Hund beißt sich am ganzen Körper blutig?

9 Antworten

Habe eine Katze, der es auch so geht. Bei ihr wurde eine Autoimmunerkrankung festgestellt. Klar Katze ist nicht gleich Hund. Habt ihr es mit natürlicher Fütterung versucht? Habt ihr schon mal einen erfahrenen Tierheilpraktiker aufgesucht? - Oft der letzte Strohhalm. Haut- und Blutuntersuchungen scheinen wenig ergeben zu haben. Ist wirklich alles ausgetestet?

Habe gelesen, dass Juckreiz schlimmer als Schmerz sein kann, - die arme Maus. Meine Katze muss manchmal Body tragen.

Ich denke auch in Richtung Psyche. Das Kratzen und Beissen kann auch zum Ritual/ zum Zwangsverhalten werden.....

Fühle mit Dir. Es ist schlimm seinem geliebten Tier nicht helfen zu können. Entscheidet nicht nach eurem Verlust, sondern nach der Lebensqualität des Tieres. Diese schwere Entscheidung musste ich selber vor 2 Wochen bei meinem Hund treffen.

Ich bin ja kein Freund von Ferndiagnosen, aber du suchst ja offenbar nach Ideen, worauf die Maus dann gezielt untersucht werden könnte.

Es gibt eine seltene Hautkrankheit, die nennt sich Sebadenitis. (http://www.akita.de/rasse/gesundheit/sebadenitisforschung/sebadenitis-eine-mysteriose-hautkrankheit.shtml)

Die Krankheit kommt häufig bei Akitas vor, aber auch andere Rassen können davon betroffen sein. Ich weiß von einem Berner, der das auch hatte.

Viele Tierärzte kennen diese Krankheit nicht oder kommen nicht drauf, weil sie in ihrem Alltag kaum vorkommt. Hat man einen solchen Verdacht, muss man sie also gezielt darauf ansprechen.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Allergie, aber da wurden ja bestimmt schon alle möglichen Tests gemacht, oder? Wenn nicht, würde ich das unbedingt nachholen und sie auf alle potentiellen Inhaltsstoffe von Hundefutter und auf alle Allergieauslöser im Alltag testen lassen.

Und ich würde sie BARFen, weil man da am besten kontrollieren kann, was genau sie in den Napf bekommt.

Dankeschön :) ich werde auf jeden Fall einige Sachen ausprobieren. Schlimmer wird es ihr dadurch nicht gehen.

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@kristina0707

Nicht "einige Sachen ausprobieren", sondern ganz gezielt mit Barf anfangen.

Über Rohfleischfütterung solltet ihr euch wirklich informieren . Damit kann man alle möglichen Allergien von vorne herein ausschließen und generell stützt sie das Immunssystem der Hunde, wenn sie gut darauf umgestellt wurden. Futtermittelallergien sind die häufigsten Ursachen für andauernden Juckreiz. Wenn du jetzt sagst, ihr misct verschiedene Futterarten, klingt das nicht so, als hättet ihr euch mit der Fütterung schon näher befaßt. Tut das bitte.

Eine Ausschlußdiät mit Fertigfutter ist quasi nicht möglich. Zu viele Inhaltsstoffe, viele nicht mal richtig deklariert. Deshalb hatte ich auch danach gefragt, das wär das erste, was ich machen würde. Stellt den Hund langsam um, in ca 3 Monaten mit Gaben von ungereinigtem Pansen, der die nötigen Enzme zur Verdauung liefert und auch sonst so einiges, was der Hund braucht, gleingt das meist recht gut.

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@Bitterkraut

Da das ein sehr komplexes Thema ist, würde ich mir hier eine gute Ernährungsberatung zu Hilfe nehmen, die mich bei der Ausschlußdiät unterstützt und berät.

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http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=59

Schau mal, da stehen alle Hauterkrankungen bei Hunden von A-Z

In dieser Klinik in Rheinland-Pfalz hat man sich auf Hautkrankheiten spezialisiert

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das Dein Hund wieder gesund wird.

LG

ich würde eher auf eine systemische Erkrankung tippen, die sich über die Haut äußert, aber auch da ist die Birkenfeldklinik richtig.

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Auf Pemphigus wurde getestet? Daran war die weiße Schäferhündin eines Bekannten erkrankt, das hat er aber mit Cortison gut in den Griff bekommen. Allerdings mit Tabletten und nur jeden 2 Tag eine geringe Dosis. Der Hund hat damit Jahre gut gelebt, ohne weitere Geschwüre. Wurde auch auf Mittelmeerkrankheiten getestet? Futterausschlußdiät gemacht?

Die Birkenfeldklinik, die brandon schon empfohlen hat wär auch mein Tipp.

äußerlich zur Linderung und um Geschwüre abzuheilen würde ich Calendula Urtinktur empfehlen. Die kann man aber nur punktuell einsetzen, nicht großflächig. Calendula ist bakterizid, funghizid, juckreizlindernd und sie fördert die Zellneubildung der Haut. Für schlecht heilende Geschwüre wär das meine 1. Wahl

Aber ihr solltet auch über den Rat der Tierärzte nachdenken

Hier gibts Info zum pemphigus und anderen Autoimmunerkrankungen des Hundes. Schwach pigmentierte hunde sind besonders häufig betroffen. http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=26

Vielleicht ein Hautpilz, eine Allergie oder so was. Baden könnte was bringen, aber besser ohne shampoo(!). Möglicherweise bringt es etwas ihre Pfoten zu bandagieren/die Krallen zu kürzen. 

Es könnte auch mittlerweile Gewohnheit sein.

Ich wünsche euch viel Glück und eurer Hündin Gute Besserung !

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