Gibt es noch andere Farben, die wir menschen noch nicht kennen?

16 Antworten

Farbe ist einfach Licht in einer bestimmten Wellenlänge. Ganz ähnlich wie Schall (hoher oder dunkler Ton entspricht dann Rot bzw Violett). In dem Sinn gibt es nicht mal bestimmten Farben. Farben sind ein Produkt unserer Wahrnehmung.

In unseren Augen sind sogenannte Zapfen, die diese Wellenlängen dann als eine bstimmte Farbe interpretieren (um es extrem vereinfacht auszudrücken). Unterschiedliche Zapfentypen nehmen jeweils einen bestimmen Wellenlängen-Bereich auf und interpretieren den dann als eine der Grundfarben.

Tiere haben etwas andere Zapfen und sehen Farben dadurch teilweise anders. Aber man nimmt wohl nicht an, dass sie andere Farben sehen, nur zB Rot als Grün.

Vielleicht sehen Außerirdische noch andere Farben, weil sie andere Augen und Gehirne haben. Aber wir Menschen sind nicht in der Lage, andere Farben wahrzunehmen.

Das sichtbare Licht ist nur ein kleiner Teil des elektromagnetischen Spektrums, das bei langen Radiowellen beginnt und bei energiereichen Gammastrahlen aufhört. Das menschliche Auge hat drei Rezeptoren für die Grundfarben, aus denen alle anderen Farben gemischt werden, die im Spektrum rein sind, d.h. aus einer Wellenlänge bestehen.

Denkbar wären natürlich auch Rezeptoren für Infrarot oder Ultraviolett. Diese würden das Spektrum entsprechend erweitern und eine Grundfarbe (oder mehrere) mehr bedeuten. Gemischt werden könnten aber auch nur Farben, die im Spektrum vorhanden sind.

Von Rot bis Blau gibt es keine neuen Farben. Octarin vielleicht (schmunzel).

Es gibt aber nach unten nahes und fernes IR Mikrowellen, Radiowellen von UKW bis LW, daruntunter die ELF... und nach oben UV A, B, C, Röngten, Gamma...

Und Wesen die neben unseren Farben weitere der Frequenzen rundherun Wahrnehmen ... oder unsere Farben mit mehr verschiedenen Sinneszellen wahrnehmen... können diese dann auch entsprechend mischen.

Unsere Farbwahrnehmung beruht auf 3 Sinneszellenarten für Farbe. Blau/Violett, Ror, Grün. Und je nachdem wie die Zellen ansprechen... 10% Rot, 50% Grün, 40% Blau, ergobt sich dann due Farbe, die wir sehen. Dabei können unsere Zellen nicht unterscheiden, ob es eine Farbe des Spekrums ist. Oder eine Mischung, deren Welkenlängensammelsurium genau gleich aufs Auge wirkt.

Mit einem Prisma geht es dann, das Unterscheiden.

Hast du nun mehr, spezialisiertere, ggf. extremere Rezeptorarten, kannst du anders mischen. Wie wohl UVB plus nahes IR für den Goldfisch aussieht...?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Technische Chemie, Studienzweig Biochemie. Nun Pharmakologie

Du unterliegst hier einem grundsätzlichen Irrtum: Du verwechselst Aufbau, Sensibilität und Wahrnehmungsbereiche von Sinnesorganen mit der Gesamtheit physikalischer Gegebenheiten in der Welt.

Um andere Farben zu sehen, müsstest Du nicht zum Mars fliegen, sondern Dir hier auf der Erde andere Augen einbauen lassen. Mit anderen biologischen Sensoren würdest Du natürlich andere Bereiche des Lichtspektrums sehen. Das wären dann eben „andere Farben“. Und die Anzahl der erfahrbaren Grundfarben würde sich auch dann an der Anzahl der Fotorezeptoren-Arten, der sog. Zapfenzellen auf der Netzhaut, richten. Und daraus ergäben sich auch dann die entsprechenden möglichen Mischfarben.

Mit den Augen des Hundes z.B. hättest Du nicht drei Zapfenarten und somit drei Grundfarben, sondern nur zwei Grundfarben. Das Farbspektrum des Hundeauges umfasst nur Blau-Violett und Gelb. Die Farbe Rot erscheint Hunden wie Gelb, die Farbe Grün sehen sie nicht und Purpur erscheint ihnen wie Grau. Mit den Augen der Biene könntest Du nicht den Bereich sehen, den wir rot nennen, aber stattdessen einen für uns nicht wahrnehmbaren Bereich, den wir ultraviolett nennen. Mit den Augen der Schimpansen könntest Du mit einem Blick den Reifegrad einer Banane erkennen. Das würde Dir mühsame Labormessungen zum Enzymgehalt der Banane ersparen oder ggfs. Geschmacktests. So ähnlich wie beim Farbspektrum hat praktisch jede Tierart ihren eigenen Wahrnehmungsbereich für Schall, Geruch, Geschmack u. dergl. Die Katze z.B. hat keine Sensoren für die Wahrnehmung von Süßigkeiten. Das ließe sich auch nicht ändern durch einen Flug zum Mars.

Im gesamten Spektrum der elektromagnetischen Wellen (z.B. Rundfunkwellen, Wärmewellen, Licht, Röntgenstrahlen, Gammastrahlen) nimmt der für das menschliche Auge wahrnehmbare Bereich nur einen ganz kleinen Spalt ein, von etwa 430 nm bis 700 nm. Dafür sind drei Zapfenarten verantwortlich. Die S-Zapfen reagieren auf kurzwelliges Licht, was farblich der Farbe Blau entspricht. M-Zapfen nehmen Licht mittlerer Wellenlänge wahr, also im grünen Spektralbereich. L-Zapfen absorbieren langwelliges Licht (Rot bis Gelb).

Das sind die Grundfarben für die additive Farbmischung. Mit dem Malkasten betreibst Du eine subtraktive Farbmischung mit den Grundfarben Rot, Gelb, Blau.

Die Anzahl möglicher farblicher Mischungsverhältnisse ist natürlich im Prinzip so unbegrenzt wie die Anzahl möglicher Mischungsverhältnisse von Gewürzen für die Salatsoße oder von Schallfrequenzen im Konzertsaal. Die Anzahl der vom Menschen unterscheidbaren Mischungsverhältnisse ist natürlich bei Farben so begrenzt wie bei Geschmacksrichtungen, Geruchsmischungen oder Konzertklängen.

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