Ist es ethisch vertretbar ein lebendes Wesen, zur eigenen Belustigung, in Gefangenschaft zu halten?

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Hunde und Katzen kann ich ethisch vertreten, sie schließen sich gern den Menschen an, müssen natürlich artgerecht gehalten werden. Vögel in Käfigen und Reptilien in Terrarien halte ich für Quälerei.

Hallo, 

ich weiß ja nicht was für Vorstellungen du hast, aber so wie ich jetzt deine Frage zuordne hast du ein falsches Bild von Heimtierhaltung. 

1). Hunde und Katzen sind domestizierte Haustiere, die es ohne den Menschen nicht gebe. Das heißt in der Natur hätten sie kaum eine Überelebenschance. Gerade Hund und Mensch haben sich zusammen entwickelt. Wir haben vieles dem Hund zu verdanken z.B das wir solange schlafen können.

2). Wenn Tiere artgerecht gehalten werden, dann ist es vertretbar. Heute züchtet man ja alles an Haustieren. Die Tiere werden in Gefangenschaft geboren, sie kennen ihre Natur nicht und können auch nix vermissen. Das ist Vermenschlichung. Sicher gibt es Tiere, die man nicht artgerecht halten kann. Das wären meiner Meinung nach Exoten, Reptilien etc. die hier nicht heimisch sind und unter Sonderbelichtung leben müssen. Oder einzelgängerische Tiere wie z.B der Hamster. 

3). Es bringt gar nix die Frage sich jetzt zu stellen und zickig und strikt der Meinung seien das die armen Tiere bei uns leiden. Jedem das Seine, aber das ist in meinen Augen auch falsch verstandene Tierliebe. Man könnte stattdessen was wirklich nützliches tun - ein Tier adoptieren und ihm ein schönes Leben bieten. Denn sie sind nun mal da und leider sind es mehr Tiere, als Menschen die sie aufnehmen würden. Wir haben ihnen die Freiheit genommen also haben wir auch den Weg mit ihnen zu gehen! 

4) Eine uralte Regel, die der großteil der Menschen leider schon vergessen hat und dem nicht mehr nachkommt: Wir kümmern uns um die Tiere, bieten ihn einen möglichst naturnahen Lebensraum in Heimtierhaltung, es wird medizinisch versorgt und hat so eine höhere Lebenserwartung, wir schützen es vor der grausamen Seite der Natur und dafür schenkt es uns sein Leben und seine Liebe. 

Ich halte schon seit Jahren Tiere. Alle kommen aus Not, der größte Teil wäre ohne mich nicht mehr am Leben oder würde bitter weiter leiden. Drum fühle ich mich von Haustier-Gegnern schnell angegriffen. Ich möchte das nicht ignorieren, ich möchte den Tieren helfen. Ich finde viele gehören auch nicht in Heimtierhaltung, wie schon gesagt. Drum unterstütze ich auch keine Züchter, sondern nur Notfellchen und hoffe so, das das ein oder andere Tier in Haustierhaltung ausstirbt. 

Ich weiß nicht, warum andere Tiere halten, aber viele Menschen die ich kenne und ich selber tun das gewiss nicht zur Belustigung. 

Mit freundlichen Grüßen

Sesshomarux33

zu halten ja.

zur belustigung nein.

der mensch ist leider ein tier, der alles, was er nicht gebrauchen kann, ausrottet. also ist der mensch aus ethischen gründen sogar verpflichtet, haustiere zu halten. schlicht und ergreifend, damit sie nicht aussterben.

ein tier artgerecht zu halten ist überhaupt nie möglich. durch die haltung von tieren in gefangenschaft ist der mensch dazu verpflichtet, so für die tiere zu sorgen, dass es ihnen gut geht und sie auch (z.b.) in der lage sind, ihr natürliches (sozial)verhalten zu zeigen. die tiere müssen ihr futter nicht selber erarbeiten. daher muss der mensch ihnen als ersatz eine artgerechte beschäftigung anbieten.

es wäre also so gesehen ethisch nicht vertretbar, KEINE tiere zu halten.

ach ja... und iss NIE etwas, was intelligenter ist als du selbst... zum beispiel octopus... ;-)

Wieso? was ist daran schlecht, wenn Tiere aussterben, die wir nicht gebrauchen können? Währe nicht schlecht wenn Zecken und Moskitos ausstürben.

Eigentlich ist doch das Problem das immer mehr Tiere ausstereben, die wir ganz dringend brauchen. Vielleicht nicht direkt wie die Honigbienen, aber als Stützen unserer Ökosysteme, die diesen Planet letzendlich für uns bewohnbar machen.

Artenvielfalt ist insofern schon wichtig, aber wenn es darum geht künstliche Arten zu erhalten, die der Mensch erst selber durch Domestizierung erschaffen hat, bzw durch inzucht degeneriert hat, sehe ich da keine Notwendigkeit.

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@DukeSilver

Wer beurteilt denn, welche Tiere gebraucht werden und welche nicht? Der Mensch in seiner unendlichen Weisheit? Lächerlich. Sieh es mal so, vielleicht hat die nervende Mücke eine Rolle in der Natur, die sich dem Menschen einfach noch nicht erschlossen hat. Und warum kann das so sein? Einfach weil die Mücke vielleicht sogar lebenswichtig ist für irgendeine andere Art, jedoch für den Menschen völlig irrelevant. Ich behaupte mal, kein Lebewesen auf unserer Murmel ist nutzlos, nur weil wir die Zusammenhänge nicht erkennen.

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@caladan01

jedes einzelne tier, jede pflanze, jeder pilz, einfach alles hat in der natur seine ökologische nische, seinen lebensraum. sogar die mücke ist wichtig. und auch die zecke...

durch unsere ausbreitungswut (wir sind echt schlimmer als die heuschrecken...) verdrängen wir tiere und pflanzen aus ihren natürlichen lebensräumen. und danach sind wir nicht nur verpflichtet, haus- und nutztiere, sondern auch gefährdete wildtiere zu halten und sie vor dem aussterben zu bewahren. zugegebenermassen kann das beispielsweise beim pottwal schwierig werden... zebras sind übrigens auch nicht ohne. in gefangenschaft sind sie die "gefährlichsten" pflanzenfresser.

wir benötigen die ökologische vielfalt zur erhaltung unserer eigenen art.

daher sind wir verpflichtet, sie zu schützen und NICHTS auszurotten.

es ist wie mit dieser hypothese, was passieren kann, wenn irgendwo ein schmetterling mit den flügeln schlägt.

wenn es keine mücken mehr gibt, rottet vielleicht irgendeine insektenfressende vogelart eines tages die bienen aus, weil er keine andere nahrung findt. wer kann das wissen?

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@ponyfliege

Was Ihr nicht begreift ist, dass in der Natur nicht unendlich viel Platz ist. Wenn ich mich z.B. für eine Katze entscheide, entscheide ich mich implizit für den Tod vieler anderer Tiere, und seien es blos die, die für das Dosenfutter drauf gegangen sind.

Tiere brauchen Ressourcen, die irgendwo der Freien Natur abgerungen werden müssen. Von daher gilt: 

Ein Haustier mehr = Ein Fleckchen Natur weniger, denn auf diesem Fleckchen steht jetzt ein Tierfuttergeschäft, oder eine Heuwiese für das Pferd, oder eine Schweinezucht für das Dosenfleisch. Viele Haustiere sind sogar extrem Ressourcenintensiv, weil sie zum Beispiel überweigend Fleisch fressen( Hunde, Katzen), sehr viel Platz brauchen (Pferde), oder Strom Verbrauchen ( Terrarien mit Wärmelampe etc. )

Da ist halt schon die Frage, ob das Ethisch Vertretbar ist, dieser Tierart künstlich eine Niesche zu schaffen, sozusagen der Natur ab zu ringen, die die Natur diesem Tier freiwillig nicht mehr her gibt.

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Hi DukeSilver,

na da hast Du ja ein Thema gewählt... XD

Was Du in der Überschrift schreibst gehört eher zum Zirkus. Denn da werden Tiere tatsächlich in Gefangenschaft gehalten und dienen nur zur Belustigung! -.-
Das finde ich ethisch überhaupt garnicht vertretbar, da die Tiere da zu allerlei Handlung gezwungen werden und nicht mal Ansatzweise artgerecht leben können! Das gehört verboten und bestraft. Und die Zirkusleute verdienen mit dieser Tierquälerei auch noch (meines Wissens nach) richtig Geld! :(

Hingegen Hunde, Katze, Goldfische sind Haustiere die sich niemand zur Belustigung hällt. Leute halten Haustiere (soweit ich weiß) um ein weiteres Familienmitglied zu haben, um nicht alleine zu sein, ihnen zu helfen, was zu haben um das man sich kümmern kann, Kinderersatz und weniger nobler/ sinnvoller Grund im Falle von Hunden: als Motivation öfter vor die Tür zu kommen! -.-

Hält man seine Haustiere artgerecht finde ich die Haltung ethisch natürlich vertrebar! :D
Hält man seine Haustiere aber nicht artgerecht und geht nicht auf die Bedürfnisse der Tiere ein, was meinen Beobachtungen leider öfter der Fall ist, dann finde ich das nicht vertretbar!!
Denn wer Tiere hält, warum auch immer, muss sich um sie kümmern und sie halten wie die Tiere es wollen und brauchen, und nicht, wie es für den Menschen am pratischsten/ schönsten/ einfachsten/ billigsten ist...

Hunde kann man ganz gut ins Leben von Menschen integrieren und das mögen sie auch ;)  Aber bei allen anderen Tieren ist es weniger, ich nenne es mal "einfach" (wobei Hundehaltung natürlich auch nicht einfach ist; ich spreche aus Erfahrung^^), und gerade da gehen viele den einfachsten weg, der meist nicht immer der richtige ist. Vorallem, weil sich viele nicht informieren was sie da eingentlich für Tiere haben und wie man sie halten muss damit es ihnen gut geht... -.-
Leider sind dazu die wenigsten dazu bereit den Tieren die sie sich angeschafft haben, ein artgerechtes Zuhause zu bieten sondern wollen mit ihnen nur ihre eigenen (egositischen) Bedürfnisse befriediegen, ohne sich für das tatsächliche Wohl des Tieres zu interessieren.. :(

Ich hoffe das in Zukunft sich da einiges positives tun wird, denn es gibt zu viele Tiere die unter nicht korrekten Bedienungen leben müssen und das absolut nicht verdient haben... ;)

Es wird daher mal Zeit für Tierführerscheine oder so XD

Grüße^^

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – ... durch jahrelange Haltung und Beratung

Zu Belustigung sehe ich es nicht als ok an. Richtet man sich allerdings nach dem Tier und bietet ihm artgerechte Beschäftigung, Bewegung, Freiraum, Pflege und Zeit, die sie benötigen, halte ich es für ok.

Das Tier sollte in keiner Situation leiden müssen oder zu etwas gezwungen werden. Ebenfalls sollte immer die bestmögliche Versorgung (Medizin + Ernährung, etc.) zur Verfügung stehen.

Sprich ich halte nichts davon einen Hund zu halten, der nie artgerecht ausgelastet wird und nur alle paar Tage mal eine kleine Runde spatzieren gehen kann.

Passt man das Pensum und die Art der Beschäftigung aber an das Tier an, füttert es seiner Art entsprechend und schaut, dass er ein gutes Leben (fettfüttern und nur verwöhnt werden, gehört nicht dazu) hat, sehe ich da kein Problem.

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