Glyphosat Verbot Ja/ Nein (mit Begründung/ Quellen bzw. Referenzen)?

Das Ergebnis basiert auf 16 Abstimmungen

Glyphosatverbot wäre sinnvoll, weil... 56%
Glyphosatverbot wäre nicht sinnvoll, weil... 43%

9 Antworten

Glyphosatverbot wäre sinnvoll, weil...

, weil es den Ertrag stärkt und beim Verzehr keinerlei Auswirkung hat.

Auch müsste man sonst mehr Bodenbearbeitung machen, was wiederum unnötig viel Diesel verbraucht und Spritzen ist in dem Fall günstiger. Und zum Beispiel Ackerfuchsschwanz ist schwer aus dem Bestand zu bekommen und verdrängt den Bestand.

Schmecken und Auswirkungen auf die Gesundheit von dem Käufer , wenn er die Produkte isst, hat es eh nicht. dafür ist es viel zu lange her, wenn man spritzt.

Und wenn die Berichte aus den USA kommen mit Krebserkrankungen, muss man sagen, dass die dort vielleicht auch nicht gerade den besten Umgang gelehrt bekommen. Die kippen wahrscheinlich ihren Kanister einwach oben in die Spritze rein und gut ist.

So hat man ja auch schon die Richtlinien verschärft, so dass man nicht mehr den Bestand zur Ernte Totspritzen darf.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Glyphosatverbot wäre sinnvoll, weil...

es das Risiko an Krebs zu erkranken erhöht.

Es über das ganze Land auszuschütten, ist daher wenig sinnvoll.

"Glyphosat, ein Herbizid, das nach wie vor das weltweit am weitesten verbreitete Unkrautvernichtungsmittel ist, erhöht das Krebsrisiko derjenigen, die ihm ausgesetzt sind, um 41%, heißt es in einer neuen Analyse.
Forscher der University of Washington bewerteten vorhandene Studien zu der Chemikalie, die in Unkrautbekämpfungsmitteln wie Monsantos populärem Roundup enthalten ist und kamen zu dem Schluss, dass sie das Risiko für das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL), eine Krebserkrankung des Immunsystems, signifikant erhöht.
Alle bisher durchgeführten Metaanalysen, einschließlich unserer eigenen, berichten konsistent über den gleichen zentralen Befund: Die Exposition gegenüber GBHs (Herbiziden auf Glyphosatbasis) ist mit einem erhöhten Risiko für NHL verbunden."
"Glyphosate, an herbicide that remains the world's most ubiquitous weed killer, raises the cancer risk of those exposed to it by 41%, a new analysis says. Researchers from the University of Washington evaluated existing studies into the chemical -- found in weed killers including Monsanto's popular Roundup -- and concluded that it significantly increases the risk of non-Hodgkin lymphoma (NHL), a cancer of the immune system. All of the meta-analyses conducted to date, including our own, consistently report the same key finding: exposure to GBHs (glyphosate-based herbicides) are associated with an increased risk of NHL."

https://edition.cnn.com/2019/02/14/health/us-glyphosate-cancer-study-scli-intl/index.html

Naja, von seinem Wirkmechanismus her ist die Substanz ja nicht besonders humantoxisch aufgrund des Angriffspunkts (ein Enzym, das es im tierischen Stoffwechsel nicht gibt). Streitpunkt sind halt die fraglichen CMR-Eigenschaften; und dass in einigen (v.a. älteren) Produkten krebserregende Zusatzstoffe enthalten waren, steht ja außer Frage... Wie ist das in Zusammenhang mit der aktuellen (04/2019) Stellungnahme des BfR zu werten? Wenn man nach offiziellen Angaben sucht, stößt man automatisch auf das BfR: (Link)

Glyphosat ist bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung nicht krebserzeugend.
Die Meta-Analyse mit dem Bezug auf glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel ist wissenschaftlich zwar interessant, aber mit großer Unsicherheit behaftet: In den Untersuchungen konnte nicht hinreichend genau ermittelt werden, wieviel Glyphosat die Studienteilnehmer tatsächlich ausgesetzt waren. Berücksichtigt werden sollte auch, dass nach jetzigem Kenntnisstand Landwirte in den USA stärker mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln in Kontakt kommen können (etwa, weil größere Flächen behandelt werden oder mit dem Flugzeug gesprüht wird).
Einige der von Zhang und Kolleginnen verwendeten Fall-Kontroll-Studien haben eine Erhöhung des NHL-Risikos gefunden. Diese Untersuchungen sind jedoch für die Bewertung des Wirkstoffs Glyphosat nur sehr eingeschränkt in Betracht zu ziehen, da nicht zwischen Glyphosat und den unterschiedlichen in den ausgebrachten Produkten enthaltenen Beistoffen unterschieden werden kann. Zudem wurde in einigen Studien nicht ausreichend berücksichtigt, dass die Landwirte möglicherweise weiteren Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt waren.

Den Untersuchungen von Zhang et al. mit offensichtlich geringer Evidenzlage stehen dann ja scheinbar (würde ich aus der BfR-Stellungnahme mutmaßen) evidenzstärkere Studien entgegen, die eher gegen ein krebserregendes Potential von Glyphosat als Reinstoff sprechen?

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@Triptan

wenn es den Verdacht gibt, dass es krebserregend ist, beregnet man nicht ganze Nationen damit, um es dann im Nachhinein eventuell ausschließen zu wollen.

Dass Enzyme hier oder da nicht vorkommen, sind Taschenspielertricks, um es zu verharmlosen. Die Faktenlage spricht doch für sich. Wer weiß, was da noch ans Tageslicht kommt, wenn mal die Forschungen gezielt forciert würden.

Da ist was grundlegend falsch gelaufen. Und die Art und Weise der letzten Genehmigungsverlängerung hat dem Fass endgültig den Boden ausgeschlagen. Die Bevölkerung wird dem Zeug nur aus Profitstreben ausgesetzt, die Gefährdung der Gesundheit, ist dabei offenbar vollkommen egal gewesen.

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@CliffBaxter
Die Faktenlage spricht doch für sich

Okay. Aber berufen sich nicht nahezu alle Studien/ Analysen auf die Daten einer (älteren) amerikanischen Studie? Ich meine, kennst du bspw. Studien aus Europa, welche die Krebsrisiken in ähnlichen Maß stützen?

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@Triptan

Du vergisst die Auswirkungen aufdie Umwelt, vor allem Gewaesser, Grundwasser, Trinkwasser sowie die irkung von Abbauprodukten und Giftgemischen.

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@Triptan

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/glyphosat-auswirkungen

Schon in geringen Mengen schädigen Glyphosat und »Roundup« die menschlichen Embryonal- und Plazentazellen sowie die DNA von Menschen und Tieren. In menschlichen Zellen kann »Roundup« innerhalb von 24 Stunden zum vollständigen Zelltod führen. Nachweislich tödlich ist »Roundup« vor allem auch für Amphibien. Zudem bestehen bei Menschen und Tieren Zusammenhänge zwischen Glyphosat und Fehlbildungen/-geburten. Darüber hinaus weist eine neuere Studie darauf hin, dass Glyphosat solchen Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Krebs den Weg ebnen sowie zu Depressionen, Herzinfarkten und Unfruchtbarkeit führen könnte. Nicht zuletzt hat Glyphosat hohe negative Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben usw.

Und generell https://agrarinfo.ch/glyphosat-co/:

Glyphosat gelangte in den letzten 10 Jahren zunehmend über die täglichen Nahrungsmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Gemüse und Getreideprodukte in unsere Körper. Gentechnisch verändertes Roundup-Soja, dessen Glyphosatrückstände in die tierische Nahrungskette gelangen, sind dabei allerdings nur ein Risikofaktor.

Noch gefährlicher ist momentan, dass in der EU seit einigen Jahren vermehrt Herbizide zur Sikkation von Erntebeständen.....

...

Vor diesem Hintergrund haben die EU-Behörden den Grenzwert für Glyphosat in Brotgetreide um das 100fache gegenüber dem Grenzwert für Gemüse heraufgesetzt. Im Futtergetreide ist er sogar um das 200fache erhöht worden.

Hey Leute wacht auf, um ihren Profit zu maximieren verarschen und die grossen Agromonopolisten gnadenlos und gefährden unsere Exitenz. Inklusive Bauern. Informiert euch Mal sorgfältig und kauft echte Bioprodukte vom Nachbarsbauern, wo ihrs kontrollieren könnt bzw. baut ökologisch an.

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@Nazgul89

Danke, aber alles nicht neu, oder? Also, die Argumente.

Mal ganz ehrlich: ich weiß es ja gar nicht ;)

Ich bin trotzdem skeptisch - sowohl gegenüber radikalen Gegnern, als auch ggü. radikalen Befürwortern. Oder eher allgemein gegen ein pauschales Pro oder Contra.

Jedenfalls finden sich in einem Folgelink deiner verlinkten Artikel zahlreiche Studien zum toxikologischen Hintergrund. Der Blick in die ein oder andere Studie wird es sicher wert sein, wenn ich die Zeit dazu finde...

LG

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Glyphosatverbot wäre nicht sinnvoll, weil...

Weil es keine Alternative gibt derzeit. Es ist das einzige Totalherbizid das es noch gibt das heisst keine Chemischen alternativen. Und egal ob mechanisch, thermisch oder elektrisch alle Methoden sind um ein vielfaches schlimmer für die Umwelt.

Unser größtes Problem, die Erosion, kann man nur lösen wenn man weniger Oder garkeine Bodenbearbeitung macht also minimalbodenbearbeitung, striptill oder sogar notill. Diese Systeme funktionieren allerdings derzeit nur mit dem Einsatz von Glyphosat.

Zudem kommt Glyphosat nicht in die lebensmittel da z.B. ein behandelter weizen auch Absterben würde. Der einsatz liegt immer mindestens ein halbes Jahr zurück und bei einer Abbauzeit von 2 Wochen dürften doch da keine Probleme entstehen.

Lg

Natürlich gibt es Alternativen, ging Jahrtausende vorher auch so und der Boden ist nach wie vor fruchtbar..

Nur weil du dich jetzt in diese Anbaumethode verguckt hast.

Ausserdem macht ein Totalherbizid überhauprt keinen Sinn, der Schaden ist unnötig gross.

Ist dir Übrigens bewusst wieviel davon ins Grundwasser, Gewasser und Trinkwasser gelangt? Viele Gewasser haben deshalb überhaupt kein Leben mehr.

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@Nazgul89

Naja wir haben jetzt jahrtausende den Boden umgepflügt früher ohne den Klimawandel mit kaum Heftigen regen und kaum Dürre. Der Pflug zerstört alles und die Erosion wird fortschreiten. Wenn man jedes Jahr pflügt hat man sehr wahrscheinlich Erosion und wenn es drei mal im Jahr stark regnet schwemmt es jedes Jahr 1-3 mm erde weg dann sind die fruchtbaren 30cm schnellet weg wie man denkt.

Was ist an einem Totalherbizid so schlimm? Es tötet alle Pflanzen! Macht der Pflug auch aber er tötet auch noch regenwürmer, sorgt für erosion, und die Boden strucktur wird zerstört das ist ebenfalls der grund für die Nitrat und Pflanzenschutzmittel auswaschungen. Wenn man den Boden in Ruhe lässt braucht man irgendwann garkein Dünger und Pflanzenschutz mehr und man kann trotzdem ernten.

Wir haben doch alle die selben ziele!

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@Michael300272

Vergiss den Klimawandel. Der Klimawandel in der Lanwirtschaft bedeutet, dass wir in eine andere klima- und Pflanzenzone geraten.

Heisst es braucht Sorten und Pflanzen sowie Anbaumethoden, welche an die neuen Bedingungen angepasst sind.

Ja neue Anbaumethoden, bzw. eigentlich die alten bewaehrten aus der Klimazone.

In Zürich ist zb mit einem Klima wie Marseille zu rechnen. Generell wohl heftigere Regen im frühjahr, Normalregen im Winter, trockene Sommer, weniger Spätfröste, deutlich waermer, kein Schnee.

Wichtig ist jetzt auf Sorten und Pflanzen sowie Anbautechniken aus diesen Klimazonen zurückzugreifen.

Das hat nichts mit Pestiziden zu tun.

Zur regenwurmzerstörungs/Pestiziddiskussion:

1) Regenwurmvernichtung. Finde ich nicht so schlimm, denn die regenerieren sich sehr schnell. heisst nicht, dass man bessere Methoden finden muss. Bei uns zb ist umstechen wegen dem Bodentyp sinnvoll bzw. bei mir gehts nicht ohne, da sonst alles verpappt. bei sandigen erosionsgefährdeten Bäden würde ich auch nur beschränkt pflügen, vor allem aber terrassen bauen, oder wie in alten Zeiten Erde nach oben tragen, Hecken machen gegen den Winds usw.

Pestizide: Von den Fungiziden und Insektiziden redenwir Mal nicht, ich denke es ist inzwischen Bekannt was für ein Gau das ist.Aber bei Pflanzenschutzmittel ist es ähnlich. Es gibt viele Gegenargumente, Toxizität auch für den Regenwurm, auch der Abbauprodukte und in Kombination mit anderen Einflüssen. Zudem hast da dann praktisch ne Monokultur stehen, was schlecht für allerlei Nützlinge ist, inkl Regenwürmer.

Besser waere der Bioanbau mit Hecken, Grünstreifen und Ackerunkräutern. Das ist nicht nur etwas fürs Auge, sondern eben auch Lebensraum für Nützlinge und ein funktionierendes Ökosystem, wovon ein Teil die Nutzpflanze ist. Hat Jahrhundertelang super funktioniert.

Selbst die heutigen Wiesen sind langsam die reinste Wüste, was Tiere und Pflanzenvielfalt betrifft. würde man sie zubetonieren würde man es kaum merken. zb meine Nachbarwiese, die zu Beginn jedoch zwar ebenfalls intensiv genutzt, aber vor 5 Jahren noch ok war.

Dann vernichtest du damit eben auch zahlreiche Wasser und Uferpflanzen und damit auchdie ganzen Tierpyramiden und das Ökosytem im Wasser inkl.Selbstreingung. Das betrifft zum Beispiel auch die Fortpflanzung der Fische.

oder lies hier beim Profi: https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/glyphosat-auswirkungen

Schon in geringen Mengen schädigen Glyphosat und »Roundup« die menschlichen Embryonal- und Plazentazellen sowie die DNA von Menschen und Tieren. In menschlichen Zellen kann »Roundup« innerhalb von 24 Stunden zum vollständigen Zelltod führen. Nachweislich tödlich ist »Roundup« vor allem auch für Amphibien. Zudem bestehen bei Menschen und Tieren Zusammenhänge zwischen Glyphosat und Fehlbildungen/-geburten. Darüber hinaus weist eine neuere Studie darauf hin, dass Glyphosat solchen Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes und Krebs den Weg ebnen sowie zu Depressionen, Herzinfarkten und Unfruchtbarkeit führen könnte. Nicht zuletzt hat Glyphosat hohe negative Auswirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben

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@Nazgul89

Eben die alternative neue Anbaumethode ist Direktsaat der Direktssaat gehört die Zukunft!

Regenwürmer sind die wichtigsten Arbeiter auf dem Feld je mehr desto besser ist es!

Umgraben braucht man nirgends wald funktioniert ja auch überall und da pflügt auch keiner Durch. Direktsaat geht überall ausser auf Staunassen Böden.

Feldern auf denen nur eine frucht steht beeinflussen regenwürmer nicht die brauchen Mulch egal von was. Es stimmt allerdings das es die Biodiversität beeinflusst stärker als der unterschied von bio und konventionell.

Ehrlich gesagt finde ich die heutigen Ackerunkräuter nicht gerade optisch ansprechend klar so ein Mohn, Kamille, Sonnenblume oder Kornblume sieht schon schön aus aber es ist dann dich überwiegend die Melde, Distel usw was die Landschaft und den Boden mit Samen versifft.

Man muss eben bedenken das die Weltbevölkerung massiv gewachsen ist und immer mehr Fläche verbaut wird.

Beim Bioanbau hat man das Problem auch das Unkraut bekämoft wird und das ziel ist es dort auch nur eine Pflanzenart dort anzubauen. Aber der mechanische Einsatz sorgt immer für Erosion warum will das keiner Verstehen.

Es werden von den Landwirten immer höhere Qualitäten gefordert dann muss eben das Futter auch die beste qualität haben und das bedeutet halt sehr oft mähen und intensiv Wiesenpflege betreiben.

Ich mähe nur 2 mal im Jahr und bei mir ist immer die Kabine danach mit Insekten voll.

Zu deinem Glyphosat teil:

Selbst wenn das Stimmen sollte dann würde ich gerne wissen bei welcher Konzentration den die menge macht das Gift. Zu viel wasser tötet einen irgendwann auch. Fakt ist Koffein und Essigsäure sind beide bei gleicher Menge Toxischer als Glyphosat. Zudem kommt Glyphosat nicht in die Lebensmittel da es nicht auf die Kultur gespritzt wird. Die behandlung erfolgt nach der ernte oder vor der Aussat was bedeutet an der Ernte ist die Behandlung mindestens ein halbes Jahr her und die abbauzeit von Glyphosat beträgt 2 Wochen.

Zudem ist Glyphosat ein Phosphat wie Reinigungsmittel somit hat Glyphosat und Putzzeug das selbe Abbauprodukt AMPA und wenn dies irgendwo gefunden wird heisst es das da Glyphosat drin ist.

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