Ein Studium ohne Fachhochschulreife oder Abitur ist möglich, dann ist man "beruflich qualifiziert".

Es gibt dazu in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen.

Generell gilt:

  • Nur mit dem Haupt-/Realschulabschluss und Ausbildung darf man nicht studieren.
  • Man benötigt nach der Ausbildung *immer* auch zwei, teilweise drei Jahre Berufserfahrung, um fachgebunden (d.h. in seinem Fachbereich) studieren zu dürfen. Teilweise gibt es in den Bundesländern dann aber Aufnahmeprüfungen oder zumindest ein Beratungsgespräch.
  • Wenn man einen "Meister" oder "Techniker" (oder eine ähnliche Weiterqualifikation, z.B. einen Fachschulabschluss) ablegt, hat man den uneingeschränkten Hochschulzugang. Man darf dann alle Fächer studieren.
  • Die Plätze sind begrenzt. Nur weil man theoretisch studieren darf, heißt es nicht, dass man automatisch einen Studienplatz bekommt.
  • Man sollte kritisch prüfen, ob man die Voraussetzungen für ein Studium überhaupt mitbringt. Gerade bei naturwissenschaftlich-technischen Fächern ist ein Einstieg ohne Oberstufenmathematik fraglich. Für fast jedes Studium benötigt man gute Englischkenntnisse (Fachliteratur ist oft nur auf Englisch erhältlich, teilweise werden Module auf Englisch unterrichtet) und Grundlagen im wissenschaftlichen Arbeiten fehlen auch. So etwas muss man sich *vorher* aneignen.

Die genauen Regelungen für die einzelnen Bundesländer sind hier nachlesbar:

http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/

oder in diesem Flyer:

http://www.studieren-ohne-abitur.de/export/sites/default/.content/pdf/CHE_kurz_und_kompakt_SoA_2019.pdf

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So funktioniert das nicht.
Bitte beschäftige dich damit, was ein NC ist und wie dieser zustandekommt.

Kurz zusammengefasst:

"NC" heißt "numerus clausus", was "beschränkte Anzahl" bedeutet.

Liegt auf dem Studiengang ein "NC", dann wird ein Auswahlverfahren durchgeführt und ist die Aufnahme abhängig davon, wie viele sich bewerben. Die konkrete Note, die zur Zulassung ausreicht, ist allerdings niemals im Voraus festgelegt, sondern orientiert sich an der Anzahl der Plätze und der Anzahl der Bewerber - der klassische Verhältnis von Angebot zu Nachfrage also.

Wenn ein "NC" angegeben ist, dann gilt dieser immer nur für das vergangene Semester/die vergangenen Semester und man kann sich maximal daran orientieren. Wie es im Endeffekt aussieht, kann man erst im Nachhinein feststellen - auch die Hochschule selbst kann das nicht.

In den meisten Fächern gibt es eine "Notenquote" und - unabhängig davon - eine "Wartezeitenquote". Teilweise gibt es spezielle Auswahlverfahren durch die Hochschule.

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Nein, definitiv nicht.

  • Die Chance, in eine Wunschausbildung beim Wunscharbeitgeber zu kommen ist höher.
  • Man hat den höchsten erreichbaren Schulabschluss in Deutschland erlangt. Damit kann man später ohne weitere Umwege doch noch studieren, wenn man möchte.
  • Man hat einen Vorteil beim Lernen, denn man hat mehr Wissen (v.a. in Mathe, Englisch) und eine breitere Allgemeinbildung. Es fällt einem evt. leichter, Dinge zu kombinieren und zu durchdenken.
  • Profitieren könnte man auch davon, dass das Lerntempo auf dem Gymnasium höher war und man gewohnt ist, selbstständiger zu lernen.
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- hat man als Mann bessere Chancen in eine Schule aufgenommen zu werden für Sozialassistent und oder Erzieher?

Nein, aber sie sind gerne gesehen.

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- Muss man für die Bewerbung für die Ausbildung ein sehr gutes Zeugnis haben? (Bin Real und mein Bewerbungszeugnis ist so naja (3,4).

Kommt auf die Schule und die Nachfrage an, das kann man pauschal nicht beantworten.

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- In was für eine Schule geht man und wann muss man sich für bewerben?

Das kommt auf das Bundesland an und läßt sich auch nicht pauschal sagen.

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- Was sind typische Tätigkeiten als Erzieher im echten Beruf außer mit Kindern Spielen bzw aufpassen.
- FSJ sinnvoll wenn man in dem Bereich keine Praktika gemacht hat oder nur zeitverschwendung?

Die zwei Fragen zusammengefasst: Es ist definitiv sinnvoll, ein oder mehrere Praktika bzw. ein FSJ zu machen, denn dann erübrigt sich Frage 1, was man außer "spielen und aufpassen" sonst noch machen muss :-//
Alleine diese Frage zeigt, dass es dir an Erfahrung mangelt - ohne Praktikum sollte man *nicht* in den Beruf gehen.

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- Wie/Wo kann man sich dann für ein FSJ bewerben?

Stellen gibt es bei der Stadt oder Kirche, bei Vereinen, bei Organisationen wie dem Roten Kreuz, den Maltesern, dem ASB, dem Internationalen Bund und vielen anderen.

Leider gibt es - soweit ich weiß - keine vernünftige Seite, auf der alle möglichen Stellen aufgelistet sind.
Hier sind aber alle Träger verzeichnet und die vermitteln Stellen - an die kannst du dich wenden:

https://www.jugendfreiwilligendienste.de/fileadmin/de.jugendfreiwilligendienste/content.de/user_upload/UEbersicht_der_Traeger_fuer_ein_FSJ_in_Deutschland.pdf

Hier stehen generelle Infos:

https://www.jugendfreiwilligendienste.de/die-jugendfreiwilligendienste/fsj.html

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Das Abitur zwingt einen weder ins Studium noch dazu, einen Ausbildungsberuf zu ergreifen, der "nur" für Abiturienten ist.

Da ist die Auswahl sowieso beschränkt, mir fallen spontan nur zwei Ausbildungen ein:

  • Es gibt den "Fluglotsen", für den man zwingend Abitur braucht
  • Es gibt spezielle Abiturienten-Turbo-Ausbildungen, wie sie v.a. der Einzelhandel inzwischen geschaffen hat (Beispiel: Einzelhandelskaufmann plus die Weiterbildung zum Handelsfachwirt in drei Jahren).

Dazu gibt es Ausbildungen, bei denen man faktisch ohne Fachhochschulreife/Abitur keine Chance hat (Beispiele: Mathematisch-technischer Softwareentwickler und Investmendfondkaufmann).

Ansonsten stehen dir alle schulischen und dualen Ausbildungen offen. In vielen hast du mit dem Abitur auch bessere Chancen, weil die Vielzahl der Azubis dort die Fachhochschulreife oder das Abitur mitbringt.

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Das duale Ausbildungssystem ist quasi nur in Deutschland (und Österreich) zu finden, einfach, weil es hier traditionell aufgebaut wurde.

Vieles, was in anderen Ländern als "Studium" bezeichnet wird, ist hier in der dualen Ausbildung untergebracht. Das hat übrigens auch zur Folge, dass Deutschland relativ niedrigere Akademikerquoten hat/hatte. Leider wurde das oft fehliniterpretiert - es resultiert eben aus der bewährten und m.E. guten Ausbildungsstruktur und dem Modell des "dualen" Lernens im Betrieb und der Schule.

In Zeiten hoher Jugendarbeitslosigkeit in anderen Ländern wird das Modell aber inzwischen auch gerne exportiert.

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Nein, das funktioniert nicht.

Dein aktuell höchst erreichter Schulabschluss ist eine mittlere Reife.

Und damit brauchst du in NRW zwingend eine fachlich passende abgeschlossene Berufsausbildung, also z.B. als Kinderpfleger oder Sozialassistent.

Diese Angaben hier sind korrekt:

https://www.kita.nrw.de/fachkraefte-fachberatung/personal/informationen-zur-ausbildung

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Schau dir diese beiten Berufsportraits an, da wird der Unterschied deutlich:

VFA (Kommunalverwaltung):

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/ich-machs/verwaltungsfachangestellte-kommunalverwaltung-beruf-ausbildung-100.html

VFA (Bundesverwaltung):

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/ich-machs/verwaltungsfachangestellter-bundesverwaltung-beruf-100.html

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Natürlich.

Die mittlere Reife hast du erreicht und die kann man dir auch nicht mehr wegnehmen. Diese zählt dann als "höchster erreichter Schulabschluss".

Bitte prüfe, ob du nicht auch den schulischen Teil der Fachhochschulreife schon bekommen kannst.

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Als Schüler/Jugendlicher kann man auch

  • Hobbys
  • Mitgliedschaft in Vereinen
  • Nebentätigkeiten
  • Schulpraktika
  • Engagement (in der Schule, z.B. als Mentor/Klassensprecher/Ersthelfer...)

mitaufehmen.

Wenn man eine Berufsausbildung hinter sich hat, sollte man mit solchen Angaben aber zurückhaltend sein.

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Ein Studium benötigt man auf gar keinen Fall.

Der IT-Systemkaufmann ist eine duale Ausbildung. Das heißt: Alleine der Chef der Firma entscheidet, wen er als Azubi aufnimmt. Es ist kein Schulabschluss vorgeschrieben.

Man hat also auch Chancen, auch mit dem Hauptschulabschluss in die Ausbildung zu kommen - das ist aber eher eine theoretische Möglichkeit.

Schaut man sich die Statistiken an, dann sieht man, dass die Mehrzahl der Azubis hat aber einen Hochschulzugang, also die Fachhochschulreife oder das Abitur. Evt. hat man auch Chancen mit einem sehr guten Realschulabschluss:

58% der Azubis haben die Fachhochschulreife/Hochschulreife.
32% haben einen mittleren Bildungsabschluss

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/7796.pdf

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Wenn du mit "Berufskolleg" eine Berufsschule meinst, unter der verschiedene Schularten unter einem Dach vereint sind (Beispiel: NRW), dann ist das korrekt.

Dort, wo "Abitur" bzw. "Allgemeine Hochschulreife" draufsteht, ist diese auch drin.

Das heißt: Du erlangst eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, mit der du alle Fächer an allen Hochschulen bundesweit studieren kannst.

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Was zählt ist der höherwertigste Schulabschluss, den du hast - das wird also die mittlere Reife sein?

Oder erlangst du auf der Berufsfachschule noch die Fachhochschulreife? Dann wirst du auch das letzte aktuelle Schulzeugnis beilegen müssen - alleine schon als Nachweis, was du gemacht hast.
Hast du schon eines von der Berufsfachschule Technik? Dann reicht das - ansonsten das von der BFS Sozial. Oder du wartest bis zum Halbjahr, dann kannst du das aktuelle beilegen und dir das von der BFS Sozial sparen.

Für jemanden mit Personalverantwortung ist ein nicht-beigelegtes Zeugnis gleich ein schlechtes Zeugnis.

Wenn du nicht nachweist, was du akuell machst, dann wird bestenfalls noch danach gefragt und du musst es nachreichen, schlechtestenfalls landest du gleich in der Stapel mit den Absagen. Im Lebenslauf stehen die Angaben ja sowieso.

Lege es bei oder warte bis zum Halbjahr - gemachte Praxiserfahrungen mit guten Arbeitszeugnissen können auch ein schlechtes Schulzeugnis ausbügeln.

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Viele Studiengänge schließen mit einem "Bachelor" ab. Das ist der erste und niedrigste berufsqualifizierende Studienabschluss, den man erreichen kann.

Ob man damit dann aufhört oder bis zum weiterführenden "Master" weiterstudiert/-studieren muss, kommt auf das Fach, die Noten und die eigene Motivation an.

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Ein Studium ohne Fachhochschulreife oder Abitur ist möglich, dann ist man "beruflich qualifiziert".

Es gibt dazu in jedem Bundesland unterschiedliche Regelungen.

Generell gilt:

  • Nur mit dem Haupt-/Realschulabschluss und Ausbildung darf man nicht studieren.
  • Man benötigt nach der Ausbildung *immer* auch zwei, teilweise drei Jahre Berufserfahrung, um fachgebunden (d.h. in seinem Fachbereich) studieren zu dürfen. Teilweise gibt es in den Bundesländern dann aber Aufnahmeprüfungen oder zumindest ein Beratungsgespräch.
  • Wenn man einen "Meister" oder "Techniker" (oder eine ähnliche Weiterqualifikation, z.B. einen Fachschulabschluss) ablegt, hat man den uneingeschränkten Hochschulzugang. Man darf dann alle Fächer studieren.
  • Die Plätze sind begrenzt. Nur weil man theoretisch studieren darf, heißt es nicht, dass man automatisch einen Studienplatz bekommt.
  • Man sollte kritisch prüfen, ob man die Voraussetzungen für ein Studium überhaupt mitbringt. Gerade bei naturwissenschaftlich-technischen Fächern ist ein Einstieg ohne Oberstufenmathematik fraglich. Für fast jedes Studium benötigt man gute Englischkenntnisse (Fachliteratur ist oft nur auf Englisch erhältlich, teilweise werden Module auf Englisch unterrichtet) und Grundlagen im wissenschaftlichen Arbeiten fehlen auch. So etwas muss man sich *vorher* aneignen.

Die genauen Regelungen für die einzelnen Bundesländer sind hier nachlesbar:

http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/

oder in diesem Flyer:

http://www.studieren-ohne-abitur.de/export/sites/default/.content/pdf/CHE_kurz_und_kompakt_SoA_2019.pdf

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Ja.

ZFA ist eine Ausbildung, dafür gibt es keinen vorgeschriebenen Schulabschluss. Alleine der Arzt in der Praxis entscheidet, wen er nimmt.

Aber selbst, wenn du ein Studium anfangen solltest: Deine Fachhochschulreife gilt universal. Das heißt: Du könntest jedes Studienfach an Fachhochschulen studiereren - das muss nichts mit der Fachrichtung zu tun haben.

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Wenn man kurz etwas abliest oder auf seine Karteikarte schaut, dann wird die Präsentation sicher nicht abgebrochen.

Stichwortzettel sind auf jeden Fall erlaubt, man muss den Text nicht auswendig können. Ganz im Gegenteil: Du solltest möglichst frei sprechen, aber nichts Auswendig gelerntes herunterrattern. Das merkt man nämlich.

Du solltest eben keine ganzen Sätze auf Karteikärtchen schreiben.

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Welches Fachabi sollte ich wählen oder brauche ich überhaupt eins um eine Flugbegleiterin zu werden?

"Flugbegleiterin" ist kein anerkannter, geregelter Ausbildungsberuf, sondern eine mehrwöchige interne Schulung, die von den Fluglinien direkt angeboten wird.
Welche Voraussetzungen man benötigt wird von jeder Fluglinie selbst festgelegt. Ein höherer Schulabschluss schadet nicht, ebenso wichtig sind Fremdsprachen- oder zumindest gute Englischkenntnisse.

"Fachabitur" gibt es aber nicht - ich vermute, du meinst die Fachhochschulreife.

In den Bundesländern gibt es verschiedene Fachrichtungen. Grundsätzlich wäre etwas in Richtung "Ernährung" nicht ganz verkehrt, dazu ein Praktikum in einer Hotellerie/Gastronomie, falls möglich - oder etwas in Richtung Fremdsprachen.

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Sollte ich lieber eine Ausbildung im Gastronomischen bereich machen und mich dann bewerben?

Auch das schadet nichts. Eine Ausbildung als Restaurant- oder Hotelfachfrau ist sehr hilfreich.

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Oder sollte ich vielleicht lieber während meines Fachabis praktische erfahrungen in Restaurants und Hotels sammeln?

Auch das ist möglich.

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Wo ich mich gerne bewerben würde:

Soweit ich weiß, bilden die Fluglinien nur bedarfsorientiert aus. Da solltest du nochmals schauen, wenn es soweit ist.

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Loswerden? Im Altpapier.

Ernsthaft:

Gerade Jura lebt von der Aktualität - auch im Studium: Gesetze werden geändert, angepasst, gestrichen, es gibt neue Urteile. Da interessiert es kaum einen, wie etwas vor 10 Jahren war. Jeder, der jetzt ins Studium einsteigt, braucht aktuelles Material.

Wenn es nicht absolute Grundlagenliteratur ist, dann lohnt es sich nicht, diese zu verkaufen - schon gar nicht einzeln. Da ist der Aufwand größer als die paar Euro, die man noch bekommt.

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Dafür gibt es keine Defintion. Was "human" ist, ist wohl eher Ansichtssache jedes Einzelnen. Selbst von Land zu Land in den Gesetzen unterschiedlich beurteilt; von der geschichtlichen Entwicklung ganz zu schweigen.

Werden die aktuellen gesetzlichen Vorgaben in Deutschland eingehalten (Arbeitsschutz, Mutterschutz, Kündigung, Urlaub, AGG, Berufsbildung... es gibt etliche mehr), dann kann Arbeit zumindest laut Gesetz nicht "inhuman" sein bzw. die Gesetze sollen genau das verhindern.

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