXdeineMuddaXx

Neurologe bin ich ebenfalls nicht :D Seh es als ironische Verdeutlichung meiner Unwissenheit ;)

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xXdeineMuddaXx 23.08.2012, 18:47
@Nauticus

war gar nicht böse gemeint. ich gab dir recht und wollte dir für die zukunft helfen, wenn du erneut in so eine situation kommen solltest. deine antwort ist nicht nur korrekt, sie ist (traurigerweise) eine der wenigsten, die man nicht direkt löschen sollte!

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Nauticus 23.08.2012, 18:52
@xXdeineMuddaXx

Danke, ich habs auch nicht als böse gesehen ;) Danke dir, ich bin wie gesagt auf Themengebieten die egtl. nicht die meinen sind immer etwas vorsichtig.

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xXdeineMuddaXx 23.08.2012, 18:55
@Nauticus

du gehörst leider einer aussterbenden rasse an... mit welchem despotismus hier menschen den größten unsinn verbreiten ist einfach nur traurig...

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der Mensch benutzt in seinem ganzen leben 20 % also mach dir darum mal keine Sorgen aber je älter du wirst desdo schwerer wird dir was fallen zu lernen aber eine Grenze gibts da nicht

Halbschwarz 23.08.2012, 18:24

Das stimmt so nicht. Dieses Gerücht kommt von einem Experiment, bei dem Tauben immer mehr Teile ihres Gehirns wegoperiert wurden. Bei 10% verbliebenen Gehirns konnten sie gerade noch ihren Wassernapf finden. Das reicht vielleicht für einen Cluburlaub, aber nicht fürs alltägliche Leben. Wir verwenden also praktisch 100%, sonst würden nicht überleben.

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iksssi 23.08.2012, 18:33
@Halbschwarz

ich meine es aber anders :) die Frage ging darum ob das Menschliche Gehirn ein Limit hat also ob irgendwann der Speicher an Wissen voll ist wenn ich richtig verstanden habe und ich meine das der sogenannte "Speicher" von dem Menschen durchschnittlich 20 % benutzt wird ;).

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ja schon. nur nützt du das nie aus. maximal 15% verwendet man in seinem leben der 'speicherkapazität'

technikfreak99 24.08.2012, 08:51

du verwechselst da etwas, man nutz in seinem Leben nicht 15% der Speicherfähigkeit des Gehirns aus sonder man nutz nur ca. 15% des kompletten Gehirns aus.

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