Hund scheren oder nicht? (Fell)

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Entgegen aller Ratschläge von Barsoizüchtern habe ich meine Barsoihündin im 11. Jahr zum ersten Mal geschoren, weil sie trotz täglichen Bürstens unglaublich litt. Danach war sie wie neugeboren. Das Fell wuchs auch normal nach und war im Winter wieder wunderbar. Beim Bearded Collie ist das aber ein Drama. Die nachwachsenden Haare sind nicht mehr kämmbar.

Leider kann ich zum Spitz nicht viel sagen, außer, dass ich im Sommer immer wieder welche sehe, die mir unendlich Leid tun, weil sie sich halbtot jappsen. Wahrscheinlich würde ich es einmal versuchen und sehen, wie es sich entwickelt.

Jetzt hab ich auch erst den link gesehen. Das ist nicht das Fell eines Spitzes, wie ich es kenne. Da würde ich auch nicht scheren, solange es irgendwie geht.

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@taigafee

Ja, er ist ja ein Spitzmischling (wohl Samojede). Habe beide Eltern gesehen, Mutter sah aus wie ein Spitz und Vater wie ein Spitz/Samojede. Meiner kommt nach seinem Vater, sieht ihm ziemlich ähnlich. Auch das Fell. Er hat kein Langes, aber dichtes Fell. Vor allem am Hals und an den Beinen.

Meine Eltern hatten einen Bearded Collie übernommen. Dieser war vernachlässigt und das Fell war total verfilzt. Meine Eltern mussten diesen Hund auch scheren. Das Fell wuchs aber wunderbar nach.

Ich werde es erstmal mit den anderen Tipps von hier versuchen. Und wenn es nicht hilft, dann werde ich mal beim Tierarzt anrufen und nachfragen. (Beim Hundefrisör würde mir wahrscheinlich zum Scheren geraten..)

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@pfotenfreund

Ich kann nur zum Furminator raten. Der holt wirklich alle losen Haare raus. Viel Glück!

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Du hast ja hier schon einige gute Tips erhalten, welchen ich nur zustimmen kann.

Nich scheren.

Meine Hündin Shila hat auch langes Fell mit dichter Unterwolle. Ich kämme ihr immer die Unterwolle raus und gut ist.

Jetzt fängt sie langsam an träge zu werden, weil es ihr zu war ist. Ich gehe nur morgens gegen 07:00 Uhr und Abends gegen 20:00 Uhr mit ihr raus( Und mit unseren anderen drei Hunden) . Den Rest des tages döst sie bei uns im Flur rum auf dem kalten Steinboden.

Nachts schläft sie auch im Flur auf den kalten Fliesen.

Die Hunde können den ganzen Tag rein und raus durch die Hundeklappe, aber im moment liegt sie eben unter der Treppe im Flur, oder in der Garage.

Ich habe eine alte, große Zinkwanne, die ich immer für die Hunde mit wasser befülle. Dort geht sie immer rein, macht sich ihren bauch nass und legt sich dann so wieder in den Schatten.

Wenn wir Zeit haben, fahren wir Abends nun mit den Hunden schwimmen. dann ist Shila komplett nass und es dauert bis sie trocken ist. Aber das hilft ihr beim abkühlen. Sie suht sich dann halt mit nassem Fell ein schattiges Plätzchen und schläft.

Ich habe einen zweg spitz und hab ihn vor einem Monat selber scheren lassen und ich bereue es kein bisschen denn er fühlt sich sehr wohl und die Hitze macht ihm auch nichts mehr aus. Es stimmt aber das dass Fell nicht bis zum Winter nach wächst deswegen hab ich ihm ein shirt für Hunde gekauft für die kälteren tage bis das Fell wieder etwas länger ist .

Hallo,

diese Auffassung, dass ein langhaariger Hund im Sommer mehr leidet als ein kurzhaariger Hund, ist leider nicht auszurotten. Aber dadurch wird diese Auffassung nicht richtiger.

Das Fell eines langhaarigen Hundes besitzt einen so genannten „Thermoeffekt". Es hält im Winter warm und im Sommer sogar kühl. Das kann allerdings nur funktionieren, wenn das Fell gepflegt ist, so dass die Luft die Haut erreichen kann. Ein verfilztes und verdrecktes Fell erfüllt diese Funktion nicht. Einem Hund mit viel Unterwolle hilft es allerdings, wenn diese ausgedünnt wird.

Ansonsten ist es viel viel wichtiger, im Sommer auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen und nicht nicht zu überanstrengen. Tiere wissen - oft im Gegensatz zu uns Menschen - schon ganz gut, wie man sich im Sommer verhalten sollte.

Also - die Spaziergänge am frühen Morgen oder späten ABend machen,

  • den Tag über einfach nur Ruhe an einem kühlen Platz im Schatten,

  • niemals im Auto zurücklassen, auch nicht für die berühmten "5 Minuten"

  • wenn er mag, einen "Hundepool" im Garten aufbauen

  • nicht in der Mittagshitze füttern

  • manche Hunde mögen gerne mit Wasser besprüht werden oder mit einem feuchten Tuch "abgewischt" werden

  • auf gute Fellpflege achten, damit die Luft an die Haut herankommt

  • immer reichlich frisches Wasser hinstellen

So kommt man gemeinsam gut über einen heißen Sommer.

Gutes Gelingen

Daniela

genau so ist es. Super Antwort.

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Warum sieht man Spitze dann fast kollabieren, wenn es heiß ist?

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@taigafee

Ich bürste meinen Hund 1 mal die Woche, mit einer Naturhaarbürste. Eine "normale" Bürste benutze ich 1-2 mal im Monat. (Im Sommer mit Trimmen, manchmal auch öfters). Das Fell an sich ist echt wunderbar. Nicht verfilzt.

Das mit dem Thermo..da bin ich mir echt nicht sicher. Ich habe davon zwar schon gelesen, aber ich sehe ja, dass meinem Hund ziemlich warm ist. Ausdünnen ging letztes Jahr echt gut, weil er da viel verlor. Aber jetzt haart er fast nicht.

Die Punkte halte ich ein. Ein Pool geht jedoch leider nicht :/

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@pfotenfreund

Die Sache mit dem wenigen "Abhaaren" hatten wir vorhin in einer anderen Frage. Wahrscheinlich haben die Hunde dieses Jahr einfach gar nicht so ein dichtes Winterfell gebildet, weil es ja kaum einen nennenswerten Winter gab.

Ich glaube, wir Menschen sehen das Problem mit dem Fell immer aus der Perspektive "Wintermantel" - also wir vergleichen die Situation damit, als ob wir im heißen Sommer mit einem "Pelzmantel" rumlaufen müssten. Das ist aber nicht so, denn die Sache mit der Schwitzerei und der Thermoregulation funktioniert bei Tieren ganz anders als beim Menschen.

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Ich kann mich einigen Vorrednern nur anschließen: NICHT scheren! Das Haarkleid der meisten Hunde besteht aus einer Deckhaarschicht und der sogenannten Unterwolle. Die Unterwolle wird in der warmen Saison abgestoßen und sollte deshalb mit angemessenem "Werkzeug" regelmäßig in den warmen Monaten ausgekämmt werden. Das Deckhaar schützt vor Witterungseinflüssen... Nässe, Sonnenstrahlung etc... Beides zusammen macht den perfekten Effekt für jede Jahreszeit. Schert man nun einen Langhaarigen Hund, macht man diesen Effekt völlig zunichte. Die Sonnenstrahlen werden nicht mehr abgeblockt. Es gibt natürlich Rassen, wie Pudel und einige Rauhaarrassen, die müssen geschoren oder getrimmt werden. Deren Fellstruktur ist aber auch eine ganz andere. Wenn nun jemand sagt, dass es einem langhaarigen Hund im Sommer aber so schlecht geht, dann ist das nur vermenschlicht... Hunde schonen sich einfach bei großer Hitze. Und das ist gut so... Das machen andere Tiere auch. Ich jogge auch nicht bei Mittagshitze durch die Gegend!

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