Macht Euch Euer Beruf glücklich (oder hat Euch glücklich gemacht)?

24 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Guten Morgen allerseits,

mein Problem ist ein ganz anderes. Je spezieller die Kenntnisse für einen Beruf sind, desto unflexibler wird man. Man hat nur noch die Möglichkeit, links und rechts zu schauen oder seine Kenntnisse zu vertiefen oder man macht etwas, für das kaum Kenntnisse erforderlich sind, muss dann aber erhebliche Abstriche im Gehalt hinnehmen.

Als ich vor der Berufswahl stand, war der Beruf, den ich mir ausgesucht hatte, wirklich perfekt für mich. Er passte zu mir. Das war genau richtig, diese Wahl zu treffen.

Das Problem, vor dem ich stehe ist, dass mein Charakter sich weiterentwickelt hat. Ich müsste eigentlich in einem ganz anderen Bereich eine Ausbildung anfangen. Aber diese Kraft will ich nicht aufbringen. Es wäre wirklich hart, wieder von der Pike auf an zu starten, zu lernen... Schulbank drücken... Wenig Gehalt...
Irgendwann will man bestimmte Kapitel im Leben auch abgeschlossen haben.

Das hört sich wahrscheinlich dramatischer an, als es ist. Ich mache meinen Job immer noch, nur nicht mehr mit so viel Elan und weniger motiviert als früher.
Früher war ich so interessiert, dass ich mich zum Beispiel sogar in meiner Freizeit damit beschäftigt hatte.

Danke für die ehrliche Antwort! Ja, das ist wirklich ein Problem - ich habe seinerzeit aus dem Grund mit 35 noch mein Studium begonnen, war mit 41 durch und habe meinen Traumjob gefunden. Und dann stimmte es auch wieder mit den Finanzen!

Meine Überzeugung: im Leben ergeben sich für jemanden, der für eine Aufgabe echt glüht, soooo viele unkalkulierbare Chancen: Türen öffnen sich, die Fenster noch dazu, und auch das Dach hebt ab! - wenn man das, was man sich wünscht, durchzieht und selbst fest daran glaubt. Getreu dem Spruch 'Du schaffst, was du schaffen willst.' (wieder von meinem Vater!) Vielleicht kann ich dich damit ermutigen?

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@Spielwiesen

Getreu dem Spruch 'Du schaffst, was du schaffen willst.' 

Ich sehe das eher als notwendige, denn als hinreichende Bedingung. Wenn es geht, dann nur unter dieser Voraussetzung. Die Voraussetzung führt aber nicht zwingend dazu, dass es geht.

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@Spielwiesen

Joa, nicht nur Glück. Deutlich wird es, wenn man sich etwas Utopisches vornimmt. Wenn du zum Beispiel mit 50 noch der weltbeste Fußballer werden willst, wirst du merken, dass der Wille  nicht hinreichend ist.

Ich hatte einmal mit jemandem ein zu Anfang interessantes Gespräch, der stundenlang, bis ich keine Lust mehr hatte, zu diskutieren, darauf beharrt hat, dass wenn er weltbester Fußballer (durch Beliebiges ersetzbar) werden wollte, er es auch werden würde. Wenn er es ich nicht werden würde, läge das nur daran, dass er es nicht richtig wollte. -.-

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Servus, grüß euch ihr Lieben,

schon in der Schule sagte sie mir ohne Fliß kein Preis.

Na gut, bei der Schule, sie ist ja da um für das Leben zu lernen, habe ich einmal versucht die verschiedensten Varianten auszuprobieren, vom Nichtstun bis zu Strebern.

Diese beiden Arten erwiesen sich als nicht brauchbar, denn ich wurde dadurch von verschiedensten Mitmenschen verschieden betrachtet.

Je nach der Art waren es die Mitschüler oder die ältere Gruppe.

So entschloss ich mich ein gewisse Abwägung zu erlernen und die brachte in den kommenden Jahren viel Erfolg.

Wenn du den Beruf als Berufung empfinden darfst und auch dem entsprechen mitgestalten darfst, dann ist die innere Zufriedenheit garantiert.

So war es dann auch.

Teilweise war es aber auch möglich, weil viele Situationen beim Miteinander am Arbeitsplatz vorhanden waren, es wurde gegenseitig im notwendigen Fällen zusammengearbeitet und kaum jemand versuchte sich mit Gewalt in den Mittelpunkt zu setzen.

Mein Glück war, dass so manche Idee angenommen wurde und man fand es richtig mir durch mehr Freiheit Verbesserungen schaffen zu können.

So Manches ist sogar jetzt noch in Verwendung, trotz viele Umänderungen.

Also zu Guter letzt kann ich sagen es waren schönen Jahre.

Liebe Nachmittagsgrüße schickt euch der wiener Fred.

Danke, lieber Fred, da hast du ein schönes Miteinander erlebt - was nicht jedem vergönnt ist, gerade im Berufsleben! Ich grüße zurück nach Wien (hier sinds 25°C, Südniedersachsen)

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Liebe Abendgrüße :)

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Moin!

Heute ist zwar schon Mittwoch, jedoch bin ich erst jetzt dazu gekommen, hier hineinzuschauen.

Ich habe eine Ausbildung als MTA-L (Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin). Nach fünf Jahren wollte ich raus aus dem Labor, weg von Körpergeweben/Flüssigkeiten und deren Untersuchung. An den Kollegen lag es nicht, wir waren eine tolle Truppe und zu einigen habe ich bis heute Kontakt, ja sogar Freundschaften sind entstanden.

Bevor ich meine Ausbildung zur MTA-L begann, habe ich als pädagogische Hilfskraft im Kindergarten gearbeitet. Und da wollte ich wieder hin, jedoch nicht als Hilfskraft. Der Entschluss war gefasst und ich drückte noch einmal die Schulbank.

Nun war ich Lese-u. Literaturpädagogin mit Schwerpunkt Bilderbuch. Ich bewarb mich erfolgreich in einer Kita und arbeite dort auch heute noch. Nach acht sehr erfüllenden Jahren Arbeit mit Kindern, entschloss ich mich, noch eine zusätzliche Ausbildung zur Lerntherapeutin für Legasthenie und Dyslexie in Angriff zu nehmen.

Drei weitere Jahre der Ausbildung folgten. Die Kitaleitung und meine Kollegen trugen diese Zeit mit mir gemeinsam, worüber ich sehr, sehr glücklich bin. Immerhin war ich nicht mehr in Vollzeit, für die Kinder und die Kita anwesend.

Während dieser Ausbildung legte ich meinen Schwerpunkt auf die Frühförderung. Die "Kleinen" liegen mir halt am Herzen :-)  Ich arbeite noch immer in "meiner" Kita und freue mich jeden Tag darüber und darauf.

Ach wie schön, das zu lesen! Ich kann mich richtig in dich reinversetzen, wie du in deinem Beruf und den fachlichen Erweiterungen aufgehst - und dazu noch diese mitmenschliche Atmosphäre! Wunderbar.
Wie beseelend Kindergarten sein kann, weiß ich von meinem Mütterchen, die Kindergärtnerin mit mehrjähriger Seminarausbildung (Steinatal) war und ihr Leben lang ihren Beruf geliebt hat. Stell dir vor, irgendwann im Alter von über 90 Jahren wollte sie in den hier gastierenden Zirkus. Mit ihrem Rollstuhl konnte sie nur in der Loge stehen. Als nun die Dromedare in der Manege donnernd auf uns zu kamen, dachte ich, sie hätte Angst: aber nein: sie drehte ihren Kopf nach hinten und guckte erwartungsvoll in die Zuschauerreihen: sie wollte die strahlenden Augen der Kinder sehen - und NUR DESHALB hatte sie in den Zirkus gewollt! (Ich habe den Augenblick als Foto festgehalten, so beeindruckend war er).

Ich wünsche Dir, dass du dieses Glück des richtigen Berufes weiterhin so ausstrahlst und als Vorbild weitergibst! Und ich danke dir herzlich!

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In der Arbeitswelt gibt es wie im Leben auch, gute und schlechte Zeiten.

es kommt drauf an ob dir der Beruf Spaß macht. Wenn der Chef sich nicht bessert sucht man sich eine andere Stelle. Aber man gibt nicht wegen jedem Streit mit dem Chef oder den Kollegen gleich auf... den perfekten Betrieb wo immer die Sonne scheint gibt es nicht

... sehr weise! Und zeitgemäß! Danke dir und einen schönen Tag!

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Liebe Nachmittagsgrüße schickt dir der wiener Fred.

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Guten Abend!

Ja, mein Beruf - oder eher das, mit dem ich mich unter der Woche tagsüber beschäftige - macht mich auch glücklich. Ich arbeite dort so gern, dass ich voraussichtlich ein weiteres Jahr anhängen werde, wenn ich (bald) mein reguläres Renteneintrittsalter erreicht haben werde.

Danke dir - das klingt ja wirklich fantastisch! Ich wünsche dir alles Gute dabei!

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