Guter Beruf: Grafikdesigner?

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Leider ist aber Zeichnen nur ein klitzekleiner Randbereich des Grafifgesigners...und Logos entwerfen die Königsdisziplim.

Aus meinem Umfeld kenne ich so einige Grafikdesigner und Mediengestalter, die alle vorwiegend am PC mit den entsprechenden Programmen arbeiten. Auch wenn es offiziell zwischen den beiden Berufsbildern riesige Unterschiede gibt, so ist es in der Praxis häufig so, dass beide in kleinen Agenturenan an denselben Projekten arbeiten, identische Arbeitsaufgaben bewältigen, und der Unterschied lediglich darin besteht, dass der Betrag, der dem Kunden in Rechnung gestellt wird, in etwa der Doppelte beim Designer ist.... Der Grafikdesigner arbeitet häufig auf Honorarbasis, muss sich also selber versichern etc., und hat unterm Strich fast denselben Hungerlohn wie ein Mediengestalter.

Tja, leider geht auch die Tendenz inzwischen dahin, dass jahrelange Zusammenarbeit zwischen Designagenturen und Großkunden wegbrechen, da die Kunden das genausogut und wesentlich billiger in Billiglohnländern wie Indien machen lassen....und zahlreiche Designer und Mediengestalter arbeitslos werden, da sie oftmal ausschließlich für diese Projekte der sogenannten "Premiumkunden" tätig waren.

Hier ist auch noch ein älterer Bericht aus dem Arbeitsalltag einer Agentur, ob die heute noch existiert, weiß ich nicht.

https://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-09/beruf-grafikdesigner/komplettansicht

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

kann ich alles nur bestätigen 👍🏻

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Erstmal, Gruß dich @Mao200

Da kannst du sehr viele, unterschiedliche Antworten kriegen. Du sagst, du schaffst dein Abitur nicht... Das ist zwar Schade jedoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, denn wir leben in Deutschland. Da hat jeder Chancen.
Was ich dir empfehlen kann, ist eine Ausbildung im Bereich Mediengestaltung. Das kann man ganz gut mit einem Realschulabschluss machen oder halt mit Fach- Abitur. Auf jeden Fall lernst du dort alles wichtige um die Gestaltung. Jedoch muss du auf deine große Liebe zu Logos erstmal verzichten, denn dort lernst du mehr mit alle Möglichen Print und Digital Produkten zu arbeiten. Da gehört Logo auch dazu. Solltest du an deine Deutschskills arbeiten und das Ausbildung mit eine gute Note zu absolvieren, dann kannst du an eine Werbeagentur arbeiten.

Ich weiß, es klingt viel zu langweilig, jedoch hast du dann folgende Möglichkeiten. Wenn du den Beruf so viel Liebst und Talent hast, kannst du entweder von Mediengestalter zu JArt Director promotet werden. Sollte es nicht der Fall sein, ist es auch egal. Schaff bei eine Agentur mind. 5-7 Jahre Erfahrung zu machen. Vielleicht gefällt dir der Job dort. Wenn nicht und du willst tatsächlich derjenige sein, der die Hauptentscheindungen trifft, kannst du dann Freelancer Graphic Designer werden.
BOOM! Freelancing ist halt ein Risk, jedoch mit eine Ausbildung im Bereich, um die 7 Jahre Erfahrung und eine beeindruckende Mappe, kannst du absolut Erfolg haben.

Das wäre es meiner Seite. Gib mir Bescheid ob es hilfreich war.

Gruß

Avocado

Es war sehr hilfreich!! Hab vielen lieben Dank, ich werde das auf jeden Fall ausprobieren! :))

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Ich bin zumindest nebenberuflich Grafikerin. Ich gestalte Postkarten für einen kleinen Verlag, mache dort halt auch Bestückungspläne, Prospekte und so. Ab und zu erstelle ich auch Logos, aber nur noch für Bekannte und Freunde. Richtig Zeichnen muss ich dafür nur selten.

Die Erfahrung bei kleinen Auftraggebern ist, dass sie am liebsten für möglichst wenig Geld (oder noch besser umsonst) die besten Designs haben wollen. Darauf habe ich einfach keine Lust mehr, daher arbeite ich nur noch für den Verlag und eben ab und an für Freunde.

Habe nur einen Fernlehrgang gemacht und mir eben vieles selbst angeeignet. Hatte halt ursprünglich eine Ausbildung in einer anderen Richtung gemacht. Die Idee zu studieren war schon mal da, aber wenn man einmal fest im Berufsleben steht, überlegt man sich gut, ob man das hinschmeißt. Ist ja auch ne finanzielle Frage. Hauptberuflich in einer Agentur oder so, würde ich nicht arbeiten wollen.

Eine Freundin von mir hat Grafikdesign studiert. Sie hat schon so manchen Arbeitgeber durch. Da waren die Arbeitsbedingungen meistens nicht so der Hit. 60-Stunden-Wochen (ohne Zeitausgleich) waren da wohl üblich, der Verdienst dafür dann doch nicht so toll und wenn man nicht mehr so richtig mitspielt, wird man schnell ausgetauscht. Mit inzwischen Mitte 40 musste sie sich schon öfters anhören, dass sie zu alt ist. Momentan hat sie aber endlich wieder einen Arbeitgeber, bei dem es wohl passt.

Der Bereich ist heute ziemlich hart umkämpft. Es muss immer alles möglichst billig sein. Und es gibt ne Menge Leute, die das machen möchten. Auf Knopfdruck kreativ sein, ist auch nicht gerade einfach.

Wenn dann ist es vielleicht auf selbstständiger Basis, und wenn man sich irgendwie eine Nische geschaffen hat, ganz in Ordnung.

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