Ist das Heil verlierbar?

21 Antworten

Hallo

ich las neulich eine Predigt von Spurgeon. Ganz am Ende kommen dies wunderbaren Worte:

http://schriftenarchiv.dynalias.com/texts/10298

Das Finden des verlorenen Schafes

Beachtet noch kurz, daß Jesus es liebt, wenn andre sich mit Ihm freuen, weil, wenn Er einen Sünder findet, Er so viele Liebe in seinem Herzen hat, daß seine Freude überfließt und Er ruft: «Kommt Freunde, kommt Nachbarn, helft mir, vergnügt zu sein, denn ich habe wieder eine Seele errettet.» Laßt uns von dieser Freude angesteckt werden. Wenn du jetzt gerade gehört hast, daß jemand errettet worden ist, so freue dich darüber. Wenn du die Person auch nicht kennst, so freue dich doch darüber, denn Jesus freut sich.

Beachte noch, daß das Buße tun als ein Heimkommen angesehen wird. Dieses Schaf war nicht im Himmel. Nein, aber so bald es in die Herde gebracht worden war, wird es als bußfertig beschrieben, und Jesus und die Engel fangen an, sich darüber zu freuen. Wenn ein Mensch seine Sünden aufrichtig bereut und Christus ihn errettet, so ist es klar, daß er nie verloren geht. Ein Sprichwort verbietet es, unsre Kücken zu zählen, ehe sie ausgebrütet sind, und ich glaube es nicht, daß die Engel es mit den unsterblichen Seelen so machen. Wenn sie glaubten, daß bußfertige Seelen nachher verloren gehen könnten, würden sie die Freudenglocken jetzt nicht läuten, sondern eine Zeitlang warten, um zu sehen, wie es sich bewährt. Wenn sie verloren gehen könnten, gäbe es keinen Bekehrten, über den die Engel sich zu freuen wagten, denn wenn irgend ein Kind Gottes abfallen und verloren gehen könnte, warum dann nicht jeder von uns? Wenn irgend jemand aus der Gnade fällt, so fürchte ich, daß ich es bin. O Bruder, fürchtest du für dich nicht dasselbe? «Nein», sagst du, «das denke ich nicht.» Dann bist du ein sehr hochmütiger Mensch, und gerade ein solcher, der am leichtesten den Herrn verlassen wird. Wenn irgend ein Schaf Christi abfällt, so bin ich es. Ich sehe mehr von meinen eignen Neigungen zum Irren und mehr von meinen eignen Versuchungen zum übertreten als ich von den deinigen sehe. Ich möchte nicht, daß die Engel sich über einen Menschen freuen, der Buße tut, wenn die Buße nur ein Zeichen menschlicher Verbesserung ist und nicht ein Zeichen himmlischer Liebe. Ich würde sagen: «Haltet ein, ihr Engel. Dieser Mensch kann zurückkehren und doch verloren gehen, wenn nach dem modernen Evangelium Christus heute liebt und morgen haßt, und ein Kind Gottes doch ein Kind des Teufels sein kann.» Ich glaube kein Wort von solcher Lehre. Ich glaube, wo der Herr ein gutes Werk angefangen hat, wird Er es auch vollenden, und wenn der Herr es einem Menschen einmal gegeben hat, Ihn zu erkennen, wird Er ihn auch immer in dieser Erkenntnis erhalten. Es gibt ein Schriftwort, welches dieses bestätigt. «Ich gebe meinen Schafen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen.» Wenn sie nun das ewige Leben haben, so kann es nicht enden, denn ewiges Leben ist ewig, das ist klar. Und wenn sie ewiges Leben haben, mögen der Hirte und seine Freunde mit Recht singen, wenn ein einzelner Besitzer dieses ewigen Lebens zur Errettung gebracht worden ist. In dem bußfertigen Menschen ist ein Werk geschehen, welches nie wieder ungeschehen gemacht werden kann, und er ist dahin gebracht, wo nie ein Verlorengehen stattfinden wird.

Singt weiter, ihr Engel! Es ist Ursache zum Singen, und wir werden mit euch einstimmen in den Preis und Dank Gottes immer und ewiglich. Amen.

Uns was ist mit der Hebräer stelke: es ist unmöglich,  wer einmal das heil geschmeckt hat...

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@KaeteK

ww.soundwords.de/artikeldr.asp?id=2969#Der schwierige Hebräerbrief

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@KaeteK

KaeteK, schon klar, aber dann haben Betroffene das Problem, daß sie sich ständig fragen müssen, ob sie denn auch richtig gerettet sind, wenn [das und das] passiert in ihrem Seelenleben. Dann leben sie genauso in Angst wie man es von denen behauptet, die das nicht als automatische Endgültigkeit ansehen.

Bei uns hat sich gerade eine Gemeinde getrennt durch diese Zankereien. Da lasse ich es lieber stehen und empfehle ("Bleibt in Mir, denn ohne Mich könnt ihr nichts tun")

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Hallo xxeduyy,

dazu gibt die Bibel ein eindeutiges JA. Man kann "das Heil" wieder verlieren, wenn man Gott und seinem Sohn untreu wird. Das beste Beispiel dafür ist Judas Iskariot, der einst zum Kreis der treuen Apostel gehörte, doch später dann zum Verräter des Messias wurde. Jesus bezeichnete ihn daher als den "Sohn der Vernichtung" (Johannes 17:12). Er hatte eindeutig für immer "das Heil" verspielt.

Wäre es für einen Christen unmöglich, das Heil zu verlieren, dann wäre auch die Warnung sinnlos gewesen, die Jesus an seine Jünger richtete: "Gebt aber auf euch selbst acht, damit euer Herz niemals durch unmäßiges Essen und unmäßiges Trinken und Sorgen des Lebens beschwert wird und jener Tag plötzlich, in einem Augenblick, über euch kommt  wie eine Schlinge. Denn er wird über alle die kommen, die auf der ganzen Erdoberfläche wohnen. Bleibt also wach, und fleht allezeit, damit es euch gelingt, all diesen Dingen, die geschehen sollen, zu entgehen und vor dem Menschensohn zu stehen" (Lukas 21:34-36). Ein Christ sollte also geistig wachsam bleiben und flehentlich darum beten, treu zu bleiben zu können.

Auch wäre es nicht angebracht, allzu selbstsicher zu werden. Für jemanden, der den Glauben erlangt hat, ist es auch möglich, diesen wieder zu verlieren. Daher schrieb der Apostel Paulus: "Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder" (2. Korinther 13:5).

Ob man die Gunst Gottes verliert oder nicht, ist also keine Sache des Zufalls, sondern setzt eigene Anstrengungen und bedingungsloses Vertrauen zu Gott voraus.

LG Philipp

Ja, das ist ein wichtiger Streitpunkt. Vielleicht sollte man eher fragen, ob man von einem Christusnachfolger zum Nichtchristusnachfolger werden kann. Denn wer bei ihm bleibt, der geht nicht verloren.

Ich halte es aber grundsätzlich für falsch,  wie bei Spurgeon zu behaupten,  daß einem nichts mehr passieren kann. Das kann mal nötig sein in der Seeksorge, wenn einer sich sehr Sorgen macht, ob er auch  noch auf dem rechten Weg ist. 

Aber als Lehre halte ich das für sehr bedenklich zu behaupten,  mach, was Du willst ... darauf läuft es dich schließlich raus, nicht wahr? 

Halten wir uns lieber an die Aussage Bleibt in mir! Und dann bitten wir ihn um Kraft dazu.

Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das
Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Philipper 2,13

Die Errettung ist allein der Gnade Gottes zu verdanken - wir Menschen können nichts, aber auch gar nichts dazu tun, denn das würde ja bedeutet, dass der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha ein unvollkommenes Werk vollbracht hat.

Epheser 2,8 Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;9
nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme

Johannes 10 27Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, 28und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen.

lg

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@KaeteK

DAS ist die Antwort die gelesen und verstanden werden sollte. SUPER. 

JESUS ist der GUTE HIRTE

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