Hund einschläfern wie komme ich damit klar?

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Hallöle Laxicorn,

mein Hund war mir auch 15 Jahre lang mein bester Kumpel! Er wurde Teil meines Lebens, als ich 10 Jahre alt war und blieb es bis zu seinem Tod, 15 Jahre später. Er war damals das wertvollste in meinem Leben!!! Und das ist etwas, dass gerade Leute, die nicht mit einem solchen perfekten, tierischen Freund groß geworden sind, fast nie verstehen können!

Ihm war stets scheißegal, ob ich super top gestylt war oder den letzten schlodderigen Freizeitklamotten rum lief. Ob ich was Tolles vollbrachte oder Blödsinn anstellte. Wenn ich mal schlechte Laune hatte und ihn unberechtigterweise anmaulte, schaute er mich stets mit seinen Kulleraugen an, als wollte er(!) sich tausend Mal bei mir(!) dafür entschuldigen, bis ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen konnte und mit ihm aufmunternd rumtobte. In meiner schwersten Zeit, als ich sehr krank war, kam er stets einfach zu mir ans Bett, stubste mich mit seiner Nase kurz an, Marke "Hey, ich steh' Dir bei, egal was ist!" und sah zu, dass ich immer in "Streichelweite" war. Er hat mir sehr viel Kraft geschenkt!!!

Als er dann Jahre später wg. Krebs leider eingeschläfert werden musste, bin ich auch tausend Tode gestorben!!! Ein Stück meines Herzens wurde mir entrissen! Und ich habe sehr lange dafür gebraucht, damit klar zu kommen... 

Und so hart es auch klingt: das wird wohl auch bei Dir nicht anders sein!!! Denn schließlich hat er einen Teil Deines Lebens mitgeformt! Quasi mitbestimmt, was für ein Mensch Du heute bist! Und wird immer Teil Deines Herzens bleiben. Vergiss ihn nie!!! Gönne ihm Deinen Abschiedsschmerz mit jeder einzelnen Träne, als Dankeschön für all die gemeinsamen Jahre mit all ihren kunterbunten Erlebnissen!!! 

Auch wenn Dir manchmal einfach nur zum Heulen sein sollte...

Tröstende Grüsse,

wölfin

Mit war es immer der größte Trost, wenn ich einen Hund/Katze habe einschläfern lassen müssen, dass ich ihn von Schmerzen und Leid erlösen konnte und auch in seinen letzten Minuten/Sekunden bei ihm sein kann und er nicht alleine ist.

Denk an die schöne Zeit, die ihr hattet.

Trauer gehört zum Leben dazu, auch wenn man es sich anfangs nicht vorstellen kann, der Schmerz vergeht. Und wie gesagt, ich finde es sehr tröstend, wenn man sich bewusst macht, dem anderen Leid erspart zu haben. Das "Loslassen können" gehört zur Liebe mit dazu.

Es tut mir sehr leid für Dich. Verlust und Trauer sind etwas, was im Leben immer wieder auf Dich zukommen wird und da kann man nicht sagen, dass es leichter wird, wenn man das schon mal mitgemacht hat. Es wird Dich nicht trösten, wenn Du an die schönen Jahre denkst. Wenn Dein Hund Schmerzen hat, ist es besser ihn zu erlösen, aber auch das wird Dich nicht trösten. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur dazu raten, Dir bald möglichst wieder einen Hund zu holen. Das ist kein Verrat an Deinem geliebten Hund. Dein Lebensmittelpunkt ist weg und diese Lücke kannst Du nur schliessen, wenn Du einen neuen Lebensmittelpunkt hast. Dein Hund wird immer einen Platz in Deinem Herzen haben und er hatte bei Dir ein tolles Leben.

Während ich diese Zeilen schreibe, hab ich Tränen in meinem Augen, weil bei mir die Trauer um meine  verstorbenen Dobermannhündinnen wieder hoch kommt.

Du wirst die nächsten Tage weder in der Lage sein Dich abzulenken noch zu Arbeiten. Nimm Dir ein paar Tage Auszeit, weine um Deinen Hund und lass den Gedanken auf einen neuen Hund auf Dich wirken. Vielleicht sagen Dein Herz und Dein Gefühl ja dazu.

Mehr kann ich Dir leider nicht mit auf den Weg geben. Es tut mir leid.

Danke ❤️️ das hilft mir wirklich viel !

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@Laxicorn

Ich weiß, dass ich bin mit meinen Zeilen nicht wirklich Trost spenden kann, aber wenn ich bin in dieser schlimmen Situation auch nur ein bißchen helfen konnte, dann freut es mich.

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Ja das ist schwer.

Denk einfach an die schönen Momente mit ihr zurück :)

Und denk immer wieder daran: Es ist das Beste was du im Moment für sie tun kannst, sie soll keine Schmerzen haben, nicht leiden und ihr Gesundheitszustand ist ja auch nicht gerade der Beste, es soll ja nicht noch schlimmer werden :)

Es ist klar und vorabzusehen, dass du weinen wirst, es ist hart jemanden den man liebt zu verlieren. Mit der Zeit wirst du lernen damit umzugehen :)

Als mein Haustier eingeschläfert wurde, hat es mir geholfen mit Freunden drüber zu reden, die haben mich dann auch immer ein wenig abgelenkt und mir der Zeit wird es leichter :))

Das tut mir sehr leid für dich.

Das ist immer der schlimmste Moment im Leben eines Tierbesitzers. Das einzige, was trösten kann, ist, daß man dem Tier weitere Leiden erspart und das ist auch richtig, ethisch und liebevoll, es zu tun.

Leider ist es Natur, daß unsere Hundelebensgefährten nicht so lange leben können wie wir. Das müssen wir akzeptieren. Mit 16 hat der Hund ein hohes Alter erreicht, das kann man wirklich sagen.

Denk daran, daß der Hund ein wunderbares Hundeleben an deiner Seite hatte, daß er jeden Tag seines Lebens mit dir gut gelebt hat, daß du alles dafür getan hast. Denk an die schönen Stunden, die lustigen oder rührenden Momente mit dem Hund. Und dann laß ihn gehen.

Ich wünsche dir alles Gute, vielleicht kommt irgendwann ein neuer Hund, der deinem Herzen guttut und der dich braucht.

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