Ist beten eine Form von Meditation?

17 Antworten

Hmmm.. also bei Meditation findet man ja schon "seine Ruhe" und kann entspannt schlafen-, oder durch den Tag gehen. Ich sehe beten eher als Chance an, sich zu bedanken, seinen Tag zu reflektieren und jemanden zu haben, dem man einfach alles erzählen kann. Meditation würde ich das nicht nennen, auch wenn ich sehr beruhigt bin, wenn ich beispielsweise meine Sorgen mal ausgesprochen habe.

Jep. Egal "wer" oder "was". Es tut gut. Mache das auch oft abends kurz vor dem schlafen. Einfach mit "wem auch immer" quatschen, als waere jemand in der Naehe und hoert zu.... und deine/meine Gedanken antworten dir/mir zurueck. Das ist fantastisch! :)

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Meditation hat ja eher was damit zu tun, den Kopf (Geist/Seele/etc) auszuschalten bzw einfach mal entspannter zu werden, die Gedanken ruhen zu lassen.

Beten wuerde ich eher als aktives handeln bezeichnen anstatt den Kopf auszuschalten. Wenn ich um etwas bitte z.B., sind meine Gedanken ja nicht wirklich ausgeschaltet.

Wobei es sicher auch meditatives Beten gibt bzw in Gedanken versunken, vielleicht sogar unbewusst beten.

Es gibt sehr meditative Formen des Gebets, wie zum Beispiel das in der Russisch Orthodoxen Kirche verbreitete Herzens- oder Jesusgebet.

Gebet und Meditation haben sehr viel gemeinsam: beide sind Momente innerer Einkehr und Öffnung für höhere/göttliche Eingebung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Tägliche Meditationspraxis seit Anno 2009

Der Gebetstext in Wiki erinnert mich an das Hare Krishna, was immer und immer wieder wiederholt wird.

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Kann es, muss es aber nicht. Das, was (bis) heute formelhaft als Gebet statt findet, muss ja nicht "das" Gebet sein, oder?

Biblisch sagt Jesus z.B. zu den Jüngern: "drum wachet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet". Sie sollten die ganze Nacht durch wach bleiben (obwohl sie es den Tag durch auch schon waren). Es wurde also Schlafentzug angeordnet.

Das ist z.B. schon mal eine äussere Form, die etwas ganz anderes ist das Daherlallen von leeren Wortformeln. Sie begünstigt Meditation und ist Bestandteil auch asiatischer Meditationsformen.

Christliche Meditation, falls man diesen Begriff verwenden möchte, ist im Gegensatz zur fernöstlichen Meditation auf keinen Fall gegenstandslos und hat auch nicht wie diese zum Ziel, sich innerlich zu leeren und den Verstand auszuschalten. Auch geht es nicht um ungewöhnliche Sitzpositionen, Kommunikation mit der Geisterwelt oder ähnliche Praktiken.

Christliche Meditation ist inhaltlich. Es geht um bestimmte Fragen, Bibelverse, Gebet (= ein Gespräch mit Gott, mit dem man wie mit einem Vater oder Freund ganz frei reden kann; dabei geht es aber nicht darum, sich innerlich zu leeren und das eigene Denken auszuschalten wie in der fernöstlichen Meditation) usw.

Folgend ein Auszug aus einem Artikel von Gotquestions zur Frage "Was ist christliche Meditation":

"Die christliche Meditation hat nichts mit Praktiken, die in fernöstlicher Mystik begründet liegen, zu tun. Solche Praktiken beinhalten Transzendentale Meditation und viele andere Formen, die kontemplative Gebetsweise genannt werden. Diese Formen haben in ihrem Ursprung die gefährliche Voraussetzung, dass wir „Gottes Stimme hören müssen“, nicht durch Sein Wort, sondern durch die persönliche Offenbarung durch Meditation.

Christen dürfen nicht Gottes Wort vernachlässigen, „denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt (2. Timotheus 3,16-17).“ Wenn die Bibel ausreicht, um uns mit allem auszurüsten, was wir für unsere tägliche Arbeit brauchen, wie können wir glauben, dass wir eine mystische Erfahrung suchen müssen zusätzlich oder an Stelle zur Bibel?

Christliche Meditation muss ausschließlich auf dem Wort Gottes geschehen und was es hierdurch über Gott offenbart. David hat das so empfunden als er schrieb: „Wohl dem, der ….hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!“ (Psalm 1,2). Wahre christliche Meditation ist ein aktiver Gedankenprozess bei dem wir uns dem Studium des Wortes hingeben, darüber beten und Gott bitten, dass uns der Heilige Geist Weisheit und Verständnis gibt. Dann setzen wir diese Wahrheit in die Praxis um, verpflichten uns selbst zu der Heiligen Schrift als Regel für unser Leben und führen es so in unserem Alltag aus. Das führt zu geistigem Wachstum und Erfahrung in den Dingen Gottes, so wie es uns der Heilige Geist lehrt."

Und wie steht es um Yoga?

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@chrisbyrd

Danke für die Links.

Das Buch habe ich tatsächlich zuhause, aber habe es noch nicht gelesen.

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