Ist es ethisch vertretbar ein lebendes Wesen, zur eigenen Belustigung, in Gefangenschaft zu halten?

26 Antworten

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Hunde und Katzen kann ich ethisch vertreten, sie schließen sich gern den Menschen an, müssen natürlich artgerecht gehalten werden. Vögel in Käfigen und Reptilien in Terrarien halte ich für Quälerei.

katzen leben oft mit freigang. sprich sie können gehen wie sie wollen, kommen aber immer wieder nach hause zurück.

meine katzen sind, bis auf eine ausnahme, alles ehemalige streuner gewesen. die können ohne mich leben. das wissen sie auch. sie haben teils jahre ohne den menschen gelebt.

sie kommen trotzdem nach hause zu mir. weil sie es so wollen. weil sie gern beim menschen sind. das ist der unterschied zwischen haus- und wildtier. das artgerechte leben für ein haustier bedeutet unter anderem immer dass da ein mensch ist.

Ich finde, dass das davon abhängt, ob ich dem Haustier, die richtige Umgebung bieten kann. Wenn ich zum Beispiel ein großes Haus habe mit einem großen Garten, dann finde ich kann man einen Hund oder eine Katze zuhause halten. 

Außerdem sollte der Besitzer/in Zeit für das Tier haben.

Außerdem: Wenn jeder kein Tier halten will, weil es nicht ethisch vertretbar ist, würde die Tiereauf der Straße aufwachsen bzw. die Menschen würden sie umbringen und einschläfern. Weil keiner sie "braucht" sozusagen.

LG Flo :)

Immer dieser dämliche Garten. Kein Hund braucht einen Garten. Der dient nur als Ausrede für faule Besitzer, die keine Böcke haben, spazieren zu gehen. Ein Hund will bei seinen Menschen sein, und die sind überwiegend nicht im Garten. 

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@Dahika

Ich hab auch nicht gemeind, dass umbedingt ein Garten sein muss. Aber dennoch: Ein Garten wäre doch trotzdem besser...

Würdest du freiwillig in eine kleineres Haus einziehen, wenn du um den gleichen Preis, eine größere haben kannst? -> ich nicht.

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@floorian1312

DU bist auch ein Mensch. Der Hund ist ein Hund. Der Garten bedeutet nix für den Hund. Das ist dann halt mit sein Revier, es ersetzt keine Gassigänge. Hunde kann man nur draussen auf neutralen Boden entsprechend auslasten, auspowern, "Zeitung lesen" lassen, markieren und Sozialkontakte hegen lassen. 

Der Garten macht also keinen Unterschied für den Hund. Der Besitzer könnte, wie Dahika bereits schrieb nur dazu neigen dies als Faul-Alibi zu gebrauchen. Katzen brauchen übrigens auch kein Garten. Wenn sie Freigang haben, dann bleiben sie schließlich nicht nur im Garten. Ob sie ihr Revier als nun hinter´m Gartenzaun oder Balkon aufsuchen macht keinen Unterschied. 

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@Sesshomarux33

und ein hund, den man zum kot und urin absetzen in den garten schickt, der wird auch in die wohnung machen. garten ist für einen hund nicht "draussen". alles, wo ein zaun drum ist, ist für einen hund "drin".

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@ponyfliege

Eure Diskussion liest sich ja interessant - und dennoch bin ich froh - mein Hund übrigens auch, dass wir einen Garten haben!

Wie wir ja alle hoffentlich wissen, kommt der nächste Sommer ganz bestimmt und da in unseren Breiten die Temperaturen zeitweise ins unerträglich steigen, mag weder mein Hund noch ich dann in die Feldmark!

Seine Geschäfte habe ich dort nie unterbunden und somit nutzt er dann immer ein Areal, um sich danach auf den kühlen Rasen oder unter einen Busch zu packen, um sein ausgiebiges Nickerchen zu halten!

Ohne Garten hätte ich keinen Hund ;-)

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@auchmama

Genau!!! Vielen Dank!! Werd hier noch von einer Ponyfliege, Dahika und Sesshomarux33 angemotzt, meine eigene Meinung hier zuvertrete!! DH!!

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@floorian1312

Ich denke, hier liegt ein Missverständnis vor! Leider gibt es auch Hundehalter, die ihrem Hund NUR einen Garten zumuten und niemals mit ihm Gassi gehen :-/

Wenn man darum weiß, wird man als Hundefreund bein Wort "Garten" vielleicht ein wenig allergisch und Deine gesamte Antwort wurde gar nicht verinnerlicht!

Für mein Verständnis hast Du aber durchaus recht. Ein Tier sollte man sich nur dann anschaffen, wenn man auch ausreichend Lebensraum bieten kann und natürlich auch berücksichtigt, dass ein Hund z.B. auch große Runden außerhalb des Gartens braucht!

Der Garten ist aber gut für Notfälle und zum Relaxen ;-)

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zu halten ja.

zur belustigung nein.

der mensch ist leider ein tier, der alles, was er nicht gebrauchen kann, ausrottet. also ist der mensch aus ethischen gründen sogar verpflichtet, haustiere zu halten. schlicht und ergreifend, damit sie nicht aussterben.

ein tier artgerecht zu halten ist überhaupt nie möglich. durch die haltung von tieren in gefangenschaft ist der mensch dazu verpflichtet, so für die tiere zu sorgen, dass es ihnen gut geht und sie auch (z.b.) in der lage sind, ihr natürliches (sozial)verhalten zu zeigen. die tiere müssen ihr futter nicht selber erarbeiten. daher muss der mensch ihnen als ersatz eine artgerechte beschäftigung anbieten.

es wäre also so gesehen ethisch nicht vertretbar, KEINE tiere zu halten.

ach ja... und iss NIE etwas, was intelligenter ist als du selbst... zum beispiel octopus... ;-)

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Wieso? was ist daran schlecht, wenn Tiere aussterben, die wir nicht gebrauchen können? Währe nicht schlecht wenn Zecken und Moskitos ausstürben.

Eigentlich ist doch das Problem das immer mehr Tiere ausstereben, die wir ganz dringend brauchen. Vielleicht nicht direkt wie die Honigbienen, aber als Stützen unserer Ökosysteme, die diesen Planet letzendlich für uns bewohnbar machen.

Artenvielfalt ist insofern schon wichtig, aber wenn es darum geht künstliche Arten zu erhalten, die der Mensch erst selber durch Domestizierung erschaffen hat, bzw durch inzucht degeneriert hat, sehe ich da keine Notwendigkeit.

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@DukeSilver

Wer beurteilt denn, welche Tiere gebraucht werden und welche nicht? Der Mensch in seiner unendlichen Weisheit? Lächerlich. Sieh es mal so, vielleicht hat die nervende Mücke eine Rolle in der Natur, die sich dem Menschen einfach noch nicht erschlossen hat. Und warum kann das so sein? Einfach weil die Mücke vielleicht sogar lebenswichtig ist für irgendeine andere Art, jedoch für den Menschen völlig irrelevant. Ich behaupte mal, kein Lebewesen auf unserer Murmel ist nutzlos, nur weil wir die Zusammenhänge nicht erkennen.

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@caladan01

jedes einzelne tier, jede pflanze, jeder pilz, einfach alles hat in der natur seine ökologische nische, seinen lebensraum. sogar die mücke ist wichtig. und auch die zecke...

durch unsere ausbreitungswut (wir sind echt schlimmer als die heuschrecken...) verdrängen wir tiere und pflanzen aus ihren natürlichen lebensräumen. und danach sind wir nicht nur verpflichtet, haus- und nutztiere, sondern auch gefährdete wildtiere zu halten und sie vor dem aussterben zu bewahren. zugegebenermassen kann das beispielsweise beim pottwal schwierig werden... zebras sind übrigens auch nicht ohne. in gefangenschaft sind sie die "gefährlichsten" pflanzenfresser.

wir benötigen die ökologische vielfalt zur erhaltung unserer eigenen art.

daher sind wir verpflichtet, sie zu schützen und NICHTS auszurotten.

es ist wie mit dieser hypothese, was passieren kann, wenn irgendwo ein schmetterling mit den flügeln schlägt.

wenn es keine mücken mehr gibt, rottet vielleicht irgendeine insektenfressende vogelart eines tages die bienen aus, weil er keine andere nahrung findt. wer kann das wissen?

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@ponyfliege

Was Ihr nicht begreift ist, dass in der Natur nicht unendlich viel Platz ist. Wenn ich mich z.B. für eine Katze entscheide, entscheide ich mich implizit für den Tod vieler anderer Tiere, und seien es blos die, die für das Dosenfutter drauf gegangen sind.

Tiere brauchen Ressourcen, die irgendwo der Freien Natur abgerungen werden müssen. Von daher gilt: 

Ein Haustier mehr = Ein Fleckchen Natur weniger, denn auf diesem Fleckchen steht jetzt ein Tierfuttergeschäft, oder eine Heuwiese für das Pferd, oder eine Schweinezucht für das Dosenfleisch. Viele Haustiere sind sogar extrem Ressourcenintensiv, weil sie zum Beispiel überweigend Fleisch fressen( Hunde, Katzen), sehr viel Platz brauchen (Pferde), oder Strom Verbrauchen ( Terrarien mit Wärmelampe etc. )

Da ist halt schon die Frage, ob das Ethisch Vertretbar ist, dieser Tierart künstlich eine Niesche zu schaffen, sozusagen der Natur ab zu ringen, die die Natur diesem Tier freiwillig nicht mehr her gibt.

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Zu Belustigung sehe ich es nicht als ok an. Richtet man sich allerdings nach dem Tier und bietet ihm artgerechte Beschäftigung, Bewegung, Freiraum, Pflege und Zeit, die sie benötigen, halte ich es für ok.

Das Tier sollte in keiner Situation leiden müssen oder zu etwas gezwungen werden. Ebenfalls sollte immer die bestmögliche Versorgung (Medizin + Ernährung, etc.) zur Verfügung stehen.

Sprich ich halte nichts davon einen Hund zu halten, der nie artgerecht ausgelastet wird und nur alle paar Tage mal eine kleine Runde spatzieren gehen kann.

Passt man das Pensum und die Art der Beschäftigung aber an das Tier an, füttert es seiner Art entsprechend und schaut, dass er ein gutes Leben (fettfüttern und nur verwöhnt werden, gehört nicht dazu) hat, sehe ich da kein Problem.

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