Hund wurde eingeschläfert, was tun?

17 Antworten

Mein Beileid.

Ich hatte bisher "das Glück", dass alle meine Tiere Zuhause friedlich eingeschlafen sind. Als ich den ersten Hund verloren habe, ging es mir auch nicht gut damit. Er kam mit 9 Monaten zu uns und ich war zu der Zeit auch 9 Monate alt. Daher sind wir ebenfalls zusammen aufgewachsen. Er war das erste Tier, mit dem ich jemals Kontakt hatte. Er ist stolze 15 Jahre alt geworden.

Wir haben in natürlich im Garten vergraben und ihm ein schönes Grab hergerichtet. Allerdings sind wir 3 Jahre später umgezogen. Hat mir richtig weh getan, ihn dort zurück zu lassen, auch wenn er nicht mehr existiert..

Mein jetziger Hund, ein weißer Schäferhund, ist 13 Jahre alt. Daher wird es auch bald soweit sein. Noch hoffe ich, dass er auch ganz plötzlich einfach einschläft. Ganz ohne großartige Qualen. Aber wenn das nicht der Fall sein sollte, kümmere ich mich natürlich sofort um einen Tierarzt. Er soll nicht noch leiden. Das würde ich noch schlechter durchstehen, wie eine Einschläferung.

Ich habe wirklich schon sehr sehr viele Tiere verloren... Aber es wird irgendwie nie leichter. Ich habe das Gefühl, sobald man ihnen einen Namen gibt, gehört das Tier einfach zu mir. Man hat immer irgendeinen Bezug dazu, ob man will oder nicht.

Ich trauere eben und lass die Zeit vergehen bis es besser wird. Mehr kann man nicht tun. Ich werde noch so viele Menschen und Tiere in meinem Leben verlieren und sterben sehen, es wäre Wahnsinn wenn ich zulassen würde, dass es mich in die Tiefe reißt.

Mir hat es geholfen, mich über den Tod und was damit zusammen hängt zu informieren. Das hat mir auch die Angst vorm sterben genommen. Der Tod ist wirklich nur für die Hinterbliebenen schwer, nicht für den Toten selber. Man hört einfach auf zu existieren, da passiert nichts mehr. Man muss nichts fürchten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wir haben seit einem Jahr einen Bully Rüden. Darf mir gar nicht vorstellen wenn dieser Tag auf uns zukommt wie man leidet einen so treuen Lebensgefährten zu verlieren.

Wünsche dir viel Kraft. Es ist, denke ich, als verliere man ein Kind.Denke an die schönen Zeiten welche du mit deinem Liebling hattest.

Ich habe bei meinen eingeschläferten Tieren IMMER Trost daraus gezogen, ihnen Leid und Schmerzen bzw. einen qualvolleren Tod durch die Folgen der Krankheit zu ersparen.

Mir hat es möglicherweise auch geholfen, zu sehen, wie mein eigener Vater an einer lebensbedrohlichen Erkrankung dahingesiecht ist, als es keine Chance auf Gesundung oder gar Besserung gab und wie lange er sich in diesem Zustand gequält hat und man als Angehöriger keine Möglichkeit zur Hilfe hatte.

Natürlich ist der Tod eines langjährigen Begleiters - egal ob Mensch oder Tier - immer schlimm, aber bei Krankheit ist es für denjenigen eine Erlösung. Egotisch wäre, diese Menschen / Tiere am Leben zu halten, nur weil man sie nicht verlieren möchte.

So ist halt nun mal das Leben. Aber jedes Lebewesen lebt in unseren Erinnerungen weiter. Und dann sollte man auch selber dafür sorgen, dass es keine schlimme Erinnerung ist, wie z. B. das Tier qualvoll erstickt ist, sondern eben in relativer Ruhe einschlafen konnte.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo!
Man trauert, fast wie bei einem geliebten Menschen. Mein Beileid! Es ist nicht leicht, einen Hund zu verlieren. Der war jetzt alt, und musste leiden - das ist jetzt vorbei.
Die Trauer hat man bei jedem Hund. Deutlich stärker als bei Wüstenrennmäusen, Katzen, Wellensittichen oder Kaninchen - das weiß ich aus eigener Erfahrung als Kind  und als mehrfacher Papa.
Das einfachste wäre ein neuer Hund. Die Trauer geht nicht weg, ist aber deutlich weniger schwer zu ertragen, da man eine neue  hundemässige Aufgabe hat.
Ansonsten schau mal bei Wikipedia unter Trauer nach. Das hilft - zu lesen was mit einem los ist.
Alles Gute!

Hi! Mein Beileid! Aber das gehört dazu, wenn man verantwortungsvoll mit seinem Tier umgeht. Wir mussten inzwischen schon drei Hunde auf dem Weg aus unterschiedlichen Gründen gehen lassen und so schlimm es auch war, so war es doch immer ein Trost, dass man die Fellnase von einem Leiden erlösen konnte.

Wichtig war uns, bis zum Schluss dabei zu sein und den Hund auf dem Weg zu begleiten. Das ist der letzte grosse Dienst, den man dem treuen Gefährten leisten kann.

Was danach kommt ist für jeden anders. Bei uns dauert das immer seine Zeit, bis wieder ein neuer Freund Einzug hält, andere suchen sich schnell wieder was neues. Alles ist in Ordnung, das muss man machen wie es sich richtig anfühlt.

Du hast alles richtig gemacht, nimm Dir Zeit zu trauern und Dich zu verabschieden. Alles andere wird die Zeit bringen. Versuche aber, nicht nur mit dem Focus "er/Sie ist weg" dran zu denken, sondern erinnere Dich an die schönen Tage, Spielen, Spaziergänge und das Zusammenleben. Dein Hund würde nicht wollen, dass Du traurig bist. Viel Kraft für die nächste Zeit. Gruss

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